Fensterblatt kultivieren und pflegen

Fensterblatt kultivieren und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Januar 2026  durch Olivier 10 min.

Fensterblatt kurz erklärt

  • Das Fensterblatt ist eine tropische Kletterpflanze, die für ihr spektakuläres Laub geschätzt wird.
  • Es ist pflegeleicht und gedeiht bei indirektem Licht in einem drainierenden Substrat.
  • Eine Moosstange unterstützt das vertikale Wachstum.
  • Das Große Fensterblatt passt zu jedem Einrichtungsstil – von Boho bis modern.
Schwierigkeit

Das Wort unseres Experten

Majestätisch und dekorativ: Monstera sind tropische Pflanzen aus der Familie der Araceae, beliebt für ihr spektakuläres Blattwerk. Ursprünglich aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas stammend, klammern sich diese Kletterpflanzen mit ihren Luftwurzeln an Baumstämmen fest und wachsen unter dem Kronendach in feuchter, heller Umgebung. Ihr Name leitet sich vom lateinischen monstrum ab und soll auf die auffälligen Löcher und Einschnitte ihrer Blätter verweisen – ein natürliches Phänomen, das als Fenestration bezeichnet wird. Zu den beliebtesten Arten zählt Monstera deliciosa mit großen, geschlitzten Blättern, ebenso wie Monstera adansonii mit fein durchbrochenem Laub.

Monstera sind pflegeleicht und gedeihen im Haus bei indirektem Licht in einem gut drainierenden Substrat. Gießen Sie mäßig und lassen Sie die Oberfläche des Bodens zwischen den Wassergaben abtrocknen, um Wurzelfäule zu vermeiden. Für ein kräftiges Wachstum können Sie eine Moosstütze aufstellen, an der die Kletterpflanze emporwächst. Regelmäßiges Reinigen des Blattwerks fördert die Photosynthese und erhält den Glanz der Blätter.

Als Dekoration ist Monstera ein Klassiker des Urban-Jungle-Stils, fügt sich aber auch perfekt in skandinavische, moderne oder industrielle Einrichtungen ein. Mit ihren imposanten Blättern und ihrer natürlichen Eleganz begeistert diese zeitlose Pflanze weiterhin Liebhaber der Botanik und der Wohnraumgestaltung.

Monstera ist eine klassische Zimmerpflanze.

Monstera ist eine klassische, aber nach wie vor beliebte Zimmerpflanze.

Botanik und Beschreibung

Steckbrief

  • Lateinischer Name Monstera deliciosa
  • Gebräuchlicher Name Monstera, Großes Fensterblatt
  • Blüte Frühling
  • Height bis zu 3 m
  • Exposition Halbschatten oder hell, ohne direkte Sonne
  • Art des Bodens nährstoffreich, gut durchlässig
  • Winterhärte frostempfindlich

Monstera sind tropische Pflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae), einer großen Familie mit vielen beliebten Zimmerpflanzen, die wegen ihres dekorativen Laubs geschätzt werden, etwa Philodendron, Pfeilblatt, Blattfahne oder Flamingoblume. Der Gattungsname Monstera leitet sich vom lateinischen monstrum ab und könnte auf die spektakulären Löcher und Einschnitte ihrer Blätter hinweisen, die diesen Pflanzen ein ebenso ungewöhnliches wie beeindruckendes Aussehen verleihen. Im Deutschen wird die am häufigsten kultivierte Art, Monstera deliciosa, meist „Großes Fensterblatt“ oder einfach „Monstera“ genannt.

In ihrem natürlichen Lebensraum klettern diese Pflanzen an den Stämmen von Bäumen in den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas empor und nutzen dabei die Luftfeuchtigkeit sowie das durch das Kronendach gefilterte Licht. Ihre Anpassung an diese Bedingungen ermöglicht es ihnen, auch in Innenräumen zu gedeihen, wo sie zu festen Bestandteilen der grünen Dekoration geworden sind. Ihre Beliebtheit verdanken sie ihrem spektakulären Laub, ihrem kräftigen Wachstum und ihrer relativ einfachen Pflege, wodurch sie für alle zugänglich sind.

