Reitgras pflanzen und pflegen

Reitgras pflanzen und pflegen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 22. Juni 2026  durch Alexandra 11 min.

Reitgras kurz erklärt

  • Reitgras ist ein hohes, strukturgebendes Ziergras
  • Es bildet fedrige Rispen in sanften, zarten, warmen Farbtönen
  • Ideal für naturnahe Gärten oder für mehr Volumen und Leichtigkeit im Beet
  • Es ist ganzjährig dekorativ, auch im Winter, und blüht lange
  • Es zählt zu den beliebtesten Ziergräsern; auch Sorten mit panaschiertem Laub sind erhältlich.

 

Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Reitgräser sind mittelgroße Ziergräser. Majestätisch tragen sie feines Laub und darüber anmutige, fedrige Blütenstände in Rispen. Calamagrostis entwickelt schöne, sanfte und warme Farbtöne: Beige, Hellbraun, Gold und Purpurrot. Am häufigsten ist Calamagrostis acutiflora ‘Karl Foerster’, eine unverzichtbare Sorte mit großen hellbraunen Rispen. Ebenfalls beliebt ist Calamagrostis brachytricha mit seiner prächtigen, fedrigen, silbrigen Blüte, die in der Sonne glänzt. Daneben gibt es außergewöhnliche Sorten mit weiß oder gelb panaschiertem Laub.

Calamagrostis begeistert mit seiner natürlichen, wilden Wirkung. In Beeten sorgt es für Struktur und Volumen. Das Ziergras eignet sich ideal für große Flächen, Parks und Grünanlagen und schafft naturnahe Pflanzbilder.

Calamagrostis gelingt immer und wächst fast überall. Es verträgt jeden Boden, auch schwere, lehmige Böden, und kommt recht gut mit Trockenheit zurecht. Am liebsten wächst es in voller Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten. Calamagrostis ist zuverlässig, robust, winterhart und äußerst pflegeleicht – abgesehen von einem jährlichen Rückschnitt im Spätwinter. Es wächst schnell, lässt sich leicht vermehren und ist das ganze Jahr über attraktiv. Kurz: Falls noch nicht geschehen, sollten Sie Calamagrostis unbedingt pflanzen!

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Reitgras
  • Blüte zwischen Juni und Oktober
  • Height bis 1,80 m
  • Exposition volle Sonne oder leichter Schatten
  • Art des Bodens idealerweise frisch und drainiert, verträgt aber jede Bodenart
  • Winterhärte zwischen –20 und –25 °C

Calamagrostis sind dekorative, mehrjährige Gräser, die Horste aus dekorativem, linearem Laub bilden und Blütenstände in Rispen tragen. Es gibt zwischen 260 und 300 Arten. Sie kommen hauptsächlich in den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel vor, insbesondere in Europa und Asien bis nach Russland, aber auch in Nordamerika. Mehrere Arten wachsen in Frankreich wild, etwa Calamagrostis arundinacea, Calamagrostis canescens oder Calamagrostis epigejos… Die mit Abstand am häufigsten kultivierten Arten sind Calamagrostis acutiflora und insbesondere die Sorte ‘Karl Foerster’.

Calamagrostis sind wie viele Gräser robuste und winterharte Pflanzen. Sie vertragen mindestens Temperaturen zwischen –20 und –25 °C, mitunter auch darunter. Es sind pflegeleichte, anspruchslose und langlebige Pflanzen.

Calamagrostis gehört zur großen Familie der Poaceae, ebenso wie die Gräser des Rasens, die Getreidearten, die wir verzehren (Weizen, Hafer usw.), und die Ziergräser im Garten (Stipa, Pennisetum …). Diese riesige Familie umfasst mehr als 11.000 Arten. Die Pflanzen werden bisweilen mit den Sauergrasgewächsen (Papyrus, Carex …) und den Binsengewächsen (Juncus) verwechselt. Sie können recht unscheinbar sein (kleine, wenig farbige Blüten und sehr einfaches, lineares Laub), sind jedoch von großer wirtschaftlicher, ernährungsbezogener sowie landschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Poaceae sind meist krautige Pflanzen mit linearen Blättern und parallelen Blattadern. Ihre kleinen, stark reduzierten Blüten sind in Ährchen angeordnet, die sich in Rispen (großen Blütenständen) sammeln.

