Melia – Chinesischen Holunder pflanzen und pflegen

Melia – Chinesischen Holunder pflanzen und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Juni 2025  durch Arthur 8 min.

Chinesischer Holunder kurz erklärt

  • Melia azedarach, oft Chinesischer Holunder oder Persischer Flieder genannt, stammt aus Asien und Nordaustralien. Er gedeiht in gemäßigten bis tropischen Regionen.
  • Diese sommergrünen Bäume zeichnen sich durch gefiederte oder doppelt gefiederte Blätter mit einer schönen, lockeren Textur aus.
  • Der Chinesische Holunder bildet Trauben kleiner, duftender Blüten, meist in Flieder- oder Purpurtönen, die im Frühjahr erscheinen.
  • Nach der Blüte trägt der Baum kugelförmige Früchte, die kleinen gelben oder grünen Drupen ähneln und Samen enthalten, die traditionell vielfältig verwendet werden können.
  • Melia azedarach ist wegen seiner dekorativen Eigenschaften, aber auch seiner medizinischen und insektiziden Wirkung beliebt.
Schwierigkeit

Wort vom Experten

Der Melia azedarach, besser bekannt als Chinesischer Holunder oder Persischer Flieder, weckt die Neugier jedes passionierten Gärtners. Wie Sie vielleicht schon vermuten, ist der Chinesische Holunder kein gewöhnlicher Zierbaum, sondern ein wahrer botanischer Schatz mit einer Prise Exzentrik.

Ursprünglich aus Asien und Nordaustralien stammend, hat sich der Melia azedarach über die Kontinente verbreitet und Einzug in unsere Gärten gehalten. Warum ist er so beliebt? Vielleicht wegen seiner zart gefiederten Blätter, die im Wind tanzen und ein faszinierendes Naturschauspiel bieten. Doch das ist noch nicht alles!

Im Frühling verwandelt sich der Chinesische Holunder in eine duftende Theaterbühne. Seine kleinen, lilafarbenen oder purpurroten, sternförmigen Blüten erscheinen in Trauben und bieten ein Fest für die Sinne. Eine echte Blütenschau! Doch lassen Sie sich nicht zu sehr betören, denn auf die Blüte folgen die Früchte. Diese kleinen gelben oder grünen Kugeln wirken harmlos, bergen jedoch so manches Geheimnis. Tatsächlich werden sie seit Jahrhunderten wegen ihrer medizinischen und insektiziden Eigenschaften verwendet.

Der Chinesische Holunder ist nicht besonders anspruchsvoll, freut sich aber über etwas Aufmerksamkeit. Ein gut durchlässiger Boden und ein sonniger Standort werden mit schnellem, kräftigem Wachstum belohnt. Vorsicht ist jedoch geboten: Ohne Kontrolle kann er sich leicht ausbreiten. Dieser Chinesische Holunder hat eben seinen eigenen Charakter!

Neben seiner Schönheit und seinen Vorzügen steckt die Geschichte des Melia azedarach voller Anekdoten. Wussten Sie, dass er in der Türkei „Chinesischer Holunder“ genannt wird, weil seine Samen zur Herstellung von Rosenkränzen verwendet wurden? Oder dass er in manchen Kulturen als Schutzbaum gilt, der böse Geister fernhält?

Chinesischer Holunder Anbau Kultivierung

Die Frühjahrsblüte des Melia azedarach

Botanik und Beschreibung

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Chinesischer Holunder, Perlenbaum, Neem, Persischer Flieder
  • Blüte Mai bis Juli
  • Height 10 m
  • Exposition Sonne oder Halbschatten
  • Art des Bodens frisch bis trocken, aber gut durchlässig
  • Winterhärte -9 °C

Die botanische Gattung Melia, bekannt für ihre berühmteste Art, Melia azedarach (Chinesischer Holunder oder Persischer Flieder), gehört zur Familie der Meliaceae. Die Gattung Melia umfasst fünf Arten: Melia dubia (Syn. Melia composita), Melia floribunda, Melia candoleii, Melia parasitica und Melia azedarach. 

Die Arten der Gattung Melia stammen hauptsächlich aus den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und Australiens. Sie sind an unterschiedliche Klimazonen angepasst, von warmgemäßigten bis zu tropischen Regionen. Melia-Arten kommen natürlicherweise in vielfältigen Lebensräumen vor. Sie bevorzugen meist gut durchlässige Böden und wachsen in Wäldern, bewaldeten Gebieten und gelegentlich in Städten, wo sie als Zierbäume gepflanzt werden. Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht ihnen, unter unterschiedlichsten Umweltbedingungen zu gedeihen.