Zu den am häufigsten kultivierten Arten und Sorten gehören das klassische Monstera deliciosa mit seinen großen, tief eingeschnittenen Blättern sowie Monstera adansonii, das für sein zarteres, durchlöchertes Laub geschätzt wird. Monstera obliqua, deutlich seltener, wird oft mit Monstera adansonii verwechselt, unterscheidet sich jedoch durch noch ausgeprägtere Löcher und feinere Blätter. Monstera ‘Thai Constellation’, eine panaschierte Sorte von Monstera deliciosa, ist wegen ihrer weißen und cremefarbenen Marmorierung sehr begehrt, die aus einer im Labor stabilisierten Mutation hervorgegangen ist. Auch weniger bekannte, aber ebenso interessante Arten wie Amydrium medium ‘Silver’ werden kultiviert. Sie besitzt ein einzigartiges silbernes Laub und einen schlanken Wuchs, der Innenräumen eine exotische und originelle Note verleiht.

Monstera mit panaschiertem Laub

Panaschierte Sorten wie dieses Monstera deliciosa ‘Variegata’ sind sehr begehrt.

Pflanzenmorphologie

Monstera sind tropische Pflanzen mit kletternder oder hängender Wuchsform, je nachdem, wie sie kultiviert werden. In ihrem natürlichen Lebensraum haften sie sich mithilfe ihrer Luftwurzeln an Baumstämmen fest. So nutzen sie das verfügbare Licht und bleiben zugleich im Boden verankert. Auch in Innenräumen behalten sie diese Eigenschaft bei und entwickeln lange Wurzeln, die zu einer Rankhilfe geleitet oder frei wachsen gelassen werden können. Dadurch erhält die Pflanze ein wildes und üppiges Aussehen.

Ihr Wurzelsystem ist sowohl unterirdisch als auch oberirdisch. Während die unterirdischen Wurzeln für Verankerung und Nährstoffaufnahme sorgen, spielen die Luftwurzeln eine wichtige Rolle bei der Aufnahme von Feuchtigkeit und bei der Stabilisierung der Pflanze beim Klettern. Bei Monstera deliciosa sind diese Wurzeln besonders dick und zäh, bei Monstera adansonii dagegen feiner und zahlreicher. Sie verflechten sich leicht um eine Rankhilfe.

Monstera besitzen keinen eigentlichen lignifizierten Stamm. Ihre Struktur beruht auf einem dicken, fleischigen Stängel, der mit der Zeit länger wird und Knoten bildet, aus denen Blätter und Wurzeln hervorgehen. Dieser Stängel kann sich vor allem nach einem Rückschnitt verzweigen, wächst jedoch meist in eine Richtung weiter, wobei er sich um sich selbst windet oder sich zum Licht ausbreitet.

Das Laub ist zweifellos das auffälligste Merkmal der Monstera. Es verändert sich mit dem Alter der Pflanze und entwickelt sich von ungeteilten zu eingeschnittenen oder durchlöcherten Blättern. Bei Monstera deliciosa sind die jungen Blätter zunächst ganzrandig. Später bilden sich nach und nach tiefe Einschnitte und Löcher. Dieses als Fenestration bezeichnete Phänomen könnte der Pflanze helfen, tropischen Winden besser standzuhalten und das durch das Kronendach dringende Licht optimal zu nutzen. Monstera obliqua bildet dagegen so stark durchlöcherte Blätter, dass sie mehr aus Löchern als aus Blattgewebe zu bestehen scheinen.

Obwohl ihre Blüte in Innenräumen selten ist, bilden Monstera in der Natur einen für Aronstabgewächse typischen Blütenstand: einen Spadix, der von einer Blütenscheide umhüllt ist. Bei Monstera deliciosa kann sich daraus eine essbare Frucht mit mildem Geschmack entwickeln, die an eine Mischung aus Banane und Ananas erinnert. Die Reife dieser Frucht dauert jedoch mehrere Monate. Sie darf erst verzehrt werden, wenn sie vollständig reif ist, da die noch grünen Teile reizende Calciumoxalatkristalle enthalten.

Das Laub von Monstera adansonii

Monstera adansonii ist weniger bekannt als Monstera deliciosa, benötigt aber die gleiche Pflege.

