Hirse: Pflanzen, Pflege, Teilen

Hirse: Pflanzen, Pflege, Teilen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Alexandra 14 min.

Panicum kurz erklärt

  • Hirse begeistert mit aufrechtem, elegantem Wuchs
  • Im Spätsommer erscheinen leichte, luftige Rispen
  • Die Blätter wechseln je nach Sorte und Jahreszeit ihre Farbe
  • Mehrjährige Pflanzen: leicht zu kultivieren, langlebig und anspruchslos
  • Sie geben Beeten Struktur und Höhe!
  • Das ganze Jahr über attraktiv, auch im Winter
Schwierigkeit

Ein Wort von unserer Expertin

Panicum: dekorative, winterharte Gräser mit Blüte, Herbstfärbung und aufrechtem Wuchs. Panicum virgatum liebt Sonne und durchlässigen Boden.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Ruten-Hirse
  • Blüte August bis Oktober
  • Height meist 1 bis 2 Meter
  • Exposition volle Sonne
  • Art des Bodens drainierend, eher nährstoffarm, vorzugsweise kalkhaltig
  • Winterhärte bei den meisten Sorten zwischen –25 und -30 °C

Die Hirse umfasst mehr als 440 Arten von Gräsern, die einjährig oder mehrjährig sein können. Die am häufigsten wegen ihres Zierwerts kultivierte Art ist Panicum virgatum. Durch Hybridisierung sind zahlreiche Sorten entstanden, die meist eine prächtige, farbige Belaubung bieten. Diese kann beispielsweise bläulich sein oder rote beziehungsweise purpurfarbene Zeichnungen aufweisen. Im Herbst, wenn die Temperaturen sinken, werden die Farbtöne meist intensiver.

Panicum virgatum ist eine langlebige Staude, die aus Nordamerika stammt. Sie kommt im Süden der USA bis nach Mexiko vor. Sie wächst hauptsächlich auf Wiesen, aber auch an Waldrändern, Straßenrändern und gelegentlich auf feuchten Böden sowie an Gewässerufern.

Die meisten Hirse-Arten stammen aus tropischen Regionen, einige kommen jedoch auch natürlicherweise in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel vor.

Hirse sind Ziergräser und gehören damit zur großen Familie der Süßgräser (mehr als 11.500 Arten), ebenso wie Wiesen- und Rasengräser, andere Ziergräser (Pennisetum, Stipa, Schwingel …) und Getreide. Hirse ist übrigens eine einjährige Panicum-Art (Panicum miliaceum), die als Getreide für die Ernährung angebaut wird. Auch Panicum maximum wird in tropischen Regionen häufig als Futterpflanze kultiviert.

Botanische Illustration von Panicum capillare

Panicum capillare: Botanische Illustration

In Frankreich kommen in der Natur sieben Hirse-Arten vor. Einige stammen aus anderen Regionen der Welt, haben sich aber auf dem französischen Festland eingebürgert. Dazu gehört beispielsweise Panicum capillare, eine einjährige Art mit besonders feinem, zartem Aussehen, die aus Nordamerika stammt.

Hirse bildet dichte Blattbüschel mit einer ziemlich aufrechten, schmalen Form, die sich am oberen Ende der Halme etwas verbreitert – während der Blüte noch stärker. Hirse sind dekorative Pflanzen, die durch ihre aufrechte, luftige Silhouette besonders interessant sind. Sie eignen sich, um Beete zu strukturieren, und bringen Bewegung und Leichtigkeit hinein. Meist erreichen Hirse eine Höhe von 1 bis 2 Metern. Einige Sorten wachsen eher natürlich und ausladend, während andere, wie ‘Northwind’, durch ihre aufrechtere, steifere Form auffallen. Der Kontrast zur luftigen Blüte erzeugt dann eine besonders schöne Wirkung. Panicum virgatum wird allgemein Ruten-Hirse genannt, was ebenfalls auf ihre aufrechte, vertikale Form verweist.

Die Hirse beginnt erst spät, gegen Ende des Frühjahrs, mit dem Wachstum. Sie wächst und entwickelt sich vor allem im Sommer. Die Blütezeit liegt im Spätsommer, zwischen August und Oktober. Dann entfalten sich zarte Blütenstände über dem Laub.

