Bartfaden, Chelone obliqua: Pflanzung und Pflege
Inhaltsverzeichnis
Bartfaden oder Schildblume kurz erklärt
- Bartfaden oder Schildblume: winterharte Staude für feuchte bis nasse Böden
- Von Sommer bis Herbst zeigt sie eine prächtige Blüte in leuchtendem Rosa oder Weiß
- Kultivieren Sie sie an sonnigen oder schattigen Standorten, wo der Boden stets frisch bleibt
- Ihr üppiges, kräftiges Laub bleibt bis zum Herbst attraktiv
- Sehr winterhart und pflegeleicht, eignet sie sich ideal für Gewässerränder, feuchte Beete oder Naturgärten
Das sagt unsere Expertin
Die Schildblume, auch Bartfaden oder „Schildblume mit Schildkrötenkopf“, ist eine attraktive Staude, die den Penstemonen sehr ähnlich ist, aber in unseren Gärten noch viel zu selten zu finden ist. Robust und einfach zu kultivieren, gehört sie zu den Stauden, die Beete im Sommer und im Spätsommer schmücken, ohne dem Gärtner viel Arbeit zu machen.
Von den sechs Arten der Gattung wird vor allem Chelone obliqua oder die Schildblume kultiviert, die meist rosa blüht. Gelegentlich findet man auch Chelone glabra mit weißen Blüten oder Chelone lyonii, die größte Schildblume. Von der Schildblume gibt es auch einige weiß blühende Sorten, etwa Chelone obliqua var. ‘Alba’.
Alle zeigen dichte Blütenähren über glänzendem, kräftig grünem Laub.
Mit ihren romantischen Farben und ihrem geringen Pflegeaufwand bereichert sie Teichränder, feuchte Bereiche, sonnige Beete und Rabatten ebenso wie schattige Gartenpartien und bildet bis zu den ersten Herbsttagen farbenfrohe, reich blühende Horste.
Als Staude, die frische bis feuchte Böden liebt, aber auch mit jedem guten Gartenboden zurechtkommt, solange er im Sommer nicht zu trocken ist, ist die Schildblume sehr winterhart und bleibt gesund. Sie verdient einen Platz in naturnahen, wilden oder romantischen Gärten, wo Sie sie mit Astern, Storchschnabel oder Mädchenauge kombinieren können.
Entdecken Sie diese pflegeleichte, wunderschöne Staude – unverzichtbar für frische Böden!
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Lateinischer Name Chelone
- Familie Scrophulariaceae
- Gebräuchlicher Name Schildblume, Miesmäulchen, Schildblume mit Schildkrötenkopf
- Blüte Juli bis Oktober
- Height 60 bis 80 cm
- Exposition Sonne, Halbschatten
- Art des Bodens frisch bis feucht
- Winterhärte über -20 °C
Die Schildblume oder Chelone ist eine krautige Staude aus der Familie der Braunwurzgewächse, zu der auch der Bartfaden gehört, mit dem sie eng verwandt ist. Sie stammt aus den gemäßigten Regionen der USA, wo sie an Bachufern, in Wäldern und feuchten Wiesen oder in Sumpfgebieten natürlich wächst. Die Gattung umfasst sechs Staudenarten, darunter Chelone glabra, Chelone lyonii, die mit 80 cm sehr hoch wird, und vor allem Chelone obliqua, die Schildblume mit rosafarbener Blüte, die in unseren Gärten am häufigsten vertreten ist. Diese Art gilt in ihrem natürlichen Lebensraum als bedroht. Es gibt einige Sorten, darunter weiß blühende wie Chelone obliqua var. ‘Alba’ oder kleinere wie Chelone obliqua ‘Tiny Tortuga’.
Dank ihres recht schnellen Wachstums bildet sie aus einem kräftigen, faserigen und tief wurzelnden Rhizom-Wurzelstock einen buschigen Horst mit aufrechter Wuchsform, der etwa 60 bis 80 cm hoch wird. Die Schildblume erreicht ihre endgültige Größe nach zwei Kulturjahren.
Die kerzengeraden Stängel mit annähernd rundem Querschnitt tragen ein dichtes, sommergrünes Blattwerk aus großen Paaren dreieckiger bis länglicher Blätter mit grob gezähnten Rändern und deutlich sichtbaren Blattadern. Ihre Form erinnert stark an die Weiße Taubnessel. Die sehr kurz gestielten Blätter sind 5 bis 20 cm lang und leuchten in einem kräftigen bis tiefen, glänzenden Grün.
Das üppige Blattwerk bleibt bis zum Herbst attraktiv und bildet einen luxuriösen grünen Rahmen für die lange Blüte, die im August beginnt und erst mit den ersten Frösten endet. An den Triebspitzen erscheinen kurze, sehr dichte, aufrechte Blütenähren mit leicht schräger Form, die sich vom Laub abheben.

