Wie Kaktus gießen?

Wie Kaktus gießen?

Häufigkeit und Vorgehen: unsere Tipps!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Alexandra 4 min.

Kakteen und Sukkulenten brauchen Wasser! Richtig gießen, Staunässe vermeiden und für Drainage sorgen – so bleiben sie gesund und blühen.

Schwierigkeit

Wann Kakteen gießen und wie oft?

Gießen Sie sie während der gesamten Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst regelmäßig. Im Sommer reicht einmal wöchentlich. Bei großer Hitze sollten Sie jedoch ebenfalls pausieren, da manche Kakteen dann in Dormanz gehen. Warten Sie grundsätzlich, bis das Substrat vollständig abgetrocknet ist, bevor Sie erneut gießen.

Im Herbst die Gießabstände langsam verlängern, dann ganz einstellen, da Kakteen winterliche Nässe nicht vertragen. Im Frühjahr wieder sehr behutsam mit dem Gießen beginnen, sonst könnte die Epidermis aufreißen.

Grundsätzlich können Sie im Frühjahr und Herbst alle 15 Tage, im Sommer einmal pro Woche gießen.

Je höher die Temperatur am Standort Ihres Kaktus, desto häufiger muss gegossen werden. Ein Kaktus im Gewächshaus oder Wintergarten braucht häufiger Wasser als einer im Haus.

Einige Kakteen, besonders Blattkakteen, sowie Sukkulenten (Dickblatt, Aeonium, manche Wolfsmilchgewächse) wachsen jedoch auch im Winter weiter. Gießen Sie sie daher gelegentlich, etwa einmal im Monat. Beobachten Sie Ihre Pflanzen, um festzustellen, ob sie in Dormanz sind, und informieren Sie sich über die Kulturbedingungen der Arten.

Wenn Sie Ihre Kakteen und Sukkulenten kürzlich gepflanzt oder umgetopft haben, warten Sie mindestens 15 Tage mit dem Gießen. So können verletzte Wurzeln abheilen. Andernfalls droht Wurzelfäule.

Stehen Ihre Kakteen im Freiland, müssen sie meist nicht gegossen werden. Wir empfehlen, sie im Winter mit einer kleinen abnehmbaren Konstruktion vor Regen zu schützen. Sie können sie auch unter einem Dachüberstand aufstellen, damit sie keinen Regen abbekommen.

Gießen: Wie viel Wasser brauchen sie?

Gießen Sie Ihre Kakteen vorzugsweise mit Regenwasser. Leitungswasser ist ebenfalls geeignet, sofern es nicht zu kalkhaltig ist. Kakteen bevorzugen leicht saure pH-Werte. Kalk lässt sich neutralisieren, indem Sie einige Tropfen Weißweinessig ins Gießwasser geben. Alternativ können Sie entmineralisiertes Wasser verwenden. Wir empfehlen außerdem Wasser mit Raumtemperatur.

Gießen Sie reichlich, sodass das gesamte Substrat feucht ist (besser gelegentlich großzügig gießen als häufig nur wenig). Richten Sie den Wasserstrahl auf das Substrat und vermeiden Sie, Stamm und Dornen des Kaktus zu benetzen. Gießen Sie langsam und nach und nach, bis sich der Untersetzer mit Wasser füllt. Leeren Sie ihn anschließend, denn das Wasser darf nicht stehen bleiben, damit das Substrat schnell trocknet. Achten Sie darauf, dass es vor dem nächsten Gießen vollständig trocken ist.

Sie können auch durch Tauchen gießen: Füllen Sie dazu eine Schale oder einen Untersetzer mit Wasser und stellen Sie den Topf hinein. Sobald das gesamte Substrat feucht ist, nehmen Sie den Topf heraus und lassen Sie ihn abtropfen.

Von Frühjahr bis Herbst empfehlen wir außerdem, einmal monatlich Flüssigdünger zu verabreichen und ihn mit dem Gießwasser zu verdünnen. Wählen Sie vorzugsweise einen Kakteendünger mit geringem Stickstoffgehalt. Alternativ eignet sich auch Dünger für Geranien und Blühpflanzen.

Kaktus: Überwässerung erkennen

Zu viel Wasser lässt Kakteen schnell faulen. Weiche, gelbe Blätter und braune Flecken an Sukkulenten weisen auf Überwässerung und Pilzfäule hin.

Kann man einen überwässerten Kaktus retten? Wie geht das?

Substrat trocknen, Untersetzer leeren. Fäulnis mit desinfiziertem Messer entfernen, Schnittstelle mit Holzkohle behandeln. Stark befallen: gesunde Teile stecken.

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