Trichterschwertel: Pflanzung, Kultur und Pflege

Trichterschwertel: Pflanzung, Kultur und Pflege

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. August 2025  durch Alexandra 12 min.

Trichterschwertel kurz erklärt

  • Die Trichterschwertel besticht durch ihre elegante Wuchsform mit Blüten an langen, gebogenen Stielen
  • Sie blüht lange im Sommer mit weit geöffneten Glöckchen und schmückt sich mit feinem, immergrünem Laub.
  • Die Blütenfarben reichen von Weiß bis Dunkelpurpur und umfassen viele Rosatöne (Zartrosa, Dunkelrosa, Lachsrosa …).
  • Diese Stauden gedeihen an sonnigen Standorten in frischem, drainierendem Boden
Schwierigkeit

Das Wort unserer Expertin

Trichterschwertel ist eine elegante Staude, die treffend „Engelsangel“ genannt wird! Besonders beliebt ist sie für ihre Sommerblüte: Dann trägt sie lange, gebogene Stängel mit zarten, meist rosafarbenen Glöckchen. Dazu kommt attraktives, graugrünes, lineares Laub, das an Gräser erinnert.

Am weitesten verbreitet ist Dierama pulcherrimum mit ihren rosafarbenen Glockenblüten. Daneben gibt es verschiedene Züchtungen mit Blüten in anderen Farbtönen. Sie können beispielsweise weiß sein, wie bei ‘Guinevere’, oder purpurfarben, wie bei Dierama ‘Blackbird’ und ‘Merlin’.

Trichterschwertel wird im Frühjahr an einem sonnigen Standort in fruchtbaren, leichten, frischen und drainierenden Boden gepflanzt. Die Pflanzen brauchen lange zum Einwachsen, belohnen Sie aber nach der Etablierung mit einer zarten, eleganten Sommerblüte. Im Sommer sollte das Substrat relativ frisch bleiben – bei Bedarf zusätzlich gießen! Trichterschwertel ist etwas frostempfindlich und sollte im Winter vor Kälte geschützt werden. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung oder Aussaat.

Trichterschwertel ist eine noch viel zu wenig bekannte und kultivierte Staude! Die außergewöhnliche Pflanze ist einzigartig und lockert Beete mit ihrer sanften, zarten Note auf. Sie passt gut in romantische Beete, die Mixed-Border oder an Teichränder – sogar in eine frische Steinanlage. Trichterschwertel harmoniert wunderbar mit Gräsern, die ebenfalls locker und luftig wachsen.

Beschreibung und Botanik

Steckbrief

  • Gebräuchlicher Name Trichterschwertel, Dierama
  • Blüte zwischen Juni/Juli und September
  • Height meist zwischen 60 cm und 1,50 m
  • Exposition volle Sonne
  • Art des Bodens frisch, nährstoffreich, drainiert
  • Winterhärte zwischen –8 und –12 °C

Dierama sind immergrüne Stauden, die Horste aus schmalen Blättern bilden, aus denen lange, biegsame und gebogene Blütenstiele hervorgehen. Es gibt 44 Arten. Die in Gärten am häufigsten kultivierte Art ist Dierama pulcherrimum. Auch Dierama pendulum und Dierama igneum werden gelegentlich kultiviert, ebenso zahlreiche Gartensorten. Dierama stammen aus Ost- und Südafrika: von der Kapregion in Südafrika bis nach Äthiopien. Die größte Artenvielfalt findet sich in der südafrikanischen Region KwaZulu-Natal, vor allem in den Berggebieten. Je nach Art wachsen sie hauptsächlich auf feuchten Wiesen oder in steinigen Wiesen. Sie bevorzugen offene Standorte und damit volle Sonne.

Dierama gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (2.300 Arten), zu der auch Iris, Gladiolen, Krokusse und Freesien zählen. Es handelt sich überwiegend um krautige Pflanzen, häufig mit unterirdischen Speicherorganen wie Knollen, Zwiebeln, fleischigen Wurzeln oder Rhizomen. Sie gehören außerdem zu den Monokotyledonen und besitzen meist lineare Blätter mit parallelen Blattadern sowie Blüten mit drei Kelch- und drei Kronblättern.

