Platycerium, Geweihfarn: Kultur und Pflege

Platycerium, Geweihfarn: Kultur und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 29. März 2026  durch Alexandra 12 min.

Platycerium kurz erklärt

  • Der Geweihfarn ist ein prachtvoller tropischer Epiphyt, der von Natur aus an Bäumen wächst.
  • Er besitzt stark gefiederte fertile Wedel, die an ein Hirschgeweih erinnern.
  • Als Zimmerpflanze an einem hellen Standort, hängend oder an der Wand, setzt er originelle dekorative Akzente.
  • Er braucht gedämpftes Licht, ausreichend Luftfeuchtigkeit und maßvolles Gießen.
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Der Platycerium ist ein epiphytischer Geweihfarn aus den feuchten tropischen Wäldern Afrikas, Asiens, Australiens und Südamerikas. Er bildet lange, geweihartig herabhängende Wedel. Seine ungewöhnliche Silhouette zieht alle Blicke auf sich und weckt die Neugier. Der Platycerium wächst natürlicherweise an Bäumen, ohne ein Parasit zu sein. Er ernährt sich von Pflanzenresten, die sich um seine sterilen Wedel sammeln – ein hervorragendes Beispiel für pflanzliche Anpassung.

Als Zimmerpflanze wird der Platycerium wegen seines exotischen Aussehens und seiner genügsamen Ansprüche immer beliebter. Er begeistert Botaniker ebenso wie Fans grüner Dekoration. Dank seiner besonderen, aber leicht erfüllbaren Bedürfnisse gedeiht er im Zimmer, Gewächshaus oder Wintergarten und bringt einen Hauch Dschungel in jeden Raum.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

Das Platycerium ist ein epiphytischer Farn aus den tropischen und subtropischen Regionen mehrerer Kontinente: Afrika, Südostasien, Australien, Südamerika und sogar einigen Pazifikinseln. Er wächst vor allem in feuchten Wäldern, wo er sich an Baumstämmen und Zweigen festsetzt. Anders als parasitäre Pflanzen schadet er seinen Wirten nicht, sondern nutzt sie lediglich als Halt.

Platycerium gehört zur Familie der Polypodiaceae. Diese Familie umfasst etwa 1000 Farnarten, die überwiegend epiphytisch und tropisch sind. Zu ihr gehört auch Polypodium, ein kleiner Farn mit kriechendem Rhizom, der in Frankreich spontan im Unterholz wächst.

Das Platycerium hat eine sehr besondere Wuchsform mit zwei Wedeltypen. Die sterilen Wedel sind oft abgerundet und schalen- oder schildförmig und liegen flach an ihrer Unterlage an. Sie dienen dazu, die Pflanze zu befestigen und Feuchtigkeit sowie organisches Material zu sammeln. Mit der Zeit werden sie ganz natürlich braun. Das ist ein normaler Vorgang und kein Grund zur Sorge: Die Wedel bleiben für die Gesundheit der Pflanze wichtig.

Platycerium bifurcatum

In seiner natürlichen Umgebung kann das Platycerium beachtliche Ausmaße erreichen.

Das Platycerium ist dank seiner fertilen Wedel besonders dekorativ: Sie sind lang, gebogen oder herabhängend und stark geteilt, sodass sie an ein Hirschgeweih erinnern. Ihre Oberfläche ist mit einem feinen silbrigen Flaum bedeckt, der der Pflanze hilft, den Wasserverlust zu begrenzen. Diese fertilen Wedel bilden die für die Fortpflanzung notwendigen Sporen. Sie geben dem Platycerium seine deutschen Namen „Geweihfarn“ und „Hirschgeweihfarn“. Die Kombination beider Wedeltypen schafft eine spektakuläre und sehr dekorative Silhouette.

Die Größe des Platycerium variiert je nach Art und Kulturbedingungen. Einige Arten können in alle Richtungen bis zu 1 Meter oder sogar mehr erreichen, wenn sie gut eingewachsen sind. Im Topf oder an einer Wandhalterung entwickelt die Pflanze allmählich eine imposante Masse herabhängender Wedel, die wie ein pflanzlicher Wasserfall wirkt.