Melia azedarach ist unter mehreren Namen bekannt, etwa als Eschenblättriger Chinesischer Holunder, Persischer Flieder, Falscher Neem, Perlenbaum, Zedern-Melia, Ceylon-Mahagoni, Paradiesbaum und Perlenbaum, fälschlich auch als Indischer Flieder oder Berg-Ahorn.

Der Chinesische Holunder, auch Melia azedarach genannt, zieht schon auf den ersten Blick alle Blicke auf sich. Mit seinem natürlichen, eleganten Wuchs bildet er eine runde, manchmal asymmetrische Krone und kann bis zu 15 Meter hoch werden. In Gärten oder im Stadtbild fällt er durch seine majestätische Wuchsform und die klar ausgeprägten Stufen besonders auf.

Die graubraune Rinde des Chinesischen Holunders erzählt mit zunehmendem Alter von seinem Wachstum und bekommt feine Risse. Das Laub ist sommergrün und bietet ein Schauspiel für sich. Die zarten, leichten, gefiederten Blätter erzeugen ein beruhigendes Spiel aus Licht und Schatten, besonders an sonnigen Tagen. Im Sommer sind die Blätter grün, bevor sie sich im Herbst gelb färben.

Laub des Chinesischen Holunders

Im Frühjahr schmückt sich der Chinesische Holunder mit Trauben kleiner lila oder purpurfarbener Blüten, die einen dezenten, angenehmen Duft verströmen. Jede Blüte ist klein und hat fünf Blütenblätter. Die Blütentrauben können recht üppig werden und verleihen dem Baum im Frühjahr ein besonders blühendes, spektakuläres Erscheinungsbild. Die Blüten erfreuen nicht nur das Auge, sondern locken auch Bienen und Schmetterlinge an.

Blüten des Chinesischen Holunders

Eine prächtige Blüte (© HQ)

Auf die Blüte folgt der Fruchtansatz mit kugeligen Drupen, die zunächst grün sind und bei der Reife gelb werden. Die dekorativen Früchte sind mit Vorsicht zu behandeln, da sie für Menschen giftig sind. Der Chinesische Holunder erreicht seine Geschlechtsreife recht schnell, oft schon wenige Jahre nach der Pflanzung.

Früchte und Fruchtbildung des Chinesischen Holunders

Die Früchte des Chinesischen Holunders. Foto rechts ©Wikimedia Commons

Im Inneren jeder Frucht warten Samen darauf, den Lebenszyklus dieses bemerkenswerten Baumes fortzusetzen. Die Samen sind meist braun, hart und glatt und von geringer Größe. Sie werden von Vögeln und anderen Tieren verbreitet, die die Früchte fressen.

Der Chinesische Holunder ist nicht nur ein Zierbaum, sondern wird auch in verschiedenen traditionellen Anwendungen genutzt, insbesondere wegen seiner medizinischen und insektiziden Eigenschaften.

Einige Sorten

Melia azedarach - Chinesische Holunder

Melia azedarach - Chinesische Holunder

Kleiner sommergrüner Baum mit gefiederten Blättern. Im Sommer duftende Rispen mit mauve-lila Blüten, danach hellgelbe Fruchtbüschel, die auch nach dem Blattfall dekorativ bleiben. Unauffällig passt er gut zu immergrünen Sträuchern.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 9 m
Melia azedarach Jade Snowflake - Chinesische Holunder

Melia azedarach Jade Snowflake - Chinesische Holunder

Der Zedrachbaum 'Jade Snowflake' ist ein um 1830 in Georgia und South Carolina eingeführter Kultivar. Sein leicht wirkendes, gefiedertes Laub ist unregelmäßig weiß-grün panaschiert.
  • Blütezeit Juni für August
  • Höhe bei Reife 9 m

Chinesische-Holunder-Pflanzung

Wo pflanzen?

Der Chinesische Holunder bevorzugt sonnige Standorte. Ein Platz mit voller Sonne während des größten Teils des Tages ist ideal für sein Wachstum und seine Blüte. Er gedeiht jedoch auch im Halbschatten, panaschierte Sorten sogar im Schatten, blüht dort aber weniger üppig.

Er passt sich verschiedenen Bodenarten an, bevorzugt jedoch gut durchlässige Böden. Vermeiden Sie daher Standorte, an denen Wasser zur Staunässe neigt.

Wählen Sie einen vor starken Winden geschützten Standort, da sein Holz recht brüchig ist.

