Wandelröschen: Pflanzung, Steckling, Pflege
Inhaltsverzeichnis
Das Wandelröschen in wenigen Worten
- Das Wandelröschen ist ein kleiner Strauch mit buschiger Wuchsform, der vom Frühjahr bis zu den ersten Frösten und in sehr mildem Klima sogar fast das ganze Jahr über blüht
- Es bietet eine lange Blütezeit mit runden Blütenständen in Rot, Gelb, Rosa oder auch Flieder und Weiß, deren Farbtöne sich im Laufe des Aufblühens verändern
- Es verträgt sommerliche Trockenheit, und einige Sorten können kurzzeitigen Frost überstehen
- Es stellt nur geringe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, benötigt jedoch volle Sonne, um sich zu entfalten
- In mildem Klima gedeiht es im Beet, andernorts wird es in großen Töpfen oder im Balkonkasten kultiviert
Das Wort unserer Expertin
In sehr milden Klimazonen fast das ganze Jahr über blühend, ist das Wandelröschen ein kleiner, buschig wachsender, äußerst blühfreudiger Strauch, der eine lange Blütezeit mit Farbverläufen in leuchtenden Gelb-, Orange-, Rosa- oder Mauvetönen bietet: eine Vielzahl schillernder Dolden, getragen von aromatischem und bei milden Wintern immergrünem Laub.
Die Lantana camara, die häufigste Art, hat zahlreiche Kultivare mit Farben hervorgebracht, die sich in jedem Garten leicht kombinieren lassen. Vom orangefarbenen Wandelröschen über das gelbe oder rosafarbene Wandelröschen bis hin zum kriechenden Wandelröschen sorgen sie von Sommer bis Herbst für eine farbenfrohe und originelle Gestaltung in Beeten oder Kübeln.
Da das Wandelröschen meist sehr frostempfindlich ist, kann es nur in sehr milden Klimazonen ins Freiland gepflanzt werden, da es nur leichten Frost verträgt. Anderswo wird es einjährig oder als Kübelpflanze in großen Töpfen oder im Balkonkasten kultiviert.
Das Wandelröschen stellt nur geringe Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit, ist trockenheits- und salznebelverträglich, benötigt wenig Wasser und nur einen vollsonnigen Standort, um sich prächtig zu entwickeln.
Wie Sie ein Wandelröschen durch Stecklingsvermehrung vermehren oder als Stämmchen ziehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber mit allen Tipps zu diesem Strauch, der eine der leuchtendsten Blüten des Sommers hervorbringt.

Blütenstände von Lantana camara (Foto: Joaquim Aldes Gaspar)
Beschreibung und Botanik
Steckbrief
- Gebräuchlicher Name Wandelröschen, Lantanier, Tausendblüte
- Blüte von April/Mai bis zum Herbst
- Height 0,15 bis 2 m
- Exposition Sonne
- Art des Bodens Alle, gut durchlässig
- Winterhärte -5 °C bis -11 °C
Ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Regionen Mittelamerikas, Südamerikas und Südafrikas stammend, ist das Wandelröschen, auch Lantanier, Tausendblüte oder Goldkörbchen genannt eine Staude aus der Familie der Eisenkrautgewächse, zu der auch die Verbenen gehören, die in mildem Klima als immergrüner Unterstrauch gilt und gewöhnlich in Kiefernwäldern, auf Brachland oder Weiden wächst.
In Australien ist das Wandelröschen invasiv geworden und sein Anbau inzwischen verboten. Die Gattung umfasst 150 Arten immergrüner Sträucher oder Stauden. Die häufigste und beliebteste Art der Gattung ist Lantana camara, aus der zahlreiche interessante Kultivare hervorgegangen sind sowie eine neue Hybridserie, wie ‘Chapel Hill’. Gelegentlich findet man auch Lantana montevidensis, die eine kriechende Bodendeckerform ist.
Aus seiner tropischen Heimat hat das Wandelröschen eine große Frostempfindlichkeit bewahrt; an der Côte d’Azur ist es eine Staude und kann dort das ganze Jahr über im Freiland bleiben, in anderen Regionen wird es als einjährige Pflanze kultiviert. Bei guter Überwinterung kann es jedoch sehr alt werden.