Dierama werden poetisch „Engel-Angelrute“ genannt. Im Englischen heißt Dierama „Angel’s Fishing Rod“, was dasselbe bedeutet, oder „Fairybells“, in Anspielung auf das „feenhafte“ Aussehen der Pflanze. Der Gattungsname Dierama stammt aus dem Griechischen und bedeutet „trichterförmig“, was auf die Blütenform verweist. Der Artname Pulcherrimum bedeutet auf Lateinisch „sehr schön, prächtig“. Der Name „pendulum“ bezieht sich auf die Blüten, die am Ende der Stiele herabhängen.

Dierama beeindrucken durch ihre elegante Silhouette. Sie bilden einen Horst aus schmalen, aufrechten Blättern, der an einen Gräserhorst erinnert. Daraus wachsen lange Blütenstiele, die zunächst aufrecht stehen und später überhängen.

Dierama werden zwischen 60 cm und 1,50 m, die größten sogar bis zu 2 m hoch. Dierama trichorhizum bleibt dagegen kleiner und erreicht nur 40 bis 60 cm. Meist werden die Blatthorste kaum höher als 60 bis 80 cm. Ihre endgültige Höhe erreichen Dierama erst, wenn die Blütenstiele erscheinen.

Dierama in Südafrika an ihrem natürlichen Standort

Dierama in der Natur in Südafrika

Dierama wächst langsam und braucht Zeit, um sich zu etablieren und weiterzuentwickeln. Aus Samen gezogene Pflanzen blühen oft erst nach mehreren Jahren. Die Geduld wird jedoch schnell durch die zarte Blüte belohnt. Mit der Zeit können Dierama dichte Horste bilden. Am besten lässt man sie viele Jahre ungestört am selben Standort wachsen.

Wie Gladiolen, Montbretien oder Krokusse, die ebenfalls zur Familie der Schwertliliengewächse gehören, entwickeln Dierama ihre Stiele und Blätter aus Knollen: unterirdischen Speicherorganen, die Zwiebeln ähneln. Sie bestehen aus einem verdickten Spross, der Nährstoffreserven enthält. Die Knollen von Dierama sind rund und abgeflacht und von faserigen Außenschichten, der Tunika, umgeben. Sie werden jedes Jahr erneuert: Die neuen Knollen entstehen über den älteren, die jedoch jahrelang erhalten bleiben. So bilden sich wie bei Montbretien Knollenketten, deren Glieder übereinanderliegen.

Die Blütezeit liegt je nach Sorte im Sommer zwischen Juni/Juli und September und dauert erfreulich lange. Dann erscheinen aus dem Blatthorst lange, feine und sehr biegsame Blütenstiele. Zunächst stehen sie aufrecht, bevor sie sich unter dem Gewicht der Blüten natürlich nach unten biegen. Diese zunächst aufrechte, später überhängende Form brachte ihnen den Namen „Engel-Angelrute“ ein, zumal die Pflanzen häufig an feuchten Standorten, an Teichen oder Bachläufen wachsen. Die Blüten wirken, als hingen sie nur an einem dünnen Faden. Sie erscheinen anmutig und märchenhaft. Im Wind schwingen die biegsamen Blütenstiele und bringen Bewegung in den Garten.

Die Blüte ist eine Rispe aus mehreren kleinen Blütenähren. Die Blüten sind länglich, glockenförmig und nach unten gerichtet. Sie werden 3 bis 6 cm lang. Ihre sechs Tepalen, bei denen Kron- und Kelchblätter dieselbe Form und Farbe haben, sind von trockenen, membranartigen Hochblättern umgeben.

