Brombeere oder Schau-Himbeere: Auswahl und Pflege

Brombeere oder Schau-Himbeere: Auswahl und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 19. Oktober 2025  durch Olivier 12 min.

Schau-Himbeeren kurz erklärt

  • Schau-Himbeeren sind äußerst wuchsfreudige Sträucher
  • Ihr schönster Wuchs zeigt sich in frischem, humusreichem Boden
  • Rubus eignet sich für freie Hecken, Gehölzgruppen, als Solitär oder Bodendecker
  • Schau-Himbeeren sind sehr winterhart und pflegeleicht
  • Rubus bietet fast das ganze Jahr über Zierwert durch Blüten, Früchte, Laub und sogar Triebe.
Schwierigkeit

Wort unseres Experten

Die Rubus- oder Zierbrombeeren (nicht zu verwechseln mit Fruchtbrombeeren) sind kräftige, sehr leicht zu kultivierende Pflanzen. Je nach Art oder Sorte machen sie als Solitär, als Bodendecker unter Bäumen oder in einer eher naturnahen, freiwachsenden Hecke eine hervorragende Figur.

In erster Linie sei Rubus thibetanusSilver Fern’ genannt, eine besonders schöne Zierbrombeere mit schnellem Wachstum. Im Winter zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite, wenn sie ihre zahlreichen weißen, bis zu zwei Meter langen Triebe entfaltet, die eine etwas geisterhafte Silhouette bilden. Dazu schmückt sich ihr silbriggrünes, auf der Unterseite weißes, farnähnliches Laub im Sommer mit einigen kleinen rosafarbenen Blüten. Die Zimt-Brombeere oder auch Duftende Brombeere (Rubus odoratus) blüht ebenfalls sehr reich, duftet leicht und ist dornenlos. Rubus henryi var. bambusarum ist sehr kräftig und bildet dünne, biegsame, dornige Triebe. Diese Zierbrombeere besitzt ein prächtiges, handförmiges Laub, das dem mancher Bambusarten ähnelt. Es gibt aber auch Zierbrombeeren, die sich als Bodendecker entwickeln, wie Rubus tricolor ‘Betty Ashburner’ mit immergrünem Laub. Kurz gesagt: Für jede Verwendung, jeden Geschmack und jeden Garten gibt es die passende Zierbrombeere.

Zierbrombeeren sind Sträucher, die meist Sonne oder Halbschatten bevorzugen, doch einige vertragen auch Schatten gut. Ihr volles Potenzial entfalten sie in einem frischen, humusreichen Boden. Zu beachten ist, dass die meisten keine Dornen besitzen.

Rubus, Zierbrombeere, Bodendecker, Blattschmuckpflanze

Rubus lineatus (© Megan Hansen)

Botanik und Beschreibung

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Zier-Brombeeren
  • Blüte Mai bis August, je nach Sorte und Art
  • Height bis 250 cm
  • Exposition Sonne oder Halbschatten
  • Art des Bodens humusreich und frisch
  • Winterhärte -15 °C

In der Familie der Rosengewächse ist die Gattung Rubus eine sehr große botanische Gattung mit fast 200 Arten nach phylogenetischer Klassifikation (manche Autoren zählen sogar mehr als tausend) und zahlreichen Sorten. Zu dieser Gattung gehören die „Rubus mit essbaren Früchten“ wie die Himbeere (Rubus idaeus) oder die Brombeere (Rubus fructicosus), aber auch viele weitere, besonders dekorative Rubus-Arten: die Zier-Brombeeren. In diesem Pflanzenporträt stellen wir die schönsten von ihnen vor.

Rubus wächst wild auf der gesamten Nordhalbkugel.

Rubus, Zier-Brombeere, Bodendecker, Pflanze mit dekorativem Laub

Rubus parviflorus, botanische Tafel um 1925

Zier-Brombeeren sind Sträucher (weniger als 4 m hoch und von der Basis an verzweigt) mit einem verholzenden, mehrjährigen Wurzelstock. Die Wuchsform von Rubus ist rankend: Die Triebe und Reben sind verholzt, aber biegsam. Die Reben tragen manchmal Stacheln, die sowohl dem Schutz vor weidenden Tieren dienen als auch dabei helfen, Raum zu erobern und emporzuklettern. Die Pflanze bildet jedes Jahr im Frühjahr Turionen, junge Triebe, die aus dem Wurzelstock austreiben und sich im Laufe des Wachstums zu zweijährigen Reben entwickeln.

Die Blätter sind meist unpaarig gefiedert, also aus einer ungeraden Anzahl von Fiederblättchen zusammengesetzt: 3, 5 oder 7 Fiederblättchen. Die Blume ist typisch für die Familie der Rosengewächse: 5 Blütenblätter, 5 Kelchblätter und zahlreiche Staubblätter. Je nach Art können die Blüten weiß, blass- bis kräftig rosa oder rot sein. Alle Rubus-Arten sind zwittrig, mit Ausnahme von Rubus chamaemorus, der Kranichbeere, die diözisch ist (männliche und weibliche Pflanzen getrennt).

Die Früchte entstehen meist an zweijährigen Zweigen (zweijährigen Reben). Diese bilden sich durch das Zusammenwachsen kleiner Drupeolen (sehr kleiner Drupen) auf dem Blütenboden. Die Früchte sind essbar und manchmal sehr schmackhaft.

Es gibt zahlreiche Arten, die sich in Wuchsform, Blüte, Fruchtbildung und Laub stark unterscheiden. Der Einfachheit halber teilen wir die Zier-Brombeeren in vier Kategorien ein:

  • Zier-Brombeeren mit dekorativem Laub: Rubus henryi var. Bambusarum mit immergrünen, bambusähnlichen Blättern, Rubus crataegifolius ‘Variegatus’ mit rosa und cremefarben panaschierten Blättern, Rubus palmatus mit stark eingeschnittenen Blättern, Rubus trifidus mit sehr großen, gelappten Blättern, die sich im Herbst rot färben, oder Rubus setchuenensis mit großen, runden Blättern, die im Herbst prächtige Farbtöne annehmen. Erwähnenswert ist außerdem eine Sorte der Brombeere mit panaschiertem Laub: Rubus fructicosus ‘Variegatus’.
Rubus, Zier-Brombeere, Bodendecker, Pflanze mit dekorativem Laub

Rubus lineatus vietnamiensis und Rubus ludwigii (© Peganum), Rubus palmatus

  • Zier-Brombeeren mit dekorativen Blüten: Rubus odoratus mit rosafarbenen Blüten, Rubus X tridel ‘Benenden’ mit großen weißen Blüten, Rubus amabilis mit sehr großen weißen Blüten, Rubus X ‘Walberton’ mit großen rosafarbenen Blüten, Rubus spectabilis ‘Flore Pleno’ mit leuchtend pinkfarbenen Blüten, Rubus ulmifolius ‘Bellidiflorus’ mit zartrosa gefüllten Blüten. Einige Zier-Brombeeren sind sogar dank ihrer Früchte dekorativ, wie die überraschende Rubus illecebrosus mit geschmacklosen, aber leuchtend roten Früchten.

Rubus odoratus, Rubus spectabilis und Rubus illecebrosus

  • Zier-Brombeeren mit farbigem Holz: Rubus thibetanus ‘Silver Fern’, Rubus cockburnianus (darunter ‘Golden Vale’ mit goldenem Laub), Rubus fockeanus (nicht höher als 5 cm!) und Rubus biflorus. Alle vier haben weiße Zweige. Rubus phoenicolasius hat karminrotes Holz, Rubus ‘Darts Mahogany’ mahagonifarbenes Holz.
Rubus, Zier-Brombeere

Rubus biflorus und Rubus cockburnianus (© L Enking)

  • Bodendeckende Zier-Brombeeren: Rubus tricolor, Rubus tricolor ‘Betty Ashburner’, Rubus buergeri, Rubus arcticus, Rubus calycinoides, Rubus rolfei, Rubus ichangensis, Rubus pectinaroides, Rubus pectinellusAuch Rubus henryi var. bambusarum und Rubus flagelliflorus lassen sich als Kletterpflanzen oder Bodendecker kultivieren.

Rubus tricolor (© L Enking) und Rubus pectinellus trilobus (© Peganum)

Unsere liebsten Schau-Himbeeren

[produkt sku=”7818131″ blog_description=”Rubus tricolor ‘Betty Ashburner’ ist eine immergrüne Schau-Himbeere mit glänzend grünem Laub. Schnellwachsend, bedeckt sie große Flächen pflegeleicht. Weiße Sommerblüte, orange Früchte im September.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”7818151″ blog_description=”Rubus tricolor ist ein immergrüner, kriechender Bodendecker mit dunkelgrünen Blättern und weißer Unterseite. Weiße Blüten im Juli und August, dornenlose, rötlich behaarte Triebe, orange-rote Früchte.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”84296″ blog_description=”Rubus odoratus, Zimt-Brombeere, ist ein blühender, leicht duftender, dornenloser Strauch. Lange rosa Sommerblüte, samtiges Laub und dekorative rote Früchte für Vögel.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”82910″ blog_description=”Rubus thibetanus ‘Silver Fern’ ist eine schnellwachsende Schau-Himbeere mit weißen Zweigen bis 2 m. Silbergrünes Farnlaub, rosa Blüten und schwarze, essbare Früchte.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”84295″ blog_description=”Rubus (x) tridel ‘Benenden’ ist eine dornenlose Schau-Himbeere mit elegant überhängenden Zweigen. Weiße, leicht duftende Blüten, kein Fruchtansatz. Dunkles, sommergrünes Laub.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”808002″ blog_description=”Rubus henryi var. bambusarum ist eine starkwachsende Schau-Himbeere mit biegsamen, dornigen Trieben. Glänzendes, palmartiges Laub und rote Blütentrauben im Mai und Juni, danach essbare Früchte.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”85532″ blog_description=”Rubus spectabilis ‘Olympic Double’ ist eine prächtige Schau-Himbeere mit dornenbesetzten Trieben. Rosafarbene, gefüllte Blüten im Frühjahr, danach gelb-orange, essbare Früchte für Vögel.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”783601″ blog_description=”Japanische Brombeere ‘Raisin du Japon’ mit dekorativen, dunkelroten, behaarten und dornigen Trieben. Viele süße, säuerliche Früchte, bei Reife leuchtend rot.” template=”listing1″ /]

Pflanzung

Wo pflanzen?

Am liebsten stehen Zier-Himbeeren in der Sonne, die meisten gedeihen jedoch auch im lichten Schatten. Einige Arten aus dichten Wäldern, etwa die Henrys Himbeere, wachsen sogar im Schatten.

Zier-Himbeeren sind hinsichtlich der Bodenqualität kaum anspruchsvoll. Damit sie sich optimal entwickeln, sollte der Boden nährstoffreich, humusreich und ganzjährig frisch sein, auch wenn Rubus nach dem Anwachsen Trockenheit gut verträgt. Der Boden darf schwer oder sehr leicht sein. Auch der pH-Wert beeinflusst das Wachstum der Himbeeren nicht.

Wann pflanzen?

Im Herbst: September bis November, oder im Frühjahr: März bis April.

Wie pflanzen?

  • Stellen Sie den Topf in lauwarmes Wasser, bis keine Luftblasen mehr aus dem Wurzelballen aufsteigen;
  • Nehmen Sie Ihren Rubus aus dem Topf und prüfen Sie, ob die Wurzeln stark verworren sind oder einen unentwirrbaren Wurzelfilz gebildet haben;
  • Falls nötig, lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig, um die Hauptwurzeln freizulegen. Beschädigte oder vertrocknete Wurzeln können Sie ebenfalls entfernen;
  • Heben Sie ein Loch aus, das doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen der Himbeere ist;
  • Lockern Sie den Boden des Pflanzlochs gut und geben Sie etwas gut verrotteten Mist sowie einige großzügige Handvoll Kompost hinein;
  • Setzen Sie den Wurzelballen Ihres Rubus in das Loch und füllen Sie die Zwischenräume mit dem Aushub;
  • Drücken Sie die Erde rund um die Pflanze leicht mit den Händen an, sodass eine kleine Mulde entsteht;
  • Gießen Sie reichlich, damit mögliche Lufteinschlüsse zwischen Erde und Wurzeln beseitigt werden.
Rubus, Zier-Himbeere

Rubus Cockburnianus ‘Golden Vale’ (© Leonora Enking) und Rubus acuminatus (© Peganum)

Pflege

Brombeeren sind pflegeleicht. Einmal jährlich sollten sie dennoch geschnitten werden.

Bodendecker-Brombeeren werden im April mit der Heckenschere bodennah zurückgeschnitten, damit der Teppich kompakt bleibt.

Andere Schau-Himbeeren müssen ebenfalls geschnitten werden: Entfernen Sie vertrocknete, alte Ruten – zweijährige, bereits fruchttragende Triebe – bodennah im April oder Mai.

 

Vermehrung

Die Vermehrung ist recht einfach, da Brombeeren sehr wuchsfreudig sind.

Absenken

Eine Möglichkeit besteht darin, im Frühjahr vorsichtig einen Trieb bis zum Boden herunterzubiegen und ihn entweder mit einem Metallbügel oder einfach mit einem nicht zu schweren Stein zu befestigen, damit das Gewebe nicht zerquetscht wird. Der am Boden liegende Trieb bildet schnell Wurzeln. Dann schneiden Sie ihn vor der bewurzelten Stelle ab und pflanzen den Wurzelschössling im Herbst an einen anderen Ort.

Beim chinesischen Absenken lassen sich an einem einzigen herabgebogenen Trieb sogar mehrere neue Pflanzen gewinnen. Dazu wird ein langer Trieb an mehreren Stellen mit Bügeln oder Metallklammern am Boden befestigt. Diese Methode gelingt bei Bodendecker-Brombeeren besonders leicht, da sie sich von selbst absenken.

Wurzelschösslinge und Ausläufer

Viele Zier-Brombeeren bilden Wurzelschösslinge. Trennen Sie den bewurzelten Wurzelschössling vorsichtig von der Mutterpflanze und pflanzen Sie ihn an anderer Stelle ein. Dies ist im Frühjahr und Herbst möglich. Andere Zier-Brombeeren breiten sich über Ausläufer aus und besiedeln so die Fläche (zum Beispiel Rubus tricolor). Dazu wird der Trieb, der den jungen Trieb mit der Mutterpflanze verbindet, durchtrennt. Anschließend kann der Keimling bei Bedarf umgesetzt werden.

Stecklingsvermehrung

Die Stecklingsvermehrung mit Steckholz ist im Herbst möglich und gelingt sehr zuverlässig. Schneiden Sie dazu etwa 20 cm lange, bleistiftdicke Triebstücke und stecken Sie sie in Stecklingserde im Topf, in einen mit Sand gefüllten Graben im Garten oder direkt an den endgültigen Standort in die Erde. Im Frühjahr sollten sich Blätter entwickeln. Die Pflanzung erfolgt erst im Herbst, sofern der Steckling nicht direkt am Standort gesteckt wurde.

Die Stecklingsvermehrung im Wasser ist bei Rubus ebenso einfach wie wirkungsvoll. Schneiden Sie im Juni oder Juli ein etwa 15 cm langes Stück vom Triebende ab. Entfernen Sie die Blätter bis auf die beiden obersten. Stellen Sie den Steckling ins Wasser und an einen hellen Platz. Nach 2 bis 3 Wochen sollten sich Wurzeln bilden (manchmal geht es schneller!). Sobald die Wurzeln erschienen sind, topfen Sie den Steckling zügig in ein durchlässiges Substrat. PS: Vergessen Sie nicht, das Wasser alle 3–4 Tage zu wechseln!

Verband

Farbe für den Winter

Die silbrig-weißen Zweige von Rubus thibetanius ‘Silver Fern‘ kommen spektakulär zur Geltung, sobald das sommergrüne Laub gefallen ist. Was könnte das Weiß besser hervorheben als kahle, farbige Zweige? Pflanzen Sie ohne zu zögern Hartriegel mit farbiger Rinde in die „Brombeerhecke“: Cornus sericea ‘Flaviramea’ mit im Winter gelben Zweigen, Cornus alba ‘Bâton Rouge’ mit leuchtend roten Zweigen und Cornus sanguinea ‘Winter Beauty’ mit orangefarbenen Zweigen passen perfekt. Als farbigen Bodendecker für den Winter können Sie einen ganzen Teppich rosafarbener Winterheide wie Erica X darleyensis ‘Kramer’s Rote’ pflanzen. Im Hintergrund setzen zwei oder drei Himalaya-Birken mit makellos weißer Rinde einen schönen Akzent und greifen die weißen Zweige der Tibet-Himbeere wieder auf.