Es besitzt eine kompakte, buschige Wuchsform, die manchmal sehr ausgebreitet ist, und eine Silhouette aus zahlreichen vierkantigen, oft mit kurzen, dornigen Haaren bedeckten Stängeln. Alle Pflanzenteile sind beim Verzehr giftig. Die Höhe variiert je nach Art und Kultivar. Während einige Arten (Lantana montevidensis) oder die Lantana-camara-Sorten der Serie ‘Carpet’ einen kriechenden Wuchs zeigen und ein kompaktes Polster bilden, das sich bis auf 1,20 m Breite ausdehnen kann, überschreiten die aufrechteren Formen wie ‘Violet de Corse’ eine Höhe von 1,80 m. Andere bilden einen schönen Strauch, der breiter als hoch ist und eine Höhe von 30 bis 60 cm nicht überschreitet.

Lantana camara – botanische Illustration
Das beim Zerreiben aromatische Laub verströmt kräftige, würzige Düfte. In mildem Klima oder im Gewächshaus bleibt es den ganzen Winter über erhalten. Es besteht aus einfachen, ovalen bis lanzettlichen Blättern, fein oder grob gezähnt und stark nervig, die paarweise gegenständig oder in Dreierquirlen entlang der Stängel angeordnet sind. Die dicken, etwas rauen und glänzenden Blätter sind an der Spitze schmaler und messen 2 bis 10 cm. Hellgrün bis dunkelgrün, bilden sie einen üppigen und zugleich leichten Rahmen für die prächtige Blüte.
Von Juni bis Oktober, manchmal bis Dezember, wenn das Wetter mild bleibt, zeigt das Wandelröschen seine sehr lange Blütezeit. Zahlreiche kleine, fünf-lappige Röhrenblüten stehen dicht in großen, endständigen Dolden mit einem Durchmesser von 0,5 bis 5 cm. Sie öffnen sich ununterbrochen und bilden eine Myriade runder, farbenprächtiger Blütenbüschel in Gelb, Flieder, Weiß, Violett oder Rosa.
Jeder dieser kugelförmigen Blütenstände verändert sich im Laufe des Aufblühens und bietet attraktive Farbverläufe: Jede Blüte öffnet sich zunächst hell und wird dann dunkler oder verblasst mit der Zeit umgekehrt, wobei sie je nach Reifegrad von Weiß zu zartem Gelb, von Goldgelb zu Zinnoberrot, von Lachsrosa zu Rot oder Violett oder von Orangegelb zu Creme wechselt.
Einige Blütenbüschel zeigen auch abwechselnd kleine zweifarbige Blüten in Ziegelrot und Orangegelb (Lantana camara ‘Lucky Red Flame’) oder Ockergelb, das sich rosa-violett färbt (‘Lucky Rose Sunrise’). Alle zeigen ein zartes, kontrastreiches kleines Herz.
Diese nektarreichen und bienenfreundlichen Blüten verströmen einen leicht zitronigen oder pfeffrigen Duft, der Bestäuber, Schmetterlinge und Bienen unwiderstehlich anzieht.
Bei manchen Kultivaren folgen auf die Blüte rote, giftige Früchte, Steinfrüchte.
An trockene, karge und niederschlagsarme Klimate gewöhnt, verlangt das Wandelröschen einen sehr sonnigen und gut geschützten Standort. Was die Bodenart betrifft, ist es anspruchslos, trockenheits- und salzluftverträglich und bevorzugt leichte, humusreiche, gut durchlässige Erde.

Blüten des Wandelröschens in verschiedenen Farben: Lantana camara ‘Lucky White’, Lantana camara ‘Chapel Hill Yellow’, Lantana camara ‘Lucky Red Flame’ und Lantana camara ‘Lucky Rose Sunrise’.
Außergewöhnlich winterhart, kann es nur in mildem Klima draußen überwintern. In rauen Regionen wird es als einjährige Pflanze kultiviert und gegebenenfalls im Winter eingeräumt, um es zu erhalten. Im Topf oder Pflanzgefäß schmückt es eine Fensterbank, einen Balkon oder eine Terrasse mit seinen Blüten.

Blüten, Blätter und Früchte eines Lantana camara (Foto: caligula1995 – Flickr)
Wichtigste Arten und Sorten
In unseren Gärten ist die am häufigsten vertretene Art der Gattung das Wandelröschen, das zahlreiche interessante Kultivare und Serien von Hybriden mit unterschiedlicher Wuchsform und Winterhärte hervorgebracht hat. Man findet darunter sehr kompakte Formen, die sich perfekt für die Kultur im Topf eignen, kriechende Wandelröschen sowie neue, aufgrund ihrer Winterhärte ausgewählte Sorten wie die Wandelröschen der Serie ‘Sunshine’ (‘Chapel Hill Yellow’, ‘Chapel Hill Gold’ und ‘Sunny Side up’), die im Gegensatz zu den üblichen Sorten nicht ausschließlich für unsere mildesten Regionen geeignet sind und in durchlässigem Boden kurze Fröste bis etwa -10 °C vertragen.