Botanische Illustration eines Calamagrostis

Calamagrostis neglecta: Botanische Tafel

Etymologisch stammt der Name Calamagrostis vom griechischen Calamus, was Schilf bedeutet, und Agrostis: Gras. Amüsant ist dabei, dass Calamus (Palme) und Agrostis (kleines Wiesen- oder Rasengras) die Namen zweier weiterer Pflanzen sind. Der Artname acutiflora bedeutet „spitzblütig“, vermutlich weil die Rispen dichter und feiner, also schmaler sind als bei anderen Arten. Karl Foerster (1874–1970) war ein deutscher Gärtner, Landschaftsarchitekt und Schriftsteller, nach dem die berühmte Sorte benannt wurde. Calamagrostis brachytricha hat mehrere Synonyme: Die Art wird auch Calamagrostis arundinacea oder Stipa brachytricha genannt.

Calamagrostis wachsen schnell und bilden aufrechte, üppige Horste. Sie haben eine recht gerade Form und einen aufrechten Wuchs, der für Volumen sorgt. Sie werden zwischen 60 cm und 1,80 m hoch (bei 50–60 cm Breite), wobei die meisten Sorten deutlich über 1 m Höhe erreichen. Während der Blüte wachsen sie noch in die Höhe. Ihre Stängel sind unverzweigt. Sie stehen aufrecht und gerade oder sind mehr oder weniger bogig. Mit seiner majestätischen Silhouette bringt Calamagrostis Vertikalität in den Garten und bildet ein strukturierendes Element im Beet.

Calamagrostis beginnt im Frühjahr recht früh mit dem Wachstum. Die Pflanze ist das ganze Jahr über interessant: Auch wenn sie im Winter in die Vegetationsruhe geht, bleibt sie in dieser Zeit dekorativ, da sie ihre aufrechte, strukturierende Form behält. Erst gegen Ende des Winters, etwa im Februar, sollte das Laub bodennah zurückgeschnitten werden, kurz bevor die Pflanze wieder neue Blätter bildet.

Calamagrostis wachsen horstig. Einige Arten, etwa Calamagrostis epigejos, besitzen ausläuferbildende Rhizome und breiten sich dadurch aus.

Calamagrostis blüht lange, vom Frühsommer bis in den Herbst: Je nach Sorte erstreckt sich die Blütezeit von Juni bis Oktober. Calamagrostis brachytricha blüht später, ab dem Spätsommer, etwa im August, und bleibt bis Oktober oder November dekorativ.

Die Blüten sind in leichten Rispen angeordnet, die an der Spitze aufrechter Stängel über dem Laub stehen. Diese Rispen werden bis zu 30 cm lang und erinnern an Federbüschel (bei Calamagrostis brachytricha noch stärker!). Sie sind beige, bronzefarben oder hellbraun, manchmal leicht purpurfarben. Im Sonnenlicht nehmen sie einen schönen goldenen oder silbrigen Farbton an. Meist verändert sich die Farbe der Rispen im Laufe der Zeit etwas: Anfangs können sie rosig bronze oder leicht purpurfarben sein und später hellbraun werden. Bei Calamagrostis brachytricha sind die Blütenstände zunächst silbrig und rosa bis purpurfarben überhaucht, bevor sie sich im Herbst goldgelb färben. Die Farben der Calamagrostis-Rispen sind sanft, warm und sehr natürlich.

Die Rispen bestehen aus zahlreichen Ährchen, die jeweils nur eine Blüte tragen. Diese Blüten sind winzig und kaum sichtbar. Sie sind zwittrig und besitzen drei Staubblätter, die den Pollen freisetzen, sowie zwei gefiederte Narben, die den Pollen aufnehmen.

Das Calamagrostis brachytricha, auch Diamantgras genannt, zeichnet sich durch besonders federartige, leichte Blütenstände aus, die im Sonnenlicht glänzen und wunderschöne silbrige Reflexe zeigen.

Die leichten Rispen der Calamagrostis

Die Blüte von Calamagrostis acutiflora ‘Karl Foerster’, Calamagrostis rubescens (Foto Thayne Tuason) und Calamagrostis brachytricha (Foto Dominicus Johannes Bergsma)

 

Die Blütenstände stehen über dem Laub und krönen den Horst. Sie sitzen am Ende langer, aufrechter Stängel. Die leichten Rispen wiegen sich im Wind und bringen Bewegung in den Garten und beleben ihn. Auch wenn sie Sonnenstrahlen, Tau oder Raureif einfangen, entstehen wunderschöne Effekte. Im Winter bleiben sie dekorativ, allerdings kann Schnee die Stängel zu Boden drücken und abknicken.