Wichtige Arten und Sorten

Unsere Lieblingssorten

[produkt sku=”236591″ blog_description=”Eine sehr schöne Sorte mit herzförmigen Blättern und natürlichen Löchern. Der Rand der Blattspreite ist ganzrandig, anders als beim Monstera deliciosa. Die Triebe können hängend wachsen, wenn die Pflanze in einer Blumenampel oder auf einem Regal steht, oder klettern, wenn Sie sie an einer Rankhilfe befestigen.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”240031″ blog_description=”Monstera deliciosa ist die häufigste und am meisten kultivierte Art. Mit ihren großen, tief eingeschnittenen Blättern ist sie eine spektakuläre Pflanze. Ideal für Dschungelatmosphäre im Haus.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”236581″ blog_description=”Diese Monstera deliciosa hat panaschiertes Laub. Sie trägt sehr große, dunkelgrüne, eingeschnittene Blätter mit cremegelber Marmorierung.” template=”listing1″ /]

Weitere Sorten zum Entdecken

[produkt sku=”238541″ blog_description=”Sehr außergewöhnlich: Monstera obliqua besitzt dunkelgrüne, ganzrandige, aber stark durchlöcherte Blätter mit großen Öffnungen. Diese sind teils so zahlreich, dass nur Rand und Rippen bestehen bleiben.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”238531″ blog_description=”Diese Monstera trägt große, ungewöhnlich eingeschnittene Blätter in silbriggrüner Farbe. Die Blätter sind zudem leicht gekreppt.” template=”listing1″ /]

Fensterblatt im Topf pflanzen: Wann und wie?

Der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen oder Umtopfen eines Fensterblatts

Die beste Zeit, ein Fensterblatt zu pflanzen oder umzutopfen, ist im Frühjahr oder Frühsommer, wenn die Pflanze in die aktive Wachstumsphase eintritt. So kann sie sich schnell an ihr neues Substrat gewöhnen und vor dem Winter neue Wurzeln bilden.

Das richtige Substrat: luftig und drainierend

Ein Fensterblatt gedeiht in einem Substrat, das Feuchtigkeit speichert, aber nicht durchnässt bleibt. Ideal ist eine gut durchlüftete, humusreiche und drainierende Mischung. Sie kann aus Universalerde mit Perlite oder Bims zur Auflockerung sowie etwas Pinienrinde zur besseren Belüftung der Wurzeln bestehen. Eine hochwertige Zimmerpflanzenerde reicht jedoch völlig aus.

Hinweis: Für ein Fensterblatt ‘Thai Constellation’, das empfindlicher auf Wurzelfäule reagiert, empfiehlt sich ein noch drainierenderes, orchideenähnliches Substrat.

Der ideale Standort: Licht, Temperatur und Luftfeuchte

Das Fensterblatt bevorzugt einen hellen Standort mit indirektem Licht nahe einem hellen Fenster, aber ohne direkte Sonne, die seine Blätter verbrennen könnte. Es verträgt auch weniger Licht, wächst dann jedoch langsamer und bildet weniger Fenestrierungen.

Bei der Temperatur fühlt es sich zwischen 18 und 28 °C wohl und verträgt Kälte schlecht. Unter 10 °C verlangsamt sich das Wachstum stark, unter 5 °C drohen irreversible Schäden. Es liebt eine hohe Luftfeuchte, idealerweise über 60 %. Diese lässt sich mit einem Luftbefeuchter oder einer Schale mit Wasser und Tongranulat in der Nähe erhöhen.

Der richtige Topf: passendes Material und Format

Das Fensterblatt benötigt einen Topf mit Abzugslöchern, sonst können seine Wurzeln faulen. Das Material richtet sich nach den persönlichen Vorlieben: Tontöpfe helfen dank ihrer Porosität, überschüssige Feuchtigkeit zu vermeiden, allerdings trocknet das Substrat darin schneller aus.

Der Topfdurchmesser sollte 2 bis 5 cm größer als der Wurzelballen sein, damit nicht zu viel Substrat überschüssige Feuchtigkeit speichert. Ein zu großer Topf hält zu viel Wasser, während ein zu kleiner das Wachstum behindern kann.