Die beliebtesten
[produkt sku=”83355″ blog_description=”Eine eher kriechende, vom Frühjahr bis zum Herbst sehr reich blühende Art mit Dolden aus mauvefarbenen Blüten mit roter Mitte. Sie bietet zudem den Vorteil, sommerliche Trockenheit zu vertragen und in durchlässigem Boden Fröste bis etwa -8/-10 °C zu überstehen.” template=”listing1″ /]
Unsere Favoriten
[produkt sku=”491555″ blog_description=”Eine exklusive Sorte mit einer leuchtend roten und gelben Blüte. In kälteren Regionen als Einjährige im Topf oder in anderen Regionen im Beet wunderschön.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”491706″ blog_description=”Wir lieben ihre ungewöhnlichen zweifarbigen kugeligen Blüten, die sich von Ockergelb in Violettrosa färben. In milden Regionen kann sie im Freiland bleiben!” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”491557″ blog_description=”Mit ihren kleinen weißen Blüten mit gelber Mitte, die vom Sommer bis zu den ersten Frösten kontinuierlich aufblühen, findet sie überall Platz – im Topf ebenso wie in Beeten mit Einjährigen.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”491556″ blog_description=”Ein Wandelröschen, dessen äußerst leuchtende Blüte Ihre Sommerkübel verzaubern wird! An einem geschützten Standort und gut geschützt kann es in milden Regionen draußen überwintern.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”491686″ blog_description=”Eine schöne einjährige Sorte mit einer köstlich frischen Blüte. Im Topf wunderschön, kann sie in milden Regionen draußen überwintern.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”491705″ blog_description=”Eine schöne buschige Sorte mit hübschen zitronengelben kugeligen Blüten, die vom Sommer bis zu den ersten Frösten kontinuierlich blüht. Im Freiland nur für milde Regionen geeignet, ansonsten in Kübeln kultivieren.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”491558″ blog_description=”Eine unverzichtbare Kollektion aus 5 Wandelröschen in Rot, Gelb und Weiß. Sie blühen vom Sommer bis zu den ersten Frösten kontinuierlich.” template=”listing1″ /]
Die winterhärtesten
[produkt sku=”83348″ blog_description=”Endlich ein Wandelröschen, das bis -10/-12 °C winterhart ist! Mit gutem Winterschutz kann es in vielen gemäßigten Regionen im Freiland kultiviert werden.” template=”listing1″ /]
[produkt sku=”83347″ blog_description=”Eine neuere Sorte, die in durchlässigem Boden Fröste bis etwa -12 °C oder sogar noch mehr verträgt! Sie gehört zu einer Serie origineller und sehr reich blühender amerikanischer Kultivare!” template=”listing1″ /]
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Pflanzung des Wandelröschens
Wo sollte man das Wandelröschen pflanzen?
Das Wandelröschen ist eine gewöhnlich wenig winterharte Pflanze, die nur leichte Fröste verträgt. An der Küste und in Regionen mit milden Wintern wird es als Staude kultiviert, andernorts als einjährige Pflanze. Daher sollten Sie wenn Sie in Ihrer Region Frost befürchten, lieber eine Pflanzung im Topf wählen, den Sie im Winter in einem temperierten Wintergarten oder Gewächshaus (10 bis 15 °C) unterstellen können, und ihn in der warmen Jahreszeit wieder ins Freie stellen, sobald die Temperaturen milder werden, im Mai oder Juni nach den letzten Frösten.
Das Wandelröschen ist außergewöhnlich resistent gegen sommerliche Trockenheit, Luftverschmutzung und salzhaltige Gischt. In den südfranzösischen Regionen, die vollständig von starken Frösten verschont bleiben, lässt es sich dagegen problemlos ganzjährig im Freiland kultivieren.
Es gibt jedoch auch einige neue, außergewöhnlich winterharte Sorten, wie die Wandelröschen der Serie ‘Sunshine’ (‘Chapel Hill Yellow’, ‘Chapel Hill Gold’) oder auch Lantana montevidensis, die in drainierendem Boden kurze Fröste bis etwa -10 °C vertragen und in bestimmten Regionen mit einer dicken Winterschutzschicht im Freiland kultiviert werden können. Nach dem Winter brauchen winterharte Wandelröschen manchmal etwas Zeit, um wieder auszutreiben. Wenn die Temperaturen nicht unter -10 °C gefallen sind, treibt der Wurzelstock wieder aus. Manchmal muss man bis Juni warten, um ihren Neuaustrieb zu beobachten.
