Welcher Mulch für Böschung oder Hangbeet?
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Mulchen schützt den Boden, mindert Unkraut und sieht gut aus. Am Hang ist die Wahl schwieriger: Tipps zu Mulch und innovativen Materialien.
Steiler Hang: Mulchmatten als Lösung
Ihr Beet oder Hang gilt ab 20 % Gefälle als steil, wenn er meist über eine Treppe oder Stufen erschlossen wird. Diese gestaltete Böschung bietet Pflanzen einen besonders schönen Rahmen und verleiht Hanggärten viel Charakter.
Manchmal wurde das Gelände an dieser Stelle nicht abgeflacht. Der Zugang ist daher schwieriger: Entscheiden Sie sich vor allem für langlebige Materialien.

Mulchgewebe
Dafür kommen infrage:
Mulchgewebe aus Polypropylen
Dabei handelt es sich um gewebte Kunststoffplanen in Grün, Braun oder Schwarz. Man sieht sie häufig an städtischen und stadtnahen Hängen sowie im Gemüsebau und in der Landwirtschaft. Diese sehr dichten Gewebe halten Unkraut zuverlässig zurück. Trotz ihrer ästhetisch fragwürdigen Optik und der geringen Versorgung der Pflanzen mit organischer Substanz ermöglichen Polypropylengewebe eine gute Wasseraufnahme und begrenzen die Erosion. Eine UV-Behandlung verhindert heute den früheren, unkontrollierten Zerfall. Für große Hänge sind sie eine interessante Lösung, da sie in großen Abmessungen erhältlich sind und unerwünschten Bewuchs stark reduzieren. Aufgedruckte Pflanzlinien erleichtern zudem die Anwendung und Verlegung.
Für kleinere Flächen empfiehlt es sich jedoch, biologisch abbaubare Materialien zu wählen, die sich mit der Zeit zersetzen und den Boden anreichern.
Neue, besonders innovative Materialien ermöglichen auch den Einsatz im Biogarten: natürliche Fasermatten als Rollen oder Platten:
Mulchplatten aus Hanf
Sie sind eine besonders interessante, 100 % natürliche Lösung. Die Dichte des Hanfs und die einfache Verarbeitung als Platten machen ihn ideal für Hänge und schräge Beete. Die Platten sind bis zu 1 m² groß und bieten eine besonders wirksame Abdeckung. Zudem weisen die Mulchplatten eine gute Durchlässigkeit auf. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Sie sind biologisch abbaubar und zerfallen innerhalb von etwa 18 Monaten. In dieser Zeit können sich die Pflanzen ausreichend ausbreiten und entwickeln, um den Hang dauerhaft zu begrünen. Danach ist kein Mulchen mehr nötig.

Biologisch abbaubarer Hanfmulch
Mulchgewebe aus Jute oder Flachs
Diese Gewebe sind ebenso natürlich wie Hanf und bieten vergleichbare Vorteile. Ihre dezenten, strohfarbenen Töne fügen sich harmonisch in die Bepflanzung ein.
Entdecken Sie in unserem Sortiment für Mulchmaterial für Hänge die passende Lösung für Ihren Bedarf.
Sanfter Hang: mineralisch mulchen
Bei einer Neigung von höchstens 10 bis 15 % ist eine mineralische Mulchschicht nicht nur ausreichend schwer, um nicht weggeweht oder am Fuß eines zu steilen Hangs angesammelt zu werden, sondern auch ästhetisch ansprechend.
Ziegelbruch und Schiefermulch
Mineralischer Mulch eignet sich hervorragend für Pflanzen an trockenen, steinigen Standorten. Zwar haben diese Materialien den Nachteil, dass sie sich nicht zersetzen und dabei den Boden anreichern, außerdem wirken sie etwas „kalt“. Dennoch sind sie eine interessante Option, wenn Sie einen mediterranen Steingarten oder von Steinmauern eingefasste Beete angelegt haben, in denen überwiegend xerophile Pflanzen wachsen (Pflanzen trockener Standorte wie Zistrose, Lavendel oder Schwingel). Diese benötigen nämlich keine Humuszufuhr, die die Wasserspeicherung erhöht. Es ist außerdem sehr interessant, solche Materialien passend zum Stil Ihres Hauses und Ihrer Region einzusetzen (Schiefer im Westen Frankreichs, Ziegel im Norden usw.).

Mineralischer Mulch eignet sich im Steingarten hervorragend – ob aus Kieselsteinen, Schieferbruch oder Lavagranulat
Beachten Sie, dass die zahlreichen organischen Mulchmaterialien, die ständig weiterentwickelt werden, hingegen nur wenig geeignet sind, da sie eine geringe Dichte haben und leicht verweht werden. Pinienrinde, die etwas weniger leicht verweht wird als Chinaschilf-, Buchweizen- oder Kokosnussmulch, kann eventuell an einem kleinen Hang mit sehr sanfter Neigung verwendet werden, insbesondere bei einer Bepflanzung mit Moorbeetpflanzen, da sie den Boden versauert. Wir empfehlen, organischen Mulch vor und nach dem Ausbringen zu gießen, damit er die Bodenfeuchtigkeit bewahrt, gut mit der Oberfläche in Kontakt bleibt und beim ersten Windstoß nicht weggeweht wird.
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Generell und besonders bei Böschungen oder Hängen empfehlen wir, dicht zu pflanzen, damit sich möglichst wenig Unkraut entwickelt. Denn dort ist Mulchen oft schwierig und aufwendig.
Die Verwendung immergrüner Bodendecker ist sinnvoll, um mit der Zeit eine dichte Begrünung Ihres Hangs oder Ihrer Böschung zu erzielen. Bei geeigneten, flach wachsenden Pflanzen fällt die Pflege später geringer aus. Zahlreiche immergrüne Sträucher oder Stauden mit kriechender Wuchsform, deren Triebe langsam oder im Gegenteil windend wachsen, begrünen Hangflächen besonders dicht und ganzjährig. So müssen Sie an einem oft schwer zugänglichen Hang weniger Zeit mit dem Unkrautjäten verbringen. Entdecken Sie unsere Lieblingssträucher für die Gestaltung einer Böschung.
Dennoch ist Mulchen oft hilfreich, bis die Pflanzen eingewachsen sind!
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