Die Blütenstände von Calamagrostis lassen sich problemlos in frische oder getrocknete Blumensträuße integrieren.

Wie bei anderen Gräsern ist das Laub von Calamagrostis linear: sehr lang und schmal. Zusammen mit der hohen Wuchsform und der leichten, federartigen Blüte macht dies die Pflanze besonders dekorativ. Die Blätter sind schmal, kahl, glänzend und schön bogig. Sie werden zwischen 40 und 90 cm lang.

Die Blätter sind meist mittelgrün, einige Arten besitzen jedoch panaschiertes Laub. Bei der Sorte ‘Overdam’ sind sie beispielsweise cremeweiß gestreift. Auch Calamagrostis ‘Avalanche’ besitzt panaschierte, weiß berandete Blätter.

Das Laub der Calamagrostis

Das panaschierte Laub von Calamagrostis ‘Overdam’ (Foto Drew Avery) und die grünen Blätter von Calamagrostis acutiflora ‘Karl Foerster’

 

Im Herbst färben sich Calamagrostis hellbraun bis gelb. Die sanften, warmen Farben harmonieren gut mit den Herbsttönen bestimmter Bäume und Sträucher (Cornus, Nandina, Acer, Parrotia, Liquidambar …) sowie Stauden.

Wie andere Gräser bilden Calamagrostis Früchte, sogenannte Karyopsen. Die Fruchtstände bleiben im Winter dekorativ.

Wichtige Reitgras-Sorten

Beliebteste Sorten

[produkt sku=”810412″ blog_description=”Die unverzichtbare, in Gärten am weitesten verbreitete Sorte! Sehr dekorativ mit großen Büscheln grünen Laubs, das sich im Herbst goldgelb färbt, gekrönt von hellbraun-bronzefarbenen Rispen. Zudem äußerst robust und einfach zu kultivieren!” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”8105″ blog_description=”Eine Art mit besonders federleichter Blüte, die im Sonnenlicht glänzend silbern wird und ihr den Beinamen Diamantgras einbrachte. Die Blütenstände ähneln sehr weichen, luftigen Federbüscheln.” template=”listing1″ /]

Unsere Lieblingssorten

[produkt sku=”878012″ blog_description=”Dieses Reitgras zeichnet sich durch cremeweiß-gelb panaschiertes Laub aus und wirkt dadurch heller als andere Sorten. Es trägt außerdem leichte, silberne, leicht purpurfarbene Rispen.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”81114″ blog_description=”Diese Sorte bietet dekoratives, originelles Laub: grün mit weißem Rand. Ab Frühsommer wird es von purpur-braunen Blütenähren gekrönt, die später blond werden. Sie bevorzugt feuchte, drainierende Böden.” template=”listing1″ /]

[produkt sku=”81115″ blog_description=”Eine recht kompakte Sorte für kleine Gärten. Sie bildet Büschel aus feinen, biegsamen grünen Blättern, die zum Jahresende gelb werden. Ab Juni erscheinen zudem leichte, hellbraune oder bronzefarbene Rispen.” template=”listing1″ /]

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Pflanzung

Wo pflanzen?

Pflanzen Sie das Reitgras vorzugsweise an einen sonnigen Standort, eventuell auch in den Halbschatten (zum Beispiel, wenn Sie im Mittelmeerraum leben). Das Diamant-Reitgras verträgt Schatten besser als andere Arten. Im Allgemeinen blühen Calamagrostis an einem sonnigen Standort jedoch üppiger und wachsen kompakter, dichter und eindrucksvoller als im Schatten.

Ideal sind humusreiche, tiefgründige, frische oder feuchte Böden, dennoch sind Calamagrostis anspruchslose Pflanzen, die fast überall wachsen können: Sie vertragen schwere, lehmige Böden, passen sich aber auch trockenen, mageren Böden an. Calamagrostis brachytricha und epigejos benötigen allerdings einen frischeren Boden als andere Arten. Wenn das Substrat schnell austrocknet, sollten Sie die Pflanzen von Zeit zu Zeit gießen. Sie können diese Arten auch in der Nähe eines Teichs pflanzen.

