Besenried, Benthalm: Pflanzung, Teilung, Rückschnitt und Pflege

Besenried, Benthalm: Pflanzung, Teilung, Rückschnitt und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 5. August 2025  durch Alexandra 12 min.

Besenried kurz vorgestellt

  • Das Besenried ist ein unverzichtbares, mehrjähriges Ziergras, das Leichtigkeit in den Garten bringt
  • Es bildet aufrechte, durchsichtige und luftige Rispen, die den Blick hindurchlassen
  • Das Besenried entfaltet im Herbst seine ganze Pracht und bietet dann wunderschöne Farben!
  • Es ist ein sehr winterhartes Ziergras, dessen Wurzelstock keine Ausläufer bildet und das sich durch Aussaat leicht einbürgert
  • Es lebt viele Jahre in den schweren, lehmigen Böden, die es bevorzugt
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Das Besenried ist ein sehr winterhartes und stark strukturgebendes mehrjähriges Ziergras mit schönen, linearen, gebogenen und überhängenden Blättern. Im Frühjahr bildet es einen dichten Blattschopf, bevor es im Hochsommer seine großen Rispen entfaltet, die lange erhalten bleiben und zum Saisonende wunderschöne goldene Schimmer zeigen … Diese Pflanze kommt im Herbst erst richtig zur Geltung! Am weitesten verbreitet ist das Blaue Pfeifengras, Molinia caerulea, doch es gibt verschiedene Sorten, die eine große Auswahl an Farben, Formen und Wuchshöhen bieten. Entdecken Sie zum Beispiel die Sorten ‘Moorhexe’, ‘Skyracer’, ‘Transparent’ oder ‘Variegata’!

Besenried-Arten sind hohe Gräser mit einer unvergleichlich dekorativen Wirkung, die eine besonders luftige und leichte Note mitbringen. Sie fügen sich sowohl in naturnahe Beete als auch in moderne und dekorative Gärten ein und eignen sich ideal, um wunderschöne Herbstszenen zu gestalten. Am höchsten und imposantesten werden Molinia arundinacea mit ihrer herrlichen Silhouette, die sich perfekt eignet, um Beete zu strukturieren. Besenried-Arten sind so leicht und luftig, dass sie einen transparenten Effekt erzeugen und den Blick hindurchschweifen lassen … Pflanzen Sie sie daher nicht im hinteren Bereich der Beete!

Besenried-Arten gedeihen in frischen, eher sauren Böden. Sie können problemlos am Teichrand gepflanzt werden. Sie benötigen kaum Pflege: Schneiden Sie einfach das Laub am Ende des Winters, etwa im März, zurück. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat oder Teilung der Horste.

Botanische Beschreibung

Steckbrief

  • Lateinischer Name Molinia sp.
  • Gebräuchlicher Name Besenried, Blaue Pfeifengras, Blaues Pfeifengras
  • Blüte gewöhnlich zwischen Juli und Oktober
  • Height zwischen 40 cm und 2 m
  • Exposition Sonne oder Halbschatten
  • Art des Bodens gewöhnlich, eher nährstoffarm, frisch, gut durchlässig, vorzugsweise leicht sauer
  • Winterhärte zwischen – 15 und – 20 °C

Die Besenriede sind mehrjährige Gräser, die oft eine beträchtliche Höhe erreichen und eine Blüte in Rispen hervorbringen. Sie bilden eine sehr kleine Pflanzengruppe, denn es gibt nur zwei Arten: Molinia caerulea und Molinia japonica. Nur das Blaue Pfeifengras, Molinia caerulea, wird in Gärten kultiviert, zusammen mit den Sorten, die aus ihm hervorgegangen sind. Es umfasst zwei Unterarten: Molinia caerulea ssp. caerulea und Molinia caerulea ssp. arundinacea. Letztere wird höher, trägt breitere Blätter und weiter ausladende Rispen als die Unterart caerulea.