Die Blüten der Wildart Dierama pulcherrimum leuchten in einem zarten Rosa. Zahlreiche Sorten bieten jedoch Farben von Hellrosa und sogar Weiß (Dierama ‘Guinevere’) bis zu Dunkelpurpur (Dierama ‘Merlin’ oder ‘Blackbird’), beinahe Schwarz, sowie zahlreiche Rosatöne. Dierama igneum blüht lachsrosa. Mitunter gehen die Blütenfarben auch ins Rote, Bordeauxrote oder Orange. Es gibt außerdem Arten mit zartgelben Blüten, etwa Dierama pallidum, und sogar eine Sorte mit bläulichen Blüten: Dierama ‘Blue Belles’. Diese Farbtöne sind bei kultivierten Dierama allerdings eher selten, die meisten Sorten blühen rosa.

Die Blüte von Dierama ist meist sehr leuchtend. Die Farben können zart und pastellfarben oder kräftiger sein, wirken jedoch immer fein und raffiniert. Zartrosa blühende Dierama fügen sich wunderbar in romantische Gärten ein. Weiß blühende Sorten wirken schlicht und elegant und passen ideal in moderne, dekorative Gärten.

 

Dierama können in verschiedenen Farbtönen blühen

Obwohl Dierama meist rosa blühen, gibt es auch andere Farbtöne: Dierama ‘Guinevere’, Dierama igneum (Foto Peganum), Dierama ‘Blackberry Bells’ und Dierama ‘Blue Belle’

 

Dierama sind außerdem bienenfreundliche Pflanzen, die von bestäubenden Insekten, insbesondere Bienen, geschätzt werden. Ihre Blüten enthalten Nektar, von dem sich die Insekten ernähren und dabei den Pollen von einer Blüte zur nächsten übertragen.

Die Blätter sind lang, schmal und aufrecht und ähneln Gräserblättern. Daher lassen sie sich schön mit Gräsern kombinieren. Die Blätter besitzen keine ausgeprägte Mittelader, sondern längs verlaufende, parallele Blattadern. Sie werden 50 bis 90 cm lang und zeigen ein schönes Grün, das manchmal leicht grau wirkt. Wie für Monokotyledonen typisch, sind sie lang, schmal und linear mit parallelen Blattadern.

Das Laub ist immergrün und bleibt daher im Winter erhalten. Die Pflanze hat keine echte Dormanz, anders als andere Zwiebel- oder Knollenpflanzen, die man aus dem Boden nehmen und trocken überwintern kann. Im Winter wächst sie langsamer und kommt ohne Wasser aus, bleibt aber am Standort, um im Frühjahr ihr Wachstum fortzusetzen und im Sommer zu blühen.

 

Das Laub von Dierama

Dierama bilden schöne Horste aus langen, schmalen, dekorativen Blättern

 

Nach der Blüte bildet Dierama kugelige, harte Kapseln. Sie enthalten zahlreiche kleine, braune und kantige Samen, die zum Keimen die winterliche Kälte benötigen. Sie können die Samen sammeln, um die Pflanze zu vermehren. Dierama können sich im Garten jedoch auch selbst aussäen. Sämlinge brauchen allerdings mehrere Jahre, bevor sie erstmals blühen.

 

Die Früchte (Kapseln) von Dierama enthalten Samen

 

Die wichtigsten Sorten

Die beliebtesten Sorten
Unsere Lieblingssorten
Weitere Sorten zum Entdecken
Dierama pulcherrimum - Trichterschwertel

Dierama pulcherrimum - Trichterschwertel

Unsere bekannteste und in Gärten am weitesten verbreitete Sorte! Im Sommer bildet sie lange, biegsame Stiele mit zartrosa Glöckchen.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 1 m
Dierama Guinevere - Trichterschwertel

Dierama Guinevere - Trichterschwertel

Eine wunderschöne Sorte mit reinweißen Blüten. Sie wirkt besonders elegant und anmutig, bringt Helligkeit ins Beet und lässt sich leicht mit vielen Farben kombinieren.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 1,10 m
Dierama trichorhizum - Trichterschwertel