Die Gattung Platycerium umfasst etwa 20 Arten. Jede Art unterscheidet sich durch die Form ihrer Wedel, ihre Größe, ihr Wachstumsverhalten und ihre Ansprüche an die Kultur. Hier einige der bekanntesten und am häufigsten kultivierten Arten:

  • Platycerium bifurcatum: Diese Art wird am häufigsten kultiviert, vor allem weil sie am pflegeleichtesten ist. Der aus Australien und Neuguinea stammende Geweihfarn wird für seine grünen, gebogenen fertilen Wedel geschätzt, die bis zu 90 cm lang werden können. Die sterilen Wedel sind schildförmig, zunächst grün und werden mit der Zeit braun.
  • Platycerium superbum: Diese ebenfalls aus Australien stammende Art ist spektakulär. Sie bildet eine große Rosette mit sehr breiten sterilen Wedeln, die sich nach außen biegen und eine Schale zum Auffangen von Pflanzenresten bilden können. Die fertilen Wedel sind oft kürzer als die von bifurcatum, aber ebenfalls sehr dekorativ.
  • Platycerium grande: Diese aus den Philippinen stammende Art ähnelt P. superbum, doch ihre fertilen Wedel können beeindruckende Ausmaße erreichen und bis zu 2 Meter lang werden. Sie ist schwieriger zu kultivieren und benötigt eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Platycerium alcicorne: Diese afrikanische Art ähnelt P. bifurcatum, hat jedoch feinere, elegantere und oft leicht gedrehte Wedel. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit eignet sie sich gut für die Zimmerkultur.
  • Platycerium veitchii: Diese aus Queensland in Australien stammende Art ist an ihren silbrigen, dicht behaarten Wedeln zu erkennen. Sie bevorzugt trockene Luft und verträgt etwas mehr direktes Licht als andere Arten.

Es gibt auch gärtnerische Hybriden wie Platycerium ‘Netherlands’ oder ‘Dutch Hybrid’. Sie verbinden die Robustheit von Platycerium bifurcatum mit ästhetischen Merkmalen anderer Arten, etwa breiteren Wedeln oder schnellerem Wachstum.

Das Platycerium ist nicht winterhart: Es verträgt keinen Frost und stirbt ab, sobald die Temperaturen unter 10 °C sinken. In Regionen mit kalten Wintern muss es daher im Haus oder im temperierten Gewächshaus kultiviert werden.

Platycerium mit silbrigen Wedeln

Platycerium veitchii ‘Lemoinei’ zeichnet sich durch sein silbergraues Laub aus

Wichtige Arten und Sorten

Geweihfarn - Platycerium bifurcatum

Geweihfarn - Platycerium bifurcatum

Dies ist die bekannteste und am häufigsten kultivierte Art. Geschätzt wird sie für ihre langen, gebogenen und verzweigten Wedel in Form eines Hirschgeweihs.
  • Höhe bei Reife 70 cm
Geweihfarn - Platycerium alcicorne

Geweihfarn - Platycerium alcicorne

Diese Art ähnelt Platycerium bifurcatum, besitzt jedoch feinere, oft leicht gedrehte Wedel.
  • Höhe bei Reife 50 cm

Geweihfarn pflanzen

Wo sollte man den Geweihfarn aufstellen?

Junger Geweihfarn kann im Topf kultiviert werden, doch mit der Zeit können die sterilen Wedel den Topf vollständig überwachsen, da sie ihn als Halt nutzen, denn es handelt sich um eine epiphytische Pflanze. Besser ist es, ihn direkt – oder zumindest rechtzeitig – an einem hängenden Träger zu befestigen, zum Beispiel an einem senkrecht an der Wand angebrachten Brett, einem dekorativen Stamm, einem Treibholz-Zweig oder in einem Blumenampel.