Besenriede stammen aus Europa, Asien und Nordafrika (Molinia caerulea ist auch aus Gärten entkommen und hat sich in Nordamerika eingebürgert!). In freier Natur wachsen sie hauptsächlich in Heiden, Torfmooren und Wäldern auf feuchten und sauren Böden. Man findet sie an Standorten, an denen der Wasserstand regelmäßig schwankt. In Frankreich ist das Blaue Pfeifengras im gesamten französischen Mutterland verbreitet. In den Alpen wächst es bis in eine Höhe von 2.300 m. Das Pfeifengras ist daher eine sehr winterharte Pflanze und fürchtet die Kälte nicht.

Das Pfeifengras hat einer besonderen Pflanzenformation ihren Namen gegeben, den Pfeifengraswiesen. Die Vegetation ist dort recht niedrig, mit einem überwiegenden Anteil an Pfeifengräsern, die auf feuchtem oder torfigem, saurem Boden wachsen, manchmal zusammen mit Binsen, Kratzdisteln und Heiden … In der Natur bilden die Horste des Pfeifengrases im Laufe der Zeit Bulten: Die Pflanze wächst auf einem rundlichen Hügel, der aus ihren alten Wurzeln und einer Ansammlung abgestorbener Blätter besteht. Da die Bulten sehr dicht sind, sind sie feuerbeständig!

 

Botanische Darstellung des Blauen Pfeifengrases

Molinia caerulea: botanische Illustration

Das Pfeifengras gehört zur Familie der Süßgräser! Es handelt sich um eine sehr große Familie mit mehr als 11.500 Arten, zu der neben anderen Ziergräsern wie Federborstengräsern oder Federgräsern auch Gräser und Getreide gehören … Sie ist von großer wirtschaftlicher und ernährungswirtschaftlicher Bedeutung, denn zu ihr gehören Weizen, Gerste, Mais, Reis … Auch Bambusse, echte Riesengräser, gehören zu dieser Familie. Süßgräser können mit den Sauergräsern (Familie der Papyrusstaude und der Segge) und den Binsengewächsen (Familie der Binsen) verwechselt werden, die ebenfalls großen Gräsern ähneln.

Das Pfeifengras wurde zu Ehren von Juan Ignacio Molina (1740–1829), einem chilenischen Jesuitenpater und Naturforscher, benannt. Sein Artname caerulea bedeutet „dunkelblau“ und verweist auf das Laub, das bläuliche Farbtöne annimmt. Das Blaue Pfeifengras wird manchmal auch Blaue Pfeifengras oder Blaues Pfeifengras genannt.

Besenriede wachsen langsam und benötigen einige Jahre, bis sie sich gut entwickelt haben. Es sind horstbildende Pflanzen, die aufrechte, recht hohe Horste bilden. Die kompakteren Sorten (wie ‘Moorhexe’) werden nur 40 cm hoch, aber viele Sorten erreichen eine Höhe von 1,50–2 m … Die zur Unterart arundinacea gehörenden Pflanzen sind die größten. Zu ihnen gehört die Sorte ‘Windsaule’, die bis zu drei Meter hoch wird!

Die höheren Besenriede helfen dabei, etwas flache Beete zu strukturieren, und können auch einzeln gepflanzt werden … Die eher niedrigen Sorten wirken dagegen am besten in größeren Gruppen gepflanzt, um einen schönen, luftigen Effekt zu erzeugen, wie Wellen aus Wolken, die sich im Wind bewegen.

Das Pfeifengras ist an der Basis recht dicht und kompakt, in seinen oberirdischen Teilen jedoch sehr leicht. Es bildet eine Vielzahl aufrechter, sehr dicht stehender Halme, wodurch an der Basis ein dichter Horst entsteht. Der Halm des Pfeifengrases (wie der anderer Gräser) wird als „Stoppel“ bezeichnet. Er ist zylindrisch und hohl.

Das Pfeifengras blüht im Sommer und Herbst: je nach Sorte ab Juni–Juli und bis September–Oktober … bei den spätesten Sorten sogar bis Dezember. Das Pfeifengras hat den Vorteil einer lang anhaltenden Blüte!