Chelone lyonii (Syn. Chelone major) – botanische Illustration
Die 1 bis 2 cm langen Blüten bestehen aus zwei Lippen, von denen die obere die Form eines stumpfen Helms hat. Sie erinnern im Pflanzenreich an kleine Fingerhüte und im Tierreich an ein Schildkrötenmaul, was der Pflanze den Beinamen „Schildblume“ eingebracht hat.
Die zweilippigen Blütenkronen sitzen in Kelchen mit 5 Lappen und sind mit einem gelben oder weißen Bart versehen. Ein Büschel ungleich langer Staubblätter setzt zusätzliche Akzente. Diese prächtigen kleinen Blüten sind meist purpurrosa oder gelegentlich reinweiß mit einem Hauch von blassem Flieder, etwa bei Chelone obliqua ‘Alba’ oder Chelone glabra. Sie blühen lange.
Die Blütentrauben entwickeln sich zu kleinen, im Winter immergrünen Früchten, zweifächerigen Kapseln mit winzigen geflügelten Samen.
Vollkommen winterhart bis -25 bis -30 °C, kann die Schildblume überall in Frankreich gepflanzt werden, außer vielleicht in Regionen mit sehr heißen und trockenen Sommern. Beim Standort ist sie anspruchslos: Sie gedeiht sowohl in Sonne als auch im Halbschatten, wobei heiße Standorte zu vermeiden sind. Sie passt sich jedem frischen bis feuchten Boden an.
Die ideale Pflanze für frische Beete und die Ufer eines Gartenteichs.
Lesen Sie auch
12 Stauden für schweren, feuchten BodenWichtige Arten und Sorten
Am beliebtesten
Chelone obliqua - Schildblume
- Blütezeit September, Oktober
- Höhe bei Reife 60 cm
Chelone glabra - Schildblume
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 60 cm
Unsere Favoriten
Chelona obliqua Alba - Schildblume
- Blütezeit September für November
- Höhe bei Reife 60 cm
Chelone lyonii Hot Lips - Schildblume
- Blütezeit August für Oktober
- Höhe bei Reife 80 cm
DéEntdecken Sie andere Chelone - Schlangenkopf
Alles ansehen →Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 0 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 1 Größen
Pflanzung
Wo pflanzt man die Schildblume oder Chelone?
Die Schildblume oder Chelone ist eine pflegeleichte Staude, die in jedem Garten, außer in sehr trockenen Lagen, gut gedeiht. Sie verträgt feuchte Kälte und Temperaturen bis mindestens -20 °C deutlich besser als Bartfaden (manchmal sogar bis -30 °C).
Sie verträgt milde Sonne, lichten Schatten und sogar dichten Schatten (dort fällt die Blüte allerdings weniger üppig aus), denn der Standort ist ihr gleichgültig, solange der Boden frisch bis feucht bleibt.
Obwohl sie sich an alle Böden außer sehr armen, trockenen oder steinigen Standorten anpasst, bevorzugt sie einen tiefen, nährstoffreichen, humusreichen, lehmigen Boden mit dauerhaft guter Feuchtigkeit. Am liebsten wächst sie in neutraler oder leicht saurer Unterholz-Erde. Schwere, lehmige Böden behagen ihr besonders, und sie ist eine ausgezeichnete Uferpflanze. Ein frischer Boden ermöglicht ihr kräftiges Wachstum.
Die ideale Pflanze für einen lichten Unterholzbereich oder den Teichrand, den sie mit ihrer leuchtenden Blüte aufhellt. Sie bringt eine luftige Struktur in den Vorder- oder Mittelgrund eines Beets sowie an nicht zu trockene Beetkanten. Auch für mehr Farbe und Helligkeit in einer dunklen Gartenecke ist sie bestens geeignet.
Wann pflanzt man die Schildblume oder Chelone?
Die Schildblume wird im Frühjahr von Februar bis April oder im Herbst von September bis November gepflanzt, außerhalb von Perioden mit starkem Frost und Trockenheit.
Wie pflanzt man die Schildblume oder Chelone?
Im Freiland
Pflanzen Sie sie am besten in kleinen Gruppen mit 5 Jungpflanzen pro m², in einem Abstand von mindestens 30 bis 50 cm.
- Boden gründlich umgraben
- Ein zwei- bis dreimal breiteres Pflanzloch als der Wurzelballen ausheben
- Mit Lauberde und reifem Kompost verbessern
- Wurzelballen einsetzen und mit Erde auffüllen
- Erde festdrücken und bis zum Anwachsen reichlich gießen
- Fuß der Pflanze mulchen, um die Feuchtigkeit zu halten
Und entdecken Sie auch unsere Tipps zum richtigen Pflanzen einer Staude!

Pflege und Versorgung
Winterhart und kräftig, benötigt die Schildblume kaum Pflege und blüht üppig, solange der Boden frisch und nährstoffreich bleibt.