Dierama trichorhizum - Trichterschwertel

Die Trichterschwertel trichorhizum bleibt mit 40 bis 60 cm Höhe recht niedrig und ist seltener als andere Sorten. Im Sommer erscheinen Blütenstiele mit rosafarbenen Blüten.
  • Blütezeit Juli für September
  • Höhe bei Reife 40 cm
Dierama Blackberry Bells - Trichterschwertel

Dierama Blackberry Bells - Trichterschwertel

Diese Sorte begeistert mit Glöckchen in einem prächtigen Purpurton. Die intensive, tiefe und eher dunkle Farbe macht sie besonders attraktiv.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 1 m
Dierama Pink Rocket - Trichterschwertel

Dierama Pink Rocket - Trichterschwertel

Eine niedrigere Trichterschwertel mit rosafarbenen Blüten und kompakter Wuchsform. Im Sommer erscheinen zahlreiche Blütenstiele mit hübschen rosa Glöckchen. Sie stehen aufrechter und hängen weniger über als bei anderen Trichterschwerteln.
  • Blütezeit September, Oktober
  • Höhe bei Reife 75 cm
Dierama pulcherrimum Merlin - Trichterschwertel

Dierama pulcherrimum Merlin - Trichterschwertel

Die Sorte ‘Merlin’ trägt Glöckchen in einem prächtigen Dunkelpurpur. Ihre intensive, fast schwarze Farbe sorgt für Kontrast und originelle Akzente im Garten!
  • Blütezeit August, September
  • Höhe bei Reife 1 m

 

Weitere Sorten zum Entdecken

Dierama pulcherrimum Slieve Donard Hybrids (Samen) - Trichterschwertel

Dierama pulcherrimum Slieve Donard Hybrids (Samen) - Trichterschwertel

Diese Trichterschwertel trägt Glöckchen in verschiedenen Farbtönen: Hell- und Dunkelrosa, Purpurviolett und rötlich. Eine Auswahl für ein harmonisches Farbspiel.
  • Blütezeit Juli für September
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Dierama pulcherrimum Blackbird - Trichterschwertel

Dierama pulcherrimum Blackbird - Trichterschwertel

Diese Sorte bildet eher dunkle, purpurfarbene Blüten. Ihre elegante, intensive und raffinierte Blüte eignet sich ideal für schöne Kontraste im Garten.
  • Blütezeit August für Oktober
  • Höhe bei Reife 1,20 m
Dierama igneum - Trichterschwertel

Dierama igneum - Trichterschwertel

Diese Trichterschwertel blüht lachsrosa und setzt damit einen besonderen Akzent neben anderen rosa Sorten. Sie bleibt niedriger und verträgt arme, trockene Böden besser.
  • Blütezeit Juli für September
  • Höhe bei Reife 60 cm

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Dierama pflanzen

Wo pflanzen?

Trichterschwertel gedeiht in voller Sonne. Sie benötigt sehr viel Licht. Da Trichterschwertel etwas frostempfindlich ist, wählen Sie vorzugsweise einen vor kalten Winden geschützten Standort.

In freier Natur wächst Trichterschwertel unter anderem auf feuchten oder sumpfigen Wiesen. Die Pflanze sollte in frischen bis feuchten Boden gepflanzt werden. Sie können sie problemlos am Ufer eines Teichs setzen. In jedem Fall darf der Boden im Frühjahr und Sommer nicht austrocknen. Trichterschwertel bevorzugt außerdem fruchtbare, humusreiche Böden. Sie können daher etwas Kompost einarbeiten (bei der Pflanzung und später während der Kultur), um den Boden anzureichern. Die Pflanze mag zudem leichte, lockere und tiefgründige Böden. Das Substrat muss gut drainierend und durchlässig sein, damit Wasser tief versickern kann, statt an der Oberfläche zu stehen. Staunässe im Winter könnte die Knollen zum Faulen bringen. Trichterschwertel bevorzugt leicht saure oder neutrale Böden, kalkhaltige Substrate verträgt sie jedoch nicht besonders gut.