Zur Blütezeit bilden Besenriede aufrechte Rispen, die sehr luftig sind und zwischen 10 und 40 Zentimeter lang werden. Sie bestehen aus Ährchen, in denen sich die kleinen Blüten befinden. Die Rispen können recht locker und ausladend oder schmaler und kompakter sein, mit Ährchen, die eng am Blütenstängel anliegen. Sie sind so leicht und luftig, dass sie den Eindruck erwecken, im Wind zu tanzen und sich beim kleinsten Lufthauch zu bewegen.

Die Stängel, die die Rispen tragen, sind dünn und gerade sowie unverzweigt. Sie wirken zerbrechlich, zart … und verleihen der Pflanze ein sehr feines Aussehen!

Im Allgemeinen sind die Blüten anfangs grün und mehr oder weniger purpurfarben, verändern ihre Farbe jedoch schnell und werden beige oder braun. Im Sonnenlicht nehmen die Ährchen sehr subtile Farbtöne an, zunächst eher silbrige, später goldgelbe. Einige Sorten haben besonders dunkle, dunkelpurpurfarbene Blüten. Die Farben des Pfeifengrases wirken natürlich und warm. Die Rispen scheinen im Sonnenlicht zu leuchten und zeigen wunderschöne Reflexe, wenn die Sonne tief am Himmel steht!

Das Pfeifengras, insbesondere die Sorte ‘Transparent’, trägt so leichte Ähren, dass sie den Blick nicht versperren, sondern ihn hindurchgleiten lassen, ohne den Hintergrund zu verbergen … Man sollte es daher nicht am hinteren Rand der Beete pflanzen! Es ist besser, mit dieser Transparenz zu spielen, um besonders interessante visuelle Effekte zu erzielen.

 

Die aus Ährchen mit kleinen Blüten bestehende Blüte der Besenriede

Die Blüte von Molinia caerulea ‘Moorhexe’, die von Molinia caerulea (Foto Serstef) und die Blütendetails von Molinia caerulea ssp. arundinacea (Foto Stefan.lefnaer)

 

Die Blätter des Pfeifengrases sind fein und länglich sowie linear. Es handelt sich um für Süßgräser typische Blätter. Sie stehen zunächst aufrecht und biegen sich an der Spitze zum Boden hin, wodurch ein schöner „Kaskaden“-Effekt entsteht. Sie sind sehr biegsam! Die Blätter werden oft 40 bis 45 cm lang … Manchmal sind sie jedoch deutlich länger: Bei der Sorte ‘Skyracer’ erreichen sie eine Länge von bis zu 1 m.

Die Blätter sind grün, zeigen jedoch mehr oder weniger bläuliche Reflexe (daher auch der Name „Blaues Pfeifengras“!). Es gibt auch panaschierte Sorten wie Molinia caerulea ‘Variegata’, deren schönes grünes Laub von cremeweißen Streifen durchzogen ist. Das Laub der Besenriede färbt sich im Herbst gewöhnlich zartgelb oder orange! Das Pfeifengras eignet sich hervorragend für schöne Beete im Spätsommer und Herbst.

Die Halme und Blätter des Pfeifengrases trocknen im Herbst ein, bleiben aber im Winter dekorativ. Anschließend sollte man sie etwa im März zurückschneiden. Die Pflanze entwickelt schnell neues Laub.

 

Die Blätter des Pfeifengrases

Das Laub der Sorten ‘Heidebraut’, ‘Variegata’ und ‘Windspiel’

 

Nach der Blüte bildet das Pfeifengras Karyopsen, eine für Gräser typische Fruchtform (wie die Körner von Weizen oder Mais). Es handelt sich um kleine trockene Früchte, die sich bei Reife nicht öffnen und jeweils einen einzigen Samen enthalten. Während der Fruchtbildung behalten die Ähren ihren dekorativen Wert.

Mit dem Erscheinen der Samen nach der Blüte nehmen die Blütenstände, Halme und Blätter goldgelbe bis orangefarbene Töne an. Besenriede bleiben auch im Winter durch ihre Silhouette interessant. Mit Raureif erzeugen sie wunderschöne Effekte!