Obwohl der Chinesische Holunder robust und anpassungsfähig ist, entwickelt er sich am besten in Regionen mit gemäßigtem bis tropischem Klima. Er verträgt kurze Frostperioden, doch extrem niedrige Temperaturen können den Baum schädigen. Er ist nur bis -9 °C winterhart und benötigt einen gut durchlässigen Boden.

Aufgrund seiner möglichen Größe und seiner ausgebreiteten Wuchsform ist es wichtig, den Chinesischen Holunder an einem ausreichend großen Standort zu pflanzen, der Raum für sein Wachstum bietet. Da die Früchte des Chinesischen Holunders für Menschen und einige Haustiere giftig sind, sollte der Baum in ausreichendem Abstand zu Kinderspielplätzen und von Haustieren genutzten Bereichen gepflanzt werden.

Chinesischer Holunder pflanzen oder Standort

Melia azedarach (©Wendy Cutler)

Wann pflanzen?

In gemäßigten Regionen pflanzen Sie am besten im frühen Frühjahr (April), sobald keine Frostgefahr mehr besteht. So kann sich der Baum während der Wachstumsperiode etablieren, bevor er seinen ersten Winter erlebt. In milderen Regionen pflanzt man ihn eher im Oktober.

Wie pflanzen?

  1. Pflanzloch ausheben: Heben Sie ein doppelt so breites und etwas tieferes Loch als der Wurzelballen des Baumes aus. So können sich die Wurzeln leicht in den umgebenden Boden ausbreiten.
  2. Baum einsetzen: Nehmen Sie den Baum aus dem Container und lockern Sie eingerollte Wurzeln vorsichtig. Setzen Sie ihn so ins Loch, dass die Basis des Stammes, der Hals, auf Höhe des umliegenden Bodens liegt.
  3. Pflanzloch schließen: Füllen Sie das Loch mit dem Aushub und drücken Sie die Erde leicht an, um Lufträume zu entfernen. Achten Sie darauf, den Hals nicht zu bedecken.
  4. Gießen: Gießen Sie den Baum nach dem Pflanzen reichlich, damit Wurzeln und Boden guten Kontakt bekommen. Dies verringert auch den Stress durch das Umpflanzen.
  5. Mulchen: Bringen Sie rund um die Baumbasis eine Mulchschicht aus, um die Feuchtigkeit zu bewahren, Unkraut zu reduzieren und die Wurzeln zu schützen.
  6. Pflege nach dem Pflanzen: Gießen Sie den Baum in den ersten Wachstumsjahren regelmäßig, besonders bei Trockenheit. Eine regelmäßige Wasserversorgung ist entscheidend für die Entwicklung eines gesunden Wurzelsystems.

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Zedrachbaum pflegen

Melia azedarach, auch Chinesischer Holunder genannt, ist ein relativ pflegeleichter Baum.

Beim Gießen braucht er als Jungpflanze besondere Aufmerksamkeit, damit er gut anwächst. Ist der Baum etabliert, verträgt er Trockenheit gut. Regelmäßiges Gießen bei großer Hitze oder anhaltender Trockenheit hilft jedoch, seine Vitalität zu erhalten.

Beim Rückschnitt kann der Chinesische Holunder in Form und Größe gehalten sowie von beschädigten oder ungünstig stehenden Zweigen befreit werden. Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das Ende des Winters oder der Beginn des Frühjahrs, bevor das neue Wachstum einsetzt. Ein starker Rückschnitt ist jedoch nicht nötig, da der Baum von Natur aus eine schöne Wuchsform hat.

Eine Mulchschicht rund um die Baumbasis hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten, Unkraut zu unterdrücken und beim Zersetzen zusätzliche Nährstoffe zu liefern.

Chinesischer Holunder Falscher Neem

Melia azedarach (© Luc Coekaerts)

Schädlinge und Krankheiten

Der Zedrachbaum ist zwar meist robust und gegen viele Parasiten und Krankheiten widerstandsfähig, aber nicht vollständig vor Problemen geschützt. Zu den häufigsten zählen Insektenbefall durch Blattläuse, die sich an jungen Trieben und Blättern sammeln, den Pflanzensaft saugen und den Baum schwächen können. Blattlausbefall hinterlässt oft einen klebrigen Belag, den Honigtau. Dieser kann die Entwicklung von Rußtau fördern, einem schwärzlichen Pilz, der sich auf den Blättern bildet.

Außerdem kann der Chinesische Holunder gelegentlich von Pilzkrankheiten befallen werden, insbesondere bei feuchten Bedingungen oder schlechter Luftzirkulation um den Baum. Diese Krankheiten zeigen sich häufig durch Flecken oder Verfärbungen auf den Blättern. Dennoch besteht kein Grund zur Sorge: Solche Probleme sind relativ selten und erfordern nur selten Maßnahmen.