Trichterschwertel kann in einer Mixed Border hinter niedrigeren Pflanzen gepflanzt werden. Sie lockert Beete auf und bringt Höhe und Volumen. Auch für einen frischen Steingarten ist sie bestens geeignet. Da Trichterschwertel recht groß wird und eine sehr anmutige Wuchsform besitzt, können Sie sie auch einzeln pflanzen, zum Beispiel auf einem Rasen, um sie besonders zur Geltung zu bringen.

Sie können Trichterschwertel auch im Topf pflanzen. Dann müssen Sie jedoch stärker darauf achten, dass das Substrat nicht austrocknet, und regelmäßiger gießen als bei einer Pflanzung ins Freiland. Wenn Sie in einer kalten Region wohnen, ist die Topfkultur eine sehr gute Lösung, um die Pflanze problemlos zu überwintern: Sobald die Temperaturen sinken, stellen Sie sie unter einen geschützten Unterstand.

Trichterschwertel eignet sich gut für Küstengärten, da sie milde Temperaturen bevorzugt (sie ist etwas frostempfindlich) und Gischt verträgt. Außerdem erzeugt der Wind schöne Effekte, wenn er die Glöckchen bewegt.

Wir empfehlen, den Standort sorgfältig auszuwählen. Ist Trichterschwertel einmal eingewachsen, sollte sie möglichst nicht mehr gestört werden. Sie wächst langsam und braucht Zeit, um sich gut zu etablieren.

Wann pflanzen?

Trichterschwertel wird im Frühjahr gepflanzt (April bis Mai), sobald sich der Boden erwärmt hat und die Temperaturen milder werden. Wichtig ist vor allem, Frostperioden und große Hitze zu vermeiden.

Wie pflanzen?

Für die Pflanzung ins Freiland mit Trichterschwertel aus Topf oder Anzuchttopf:

  1. Stellen Sie den Wurzelballen in ein mit Wasser gefülltes Gefäß. So wird er rehydriert, was das Anwachsen und spätere Gießen erleichtert.
  2. Bereiten Sie den Boden vor, lockern Sie ihn, zerkleinern Sie die Erdklumpen und entfernen Sie Unkraut sowie größere Steine. Bei Bedarf können Sie grobes Material zur Verbesserung der Drainage einarbeiten: groben Sand, Kies …
  3. Nehmen Sie Trichterschwertel aus dem Topf, lockern Sie den Wurzelballen leicht, um die Wurzeln etwas zu entwirren, und setzen Sie die Pflanze in die Erde. Der Hals muss genau auf Höhe der Bodenoberfläche liegen, also so tief wie zuvor im Topf.
  4. Füllen Sie das Pflanzloch mit Erde auf und drücken Sie sie mit der flachen Hand leicht an.
  5. Gießen Sie reichlich.

Nach der Pflanzung braucht Trichterschwertel lange, um sich zu entwickeln und zu wachsen. Wir empfehlen, die Pflanze im Pflanzjahr weiterhin regelmäßig zu gießen.

Sie können Trichterschwertel auch im Topf pflanzen: Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß, legen Sie eine Drainageschicht auf den Boden (Kies, Tonscherben, Blähton …) und füllen Sie es mit einer nährstoffreichen, gut drainierenden Blumenerde. Setzen Sie die Pflanze ein und gießen Sie großzügig.

Wenn Sie direkt Knollen pflanzen und keine Pflanze aus dem Anzuchttopf, setzen Sie sie 6 bis 7 cm tief in die Erde.

Die Blüte von Dierama pendulum

Dierama pendulum

 

Pflege

Die Trichterschwertel braucht im Frühjahr und Sommer einen relativ feuchten Boden. Wir empfehlen, zumindest im ersten Jahr zu gießen. Mit der Zeit wird sie widerstandsfähiger. Seien Sie vorsichtiger, wenn Sie Trichterschwertel im Topf kultivieren, da das Substrat schnell austrocknen kann. Während der Wachstums- und Blütezeit von Frühjahr bis Sommer müssen Sie daher regelmäßig gießen. Im Herbst und Winter können Sie das Gießen einstellen.