Die wichtigsten Sorten der Besenriedgräser

Die niedrigen Besenriede
Die hohen Besenriede

Aus Molinia caerulea ssp. caerulea hervorgegangen, eignen sie sich ideal für eine großflächige Gruppenpflanzung, um eine sehr luftige, filigrane Landschaft zu gestalten, können aber auch am Rand oder im Vordergrund eines Beetes gepflanzt werden. Sie werden nicht höher als 1 m und ihre Blüte ist in der Regel etwas dichter als bei den anderen Sorten.

Molinia caerulea Edith Dudszus - Blaue Pfeifengras

Molinia caerulea Edith Dudszus - Blaue Pfeifengras

Dieses Besenried zeichnet sich durch seine ziemlich dunklen, braunen Ähren aus, die von schwarzen Stängeln getragen werden. Im Herbst nehmen die Blätter eine blonde Färbung an.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 90 cm
Molinia caerulea subsp. caerulea Variegata - Rohr-Pfeifengras

Molinia caerulea subsp. caerulea Variegata - Rohr-Pfeifengras

Dieses Besenried begeistert mit seinem wunderschönen panaschierten Laub. Die Blätter sind grün und cremeweiß (fast gelb). Eine Sorte, die mehr als andere für viel Helligkeit und Licht in einem Beet sorgt. Sie wurde von der Royal Horticultural Society (RHS) mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet.
  • Blütezeit August für November
  • Höhe bei Reife 45 cm
Molinia caerulea Moorhexe - Blaue Pfeifengras

Molinia caerulea Moorhexe - Blaue Pfeifengras

Dieses Besenried bildet Ähren in einem dunklen Purpurton. Sie sind ziemlich fein und liegen dicht an den Blütenstängeln an.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 45 cm

 

Diese sehr imposanten Sorten aus der Unterart arundinacea eignen sich perfekt, um Struktur und Höhe zu schaffen. Sie können durchaus einzeln gepflanzt werden. Ihre Blüte ist in der Regel transparenter und luftiger als bei der vorherigen Gruppe.

Molinia caerulea subsp. arundinacea Windsaule - Rohr-Pfeifengras

Molinia caerulea subsp. arundinacea Windsaule - Rohr-Pfeifengras

Diese besonders hohe Sorte bildet zunächst silbrig-weiße Ährchen, die sich im Herbst goldgelb färben.
  • Blütezeit Juli für November
  • Höhe bei Reife 3 m
Molinia caerulea subsp. arundinacea Transparent - Rohr-Pfeifengras

Molinia caerulea subsp. arundinacea Transparent - Rohr-Pfeifengras

Die Rispen wirken äußerst luftig und leicht und erzeugen einen bemerkenswerten Transparenzeffekt. Dieses Besenried – eine der schönsten Sorten! – lässt den Blick durch seine Rispen hindurchschweifen.
  • Blütezeit Juli für November
  • Höhe bei Reife 1,80 m
Molinia caerulea subsp. arundinacea Skyracer - Rohr-Pfeifengras

Molinia caerulea subsp. arundinacea Skyracer - Rohr-Pfeifengras

Diese Sorte gehört zu den höchsten. Die Blätter sind zunächst grün und nehmen im Herbst eine wunderschöne goldgelbe Färbung an. Die Ähren sind hellbraun-beige.
  • Höhe bei Reife 2 m
Molinia caerulea subsp. arundinacea Fontäne - Rohr-Pfeifengras

Molinia caerulea subsp. arundinacea Fontäne - Rohr-Pfeifengras

Dieses Besenried bildet ein langes, sehr geschmeidiges Laub, das zunächst aufrecht steht und später wie ein Springbrunnen überhängt. Außerdem entfaltet es hohe Rispen in einem silbrigen Farbton.
  • Blütezeit Juli für November
  • Höhe bei Reife 1,80 m
Molinia caerulea subsp. caerulea Heidebraut - Rohr-Pfeifengras

Molinia caerulea subsp. caerulea Heidebraut - Rohr-Pfeifengras

Eine Ausnahme unter den hohen Sorten, da sie aus der Unterart caerulea hervorgegangen ist. Sie trägt beige Ähren und ihr Laub nimmt im Herbst eine wunderschöne zartgelb-orange Färbung an.
  • Blütezeit September, Oktober
  • Höhe bei Reife 1,60 m

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Pflanzung

Wo sollte man das Besenried pflanzen?