Reitgras kann einzeln (zum Beispiel auf einem Rasen) oder in kleinen Gruppen aus drei bis fünf Horsten gepflanzt werden, um dem Garten etwas Struktur und Volumen zu verleihen. Sie können es auch in größeren Gruppen pflanzen, um eine Einfassung oder Hecke anzulegen oder einen gleichmäßigen, lockeren Hintergrund für ein Beet zu schaffen. Da es recht hoch wächst und das ganze Jahr über dekorativ bleibt, können Sie es verwenden, um einen Zaun, eine niedrige Mauer oder ein Gitter zu verdecken. Obwohl es lieber direkt in den Boden gepflanzt wird, lässt sich Reitgras auch in einem großen Topf oder Pflanzgefäß kultivieren.

 

Wann pflanzen?

Wir empfehlen, Reitgras im Frühjahr zu pflanzen. Es kann jedoch auch zu einer anderen Jahreszeit gepflanzt werden. Wichtig ist, Frostperioden und große Hitze zu vermeiden.

Wie pflanzen?

Wir empfehlen einen Pflanzabstand von etwa 60 cm. Bei kleineren Sorten als ‘Karl Foerster’, etwa Reitgras ‘Waldenbuch’, darf der Abstand etwas geringer sein.

  1. Stellen Sie den Wurzelballen in eine mit Wasser gefüllte Schale. So kann er sich vollsaugen.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das idealerweise zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen ist.
  3. Nehmen Sie den Wurzelballen aus dem Topf, lockern Sie die Wurzeln leicht und setzen Sie ihn in das Pflanzloch. Die Oberseite des Wurzelballens sollte auf Höhe des Bodens liegen.
  4. Füllen Sie das Loch mit Erde auf und drücken Sie sie mit der flachen Hand fest.
  5. Gießen Sie reichlich.

Sie können Reitgras auch in einen großen Topf oder ein Pflanzgefäß setzen. Bringen Sie am Boden eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder Tonscherben ein, füllen Sie ein leichtes, drainierendes Substrat ein (zum Beispiel Blumenerde mit etwas Sand) und setzen Sie die Pflanze hinein. Gießen Sie anschließend.

Wir empfehlen, in den ersten Wochen regelmäßig weiterzugießen, bis die Pflanze gut angewachsen ist. Danach kommt sie recht gut mit Trockenheit zurecht.

Entdecken Sie auch unseren Ratgeber zur Pflanzung von Gräsern.

Pflege

Calamagrostis verträgt Trockenheit, braucht aber nach der Pflanzung Wasser. Im Spätwinter auf 10 cm zurückschneiden. Winterhart, robust und kaum krankheitsanfällig.

Vermehrung

Wie die meisten Gräser lässt sich Reitgras durch Horstteilung vermehren.

Horstteilung

Die Teilung erfolgt im zeitigen Frühjahr, sobald die Pflanze wieder zu wachsen beginnt.

  1. Graben Sie einen Horst aus, indem Sie großzügig um ihn herumstechen und ihn vorsichtig aus der Erde heben, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.
  2. Teilen Sie ihn in mehrere Stücke. Achten Sie darauf, dass jedes Stück Wurzeln besitzt. Verwenden Sie möglichst Stücke vom äußeren Rand des Horstes.
  3. Bereiten Sie den Boden vor und pflanzen Sie jeden neuen Horst ein.
  4. Gießen Sie anschließend großzügig, um das Anwachsen zu fördern.

Beobachten Sie die neuen Horste und gießen Sie sie in den folgenden Wochen weiter.

Sind die entnommenen Stücke klein, kann es bis zu zwei Jahre dauern, bis sie blühen.

Entdecken Sie auch unsere Video-Tipps zur Teilung von Gräsern:

Reitgras im Garten kombinieren

Calamagrostis fügen sich ganz einfach in naturnahe Gärten ein. Nutzen Sie sie für einen wild wirkenden, leicht ungeordneten und lebendigen Garten. Eine herrliche Kombination entsteht mit Calamagrostis ‘Karl Foerster’, Verbena bonariensis und Echinacea purpurea. Auch die Blütenähren von Knöterich und anderen Persicaria-Arten passen wunderbar dazu! Gestalten Sie eine natürliche Wiese mit zahlreichen Kräutern und Gräsern, durchsetzt von kleinen, farbenfrohen Blüten wie Witwenblumen, Malven, Klatsch-Mohn und Mohnblumen sowie Dierama. Entdecken Sie auch Salvia nemorosa ‘Caradonna’ mit violetten Blütenähren. In der Nähe eines Teichs lässt sich ebenfalls ein besonders naturnaher Bereich anlegen, etwa mit Calamagrostis brachytricha, das frische Böden bevorzugt.