Die Blüten stehen in 40 bis 60 cm langen Rispen und zeigen oft purpurfarbene oder rötliche Nuancen. Diese Rispen sind fein verzweigt und wirken zerbrechlich und ausgesprochen zart. Die Blütenstände scheinen aus kleinen Perlen an sehr feinen Fäden zu bestehen; die Halme und ihre Verzweigungen sind beinahe so dünn wie Haare! Die Rispen sitzen an den Halmspitzen über dem Laub und verleihen den Hirse-Büscheln zusätzliche Höhe und Fülle.

Die Leichtigkeit und Biegsamkeit der Blütenstände lässt sie im Wind schwingen und bringt so Bewegung in die Beete. Besonders eindrucksvoll wirkt dies, wenn Hirse in großen Gruppen gepflanzt werden.

Hirse wird wegen ihrer zarten, luftigen Blüte geschätzt. Die Rispen bestehen aus zahlreichen kleinen Ährchen, die oft purpurfarben sind und ihrerseits aus zwei Blüten bestehen: Die obere ist fertil, die untere steril. Die Blüten sind winzig und mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen.

Die Blüten werden durch den Wind bestäubt, der den Pollen von einer Pflanze zur anderen trägt.

Die Blütenhalme der Hirse können geschnitten und in Sträuße integriert werden. Dort verleihen sie den Arrangements Fülle und Leichtigkeit und bringen andere, größere und farbenprächtigere Blüten wie Lilien, Rosen, Dahlien und Päonien besser zur Geltung. Auch für Trockensträuße eignen sie sich.

Die Blütenstände von Panicum

Die luftige Blüte von Panicum virgatum ‘Rehbraun’ (Foto J. Hagstrom) / Detailaufnahme der Blüten von Panicum virgatum (Foto Matt Lavin)

 

Wie bei vielen Gräsern sind die Blätter der Hirse linear, sehr lang und schmal. Sie werden meist 40 bis 80 cm lang. Die Mittelrippe ist deutlich ausgeprägt und kräftig. Sie sorgt dafür, dass das Laub seine elegante, ziemlich steife Form behält und nicht zu stark abknickt. Die Blätter der Sorte ‘Northwind’ sind breiter als bei anderen Hirse-Arten.

Die Blätter sind aufgrund ihrer Färbung besonders attraktiv, die je nach Sorte sehr unterschiedlich ausfallen kann. Hirse bietet eine große Vielfalt an Laubfarben. Damit lassen sich im Garten leicht schöne Farbwirkungen und Kontraste schaffen. Die Farbtöne bleiben jedoch meist sanft und natürlich. Beim Typus tragen die Blätter ein schönes, leuchtendes Hellgrün. Viele Sorten zeigen hübsche dunkelrote Nuancen, besonders an den Blattspitzen, wodurch ein schöner Farbverlauf oder Kontrast entsteht. Andere, wie ‘Dallas Blues’, besitzen blau-graues Laub mit einem leicht metallischen Farbton. Die Sorte ‘Heiliger Hain’ besticht durch ihre prächtigen Farben, in denen sich Grün und Purpurrot mit einigen violettblauen Nuancen mischen.

Die Laubfarbe der Hirse verändert sich im Laufe der Zeit und nimmt im Herbst meist besonders schöne Farbtöne an: Einige Sorten färben ihr Laub dann leuchtend gelb oder purpurrot. Diese Gräser eignen sich ideal für eine schöne Herbstszene zusammen mit spät blühenden Pflanzen und anderen Gewächsen, deren Laub sich am Saisonende verfärbt. Hirse färbt sich vor allem, wenn die Temperaturen vor dem Winter sinken. Einige Sorten wie ‘Kulsenmoor’ nehmen dann einen schönen leuchtend roten Farbton an, während andere, wie ‘Dallas Blues’ oder ‘Prairie Sky’, ihre bläuliche Färbung behalten.