Pflanzen Sie Besenried an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Vermeiden Sie Extreme: Stellen Sie es weder in einen zu dichten Schatten noch in die pralle Sonne. Die Pflanze ist bei guter Lichtversorgung deutlich schöner als im tiefen Schatten. Die Sonnenstrahlen können wunderschöne Effekte auf ihrem Laub und ihren Rispen erzeugen – das sollten Sie nutzen! Ebenso würde dichter Schatten die Pflanze weniger kräftig und ihre Blüte weniger üppig machen.

Besenried bevorzugt schwere, kalkfreie Böden. Es wächst sehr gut in nährstoffarmen Böden, mit Ausnahme der Sorten mit panaschiertem Laub, wie Benthalm ‘Variegata’, die einen nährstoffreicheren Boden benötigen. In freier Natur findet man Besenried hauptsächlich in Heiden und Torfmooren, wo der Boden tatsächlich eher nährstoffarm und sauer ist! Dennoch ist Besenried eine anspruchslose Pflanze, die sich an viele Bedingungen anpasst und auch in schweren Böden hervorragende Ergebnisse zeigt.

Besenried ist sehr winterhart (es verträgt -20 °C) und bevorzugt schwere, lehmige, frische bis feuchte Böden. Wichtig ist, dass der Boden im Sommer nicht zu stark austrocknet. Pflanzen Sie es außerdem am besten an einen vor trockenen Winden geschützten Standort.

Da Besenried eher hoch wächst, möchte man es häufig im hinteren Bereich der Beete pflanzen – das ist ein Fehler, denn seine Rispen sind sehr luftig (insbesondere bei der Sorte ‘Transparent’) und lassen den Blick hindurch! Nutzen Sie diese Transparenz lieber, indem Sie es vor anderen Pflanzen oder dekorativen Elementen platzieren. Besenried kann am Rand eines Weges eine schöne Wirkung erzielen. Da es große, imposante Horste bildet, kann es auch isoliert gepflanzt werden, zum Beispiel inmitten eines Rasens. Schließlich lässt sich Besenried in einem großen Topf oder Kübel kultivieren. Wählen Sie vorzugsweise nicht zu hoch wachsende Sorten.

Besenried braucht einige Zeit, bis es gut eingewachsen ist und seine volle Größe erreicht. Sobald es etabliert ist, sollte es daher möglichst nicht gestört werden. Vermeiden Sie es besser, die Pflanzen umzusetzen.

Wann pflanzen?

Sie können es im Herbst, im September oder Oktober, oder im Frühjahr, etwa im April, pflanzen. Wenn Sie in einer besonders kalten Region wohnen, pflanzen Sie es besser im Frühjahr.

Wie pflanzen?

Wir empfehlen, zwischen den Pflanzen einen Abstand von 30 bis 60 cm einzuhalten.

  1. Stellen Sie das Besenried zunächst in ein mit Wasser gefülltes Becken. Dadurch wird der Wurzelballen gut durchfeuchtet, was das Anwachsen der Pflanze verbessert.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist.
  3. Nehmen Sie das Besenried aus dem Topf und setzen Sie es ein. Der Hals der Pflanze muss auf Höhe des Bodens liegen: Vermeiden Sie es, die Basis der Triebe mit Erde zu bedecken!
  4. Füllen Sie das Pflanzloch anschließend mit Erde und drücken Sie sie vorsichtig an.
  5. Gießen Sie reichlich.

Besenried braucht Zeit, bis es gut eingewachsen ist. Achten Sie im ersten Jahr darauf, dass der Boden nicht zu stark austrocknet. Gießen Sie in den Monaten nach der Pflanzung einige Male, damit die Pflanze gut anwächst, und anschließend bei sommerlicher Trockenheit. Bringen Sie gegebenenfalls eine Mulchschicht am Fuß der Pflanzen aus: Sie hält die Bodenfeuchtigkeit länger und verhindert zugleich das Wachstum von Unkräutern.