Fensterblatt eintopfen: Schritt für Schritt

  1. Topf vorbereiten: Eine Drainageschicht aus Tongranulat oder Kies auf den Topfboden geben, damit sich kein Wasser staut.
  2. Topf teilweise füllen: Eine Schicht gut durchlüftetes Substrat einfüllen.
  3. Pflanze einsetzen: Das Fensterblatt aus dem alten Topf nehmen und die Wurzeln vorsichtig lockern, wenn sie stark verdichtet sind.
  4. Richtig positionieren: Den Wurzelballen mittig in den Topf setzen. Darauf achten, dass der Hals (Stängelansatz) auf derselben Höhe wie im alten Topf bleibt.
  5. Auffüllen und leicht andrücken: Substrat um die Wurzeln geben, ohne es zu stark zu verdichten, damit es luftig bleibt.
  6. Reichlich gießen: Das erste Gießen durchfeuchtet das Substrat und entfernt Lufteinschlüsse.

Umtopfen: Wann und wie?

Ein Fensterblatt sollte alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden oder wenn der Topf zu eng wird und die Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen. Beim Umtopfen können beschädigte Wurzeln leicht zurückgeschnitten und verbrauchtes Substrat ersetzt werden. Bei einer sehr großen Pflanze reicht ein Austausch der obersten Substratschicht oft aus.

→ Hören Sie auch unseren Podcast zur Kultur des Fensterblatts:

Anbinden: Wachstum an einer Rankhilfe lenken

Da das Fensterblatt eine Kletterpflanze ist, kann es für einen aufrechteren Wuchs angebunden werden, damit es unter seinem eigenen Gewicht nicht absinkt. Eine Rankhilfe aus Moos oder Kokosfaser ist ideal, da sich die Luftwurzeln daran festhalten können.

So bringen Sie eine Rankhilfe richtig an:

  • Beim Umtopfen einsetzen, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.
  • Die Triebe nach und nach mit weichen Bändern oder Bast befestigen, ohne sie zu fest anzubinden.
  • Die Rankhilfe gelegentlich befeuchten, damit sich die Luftwurzeln daran festheften.

Umtopfen eines jungen Fensterblatts

Fensterblatt pflegen?

Gießen: das richtige Maß finden

Das Fensterblatt bevorzugt ein leicht feuchtes Substrat, verträgt aber keine Staunässe. In der Regel sollten Sie gießen, sobald die obersten Zentimeter der Erde trocken sind. Die Häufigkeit hängt von der Jahreszeit ab:

  • Frühling und Sommer: etwa einmal pro Woche, bei trockener Luft oder starkem Wachstum auch häufiger.
  • Herbst und Winter: die Gießabstände (alle 2 bis 3 Wochen) vergrößern, damit die Wurzeln nicht faulen.

Ideal ist kalkarmes Wasser mit Zimmertemperatur. Zu viel Wasser zeigt sich durch gelbe Blätter, während Wassermangel dazu führt, dass sich die Blätter einrollen.

Gießen eines Monstera adansonii

Düngen

Das Fensterblatt hat einen hohen Nährstoffbedarf, besonders während des Wachstums. Damit es schöne Blätter entwickelt und kräftig wächst, empfiehlt sich ein stickstoffreicher Flüssigdünger (zum Beispiel NPK 8-4-4) alle 2 bis 3 Wochen im Frühling und Sommer.

Auch natürlichere Lösungen sind möglich:

  • Flüssigkompost oder Komposttee
  • Mäßig eingesetzter Kaffeesatz als kleiner Stickstoffschub

Im Herbst und Winter sollte die Düngung reduziert oder eingestellt werden, da die Pflanze ihren Stoffwechsel auf natürliche Weise verlangsamt.

Wann und warum ein Fensterblatt schneiden?

Das Fensterblatt braucht nicht unbedingt einen Rückschnitt, einige Maßnahmen können jedoch sinnvoll sein:

  • Vergilbte oder beschädigte Blätter entfernen, damit die Pflanze gesund bleibt.
  • Zu lange Triebe schneiden, um das Wachstum zu begrenzen oder eine kompaktere Wuchsform zu erzielen.
  • Junge Triebe pinzieren, um die Verzweigung anzuregen und ein dichteres Fensterblatt zu erhalten.

Ein Rückschnitt zu Frühlingsbeginn ist ideal, bevor die Pflanze ins aktive Wachstum eintritt. Die abgeschnittenen Teile können zur Stecklingsvermehrung genutzt werden, um die Pflanze zu vermehren.

Vorsicht: häufige Fehler vermeiden

  • Luftwurzeln dürfen nicht vollständig abgeschnitten werden, da sie der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme und Stabilität helfen. Sie können zum Substrat geleitet oder befeuchtet werden, damit sie nicht austrocknen.
  • Vorsicht vor Zugluft und niedrigen Temperaturen: Bei Temperaturen unter 10 °C können am Fensterblatt schwarze Flecken auf den Blättern entstehen und das Wachstum stark nachlassen.
  • Blattpflege: Auf den großen Blättern sammelt sich leicht Staub, wodurch ihre Fähigkeit zur Lichtaufnahme abnimmt. Regelmäßiges Abwischen mit einem feuchten Tuch hält die Pflanze gesund.

→ Mehr erfahren: Fensterblatt: Pflege im Jahresverlauf und Wie ein Fensterblatt umtopfen?

Mögliche Schädlinge, Krankheiten am Großen Fensterblatt

Die häufigsten Schädlinge

  • Wollläuse: Diese kleinen, weißen, watteartigen Insekten sitzen an den Trieben und unter den Blättern. Sie saugen Pflanzensaft und schwächen die Pflanze. Erkennbar sind sie an ihrem flauschigen Aussehen und vergilbenden Blättern. Lösung: Mit einem Tuch und 70-prozentigem Alkohol abwischen oder verdünnte Schmierseife anwenden.

  • Thripse: Diese winzigen schwarzen oder durchscheinenden Insekten verursachen blasse, silbrige Flecken auf den Blättern. Sie breiten sich schnell aus und vermehren sich bei Wärme und Trockenheit. Lösung: Eine Mischung aus Seifenwasser und Pflanzenöl spritzen.

  • Rote Spinnmilben: Diese mikroskopisch kleinen Spinnentiere treten vor allem bei trockener Luft auf. Feine Gespinste und gelblich-braune Blätter sind typische Anzeichen. Lösung: Die Luftfeuchtigkeit durch Besprühen der Pflanze erhöhen, Blätter abspülen und mit Schmierseife oder Neemöl behandeln.

  • Blattläuse: Obwohl sie am Fensterblatt selten vorkommen, können sie an jungen Trieben auftreten. Sie schwächen die Pflanze und fördern Rußtau, einen schwärzlichen Pilz. Lösung: Seifenwasser spritzen.

Krankheiten und physiologische Probleme

  • Wurzelfäule: Sie entsteht durch zu häufiges Gießen oder ein schlecht drainiertes Substrat. Die Wurzeln werden schwarz und weich, die Pflanze welkt trotz feuchtem Boden. Lösung: Befallene Wurzeln abschneiden, in trockenes, luftiges Substrat umtopfen und seltener gießen.

  • Braune Flecken auf den Blättern: Oft durch zu trockene Luft oder Sonnenbrand verursacht. Sind sie weich und breiten sich aus, kann eine Pilzinfektion durch zu viel Feuchtigkeit vorliegen. Lösung: Gießen anpassen und Wasserspritzer auf dem Laub vermeiden.

  • Gelbe Blätter: Ursache können zu viel Wasser, Lichtmangel oder Nährstoffmangel sein. Lösung: Gießen anpassen, die Pflanze an einen helleren Standort stellen und bei Bedarf düngen.

  • Sich einrollende Blätter: Zeichen von Wasserstress durch zu wenig oder zu viel Wasser. Lösung: Bodenfeuchtigkeit prüfen und Gießen anpassen.

Mehr erfahren Sie in unserem Artikel: Krankheiten und Schädlinge am Fensterblatt.

Monstera vermehren?

Stecklingsvermehrung durch Stammstecklinge

Dies ist die häufigste und schnellste Methode, ein Fensterblatt zu vermehren, insbesondere Großes Fensterblatt und Geschlitztes Fensterblatt.

  • Gesunden Trieb auswählen: Der Steckling muss mindestens einen Knoten (Ansatzstelle von Blättern und Luftwurzeln) besitzen, denn dort bilden sich die neuen Wurzeln.
  • Sauber schneiden: Direkt unter einem Knoten mit einer sauberen, scharfen Gartenschere einen glatten Schnitt setzen.
  • Ins Wasser oder Substrat setzen:
    • Im Wasser: Den Steckling in ein Gefäß mit Wasser stellen. Der Knoten muss untergetaucht sein, die Blätter jedoch nicht. Das Wasser alle 2–3 Tage wechseln.
    • In Erde: Den Steckling direkt in eine Mischung aus Blumenerde, Perlite und Pinienrinde pflanzen. Das Substrat leicht feucht halten.
  • Wurzelbildung abwarten:
    • Im Wasser erscheinen die ersten Wurzeln nach 2 bis 6 Wochen.
    • In Erde dauert das Anwachsen länger, dafür passt sich die Pflanze direkt an ihre Umgebung an.
  • Steckling umtopfen: Sobald die Wurzeln gut entwickelt sind (mindestens 5 cm), den Steckling in einen Topf mit passendem Substrat pflanzen.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel „Wie vermehrt man ein Fensterblatt?“.

Abmoosen

Abmoosen ist eine hervorragende Methode, wenn das Anwachsen vor dem Abtrennen des Stecklings gesichert werden soll. Sie eignet sich besonders gut für kräftige Triebe des Großen Fensterblatts.

  • Knoten mit einer Luftwurzel auswählen.
  • Diesen Knoten mit feuchtem Sphagnum umgeben und mit Frischhaltefolie umwickeln, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt.
  • Warten, bis sich Wurzeln bilden (das dauert mehrere Wochen).
  • Sobald die Wurzeln gut ausgebildet sind, unterhalb des Knotens schneiden und die neue Pflanze eintopfen.

Tipps für eine erfolgreiche Vermehrung

  • Für ausreichend Feuchtigkeit sorgen: Den Steckling unter eine Haube oder in ein Mini-Gewächshaus stellen.
  • Heller, indirekter Standort: Keinesfalls direkte Sonne, aber ausreichend Licht, um das Wachstum anzuregen.
  • Geduld! Manche Stecklinge brauchen länger, um Wurzeln zu bilden, besonders im Winter, wenn sich das Wachstum verlangsamt.

Fensterblatt richtig zur Geltung bringen?

Innenräume, in denen sich das Fensterblatt besonders wohlfühlt

  • Bohème-Stil und Urban Jungle: Das Fensterblatt passt perfekt in ein gemütliches Zuhause mit natürlichen Materialien wie Rattan, Leinen und unbehandeltem Holz. Zusammen mit anderen Grünpflanzen verwandelt es Wohnzimmer oder Schlafzimmer in eine tropische Oase.

  • Skandinavischer, minimalistischer Stil: Sein dekoratives Laub bringt beruhigendes Grün in klare Räume mit neutralen Farbtönen und Möbeln mit schlichtem Design.

  • Industrieller Look und Loft: Das Fensterblatt bildet einen spannenden Kontrast zu Metall, Beton und freiliegenden Ziegeln. Sein Laub verleiht Räumen mit rauer, moderner Ästhetik Weichheit und Leben.

  • Moderner, stilvoller Look: Ein großes Fensterblatt in einem geometrischen oder goldfarbenen Metallübertopf kann zum Blickfang eines modernen, eleganten Raums werden.

Welcher Topf setzt ein Fensterblatt perfekt in Szene?

  • Unbehandelter Terrakottatopf: Ideal für einen Bohème- oder mediterranen Stil. Er sorgt für eine gute Belüftung der Wurzeln und verhindert Staunässe.

  • Weißer oder schwarzer Keramiktopf: Für einen minimalistischen, eleganten Akzent, der den Kontrast des Laubs betont.

  • Übertopf aus Weide oder Rattan: Perfekt für ein natürliches, gemütliches Zuhause. Er verleiht ihm eine handgefertigte, warme Note.

  • Metall- oder Holztopf mit Standfuß: Ideal, um der Pflanze mehr Höhe und Struktur zu geben, besonders wenn sie noch jung ist.

  • XXL-Topf aus Beton oder Stein: Für ein industrielles oder modernes Ambiente. Er verleiht dem Fensterblatt Charakter und Präsenz.

Fensterblatt im Terrakottatopf

Ein einfacher Terrakottatopf reicht völlig aus, um eine solche Pflanze perfekt in Szene zu setzen.

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Wie man eine Monstera pflegt