Bei der Wahl des Standorts gilt: Der Geweihfarn braucht helles, aber diffuses Licht. Ideal ist ein Platz nahe einem Ost- oder Westfenster, mit dünnen Vorhängen als Schutz vor direkter Sonne. Zu viel Licht verbrennt seine Wedel, während Lichtmangel sein Wachstum bremst. Als Tropenpflanze mag er eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein helles Badezimmer, ein Wintergarten oder ein Gewächshaus sind ideal. In trockenen Innenräumen sollten Sie seine Wedel regelmäßig besprühen oder einen Luftbefeuchter verwenden. Die ideale Temperatur liegt zwischen 18 und 25 °C. Kalte Zugluft und Temperaturen unter 10 °C verträgt er nicht.

Junge, im Topf kultivierte Geweihfarne. Gut zu sehen: Die sterilen Wedel beginnen bereits, die Töpfe zu überwachsen.

Wann pflanzt man ihn?

Der beste Zeitpunkt, einen Geweihfarn anzubringen, ist im Frühjahr oder Frühsommer, wenn die Pflanze in die aktive Wachstumsphase eintritt. So hat sie genügend Zeit, sich vor dem Winter an ihren neuen Träger oder Topf zu gewöhnen.

Wie pflanzt man ihn?

Junger Geweihfarn kann im Topf gepflanzt werden, wir empfehlen jedoch, ihn direkt an einem senkrechten Träger anzubringen.

Im Topf

  • Verwenden Sie einen breiten, flachen Topf mit Abzugslöchern.
  • Bereiten Sie eine leichte Mischung aus Pinienrinde, Sphagnum, Kokosfasern und etwas Perlite vor.
  • Setzen Sie die Pflanze auf das Substrat, ohne sie einzugraben: Nur die Wurzeln sollten das Substrat berühren.
  • Gießen Sie sparsam und lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben gut abtrocknen.
Einen Geweihfarn im Topf pflanzen

Die Pflanzung im Topf eignet sich für besonders junge Pflanzen.

An einer Wandhalterung (Holzbrett oder Holzplatte)

  • Verwenden Sie ein unbehandeltes Brett oder einen Träger aus Kork.
  • Legen Sie eine Handvoll feuchtes Moos oder Sphagnum in die Mitte.
  • Setzen Sie den Geweihfarn auf das Sphagnum und richten Sie die sterilen Wedel nach unten, damit sie sich ausbreiten können.
  • Befestigen Sie alles mit Draht, ohne ihn zu fest anzuziehen.
  • Gießen Sie die Pflanze nach dem Anbringen reichlich.

Der Geweihfarn ist besonders dekorativ, wenn er an einem senkrechten Träger wie einem Holzbrett angebracht wird. Das Moos hilft bei der Befestigung und bewahrt die Feuchtigkeit im Wurzelbereich.

Geweihfarn pflegen?

Standort

Der Geweihfarn mag viel Licht, verträgt aber keine pralle Sonne. Ideal ist ein Platz an einem Ost- oder Westfenster. Auch ein Südstandort ist möglich, sofern ein leichter Vorhang die direkte Sonne filtert. Ein zu dunkler Raum beeinträchtigt dagegen das Wachstum: Die Wedel werden blass und schwach.

Gießen

Beim Gießen ist das richtige Maß entscheidend. Zu viel Wasser kann Wurzelfäule oder das Faulen steriler Wedel verursachen, während anhaltende Trockenheit die Pflanze austrocknet. Wird der Geweihfarn auf einer Wandhalterung kultiviert, tauchen Sie die gesamte Halterung im Sommer einmal wöchentlich 15 bis 30 Minuten in ein Wasserbecken, im Winter alle 10 bis 15 Tage. Lassen Sie die Halterung gut abtropfen, bevor Sie sie wieder anbringen.

Im Topf gießen Sie erst, wenn sich das Substrat trocken anfühlt. Achten Sie darauf, dass sich nie Wasser im Topf staut. Eine Sichtkontrolle hilft: Weiche oder schrumpelige Wedel deuten oft auf Wassermangel hin, während eine Braunfärbung an der Wedelbasis auf zu viel Wasser hinweisen kann.