Sie können Besenried auch in einen Topf oder Kübel pflanzen. Wählen Sie jedoch ein ausreichend großes Gefäß und bevorzugen Sie kompakte Sorten.

Entdecken Sie auch unser Merkblatt zum Pflanzen von Gräsern!

 

Das Besenried 'Variegata' und sein panaschiertes Laub

Benthalm ‘Variegata’

Pflege und Rückschnitt von Besenriedgräsern

Das Besenried benötigt kaum Pflege! Allerdings sollten Sie vermeiden, dass der Boden im Sommer zu stark austrocknet: Bei Bedarf können Sie ruhig gießen. Seien Sie etwas aufmerksamer, wenn Sie das Besenried im Topf kultivieren, da das Substrat schneller austrocknet.

Im Spätwinter, etwa im März, schneiden Sie das Besenried bodennah zurück. Im Frühjahr treibt es neue Blätter aus. Unsere Video-Tipps zum Rückschnitt von Gräsern finden Sie hier:

Das Besenried ist gut winterhart. Es muss im Winter nicht geschützt werden. Auch für Krankheiten oder Schädlinge ist es nicht anfällig.

Lassen Sie die vertrockneten Blütenstände über den Winter an der Pflanze. Sie sorgen für Volumen und bleiben recht dekorativ, besonders wenn sie sich mit Raureif bedecken.

Vermehrung

Wir empfehlen Ihnen die Teilung von Horsten, obwohl es auch möglich ist, Besenried auszusäen.

Horstteilung

Der beste Zeitpunkt, um Besenried zu teilen, ist das Frühjahr, etwa im April. Achtung: Der Wurzelstock des Besenrieds ist sehr dicht und kann bei älteren Pflanzen lignifiziert sein, sodass die Teilung viel Kraft erfordert. Verwenden Sie einen sehr scharfen Spaten oder eine Axt, um den Wurzelstock zu teilen.

  • Graben Sie einen Besenriedhorst vorsichtig aus, denn diese Pflanzen vertragen es nicht, gestört zu werden! Stechen Sie mit einem Spaten rund um die Pflanze und graben Sie dabei großzügig, bevor Sie den Wurzelballen aus dem Boden heben.
  • Teilen Sie ihn mithilfe eines sehr scharfen Spatens oder einer Axt in drei oder vier Teilstücke.
  • Pflanzen Sie sie sofort wieder ein, nachdem Sie den Boden vorbereitet haben. Sie können sie zunächst auch in Töpfe pflanzen und später ins Freiland setzen, sobald sie ihr Wurzelsystem entwickelt haben.
  • Gießen Sie reichlich.

Gießen Sie in den folgenden Wochen weiterhin regelmäßig.

Entdecken Sie unsere Video-Tipps zur Teilung von Gräsern:

Besenried kombinieren

Mit ihrer prägenden und leichten Wuchsform ermöglichen Besenrieder die Gestaltung von Formenkontrasten neben niedriger wachsenden Pflanzen mit breiten, dicken Blättern (Bergenien, Funkien…). Wie in einem Feder-Garten, in dem Gräser die kompakteren und regelmäßigeren Formen aufbrechen, können sie mit geschnittenem Buchsbaum oder Eiben kombiniert werden, um einen schönen Eindruck von Bewegung und Leichtigkeit zu schaffen. Bedenken Sie jedoch, dass die Wirkung im Garten völlig unterschiedlich ausfällt, je nachdem, ob Sie eher kompakte Besenrieder (Unterart caerulea) oder die größeren Formen wählen! Letztere eignen sich perfekt, um ein Beet aufzuwerten!