Wir empfehlen, rund um den Horst eine Mulchschicht auszubringen. Sie verhindert Unkrautwuchs, schützt den Boden vor zu schnellem Austrocknen und reichert ihn bei der Zersetzung an. Verwenden Sie zum Beispiel Häckselgut oder Laub.

Da sie fruchtbare, nährstoffreiche Böden bevorzugt, können Sie ihr im Frühjahr Dünger oder gut verrotteten Kompost geben. Das fördert ihr Wachstum und ihre Blüte.

Trichterschwerteln sind etwas frostempfindlich. Denken Sie daran, sie vor Kälte zu schützen, sobald die Temperaturen sinken. In besonders milden Regionen wie dem Mittelmeerraum ist kein Schutz nötig. Bringen Sie eine dicke Mulchschicht aus trockenem Laub rund um den Horst aus oder verwenden Sie Wintervlies.

Die Trichterschwertel wird nicht zurückgeschnitten: Das könnte sie schwächen und ihr Wachstum bremsen. Zu Beginn des Frühjahrs können Sie den Horst jedoch säubern und alte Blätter entfernen, sobald sie braun, beschädigt oder trocken sind.

Die Trichterschwertel ist kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Gelegentlich können sie von Spinnmilben oder Blattläusen befallen werden. Gegen Spinnmilben empfehlen wir, Wasser auf das Laub Ihrer Trichterschwerteln zu sprühen, da diese Milben Feuchtigkeit meiden. Gegen Blattläuse können Sie verdünnte Schmierseife spritzen.

Vermehrung: Aussaat, Teilung

Zur Vermehrung der Trichterschwertel empfehlen wir die Teilung. Sie ist einfacher und schneller als die Aussaat und verjüngt überalterte, zu dichte und weniger blühende Horste.

Aussaat

Sie können Samen kaufen oder von Ihren Pflanzen ernten. Verwenden Sie möglichst frische Samen. Die Aussaat ist im Frühjahr oder Herbst möglich.

Wir empfehlen, die Samen vor der Aussaat etwa 2 Wochen im Kühlschrank zu lagern. Eine Kälteperiode fördert die Keimung, da sie winterliche Temperaturen nachahmt.

  1. Füllen Sie einen Topf mit einem drainierenden Substrat, eventuell spezieller Aussaaterde.
  2. Säen Sie die Samen auf der Oberfläche aus.
  3. Bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht gesiebter Aussaaterde.
  4. Gießen Sie vorsichtig mit feinem Wasserstrahl.
  5. Stellen Sie den Topf an einem hellen, geschützten Platz auf. Ideal sind etwa 15 °C.
  6. Gießen Sie weiterhin regelmäßig, damit das Substrat leicht feucht bleibt.

Sobald die Sämlinge groß genug zum Anfassen sind, können Sie sie in einzelne Töpfe pikieren und im Frühjahr nach den letzten Frösten ins Freiland pflanzen. Danach heißt es Geduld haben: Aus Samen gezogene Trichterschwertel blühen frühestens nach 5 bis 6 Jahren.

Manchmal säen sich Trichterschwertel auch spontan selbst aus. Dann können Sie die Jungpflanzen ausgraben und an einen anderen Standort setzen.

Horstteilung

Mit der Zeit können Trichterschwertel erschöpfen und weniger blühen. Durch die Teilung verjüngen Sie die Horste und erhalten mehrere Pflanzen für verschiedene Gartenbereiche. Außerdem lockert sie zu dicht gewordene Horste auf. Teilen Sie jedoch nicht zu häufig, denn Trichterschwertel reagieren empfindlich auf Störungen. Die Blüte kann dadurch mehrere Jahre ausbleiben.

Der beste Zeitpunkt für die Horstteilung ist das Frühjahr, sie ist aber auch im Herbst möglich.

  1. Wählen Sie einen gut eingewachsenen, mehrere Jahre alten Horst aus.
  2. Graben Sie ihn vorsichtig und großzügig aus. Achten Sie darauf, die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen. Teilen Sie den Horst in mehrere Teilstücke.
  3. Pflanzen Sie die Teilstücke nach der Bodenvorbereitung sofort wieder ein, möglichst ins Freiland.
  4. Gießen Sie reichlich.