Mit dem Einsetzen von Kälte und Winter trocknen die Blattbüschel ein und nehmen einen hellbraunen, gelben, strohfarbenen Ton an. Die Pflanze geht dann in Dormanz und beginnt erst im Frühjahr wieder zu wachsen. Wenn Sie sie nicht zurückschneiden, bleiben die Blattbüschel im Winter erhalten und verleihen der Pflanze auch in dieser Jahreszeit Zierwert. Hirse strukturiert den Garten sogar im Winter! Deshalb sollten Sie mit dem Rückschnitt bis zum Beginn des Frühjahrs warten.

Das Laub von Panicum

Die Blätter der Hirse nehmen wunderschöne Farben an! Panicum virgatum ‘Shenandoah’ (Foto Peganum), Panicum virgatum ‘Kulsenmoor’ und Panicum virgatum ‘Squaw’

 

Das Wurzelsystem von Panicum virgatum ist faserig und rhizomatös. Die Wurzeln dringen tief in den Boden ein. Das macht die Pflanze vermutlich so trockenheitsresistent und ermöglicht ihr, auch nährstoffarme Böden zu tolerieren.

Im Herbst, nach der Blüte, bildet die Hirse Samen. Ihre Rispen bleiben durch ihre Form dekorativ und verfärben sich beige, während die Blüten zahlreichen kleinen Trockenfrüchten, den Karyopsen, Platz machen, die meist weniger als 6 mm lang sind. Es handelt sich um trockene, unaufgesprungene Früchte, die sich bei Reife nicht öffnen und jeweils nur einen Samen enthalten. Hirse kann sich im Garten spontan aussäen.

Die wichtigsten Hirse-Sorten

Beliebteste Sorten
Unsere Lieblingssorten
Weitere Sorten entdecken
Panicum virgatum Rehbraun - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Rehbraun - Ruten-Hirse

Sehr beliebt: 'Rehbraun' ist unsere Star-Sorte! Ihre grünen Blätter sind zart purpur überhaucht und färben sich im Herbst wunderschön. Spätsommerlich erscheinen zudem leichte, purpurrote Rispen.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Panicum virgatum Squaw - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Squaw - Ruten-Hirse

Diese Hirse ist ein hohes, sehr dekoratives Ziergras. Ihr bläuliches Laub färbt sich im Herbst burgunderrot; im Sommer schmückt sie sich mit leichten, purpurrosa Rispen.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 1,30 m
Panicum virgatum Prairie Sky - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Prairie Sky - Ruten-Hirse

Ziergras mit blaugrünem Laub und aufrechter Wuchsform.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 1,50 m
Panicum virgatum Heavy Metal - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Heavy Metal - Ruten-Hirse

Ziergras mit dekorativem, blau-grauem Laub. Die Blätter harmonieren perfekt mit den leichten, puderblauen Ähren.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Panicum virgatum Dallas Blues - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Dallas Blues - Ruten-Hirse

Diese Sorte begeistert mit schönem, bläulichem Laub in einem sanften, kühlen, fast metallischen Farbton. Sie wächst hoch und bildet hübsch bogig überhängende Blätter.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 1,70 m
Panicum virgatum Kulsenmoor - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Kulsenmoor - Ruten-Hirse

Panicum 'Kulsenmoor' besitzt wunderschönes grünes Laub, das sich im Spätsommer dunkelrot färbt und einen tollen Kontrast bildet! Die Sorte wächst niedriger und kompakter als die meisten anderen Panicum.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 80 cm
Panicum virgatum Northwind - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Northwind - Ruten-Hirse

Diese Hirse zeichnet sich durch ihre aufrechte Wuchsform und breitere, stark blaugrüne Blätter aus.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 1,70 m
Panicum virgatum Shenandoah - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Shenandoah - Ruten-Hirse

Dieses Panicum besitzt grünes, dunkelrot nuanciertes Laub, das sich im Herbst wunderschön kupferrot färbt. Die Sorte bleibt etwas niedriger als andere.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 70 cm
Panicum virgatum Rotstrahlbusch - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Rotstrahlbusch - Ruten-Hirse

Dieses wunderschöne Panicum entwickelt im Sommer und besonders im Herbst allmählich burgunderrotes Laub. Die intensiv leuchtende Färbung ist beeindruckend.
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 1,20 m