Das Besenried ist eine Pflanze, die sich im Herbst wirklich von ihrer schönsten Seite zeigt – sowohl durch ihre Wuchsform als auch durch ihre Farben, die von den Strahlen der untergehenden Sonne veredelt werden. Sie eignet sich daher ideal für die Gestaltung einer prachtvollen Herbstszene in Kombination mit Herbstblüten, dekorativen Früchten und leuchtend gefärbtem Laub! Kombinieren Sie es mit anderen Pflanzen, deren Farben ins Kupferfarbene, Goldene oder Orangefarbene spielen. Nutzen Sie beispielsweise die Fächer-Ahorne (Acer palmatum), Hartriegel und Felsenbirnen. Bei den Blüten können Sie auf Sonnenhut, Eupatorium maculatum, Dahlien, Sedum spectabile, Aconitum carmichaelii… setzen. Sie können auch einige Sträucher mit dekorativen Beeren pflanzen, wie Callicarpa bodinieri oder Nandina domestica. Ergänzen Sie weitere Gräser, wie Calamagrostis… Lassen Sie sich von dieser herbstlichen Atmosphäre inspirieren. Das Beet, das Sie anlegen, wird Sie daran erinnern, dass das Jahr noch nicht zu Ende ist!

Eine Inspiration für die Kombination von Besenried: herbstliche Atmosphäre

Mit Besenried können Sie eine schöne Herbstszene gestalten! Kombination mit Sedum ‘Autumn Joy’, Echinacea purpurea ‘Rubinstern’, Eupatorium purpureum (Designerin: Judy Pearce / Foto: Clive Nichols – MAP) / Nandina domestica / Cornus alba ‘Siberian Pearls’ / Molinia caerulea ‘Moorhexe’

 

Da das Besenried eher feuchte Böden liebt, können Sie es am Teichrand zusammen mit Farnen (Königsfarnen, Matteuccia…), Mammutblättern, Macleaya, Binsen und Schilf pflanzen. Das sorgt garantiert für eine sehr natürliche Wirkung! Wählen Sie hohe Gräser wie Carex pendula, Phragmites australis, Phalaris arundinacea… und setzen Sie einige Blütenpflanzen dazu, etwa Mädesüß, Blut-Weiderich und Cirsium rivulare!

Ideen für die Kombination von Besenried im Garten am Teichrand

Sie können auch rund um einen Teich eine ausgesprochen natürliche Szene gestalten! Molinia caerulea ‘Transparent’ / Lythrum salicaria (Foto: Manfred Heyde) / Juncus effusus (Foto: Christian Fischer) und Cirsium rivulare ‘Atropurpureum’ (Foto: Jean Jones)

 

Besenrieder finden auch in einem dekorativen Garten mit anderen Gräsern und dekorativem Laub ihren Platz: Wählen Sie beispielsweise Farne, Schlangenbart, Funkien und Acer palmatum. Sie können sie mit weiteren strukturgebenden Pflanzen wie Schachtelhalmen und Bambus kombinieren, um einen zeitgemäßen Garten zu gestalten, der zugleich schlicht und elegant wirkt. Nutzen Sie das prächtige Laub des Farns Dryopteris erythrosora.

Zögern Sie auch nicht, Besenrieder mit anderen Gräsern wie Stipa pennata, Miscanthus oder Calamagrostis zu kombinieren! Sie erhalten ein leichtes, luftiges Beet, das die Sonnenstrahlen einfängt. Wenn Sie in der Nähe einige Pflanzen mit sehr lockerem Wuchs und luftigen Blüten setzen, erhält Ihr Garten einen naturalistischen Stil. Wählen Sie beispielsweise Verbena hastata, Gaura lindheimeri, Knautie, Flachs (Linum perenne), Veronicastrum… Nutzen Sie auch Knöteriche, insbesondere Persicaria polymorpha!

→ Entdecken Sie weitere Ideen zur Kombination mit dem Besenried in unserem Ratgeber!

Wussten Sie schon?

  • Flechtkunst

Besenried kann für spiralförmige Flechtarbeiten verwendet werden: Die zugleich biegsamen und stabilen Halme werden gebündelt und spiralförmig gewickelt, anschließend mit Brombeerrinde vernäht. So lassen sich Topfuntersetzer, Körbe und Körbchen herstellen.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Soll ich das Besenried am Ende des Winters zurückschneiden?

    Ja, das Besenried gehört zu den Ziergräsern, die Sie gegen Ende des Winters, etwa im März, bis auf Bodenhöhe zurückschneiden sollten. Schon bald wird sich neuer Blattaustrieb zeigen.

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