Wie Zimmerpflanzen gießen?
Häufigkeit, Menge und Fehler vermeiden
Inhaltsverzeichnis
Zimmerpflanzen bringen Leben ins Zuhause, ihr Zustand hängt stark vom Gießen ab. Zu viel oder zu wenig Wasser schadet Blatt und Wachstum. Tipps fürs richtige Gießen.
Wie oft Zimmerpflanzen gießen?
Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Art, der Topfgröße und der Raumtemperatur ab. Eine Korbmarante oder eine Blattfahne (Einblatt) benötigt beispielsweise ein regelmäßig feuchtes Substrat, während ein Kaktus oder ein Bogenhanf mehrere Wochen Trockenheit verträgt.
Generell benötigen die meisten Grünpflanzen im Sommer alle 7 bis 10 Tage und im Winter, wenn ihr Wachstum nachlässt, alle zwei bis drei Wochen Wasser.
Ein guter Anhaltspunkt ist die Oberfläche der Blumenerde: Sind die ersten zwei Zentimeter trocken, muss gegossen werden.
Zum leichteren Vergleich finden Sie hier eine Übersicht zum Wasserbedarf der wichtigsten Zimmerpflanzen.
| Zimmerpflanze | Gießhäufigkeit | Empfohlene Menge | Besondere Hinweise |
|---|---|---|---|
| Großes Fensterblatt | Im Sommer 1-mal pro Woche, im Winter alle 2 bis 3 Wochen. | Gießen, bis der gesamte Wurzelballen feucht ist. | Staunässe vermeiden, mag eine hohe Luftfeuchtigkeit. |
| Ficus elastica (Gummibaum) | Im Sommer alle 7 bis 10 Tage, im Winter seltener. | Mäßig gießen, Blumenerde an der Oberfläche trocknen lassen. | Verträgt keine Staunässe. |
| Efeutute (Goldene Efeutute) | Etwa 1-mal pro Woche. | Substrat befeuchten, ohne es zu durchnässen. | Verträgt kurzes Vergessen besser als zu viel Wasser. |
| Korbmarante | Je nach Wärme alle 4 bis 7 Tage. | Blumenerde leicht feucht, aber nicht nass halten. | Mag regelmäßiges Besprühen. |
| Blattfahne (Einblatt) | Im Sommer 1- bis 2-mal pro Woche, im Winter alle 2 Wochen. | Großzügig gießen, anschließend den Untersetzer leeren. | Reagiert schnell auf Wassermangel: Blätter hängen herab. |
| Bogenhanf (Schusterpalme) | Alle 3 bis 4 Wochen. | Sehr geringe Wassermenge. | Verträgt Trockenheit gut, empfindlich gegenüber Staunässe. |
| Kaktus | Im Sommer alle 3 bis 4 Wochen, im Winter sehr selten. | Wenig Wasser geben. Substrat zwischen den Wassergaben trocknen lassen. | Minimal gießen, besonders während der Winterruhe. |
| Echte Aloe | Im Sommer etwa alle 3 Wochen, im Winter 1-mal pro Monat. | Wenig gießen, Substrat zwischen den Wassergaben trocknen lassen. | Empfindlich gegenüber zu viel Feuchtigkeit. Bei zu viel Wasser hängen die Blätter herab. |
| Drachenbaum | Alle 10 bis 15 Tage. | Mäßig gießen, Substrat leicht antrocknen lassen. | Mag kalkarmes Wasser. |
| Malayenblume | Alle 7 bis 10 Tage, im Winter seltener. | Topf 10 Minuten in Wasser tauchen, anschließend abtropfen lassen. | Niemals Wasser stehen lassen, bevorzugt weiches Wasser. |
| Flamingoblume | Im Sommer 1-mal pro Woche, im Winter alle 2 Wochen. | Blumenerde stets leicht feucht halten. | Mag hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Besprühen der Blätter. |
| Philodendron | Alle 7 bis 10 Tage. | Blumenerde befeuchten, aber nicht zu stark. | Verträgt kurzes Vergessen gut, aber keine Staunässe. |