 

Panicum virgatum Sangria - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Sangria - Ruten-Hirse

Sehr kompaktes Ziergras, 40 cm in alle Richtungen, mit auffallend farbenprächtigem Laub: blutrote Blätter mit leuchtend grüner Basis.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 45 cm
Panicum virgatum Cheyenne Sky - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Cheyenne Sky - Ruten-Hirse

Jüngere Sorte mit kompakter Silhouette. Wunderschönes blaugrünes Laub, das sich ab Juli rot färbt. Sehr schöne purpurrote Blüte.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 80 cm
Panicum virgatum Heiliger Hain - Ruten-Hirse

Panicum virgatum Heiliger Hain - Ruten-Hirse

Panicum mit herrlichen Farben: im Sommer dunkelblaue Reflexe, im Herbst ein Farbverlauf aus Purpur, Orange und Violett.
  • Blütezeit September für November
  • Höhe bei Reife 1,20 m

DéEntdecken Sie andere Panicum - Rutenhirse

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Pflanzung

Wo pflanzen?

Hirse gedeiht in voller Sonne, auch eine Pflanzung im Halbschatten ist möglich. Bei möglichst viel Sonne und Licht entwickelt sie jedoch eine schönere Wuchsform und intensivere Farben!

Hirse ist vielseitig einsetzbar und passt sich unterschiedlichen Bedingungen an. Sie bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden, wächst aber auch sehr gut in magerem, trockenem, steinigem oder sogar sandigem Boden. In solchen Substraten nimmt ihr Laub oft besonders schöne Farbtöne an. In nährstoffreichem Boden kann Hirse dazu neigen, auseinanderzufallen, während sie in magerem Boden eine straffere und kompaktere Form entwickelt. Am wichtigsten ist ein drainierender Boden, in dem Wasser gut versickern kann. Hirse bevorzugt außerdem kalkhaltige Substrate und tiefgründige Böden.

Sie können Hirse auch im Topf pflanzen, sollten dann aber kleinbleibende Sorten wählen (‘Cheyenne Sky’, ‘Kulsenmoor’, ‘Sangria’ …) und ein ausreichend großes Gefäß verwenden, da es sich um stattliche Gräser mit einem gut entwickelten, tief reichenden Wurzelsystem handelt.

Da Hirse gut winterhart ist, kann sie auch in Regionen mit kaltem Klima gepflanzt werden. Sie ist zudem wenig windempfindlich und verträgt salzhaltige Gischt gut.

Hirse wird recht groß: Pflanzen Sie sie ruhig in den Hintergrund eines Beets, hinter niedrigere Pflanzen. Sie hilft, das Beet zu strukturieren, und bildet eine schöne, sehr natürliche Kulisse, vor der andere, farbenfrohere Blüten zur Geltung kommen. Für eine besonders schöne Wirkung empfehlen wir außerdem, mehrere Pflanzen als Gruppe zu setzen!

Wann pflanzen?

Sie können Hirse im Frühjahr (April bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober) pflanzen. Am besten warten Sie eine milde Wetterperiode außerhalb von Frost und großer Hitze ab.

Wie pflanzen?

Halten Sie je nach Sorte einen Pflanzabstand von 50 cm bis 1 m ein.

  1. Stellen Sie den Wurzelballen zum Wässern in eine Schale mit Wasser.
  2. Während er sich vollsaugt, heben Sie ein Pflanzloch aus, das mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Lockern Sie den Boden gut auf, damit die Pflanze leichter anwächst, denn Hirse bildet tief reichende Wurzeln. Bei schweren, wasserhaltenden Böden können Sie etwas Kies oder groben Sand einarbeiten, um die Drainage zu verbessern.
  3. Setzen Sie die Pflanze in das Pflanzloch, füllen Sie es mit Substrat auf und drücken Sie dieses leicht an. Bedecken Sie die Stängelbasis nicht, sondern achten Sie darauf, dass sie auf gleicher Höhe wie im ursprünglichen Topf sitzt.
  4. Gießen Sie reichlich.
  5. Wir empfehlen, die Horste mit organischem Mulch (Laub, Holzhäcksel …) zu umgeben.

Gießen Sie in den Wochen nach der Pflanzung weiterhin regelmäßig, bis die Pflanze gut angewachsen ist und ein kräftiges Wurzelsystem entwickelt hat.

Sie können Hirse auch in einen großen Topf oder Kübel pflanzen und dafür ein drainierendes Substrat verwenden. Allerdings benötigt sie dann etwas mehr Wasser und Pflege als im Freiland. Weitere Informationen finden Sie hier: Wie kultiviert man Hirse im Topf?

Lesen Sie auch unseren Ratgeber zum Pflanzen von Gräsern!

Die zarten Rispen von Panicum 'Cheyenne Sky'

Panicum ‘Cheyenne Sky’ (Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz)

 

Hirse-Pflege

Hirse benötigt nur sehr wenig Pflege: Sie ist anspruchslos und verträgt Trockenheit gut. In den ersten Wochen nach der Pflanzung sollten Sie sie dennoch regelmäßig gießen. Steht die Pflanze im Topf, braucht sie ebenfalls gelegentlich Wasser, da das Substrat schneller austrocknet als im Freiland.

Da Hirse auch mit nährstoffarmen Böden gut zurechtkommt, benötigt sie keinen Dünger. In magerem Boden entwickelt sie oft sogar schönere Farben. Vermeiden Sie vor allem stickstoffreiche Dünger: Sie fördern ein starkes Blattwachstum und verleihen der Pflanze eine unausgewogene Form.

Eine Mulchschicht rund um die Pflanze sorgt für ein schönes Erscheinungsbild und hemmt das Wachstum von Unkraut.

Warten Sie mit dem Rückschnitt der Hirse bis zum Frühlingsbeginn. Obwohl sie sommergrün ist, bleibt ihr Laub im Winter dekorativ. Schneiden Sie sie kurz vor dem neuen Austrieb im Frühjahr zurück. Kürzen Sie die Halme auf etwa 10 cm über dem Boden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber: “Ruten-Hirse oder Panicum schneiden: wann und wie?“.

Hirse ist kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Lediglich Rost kann auftreten, besonders bei warmen und feuchten Kulturbedingungen.

→ Mehr dazu in unserem Ratgeber: Krankheiten und Parasiten von Ziergräsern.

Entdecken Sie unsere Videotipps zum Rückschnitt von Ziergräsern:

Vermehrung

Zur Vermehrung von Hirse ist das Teilen der Horste die beste Methode. Aussaat ist ebenfalls möglich, dauert aber länger und ist schwieriger. Sie eignet sich, um viele Jungpflanzen zu gewinnen, und erfolgt im Frühjahr.

Horstteilung

Die beste Zeit zum Teilen von Hirsehorsten ist das Frühjahr, möglich ist es auch im Herbst. Wählen Sie eine milde Witterungsperiode und vermeiden Sie Frost sowie große Hitze. Wir empfehlen, die Horste alle fünf bis sechs Jahre zu teilen. So gewinnen Sie nicht nur neue Jungpflanzen, sondern verjüngen die Horste und fördern ihre Vitalität. Mit der Zeit können sie auseinanderfallen, besonders auf nährstoffreichem Boden. Durch das Teilen bleibt die Wuchsform kompakter und strukturierter.

So teilen Sie eine Hirsepflanze:

  1. Wählen Sie einen gut entwickelten, einige Jahre alten Horst.
  2. Graben Sie ihn vorsichtig aus.
  3. Teilen Sie ihn anschließend mit einem Spaten in mehrere Stücke, die jeweils einige Halme und Wurzeln tragen.
  4. Pflanzen Sie die Teilstücke nach der Bodenvorbereitung an einem anderen Standort ein.
  5. Gießen Sie direkt nach dem Pflanzen reichlich.

Gießen Sie auch in den folgenden Wochen regelmäßig weiter.

Ist der zu vermehrende Horst besonders groß, können Sie außen direkt Teilstücke abstechen. Trennen Sie diese mit einem Spaten vom ursprünglichen Horst, statt die gesamte Pflanze auszugraben.