Sie darf nie austrocknen: Die Staude welkt bei Trockenheit rasch. Mulchen Sie den Fuß ab Juni mit einer dicken Schicht trockenem Stroh oder Torf und gießen Sie bei großer Hitze täglich.
Sie liebt nährstoffreiche Böden: Im Frühjahr jährlich gut verrotteten Kompost ausbringen.
Die Schildblume braucht keinen Rückschnitt. Schneiden Sie die Pflanze nach der Blüte zurück, wenn Sie eine Selbstaussaat verhindern möchten. Andernfalls ernten Sie Samen für die Aussaat und entfernen Sie im Frühjahr altes Laub, damit neue Blätter austreiben.
Alle drei Jahre im Frühjahr, sobald die Pflanze etabliert ist, teilen Sie große Wurzelstöcke, um die Pflanze zu verjüngen und eine üppige Blüte zu erhalten.
Chelone obliqua ist robust und krankheitsfrei. Junge Triebe werden zu Beginn des Austriebs lediglich von Schnecken bedroht. Im Winter zieht sich die Pflanze vollständig ein. Markieren Sie gegebenenfalls ihren Standort, um Schnecken im Frühjahr leichter zu bekämpfen. Schützen Sie sie mit unseren 7 wirksamen, natürlichen Methoden gegen Schnecken.
Vermehrung: Aussaat, Teilung
Zur Vermehrung der Schildblume oder Chelone obliqua gibt es zwei Möglichkeiten: Aussaat oder Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr.
Schildblume teilen
- Mit einer Grabegabel einen Teil des Wurzelstocks ausgraben, bevor der Austrieb beginnt
- Mit dem Spaten ein kräftiges, bewurzeltes Teilstück abstechen
- Sofort im gut bearbeiteten Boden einpflanzen
Durch Aussaat
- Die Samen der Chelone bei Reife ernten und im März-April in einer Schale auf gut drainierender Aussaaterde aussäen
- Die Samen nur dünn mit Erde bedecken
- Bei Wärme (20 °C) und Licht leicht feucht halten; die Keimung dauert etwa 8 Wochen
- Unter geschützten Bedingungen weiterkultivieren
- Die Keimlinge in einzelne Anzuchttöpfe pikieren
Entdecken Sie unsere Tipps und Tricks zur Aussaat im Blog!
Bartfaden im Garten kombinieren
Die Schildblume, Chelone obliqua oder Schildblume, gehört zu den Stauden, die sich ideal eignen, um frische Bereiche in allen naturnahen Gärten sowie Ufer und Böschungen von Gewässern in Sumpfgärten zum Leuchten zu bringen. Nach der Sommerblüte sorgt sie für natürliche, farbenfrohe Bilder in einem einfachen feuchten Beet oder einer Rabatte.
Sie lässt sich leicht mit zahlreichen spät blühenden Stauden kombinieren und bildet im Frühherbst prachtvolle Pflanzbilder.

Ein Beispiel für eine natürliche Kombination: Chelone obliqua, Rudbeckia (‘Goldsturm’, zum Beispiel ‘Henry Eilers’), Nepeta subsessilis, Helianthus, Helenium, Eupatorium…
In einem rosa oder weißen Garten wird sie schnell unverzichtbar, zusammen mit Japan-Herbst-Anemonen, Mädchenaugen und Astern, die ihre Blüte bis in den Herbst begleiten.
Da sie frische Böden schätzt, pflanzen Sie Chelone ruhig an den Rand eines Teichs, wo sie sich natürlich mit Stauden für feuchte Uferbereiche wie Astilben, Gelben Sumpf-Schwertlilien, Geissbart, Schaublatt, Mädesüß (Filipendula), Gilbweiderich, Knöterich, Blutweiderich, Königsfarn, Wasserdost und Sumpf-Wolfsmilch verbindet.
In einem Wildgarten am Rand oder in der Mitte eines Beets harmonieren die dichten Ähren der Chelone leicht mit den kühlen Farbtönen von Storchschnabel, Lobelie und Sonnenhut. Auch mit hohen Gräsern wie Chinaschilf, Hirse und Federgras bildet sie eine sehr gelungene Kombination.
Am Rand eines romantischen, eleganten und frischen Beets pflanzen Sie sie zu Füßen von Strauchrosen oder zusammen mit dem üppigen Laub von Funkien – für einen reizvollen Kontrast von Formen und Farben.
Um den Fuß der Pflanze frisch zu halten, eignen sich Bodendecker wie Meier, Silber-Wermut, Asiatischer Frauenfarn, Purpurglöckchen und Kriechender Günsel.
Nützliche Ressourcen
- Unsere Auswahl an Stauden für frische bis feuchte Böden ist bemerkenswert – lassen Sie sich inspirieren!
- Wie Sie das Pflanzen Ihrer Stauden in 6 Lektionen vermasseln?
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare