Buntnessel drinnen kultivieren und pflegen
Inhaltsverzeichnis
Buntnessel kurz erklärt
- Sie bietet farbenfrohes, panaschiertes Laub in atemberaubenden Nuancen
- Sie wächst schnell und lässt sich mit wenig Pflege problemlos im Haus kultivieren
- Sie bevorzugt helles Licht ohne direkte Sonne und mäßiges Gießen
- Es gibt zahlreiche Sorten mit einer großen Vielfalt an Farben und Mustern
- Frostempfindlich, wird sie als mehrjährige Zimmerpflanze kultiviert und bringt einen exotischen Touch ins Haus
Wort unserer Expertin
Die Buntnessel ist eine nicht winterharte Staude, die in unseren Gärten einjährig kultiviert wird oder als Zimmerpflanze im Haus wächst. Etwas auffällig, begeistert sie mit ihrem zart samtigen und intensiv gefärbten Laub, das nahezu alle Nuancen des Regenbogens zeigt. Von zartem Grün bis zu tiefem Purpur, mit gelben, orangefarbenen oder rosafarbenen Akzenten, bietet sie eine unendliche Vielfalt an Farben: einfarbig, panaschiert, zweifarbig oder sogar mehrfarbig. Zu den beliebtesten Sorten gehört die Buntnessel ‘Wizard’, die sich durch ihre kontrastreichen Muster auszeichnet, während die Buntnessel ‘Kong’ mit ihren großzügig großen Blättern beeindruckt.
Ideal für helle Innenräume, gedeiht die Buntnessel bei indirektem Licht und in einem gut durchlässigen Substrat. Ihre buschige Wuchsform und ihr schnelles Wachstum machen sie zu einer perfekten Pflanze, um eine Zimmerecke oder ein Regal zu begrünen. Durch einfaches Entspitzen der Triebe wird das Laub dichter, während mäßiges Gießen langfristig für einen schönen Wuchs sorgt. Sie kann allein in einem schlichten Topf kultiviert werden, um ihr leuchtendes Laub hervorzuheben, oder passt perfekt zu anderen Grünpflanzen in neutraleren Farbtönen und sorgt so für einen kontrastreichen Effekt.
Entdecken Sie die Buntnessel, diese unverzichtbare Pflanze für einen besonders schönen exotischen Akzent im Haus, wo sie mehrere Jahre leben wird.

Botanisch
Steckbrief
Die Buntnessel ist eine krautige Staude aus der botanischen Familie der Lippenblütler, zu der auch Brennnessel, Salbei und Lavendel gehören – eine große Familie mit zahlreichen Gewürz- und Zierpflanzen. Ihr Gattungsname „Coleus“ leitet sich vom griechischen „koleos“ ab, was „Behälter“ oder „Scheide“ bedeutet und auf die teilweise miteinander verwachsenen Staubblätter hinweist.
Im Deutschen wird diese Pflanze meist Buntnessel genannt, gelegentlich findet man auch die Bezeichnungen „Zimmernessel“, „Zigeunerpflanze“, „Ziernessel“ oder „Gefleckte Buntnessel“, da ihr Laub an Brennnesseln erinnert. In der Natur wächst die Buntnessel vor allem im tropischen Unterholz Südostasiens und Afrikas, wo sie von gedämpftem Licht sowie einem nährstoffreichen, feuchten Boden profitiert.
Obwohl sie unter tropischen Bedingungen mehrjährig ist, wird sie in gemäßigten Regionen im Freien als einjährige Pflanze kultiviert, da sie Frost nicht übersteht. Ihre Empfindlichkeit gegenüber niedrigen Temperaturen macht sie zu einer ausgezeichneten Wintergartenpflanze, wo sie das ganze Jahr über von einer hellen, warmen Atmosphäre profitiert. Als Zimmerpflanze wird sie besonders wegen ihres farbenprächtigen Laubs geschätzt.
Früher der Gattung Coleus zugeordnet, gehört die Buntnessel heute zur Gattung Solenostemon, die mehr als 150 Arten sowie zahlreiche Kultivare und Hybriden umfasst. Die häufigsten Sorten im Gartenhandel stammen von Solenostemon scutellarioides (Syn. Coleus blumei) ab. Diese Kultivare werden oft entsprechend ihrer Farben in Serien eingeteilt. Sie zeichnen sich durch besonders dekoratives Laub aus, das von zartem Grün bis zu tiefem Purpur reicht und manchmal rosa, gelb oder orange gefärbt ist. Die Blätter können einfarbig, zweifarbig oder sogar dreifarbig sein und bieten damit nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für einjährige Beete im Freien ebenso wie für die Zimmerkultur.

Es gibt zahlreiche Buntnessel-Sorten mit leuchtendem Laub in vielen kräftigen Farben
Die schnell wachsende Buntnessel bildet schöne, buschige, kompakte, dichte und verzweigte Horste. Ihre Wuchsform ist aufrecht und leicht pyramidenförmig, mit Trieben, die sich von Natur aus verzweigen. Je nach Sorte erreicht sie innerhalb einer Saison eine Höhe und Breite von 30 bis 50 cm. Obwohl ihre Lebensdauer als Zimmerpflanze manchmal auf wenige Jahre begrenzt ist, lässt sie sich leicht durch Stecklingsvermehrung erneuern und so dauerhaft erhalten. Ihre größte Attraktivität liegt im Laub, das deutlich dekorativer ist als ihre Blüte.
Die Buntnessel zeichnet sich durch ovale oder dreieckige Blätter aus, die meist 5 bis 15 cm lang und 3 bis 10 cm breit werden, wobei diese Maße je nach Sorte variieren können. Ihr fein gezähnter Rand wirkt leicht gekerbt, je nach Kultivar mehr oder weniger stark. Die gezähnten Blattränder erinnern an Brennnessel oder Minze und verleihen ihr den Beinamen „Zimmernessel“. Die Blattspreite ist oft samtig und von einem feinen Flaum bedeckt. Ihre Oberfläche kann mehr oder weniger gewellt sein; manche Sorten besitzen hervorstehende Blattadern, die dem Blatt ein besonderes Relief verleihen. Die gegenständige Anordnung an den vierkantigen Trieben ist typisch für die Lippenblütler. Jedes Blattpaar wächst genau entgegengesetzt zum vorherigen und bildet so eine regelmäßige, ausgewogene Anordnung. Die Triebe sind zwar biegsam und leicht brüchig, geben den Blättern jedoch guten Halt und tragen zur buschigen Wuchsform der Pflanze bei. Bei manchen Sorten können sie zudem purpurrote oder rötliche Farbtöne zeigen.
Die unglaubliche Farbenvielfalt des Laubs ist eine der größten Attraktionen der Buntnessel. Die Farbpalette reicht von Absinthgrün bis zu leuchtendem Gelb und von Rostbraun bis zu fast schwarzem Purpurrot, wie bei der Buntnessel ‘Palisandra’. Manche Sorten entwickeln intensive Indischrosa-Töne, während andere ein dezenteres Cremeweiß zeigen. Je nach Kultivar kann das Laub einfarbig, zweifarbig oder dreifarbig sein und unterschiedliche Muster wie kontrastierende Blattadern, Marmorierungen oder abgesetzte Ränder aufweisen. Auch zarte Farbverläufe sind möglich.
Die unscheinbare Blüte bildet kleine Trauben mit blauen oder violetten Blüten, die im Sommer erscheinen. Sie werden jedoch häufig entfernt, damit die Pflanze ihre Energie auf das Laub konzentriert. Die Fruchtbildung bleibt in der Zierkultur unbedeutend, da die Buntnessel vor allem wegen ihres Laubs angebaut wird. Wenn die Blüte jedoch stehen bleibt, kann sie am Ende der Saison kleine schwarze Samen hervorbringen. Diese Samen lassen sich sammeln und für die eigene Aussaat aufbewahren. Die daraus entstehenden Pflanzen können sich jedoch in Farben und Mustern von der Mutterpflanze unterscheiden, da die kultivierten Hybriden genetisch variabel sind.
Über ihren Zierwert hinaus wurde die Buntnessel auch in einigen traditionellen Heilkunden verwendet, insbesondere in Asien und Afrika. Dort setzte man ihre Extrakte zur Behandlung verschiedener entzündlicher und verdauungsbezogener Beschwerden ein. Eine bestimmte Art, Coleus forskohlii (heute der Gattung Plectranthus zugeordnet), enthält Forskolin. Dieser Wirkstoff wird wegen seiner möglichen Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Herz-Kreislauf-Gesundheit untersucht. Forskolin weckte das Interesse der Forschung, da es möglicherweise zur Erweiterung der Blutgefäße und zur Aktivierung bestimmter Enzyme beiträgt, die an der Regulation zellulärer Prozesse beteiligt sind.

Coleus amboinicus
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Buntnesseln der Art Solenostemon scutellarioides sind in verschiedenen Saatgutserien wie der Serie Wizard® erhältlich und werden auch als Mini-Jungpflanzen angeboten.
Unsere Lieblingssorten
Buntnessel Kong Mix (Samen) - Solenostemon
- Blütezeit Juli für Oktober
- Höhe bei Reife 45 cm
Coleus Pinto Mix (Samen) - Buntnessel
- Blütezeit Juli für November
- Höhe bei Reife 50 cm
Coleus Vulcan - Buntnessel
- Blütezeit November
- Höhe bei Reife 60 cm
Coleus blumei Rainbow (Samen) - Buntnessel
- Blütezeit Juli für November
- Höhe bei Reife 50 cm
Buntnessel Dragon Sunset & Volcano Mixed (Samen) - Solenostemon
- Blütezeit Juli
- Höhe bei Reife 50 cm
DéEntdecken Sie andere Buntenesselsamen
Alles ansehen →Erhältlich in 1 Größen
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Buntnessel drinnen kultivieren?
Wo Coléus aufstellen?
Coléus brauchen einen hellen Standort ohne direkte Sonne, die ihr empfindliches Laub verbrennen könnte. Helles, indirektes Licht oder einige Stunden milde Morgen- oder Abendsonne sind ideal. Sie bevorzugen konstante Raumtemperaturen von 18 bis 25 °C und vertragen weder kalte Zugluft noch starke Temperaturschwankungen. Im Haus fühlen sie sich auf einer hellen Fensterbank, einem gut belichteten Regal oder in einem temperierten Wintergarten wohl, wo sie sich prächtig entwickeln können.

Stellen Sie den Coléus an einen hellen Standort, idealerweise in Fensternähe
Wann Coléus im Topf pflanzen?
Coléus können das ganze Jahr über gepflanzt oder umgetopft werden. Am besten geschieht dies jedoch im Frühjahr oder Frühsommer, wenn das Licht intensiver ist und die Pflanze in die aktive Wachstumsphase eintritt.
Welchen Topf wählen?
Coléus haben ein flaches Wurzelsystem, benötigen aber ein Gefäß mit ausreichend Platz zur Entwicklung. Ein 15 bis 20 cm großer Terrakotta- oder Kunststofftopf ist in der Regel ausreichend. Achten Sie auf Abzugslöcher, denn Coléus vertragen keine Staunässe.
Welches Substrat verwenden?
Eine Mischung aus Blumenerde und gut verrottetem Kompost bietet ein nährstoffreiches Substrat und fördert Wachstum sowie Laubfärbung. Diese Mischung sorgt für ein gutes Gleichgewicht zwischen Wasserspeicherung und Drainage und beugt Wurzelfäule vor:
- 50 bis 60 % Universalerde oder Blumenerde für Grünpflanzen als nährstoffreiche Grundlage, die ausreichend Feuchtigkeit für die Entwicklung des Coléus speichert.
- 20 bis 30 % Perlite, grober Sand oder Vermiculit zur Belüftung des Substrats und Verbesserung der Drainage, wodurch das Risiko von Wurzelschäden sinkt.
- 10 bis 20 % gut verrotteter Kompost zur Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, die Wachstum und Widerstandskraft der Pflanze fördern.
- Eine Schicht aus Blähton oder Kies am Topfboden erleichtert den Wasserabzug und verhindert Staunässe, die Wurzelkrankheiten begünstigen kann.
Wie Coléus im Topf pflanzen?
Für eine optimale Entwicklung sollte nur eine Pflanze pro 15 cm großem Topf gesetzt werden. Wird der Coléus mit anderen Pflanzen in einem Balkonkasten kultiviert, lassen Sie 15 bis 20 cm Abstand zwischen den Pflanzen, um Konkurrenz zu vermeiden und eine gute Belüftung zu fördern.
- Geben Sie eine Schicht Kies oder Blähton auf den Topfboden, um für eine gute Drainage zu sorgen und Staunässe zu vermeiden.
- Füllen Sie den Topf mit Substrat.
- Setzen Sie den Coléus in den Topf. Die Stängelbasis sollte auf Höhe des Substrats liegen.
- Füllen Sie mit Substrat auf und drücken Sie es leicht um die Wurzeln an.
- Gießen Sie mäßig: Das erste Gießen feuchtet das Substrat gut an und fördert das Anwachsen der Wurzeln.
- Stellen Sie den Topf an einen hellen Standort ohne intensive direkte Sonne.

Coleus blumei ‘Velvet’
Wie Coléus-Samen aussäen?
Unsere Coléus sind als Mini-Wurzelballen erhältlich. Außerdem bieten wir eine schöne Auswahl an Coléus-Samen zur Aussaat im Spätwinter oder Frühjahr. Unsere Tipps für eine erfolgreiche Coléus-Aussaat:
- Füllen Sie einen Topf mit gut drainierender Blumenerde.
- Verteilen Sie die Samen auf der Oberfläche der Blumenerde, ohne sie zu bedecken, da sie zum Keimen Licht benötigen.
- Feuchten Sie das Substrat leicht an.
- Halten Sie eine Temperatur von 20 bis 22 °C und achten Sie darauf, dass das Substrat bis zur Keimung feucht bleibt. Diese erfolgt nach 10 bis 15 Tagen.
- Sobald die Keimlinge erscheinen, vereinzelnen Sie sie, damit jede Pflanze ausreichend Platz hat und ihr Wachstum gefördert wird.

Links ein kleiner, aus einer Aussaat hervorgegangener Coléus-Keimling (die Laubfärbung ist bereits erkennbar!), rechts in einzelne Töpfe umgetopfte Coléus.
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Buntnessel: säen, pflanzen, pflegenBuntnessel im Topf pflegen?
Die Buntnessel ist eine leicht zu kultivierende Zimmerpflanze.
Gießen: Wie und wie oft?
Die Buntnessel bevorzugt ein leicht feuchtes Substrat, aber keine Staunässe.
- Im Frühjahr und Sommer: Gießen Sie 2- bis 3-mal pro Woche, sobald die Oberfläche des Substrats zu trocknen beginnt. Lassen Sie kein Wasser im Untersetzer stehen.
- Im Herbst und Winter: Reduzieren Sie das Gießen auf einmal pro Woche und lassen Sie die Blumenerde zwischen den Wassergaben einige Zentimeter tief abtrocknen.
Verwenden Sie Wasser mit Zimmertemperatur, möglichst kalkarm (Regenwasser oder gefiltertes Wasser). Im Winter, wenn die Raumluft trocken wird, besprühen Sie das Laub leicht oder stellen Sie in der Nähe eine mit Wasser und Tonkugeln gefüllte Schale auf, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Düngen: Welcher Dünger und wie oft?
Für kräftiges Wachstum und leuchtende Farben benötigt die Buntnessel regelmäßig Nährstoffe. Im Frühjahr und Sommer können Sie alle zwei Wochen einen Flüssigdünger für Grünpflanzen oder Geranien geben, um ihr Wachstum zu fördern. Im Herbst und Winter sollten Sie nur noch einmal monatlich düngen oder die Düngung bei nachlassendem Wachstum ganz einstellen.
Rückschnitt: Buntnessel pinzieren oder schneiden?
Ein regelmäßiger Rückschnitt regt die Verzweigung an und sorgt für eine kompaktere Wuchsform.
- Junge Triebe pinzieren: Sobald die Pflanze 10 bis 15 cm hoch ist, kneifen Sie die Triebspitzen mit den Fingern ab, um die Bildung neuer Zweige anzuregen.
- Blüten entfernen: Die Blüten der Buntnessel sind unscheinbar und ihre Entwicklung schwächt die Pflanze. Entfernen Sie sie am besten sofort nach dem Erscheinen, damit die Energie in das Laub fließt.
- Beschädigte Blätter entfernen: Entfernen Sie regelmäßig vergilbte oder vertrocknete Blätter, um ein schönes Erscheinungsbild zu bewahren und Krankheiten vorzubeugen.
Umtopfen
Eine im Topf kultivierte Buntnessel sollte alle 1 bis 2 Jahre umgetopft werden, meist im Frühjahr, wenn die Wurzeln den Topf vollständig durchwurzelt haben. Wählen Sie bei dieser Gelegenheit einen nur wenig größeren Topf (2 bis 3 cm mehr Durchmesser) und erneuern Sie das Substrat, um neue Nährstoffe zuzuführen.
→ Lesen Sie auch unser Merkblatt: „Buntnessel im Haus: Pflege im Jahresverlauf“.
Häufige Probleme bei Buntnessel im Haus?
Obwohl die Buntnessel relativ robust ist, kann sie von bestimmten Parasiten und Krankheiten befallen werden, insbesondere wenn sie unter ungeeigneten Bedingungen im Haus kultiviert wird (zu viel Feuchtigkeit, zu trockene Luft, schlechte Belüftung).
Häufige Parasiten
- Blattläuse: Sie treten häufig an jungen Trieben auf, schwächen die Pflanze durch Saugen von Pflanzensaft und können ein Einrollen der Blätter verursachen. Lösung: Sprühen Sie Schmierseife auf die betroffenen Pflanzenteile (15 bis 30 g Schmierseife in einem Liter Wasser verdünnen).
- Rote Spinnen: Sie treten bei trockener Luft auf und verursachen eine Gelbfärbung des Laubs. Unter den Blättern sind feine Gespinste zu erkennen. Lösung: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit, indem Sie die Pflanze regelmäßig besprühen und in ihrer Nähe eine mit Wasser und Blähtonkugeln gefüllte Schale aufstellen.
- Weiße Fliegen (Mottenschildläuse): Diese kleinen fliegenden Insekten legen ihre Eier an der Blattunterseite ab und schwächen die Pflanze insgesamt. Lösung: Stellen Sie Gelbtafeln auf und behandeln Sie die Pflanze mit Schmierseife.

Blattläuse, Rote Spinnen und Weiße Fliegen
Häufige Krankheiten
- Wurzelfäule: Sie wird durch zu viel Wasser und eine schlechte Drainage verursacht und zeigt sich durch plötzliches Welken der Pflanze sowie eine Schwarzfärbung der Stängelbasis. Lösung: Vergrößern Sie die Abstände zwischen den Wassergaben, verwenden Sie ein gut drainierendes Substrat und achten Sie auf Abzugslöcher im Topf.
- Mehltau: Dieser Pilz bildet einen weißen, pudrigen Belag auf den Blättern, der durch zu viel Feuchtigkeit und mangelnde Belüftung begünstigt wird. Lösung: Entfernen Sie befallene Blätter, verbessern Sie die Belüftung und behandeln Sie die Pflanze mit Schwefel oder einem Schachtelhalmaufguss.
- Botrytis (Grauschimmel): Sie befällt häufig Pflanzen bei zu feuchter und kalter Luft und lässt Blätter und Stängel faulen. Lösung: Stellen Sie die Pflanzen weiter auseinander, um die Belüftung zu verbessern, und vermeiden Sie, das Laub beim Gießen zu benetzen.
Wie lassen sich diese Probleme verhindern?
- Staunässe vermeiden, mäßig gießen und für einen guten Wasserabzug im Topf sorgen.
- Das Laub regelmäßig besprühen, um Rote Spinnen vorzubeugen.
- Abgeschlossene Räume vermeiden und die Pflanzen mit Abstand aufstellen, um das Schimmelrisiko zu verringern.
- Die Blattunterseiten kontrollieren, um Parasiten frühzeitig zu erkennen.
- Kranke oder vergilbte Blätter entfernen, um die Ausbreitung von Krankheiten einzudämmen.
- Natürliche Mittel verwenden: Schmierseife gegen Blattläuse, Brennnesseljauche zur Kräftigung der Pflanze und Schachtelhalmaufguss zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten.
Mehr erfahren Sie in unserem Artikel: Buntnessel im Haus: Krankheiten und Parasiten vorbeugen und behandeln.
Buntnessel vermehren?
Buntnesseln lassen sich leicht vermehren, hauptsächlich durch Stecklingsvermehrung, aber auch durch Aussaat. Die Stecklingsvermehrung ist die schnellste und zuverlässigste Methode, um eine Sorte sortenecht zu vermehren, während die Aussaat neue Farb- und Formvarianten hervorbringen kann.
Stecklingsvermehrung
Die Stecklingsvermehrung ist die gängigste Methode, eine Buntnessel zu vermehren, da sie eine genetisch identische Pflanze garantiert. Sie ist ganzjährig im Haus möglich, jedoch am besten im Frühjahr oder Sommer, während des aktiven Wachstums.
Wie zieht man Buntnessel-Stecklinge?
- Schneiden Sie einen gesunden, 8 bis 12 cm langen Trieb direkt unter einem Knoten ab.
- Entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur 2 bis 3 Blattpaare an der Triebspitze bleiben.
- Stellen Sie den Trieb entweder für eine schnelle Bewurzelung (erste Wurzeln nach 7 bis 10 Tagen) in ein Wasserglas oder setzen Sie ihn direkt in leichte, feuchte Erde.
- Halten Sie eine Temperatur von 20 bis 25 °C ein und stellen Sie den Steckling hell, aber ohne direkte Sonne auf.
- Topfen Sie ihn in einen endgültigen Topf, sobald die Wurzeln gut entwickelt sind (etwa 2 bis 3 Wochen nach der Stecklingsvermehrung).
Weitere Informationen finden Sie in unserer Anleitung: “Wie vermehrt man Buntnesseln?”

Buntnesseln lassen sich leicht im Wasser vermehren
Aussaat
Die Vermehrung durch Aussaat (die oben beschriebene Technik) ermöglicht Buntnesseln in verschiedenen Farben. Die Merkmale der daraus gezogenen Pflanzen können jedoch von der Mutterpflanze abweichen.
Deko-Ideen für Buntnessel im Haus
Welchen Topf wählen?
Mit seinem leuchtenden, kontrastreichen Laub ist die Buntnessel schon für sich sehr dekorativ. Damit die Optik nicht überladen wirkt, wählen Sie am besten einen schlichten Topf, der ihre Farben betont, ohne zusätzliche Unruhe zu schaffen. Stark gemustertes, farbenfrohes Laub harmoniert besonders gut mit Töpfen in neutralen, natürlichen Farben. Weiß und Hellgrau wirken modern und elegant, während Terrakotta oder Matt-Schwarz für einen dezenten Kontrast sorgen.
Farbe sparsam einsetzen
Wenn es ein farbiger Topf sein soll, wählen Sie besser einen Farbton, der sich im Laub wiederfindet, statt eine weitere Farbe einzubringen. Wichtig ist eine harmonische Farbwirkung. Ein bordeaux- oder pflaumenfarbener Topf betont eine Buntnessel mit purpurfarbenen Tönen, während Senfgelb oder Olivgrün goldene Nuancen hervorhebt.
Damit die Gestaltung nicht überladen wirkt, setzen Sie Ihre Buntnessel ausgewogen in Szene:
- Als Solitär: Auf einem Regal, Couchtisch oder Fensterbrett zieht sie mit ihrem leuchtenden Laub sofort alle Blicke auf sich.
- In Kombination: Die Buntnessel harmoniert perfekt mit Pflanzen mit einfarbig grünem Laub, die ihre auffällige Wirkung abmildern. Kombinieren Sie sie zum Beispiel mit Farn, Pothos, Korbmaranten oder Monsteras.

Die Buntnessel profitiert von der Kombination mit Pflanzen mit üppigem Laub (hier mit einer Monstera) – für einen echten Dschungel-Look!
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