Sehen Sie sich auch unsere Video-Tipps zum Teilen von Gräsern an:

 

 

Verband

Panicum fügen sich wunderbar in naturnahe Gärten ein. Wie viele Gräser verleihen sie Beeten einen wilden, ländlichen und sehr ungezwungenen Charakter. Kombinieren Sie sie mit Sonnenhut, Blauraute, Gaura lindheimeri, Verbena hastata, Garben, Eupatorium maculatum … Genießen Sie die majestätische Blüte der Wilden Karde, Dipsacus fullonum. Zögern Sie auch nicht, weitere Gräser wie Pennisetum orientale ‘Tall Tails’ hinzuzufügen, das wunderschöne, weiße Blütenähren mit einer sehr zarten und luftigen Wirkung hervorbringt. Wir empfehlen, Pflanzen mit kleinen, leichten Blüten in eher natürlichen Farbtönen zu bevorzugen.

Inspiration für die Kombination von Panicum in einem naturnahen Garten

Panicum fügen sich leicht in naturnahe Gärten ein. Perovskia ‘Blue Spire’ (Foto Andy Mabbett), Pennisetum orientale ‘Tall Tails’, Panicum virgatum (Foto Matt Lavin), Eupatorium maculatum (Foto Marc Ryckaert) und Echinacea purpurea (Foto F.D.Richards)

 

Mit Panicum können Sie einen pflegeleichten Garten mit weiteren trockenheitsverträglichen Pflanzen gestalten, die wenig Aufmerksamkeit benötigen.

Nutzen Sie Panicum und seine sehr aufrechte Wuchsform für die Gestaltung eines modernen Gartens. Wählen Sie dekorative Pflanzen: Gräser, Knöterich, Bambus … und gestalten Sie damit ein zeitloses, schlichtes und elegantes Beet, ideal für Stadtgärten. Entscheidend sind strukturgebende Pflanzen, die durch ihre Silhouette interessant sind. So können Sie wunderschöne Kontraste schaffen, etwa indem Sie Panicum mit Pflanzen von kompakteren, strengeren Formen wie geschnittenem Buchsbaum oder Eiben, Heiligenkraut, Schlangenbart, Hakonechloa macra … kombinieren. Spielen Sie mit den Formen, indem Sie locker wachsende, luftige Pflanzen neben Pflanzen mit dichtem, kompaktem Laub setzen! Für die Blütezeit können Sie Schmucklilien, Cimicifuga, Eremurus, Allium schubertii … wählen.

Mit Panicum können Sie eine wunderschöne Herbstszene gestalten. Kombinieren Sie sie mit weiteren Pflanzen, deren Laub sich zum Jahresende schön färbt: Cornus sibirica, Euonymus alatus, Lagerstroemia, Nandina domestica … So entsteht ein farbenprächtiges Beet in Rot-, Kupfer-, Orange- und Gelbtönen … Nutzen Sie auch das wunderschöne Gras Imperata cylindrica ‘Red Baron’ mit leuchtend rotem Laub. Sie können außerdem spät blühende Pflanzen wie Astern, Dahlien, Colchicum, Persicaria amplexicaulis, Sedum ‘Autumn Joy’, Echinacea, Eupatorium maculatum … hinzufügen.

 

Eine Gestaltungsidee mit Panicum für eine Herbstszene

Mit Panicum lassen sich auch wunderschöne Herbstbeete in warmen Farbtönen gestalten. Eine Herbstszene mit Sedum ‘Herbstfreude’, Echinacea purpurea und Eupatorium purpureum / Panicum virgatum (Foto Sten Porse) / Nandina domestica

 

 

Schon gewusst?

  • Ökologischer Nutzen

Tiefes Wurzelsystem verbessert die Bodendurchlässigkeit und mindert Erosion. Panicum ist trockenheitsfest, robust und ideal für Ökogärten.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Panicum: Warum haben die Blätter orange Flecken?

    Vermutlich hat die Pflanze Rost, eine Pilzkrankheit bei warm-feuchtem Wetter. Schachtelhalmbrühe oder Schwefel helfen. Panicum erkrankt selten.

Kommentare

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Panicum: Pflanzung, Schnitt, Pflege