Luftfeuchtigkeit

Der aus tropischen Wäldern stammende Geweihfarn liebt eine feuchte Umgebung. Er gedeiht bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 50 %, die sich natürlich im Badezimmer oder mithilfe eines Luftbefeuchters erreichen lässt. Bei trockener Luft oder in beheizten Räumen sollten Sie die Wedel regelmäßig besprühen (2- bis 3-mal pro Woche), dabei aber vermeiden, die sterilen Wedel zu durchnässen, besonders im Winter.

Reinigung und Rückschnitt

Für die Pflege des Laubs gilt: Sterile Wedel nicht schneiden oder entfernen, auch wenn sie braun werden. Sie schützen die Pflanze und bewahren die Feuchtigkeit. Abgestorbene oder lose Wedel können Sie jedoch vorsichtig entfernen. Staub lässt sich mit einem trockenen, weichen Pinsel beseitigen, ohne die samtige Oberfläche der fruchtbaren Wedel zu beschädigen.

Dünger

Dünger ist nicht zwingend nötig, kann aber besonders in der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer für kräftigeres Wachstum sorgen. Sie können höchstens einmal monatlich einen schwach dosierten Flüssigdünger für Epiphyten oder Orchideen geben. Vermeiden Sie stickstoffreiche Dünger, da sie die Wedel schädigen können.

Krankheiten und Parasiten des Geweihfarns

Das häufigste Problem beim Geweihfarn ist die Fäulnis der Wedel oder des Pflanzenherzens. Sie tritt meist durch zu viel Feuchtigkeit oder eine schlechte Drainage auf. Werden die sterilen Wedel schnell braun, weich oder verströmen einen unangenehmen Geruch, kann dies darauf hindeuten, dass die Pflanze zu stark gegossen wird oder nach dem Einweichen nicht richtig abtrocknet. Dann empfiehlt es sich, weniger zu gießen, die Pflanze länger trocknen zu lassen und die Luftzirkulation um Unterlage oder Topf zu verbessern.

Parasiten treten nicht sehr häufig auf, gelegentlich sind jedoch Wollläuse zu beobachten, besonders an den sterilen Wedeln oder auf den Rippen der fertilen Wedel. Die kleinen weißen oder braunen Insekten ernähren sich vom Pflanzensaft und schwächen die Pflanze allmählich. Es ist wichtig, sie direkt nach dem Auftreten von Hand mit einem mit 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen oder mit einer verdünnten Schmierseifenlösung zu entfernen. Bei starkem Befall kann es nötig sein, die Pflanze zu isolieren und die Behandlung mehrmals anzuwenden.

Blattläuse und Rote Spinnen können ebenfalls bei zu trockener Luft auftreten, besonders in beheizten Innenräumen. Blattläuse verursachen eingerollte oder geschwächte Wedel, während Rote Spinnen kleine gelbe Punkte und sehr feine Gespinste hinterlassen. Eine höhere Luftfeuchtigkeit, regelmäßiges Besprühen und das Reinigen der Wedel sind gute vorbeugende Maßnahmen gegen diesen Befall. Im Zweifelsfall lassen sich die kleinen Eindringlinge oft mit einer lauwarmen Dusche unter einem sanften Wasserstrahl entfernen.

Schließlich können langsames Wachstum, blasse oder verformte Wedel auf Lichtmangel oder einen Nährstoffmangel hindeuten. In diesem Fall können eine mäßige Düngergabe mit einem geeigneten Dünger und ein hellerer Standort ausreichen, um die Pflanze zu stärken.

Wachsamkeit, regelmäßige Beobachtung und gute Pflegehygiene sind die besten Voraussetzungen, damit ein Geweihfarn gesund bleibt.

Geweihfarn auf einer Wandhalterung

Platycerium vermehren?

Ein Geweihfarn lässt sich leicht vermehren. So verlängern Sie die Freude an seiner Pflege, teilen die Pflanze mit anderen Pflanzenfreunden oder erweitern Ihre Sammlung. Es gibt zwei Hauptmethoden: Wurzelschösslinge abtrennen und Sporen aussäen.

Geweihfarn durch Wurzelschösslinge vermehren

Das ist die einfachste und schnellste Methode.

Wann Wurzelschösslinge abtrennen?

Am besten arbeiten Sie im Frühjahr, während des aktiven Wachstums, idealerweise beim Umtopfen oder Wechseln des Substrats.