Gießen Sie in den folgenden Wochen regelmäßig weiter. Geteilte Trichterschwertel blühen meist erst nach zwei Jahren wieder. Haben Sie Geduld!

Trichterschwertel im Garten verwenden und kombinieren

Dierama mit zartrosa oder weißen Blüten passen wunderbar in einen romantischen Garten. Nutzen Sie ihre grazile Wirkung und kombinieren Sie sie mit zarten Blüten. Wählen Sie sanfte Pastelltöne wie Rosa, Weiß, Blaugrau (auch Silber), Apricot oder Mauve. Geeignet sind etwa Rosen, Gipskraut, Japan-Herbst-Anemonen, Lilien, Waldreben, Digitalis purpurea, Buddleia, Artemisia arborescens ‘Little Mice’ und mehr. Auch Buschmalven und Stockrosen passen gut dazu. Stellen Sie eine Pergola oder einen Pavillon auf, an dem Rosen und Waldreben emporranken können, sowie einen kleinen Tisch aus Schmiedeeisen und Stühle. So entsteht ein zarter, intimer Rückzugsort.

Inspiration für die Kombination von Dierama im Garten: romantische Atmosphäre

Ein Beispiel für eine romantische Pflanzung: Dierama pictum, Astrantia major ‘Ruby Star’, Artemisia mauiensis ‘Makana Silver’, Digitalis purpurea ‘Nevadensis’ und Historische Rose ‘La France’

Für einen ebenso zarten Stil können Sie Dierama in einem Bauerngarten pflanzen, zusammen mit Phlox paniculata, Digitalis purpurea, Lupine, Farn, Schmucklilie, Bartfaden und Salvia nemorosa. Gestalten Sie einen üppigen Garten mit Pflanzen in Blau, Mauve und Weiß sowie üppigem Laub.

Da sie frische bis feuchte Böden bevorzugen, können Sie Dierama in der Nähe eines Teichs oder Gewässers pflanzen. Kombinieren Sie sie mit Farnen, Gedrängtblütigem Gilbweiderich, Mädesüß, Kopfiger Schlüsselblume und Mammutblatt. Auch die elegante blaue Blüte von Iris laevigata passt gut dazu. So entsteht eine frische, grüne und sehr natürliche Pflanzung – ideal zum Erholen!

Die lockere, luftige und leichte Wuchsform eignet sich für einen naturhaften Garten. Pflanzen Sie Dierama mit Gaura, Veronicastrum, Knautia, Duftnessel und Echinops, Veronica spicata. Vor allem zahlreiche Gräser wie Miscanthus, Panicum, Stipa tenuissima und Pennisetum passen hervorragend dazu! Gestalten Sie einen Garten mit sehr freien Formen und beinahe ungeordnetem Charakter. Bevorzugen Sie außerdem bienenfreundliche Pflanzen.

Trichterschwertel harmoniert besonders gut mit Gräsern. Ihr Laub ähnelt dem der Gräser, und ihre Blüten sind ebenso leicht wie die Rispen von Hirse oder Reitgras. Diese Pflanzen beeindrucken durch ihre elegante, luftige und sehr freie Wuchsform.

→ Entdecken Sie weitere Ideen zur Kombination von Dierama im Garten!

Nützliche Ressourcen

 

Häufig gestellte Fragen

  • Muss ich das Trichterschwertel zurückschneiden?

    Trichterschwertel: Kein Rückschnitt im Herbst oder Frühjahr – er schwächt die immergrüne Pflanze und verzögert die Blüte. Nur braune Blätter entfernen.

  • Mein Trichterschwertel blüht nicht! Warum?

    Trichterschwertel wächst langsam, verträgt Umpflanzen und Teilen schlecht. Danach blüht sie erst Jahre später, nach Aussaat frühestens nach fünf Jahren. Viel Sonne!

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Engelspfeife, Dierama