Der Fruchtansatz im Herbst (© Mauro Halpern)

Zedrachbaum vermehren

Aussaat ist natürlich: Samen kurz nach der Ernte säen. Chinesischer Holunder lässt sich auch per Stecklingsvermehrung im Sommer vermehren.

Kombinationen mit dem Indischen Zederachbaum

Denken Sie an ein harmonisches Unterholz unter dem Chinesischen Holunder: Funkie mit üppigem, abwechslungsreichem Blatt kann im lichten Schatten gedeihen. Farne wie Europäischer Straußenfarn oder Gewöhnlicher Wurmfarn bieten zartes, grünes Blattwerk, das einen schönen Kontrast zur robusteren Struktur des Chinesischen Holunders bildet.

Ergänzen Sie die Frühjahrsblüte des Chinesischen Holunders durch Sträucher wie Azalee oder Alpenrose, die zeitgleich für eine üppige Farbenpracht sorgen. Ihre leuchtenden Blüten und immergrünen Blätter verleihen dem Bereich unter dem Chinesischen Holunder Tiefe und Struktur.

Nahe der Baumbasis können Bodendecker wie Kleines Immergrün oder Efeu wachsen und einen üppigen grünen Teppich bilden, der die Höhe des Chinesischen Holunders ausgleicht. Diese Pflanzen sind robust und pflegeleicht und harmonieren gut mit dem genügsamen Charakter des Chinesischen Holunders.

Für ganzjähriges saisonales Interesse setzen Sie im Sommer oder Herbst blühende Stauden wie Taglilie oder Aster, damit der Garten auch nach der Blüte des Chinesischen Holunders attraktiv bleibt.

Melia azedarach kombinieren

Melia azedarach, Europäischer Straußenfarn, gleichzeitig blühende Alpenrose ‘Blue Tit’ und Aster cordifolius ‘Little Carlow’, die im Spätsommer blüht.

Anekdoten

  • Chinesischer Holunder: In der Türkei und anderen Regionen wird der Chinesische Holunder „Perlenbaum“ genannt, da seine harten, glatten Samen traditionell zur Herstellung von Gebetsketten verwendet wurden.
  • Musik und Medizin: In manchen Kulturen wird das Holz des Chinesischen Holunders für Musikinstrumente verwendet, in anderen wegen seiner heilenden Eigenschaften geschätzt. Seine Blätter, Früchte und Rinde wurden in der traditionellen Medizin Chinas und Australiens gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt.
  • Symbol der Widerstandskraft: Der Chinesische Holunder wird oft in Städten gepflanzt, weil er Luftverschmutzung widersteht. Seine Widerstandsfähigkeit unter schwierigen Bedingungen macht ihn zum Symbol der Resilienz und zu einer beliebten Wahl für die Stadtbegrünung.
  • Natürliches Insektizid: Die Früchte und Blätter des Chinesischen Holunders sind für ihre natürliche insektizide Wirkung bekannt. In vielen Kulturen wurden sie verwendet, um Ernten und Häuser vor Schädlingen zu schützen – ein Zeichen für die Bedeutung dieses Baumes in der traditionellen Landwirtschaft.

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Häufig gestellte Fragen

  • Ist der Chinesische Holunder für jeden Garten geeignet und lässt er sich im Topf kultivieren?

    Mit 10–15 m Höhe passt der Chinesische Holunder in große Gärten, nicht in kleine: Wurzeln brauchen Raum. Im Topf bleibt er kleiner und braucht mehr Pflege.

  • Sind wegen der Giftigkeit der Früchte des Chinesischen Holunders besondere Vorsichtsmaßnahmen nötig?

    Chinesischen Holunder fernhalten: Kinder und Haustiere dürfen Früchte und Samen nicht verzehren. Fallobst sammeln, Standort fern von Spielplätzen wählen.

  • Wie lange lebt ein Chinesischer Holunder, und wie verändert er sich im Jahresverlauf?

    Der Chinesische Holunder kann über 100 Jahre alt werden. Blüte, Früchte und Herbstfärbung machen ihn ganzjährig attraktiv; im Winter ruht er.

  • Lässt sich Holz oder lassen sich andere Teile des Chinesischen Holunders im Haushalt oder Handwerk nutzen?

    Indischer Zederachbaum: robustes, langlebiges Holz für Möbel und Instrumente. Harte, glatte Samen für Schmuck; Blätter- und Fruchtextrakte als natürliches Insektizid.

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