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Beim Gießen von Zimmerpflanzen sollten Sie den gesamten Wurzelballen befeuchten, ohne die Blumenerde zu durchnässen. So geht’s:
- Gießen Sie langsam, bis einige Tropfen aus den Abzugslöchern des Topfes laufen.
- Anschließend leeren Sie den Untersetzer nach etwa zehn Minuten, damit die Wurzeln nicht im stehenden Wasser bleiben.
Ein Zeichen für richtiges Gießen: Die Blumenerde ist in der Tiefe feucht, bleibt bei Berührung aber locker – niemals verdichtet und völlig durchnässt. Zu wenig Wasser befeuchtet nur die Oberfläche, sodass die Wurzeln trocken bleiben. Wiederholtes Überwässern lässt die Blätter gelb werden. Je größer der Topf, desto mehr Wasser braucht die Pflanze – immer angepasst an ihre Größe und Art.

Häufige Fehler vermeiden
Beim Gießen von Zimmerpflanzen treten einige Fehler immer wieder auf. Wer sie kennt, kann die Gesundheit der Pflanzen erhalten:
-
Nach einem festen Zeitplan gießen: Immer am gleichen Tag (oder zur gleichen Uhrzeit) zu gießen, ohne die Blumenerde zu prüfen, kann zu viel oder zu wenig Wasser verursachen. Der Wasserbedarf der Pflanzen ändert sich je nach Jahreszeit, Temperatur und Licht. Die Oberfläche des Substrats zu beobachten, ist nach wie vor der beste Anhaltspunkt.
-
Ungeeignetes Wasser verwenden: Kaltes Wasser kann die Wurzeln schockieren, während kalkhaltiges Wasser Spuren in der Blumenerde hinterlässt und nicht von allen Pflanzen gut vertragen wird. Verwenden Sie besser Regen- oder gefiltertes Wasser: Es ist milder für die Pflanze und sollte Zimmertemperatur haben.
-
Wasser im Untersetzer stehen lassen: Stehendes Wasser lässt die Wurzeln ersticken und begünstigt Wurzelfäule. Nach dem Gießen sollten Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten ausleeren.
-
Im Winter zu viel gießen: In der kalten Jahreszeit verlangsamt sich das Wachstum und der Wasserbedarf sinkt.
-
Das Laub nass machen: Wasser über die Blätter zu gießen, führt besonders bei empfindlichen Arten wie Orchidee oder Kaktus zu Flecken und Krankheiten. Gießen Sie immer am Fuß der Pflanze direkt auf das Substrat.

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Neben Häufigkeit und Menge verbessern einige einfache Maßnahmen den Komfort und die Vitalität von Zimmerpflanzen:
- Gießmethode anpassen: Manche Arten wie die Orchidee bevorzugen ein Tauchbad. Dafür wird der Topf einige Minuten in eine Schale gestellt, damit sich der Wurzelballen gründlich mit Wasser vollsaugt. Andere bevorzugen klassisches Gießen von oben.
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Gießkanne mit langem Ausguss verwenden: So lässt sich das Wasser gezielt an den Pflanzenfuß geben, ohne das Laub zu benetzen.
-
Drainage regelmäßig kontrollieren: Prüfen Sie, ob die Abzugslöcher des Topfes frei sind, und geben Sie bei Bedarf eine Schicht Blähton oder Kies hinein. So vermeiden Sie Staunässe.
-
Substrat bei Bedarf auflockern: Zu verdichtete Blumenerde speichert zu viel Feuchtigkeit. Das Untermischen von etwas Perlite oder Sand verbessert die Belüftung der Wurzeln.
-
Pflanzensignale beobachten: Weiche, gelbe oder eingerollte Blätter deuten oft auf ein Gießproblem hin. Passen Sie das Gießen bei den ersten Anzeichen an, um schnell gegenzusteuern.
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Pflanzen nach ihren Bedürfnissen aufstellen: Stellen Sie tropische Arten in einen von Natur aus feuchten Raum wie Küche oder Bad und Sukkulenten an einen trockenen, hellen Platz. So vermeiden Sie Gießfehler.
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Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen: Bei Pflanzen, die eine feuchte Umgebung bevorzugen, etwa tropischen Pflanzen und Farnen, können Sie das Laub besprühen oder die Töpfe auf feuchte Blähtonkugeln stellen.
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