Rubus, Zierbrombeere, Bodendecker, Pflanze mit Laub

Eine schöne Kombination winterlicher Farben mit Hartriegeln mit roten Zweigen, Rubus mit weißen Zweigen und einigen Birken (© Leonora Enking)

Eine naturnahe, essbare Hecke

Die Grundidee ist einfach: eine Hecke aus einheimischen Sträuchern oder sehr kleinen Bäumen mit wildem Charakter, die der Tierwelt Nahrung und Unterschlupf bietet – und den Gärtnern einige Beeren. Je nach verfügbarem Platz und gewünschter Wirkung können Sie einen Kornelkirschen-Strauch mit goldgelbem Laub, eine Echte Mispel, einen schönen Schwarzen Holunder ‘Black Lace’, eine Amelanchier lamarckii, einige Johannisbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren und Jostabeeren im Vordergrund wählen. Natürlich dürfen auch Zier- oder Fruchtbrombeeren nicht fehlen, die ebenfalls leckere Beeren tragen: Rubus spectabilis ‘Flore Pleno’ (oder ‘Olympic Double’) mit etwas fade schmeckenden orangefarbenen Früchten, die sich aber hervorragend für Konfitüre eignen, sowie eine Rubus phoenicolasius mit säuerlichen Früchten. Ergänzen Sie die Hecke auch mit Himbeeren und dornenlosen Fruchtbrombeeren wie Rubus fructicosus ‘Thornfree’.

Rubus, Zierbrombeere

Rubus phoenicolasius, Mespilus (Echte Mispel), Sambucus (Holunder) und Felsenbirne

Ein originelles Kletterpflanzen-Duo

Unter den Zierbrombeeren gibt es auch recht kräftige Kletterpflanzen, die Sie an einer stabilen Rankhilfe wie einer Pergola, einem Rankgitter oder sogar einem großen Baum ziehen können, etwa die Henry-Brombeere oder Rubus henryi var. bambusarum. Um die rosarote Blütenfarbe dieser Brombeere abzumildern, können Sie sie mit einer hübschen Waldrebe mit lilafarbenen Blüten kombinieren: der Waldrebe ‘Sans soucis’.

Rubus, Zierbrombeere

Rubus henryi var. bambusarum zusammen mit der Waldrebe montana ‘Sans Soucis’

Mögliche Anekdoten und Hinweise

  • Eine Pflanzung fruchttragender oder Zier-Brombeeren wird als Brombeerbestand bezeichnet, während ein Bestand wild wachsender Brombeeren eher Brombeergestrüpp genannt wird;
  • Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Frucht der Brombeere als „Brombeere“ bezeichnet, weshalb die Pflanze manchmal auch „Brombeerbaum“ genannt wird. Verwechseln Sie sie jedoch nicht mit den echten Maulbeerbäumen, den kleinen Bäumen der Gattung Morus;
  • Der volkstümliche Name „Brombeere“ leitet sich vom lateinischen „Rumex“ ab, was „Dorn“ bedeutet und sich auf die Dornen mancher Rubus-Arten bezieht;
  • „Rubus“ hingegen geht im Lateinischen auf „Ruber“, die Farbe Rot, zurück – vermutlich wegen der Farbe des Fruchtsafts;
  • Die Klassifizierung der Rubus-Arten ist, insbesondere aufgrund instabiler Hybridisierungen, so kompliziert, dass sie bei einigen Botanikern zu einem Spezialgebiet geworden ist: der Batologie (vom griechischen „batos“, was „Brombeere“ bedeutet). Diese Botaniker werden Batologen oder, einfacher, Rubologen genannt.

Nützliche Ressourcen

→ Entdecken Sie alle unsere Schau-Himbeeren in unserer Online-Baumschule.

→ Entdecken Sie auch alle unsere Brombeeren, über diesen Link.

Himbeeren gehören ebenfalls zur Gattung Rubus – entdecken Sie sie auf unserer Website!

→ Schau-Himbeeren: Christine verrät Ihnen alles!

 

Kommentare

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.