Inspiration für die Kombination von Calamagrostis im Garten

Eine Idee für eine natürliche Pflanzszene: Calamagrostis ‘Karl Foerster’, Echinacea purpurea und Verbena bonariensis (Foto GWI – Jenny Lilly – MAP)

 

Mit ihrer aufrechten, leichten Wuchsform eignen sich Calamagrostis auch für einen modernen, dekorativen Garten. Diese hohen Gräser helfen dabei, das Beet zu strukturieren. Sie bilden sehr aufrechte, hohe Horste und bringen Vertikalität ins Beet. Nutzen Sie dies, um mit Texturen und Formen zu spielen. Setzen Sie einige Calamagrostis-Horste neben niedrigere Pflanzen wie Frauenmantel, Purpurglöckchen, Ajuga reptans, Storchschnabel, Bergenie und Segge. Calamagrostis lockert ein etwas flaches Beet auf und verleiht ihm mehr Volumen. Einige Horste können Sie zusammen mit weiteren Strukturpflanzen wie Kleopatranadel, Schmucklilie und Arzneiehrenpreis im Beet verteilen.

Calamagrostis mildert geradere Formen und strenge Linien ab.

Mit Calamagrostis können Sie auch ein sehr leichtes Beet mit weiteren fedrigen, luftigen Blüten gestalten! Kombinieren Sie sie beispielsweise mit Verbena hastata, Gaura lindheimeri, Grindkraut, Wiesenknopf und Silber-Perowskie. Genießen Sie die herrlichen Blütenähren von Pennisetum orientale ‘Tall Tails’. Entdecken Sie auch die zarte Blüte von Thalictrum delavayi, Gipskraut und Dierama.

Im Herbst und Winter können Sie mit Pflanzen in Purpur-, Beige-, Braun-, Bronze- oder Orangetönen eine herrliche Spätjahresszene gestalten. Wählen Sie beispielsweise Astern, Dahlien, Echinacea ‘Tangerine Dream’, Sedum ‘Autumn Joy’ und immergrüne Gräser. Bevorzugen Sie Pflanzen mit lockerer, transparenter Wuchsform, deren Blüten und Laub Sonnenstrahlen, Raureif oder Regentropfen auffangen. Diese Pflanzen können Sie stehen lassen: Ihre Struktur, Samenstände oder Beeren bleiben im Herbst und Winter dekorativ. Wählen Sie Kugeldistel, Mannstreu, Wilde Karde, Silber-Perowskie und Brandkraut. Bei dekorativen Beeren bieten sich Liebesperlenstrauch, Schneebeere und Pfaffenhütchen an. Nutzen Sie auch Herbstlaub und Zierrinde, etwa von Hartriegel, Nandina domestica oder Acer palmatum.

 

Eine Idee für die Kombination von Calamagrostis mit herbstlicher Wirkung

Eine eher naturnahe Herbstszene in sanften Farbtönen mit Calamagrostis ‘Karl Foerster’, Chinaschilf, Aconitum carmichaelii ‘Arendsii’, Fackellilien und Aster ‘Violet Queen’ (Foto MAP – Clive Nichols – Pettifers Garden Oxfordshire)

 

Nutzen Sie Calamagrostis schließlich für einen pflegeleichten Garten! Sie eignen sich für einen selten betretenen Gartenbereich, denn abgesehen von einem Rückschnitt einmal jährlich am Ende des Winters benötigen sie nur wenig Pflege. Gestalten Sie eine naturnahe Zone, die ökologisch, wassersparend und arbeitsarm ist. Wählen Sie weitere Gräser, trockenheitsverträgliche Pflanzen, Bodendecker und Pflanzen, die sich einbürgern und jedes Jahr wiederkehren.

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Reitgras schneiden?

    Warten Sie bis zum Winterende: Ein Rückschnitt im Herbst wäre schade, da Sie die Pflanze sonst im Winter nicht genießen. Schneiden Sie im Februar vor dem Wachstum zurück.

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