Wie geht das?

  • Suchen Sie eine gut entwickelte Nebenrosette mit eigenen Wedeln und Wurzeln.
  • Trennen Sie sie vorsichtig vom Mutterstock. Verwenden Sie bei Bedarf ein sauberes, scharfes Messer.
  • Befestigen Sie die Jungpflanze auf einer Unterlage (Holzplatte, Kork) oder setzen Sie sie in einen Topf mit leichtem, drainierendem Substrat.
  • Gießen Sie sparsam und sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit, damit sich Wurzeln bilden.

Wie sät man Geweihfarn-Sporen aus?

Diese aufwendigere und langwierige Methode eignet sich für erfahrene oder besonders neugierige Gärtner, die den gesamten Lebenszyklus der Farne kennenlernen möchten. Aus einer Pflanze lassen sich zahlreiche neue gewinnen.

Wann Sporen aussäen?

Sie können die Sporen ganzjährig aussäen, sofern eine warme, feuchte Umgebung vorhanden ist.

Wie geht das?

  • Sammeln Sie die reifen Sporen auf der Unterseite fertiler Wedel. Sie sehen wie brauner Staub aus.
  • Säen Sie sie auf die Oberfläche eines sterilen, feuchten Substrats (fein gehacktes Sphagnum, feiner Torf).
  • Decken Sie alles mit einer Haube oder einem durchsichtigen Deckel ab, um die Feuchtigkeit konstant zu halten.
  • Stellen Sie das Gefäß an einen warmen, hellen Ort ohne direkte Sonne.
  • Warten Sie die Keimung ab (mehrere Wochen bis Monate), danach die Entwicklung der Prothallien und schließlich der Jungpflanzen.
  • Pikieren Sie die jungen Farne, sobald sie groß genug zum Anfassen sind.

Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber: “Wie sät man Farnsporen aus?” 

Geweihfarn in Szene setzen und kombinieren?

Der Geweihfarn harmoniert sehr gut mit anderen tropischen Pflanzen, die ähnliche Ansprüche an gefiltertes Licht und eine hohe Luftfeuchtigkeit haben. Sie können ihn mit Orchideen, Bromelien oder Flamingoblumen kombinieren, die wie er warme, feuchte Bedingungen schätzen. Die Korbmaranten, Philodendren und Fensterblätter bilden mit ihren großen, einfarbigen oder panaschierten Blättern einen interessanten Kontrast. Ihre weichen Formen und üppigen Blätter bilden ein schönes Gleichgewicht zu den filigranen, luftigen Wedeln des Geweihfarns.

Dank seiner hängenden Wuchsform und seiner Fähigkeit, auf einer vertikalen Unterlage zu wachsen, eignet sich der Geweihfarn ideal für eine grüne Wand, kombiniert mit klassischen Farnen, Efeutute oder kriechenden Pflanzen. Auch für ein Pflanzbild ist er bestens geeignet: Er bildet den Mittelpunkt, umgeben von dezenteren, aber harmonierenden Pflanzen.

Um seine wilde, epiphytische Seite hervorzuheben, setzen Sie auf natürliche Materialien: Hängen Sie ihn zum Beispiel an ein Brett aus unbehandeltem Holz, an einen Treibholz-Zweig oder auf Kork. Platzieren Sie ihn neben Steinen, Kieseln oder auf einem Treibholzregal – für eine natürliche, zenartige Atmosphäre.

Ob im Hängekorb oder an einem Brett an der Wand – der Geweihfarn wird zum eigenständigen Dekorationselement. Er kann den Mittelpunkt eines Pflanzenmobiles bilden, umgeben von kleinen Pflanzen mit hängender Wuchsform wie Umenpflanzen oder Porzellanblumen. Auch in einer Wandnische mit indirekter Beleuchtung sorgt er tagsüber wie nachts für eine skulpturale Wirkung.

Geweihfarn kombinieren

Der Geweihfarn sorgt an einer Wand schnell für einen exotischen Effekt – wie hier in Kombination mit Fensterblättern

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Platycerium, Fougère corne d'élan : Culture et entretien