Es verträgt zwar jede Art von leichtem und gut drainiertem Boden und kommt sehr gut mit einem eher trockenen Standort zurecht, blüht jedoch besser in einem tiefgründigen, humusreichen und ausreichend fruchtbaren Boden. Da es Schatten scheut, benötigt es volle Sonne, um sich gut zu entwickeln, sowie einen vor kalten Winden geschützten Standort.
Das Wandelröschen ist wenig raumgreifend und eine vielseitige Pflanze, die sich an jeden Garten anpasst und je nach Art und Sorte vielfältig verwendet werden kann. In Regionen mit mildem Klima wird es in Beete gepflanzt, andernorts im Topf kultiviert. Es ist eine hervorragende Zierpflanze für Terrassen und Balkone.
Die größten Wandelröschen wachsen schnell und können innerhalb einer Saison bis zu 1,80 m hoch werden. Die auf einen kompakten Wuchs selektierten Sorten sind ideal für Balkonkästen, Töpfe oder Pflanzschalen. Die kräftigsten Sorten eignen sich als Hintergrund eines Beetes oder für eine Einfassung. Bodendeckende Arten wie Lantana montevidensis bedecken einen Hang oder den Fuß eines Strauchs und können leicht über eine Mauer herabhängen. Sie lassen sich in einem großen Pflanzgefäß problemlos als Hochstämmchen ziehen.
Wann sollte man ein Wandelröschen pflanzen?
Die Pflanzung unserer Wandelröschen im Anzuchttopf oder als Mini-Wurzelballen erfolgt im Frühjahr von März bis Mai nach den letzten Frösten. Damit sie bereits zu Beginn des Sommers blühen, können Sie sie an einem warmen, hellen Standort im Topf vorkultivieren, um ihre Entwicklung zu beschleunigen.
Wie pflanzt man ein Wandelröschen?
Im Freiland
Für eine üppige Blüte bevorzugt das Wandelröschen einen nährstoffreichen und gut drainierten Boden: Arbeiten Sie leichte Blumenerde in Ihren Gartenboden ein, um ihn anzureichern, und lockern Sie ihn bei Bedarf mit etwas grobem Sand auf.
- Heben Sie ein zwei- bis dreimal so breites Pflanzloch wie der Wurzelballen aus
- Bringen Sie eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton aus
- Setzen Sie den Mini-Wurzelballen nicht zu tief ein
- Füllen Sie das Pflanzloch mit der angereicherten und aufgelockerten Pflanzerde auf
- Drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie reichlich
⇒ Ratgeber: Das Wandelröschen im Topf kultivieren
Das Wandelröschen ist die ideale Pflanze für Balkonkästen, Pflanzschalen oder Pflanzgefäße mit guter, nährstoffreicher und drainierender Blumenerde.
- Bringen Sie in einem mindestens 30 cm großen Topf eine gute Drainageschicht ein
- Pflanzen Sie es in eine Mischung aus Geranienerde und Sand
- Gießen Sie während der warmen Jahreszeit regelmäßig

Die Blüten des Wandelröschens sind bienenfreundlich (Foto: caligula1995 – Flickr)
Wann und wie sät man Samen von Wandelröschen?
Die Aussaat von Wandelröschen-Samen erfolgt von Februar bis Juli unter geschützten Bedingungen.
Beim Aussäen von Wandelröschen:
- Weichen Sie die Samen vor der Aussaat 24 Stunden lang in einem Glas mit lauwarmem Wasser ein
- Säen Sie die Samen in eine Aussaatschale oder in mit Blumenerde gefüllte Töpfe
- Bedecken Sie die Samen nur mit 3 mm Erde
- Stellen Sie die Aussaat in ein Mini-Gewächshaus oder an einen warmen Ort bei 20–25 °C
- Pikieren Sie die Keimlinge in 8 cm große Töpfe
- Wenn sie kräftiger geworden sind, setzen Sie sie anschließend in größere Töpfe um
- Gießen Sie mäßig
Pflege, Rückschnitt und Pflege des Wandelröschens
Im Freiland
Diese kleinen, in mildem Klima immergrünen Sträucher sind pflegeleicht. Das Wandelröschen verträgt Trockenheit gut und benötigt, abgesehen vom ersten Jahr nach der Pflanzung, nur wenig Wasser: Gießen Sie erst, wenn das Laub deutlich welk wird.
In Regionen mit milden Wintern schützen Sie den Wurzelstock mit einer dicken Mulchschicht aus Stroh oder Laub.
In kalten Regionen, in denen das Wandelröschen als einjährige Pflanze kultiviert wird, graben Sie die Pflanzenbüschel im Herbst aus.
Im Topf
Im Sommer gießen Sie 1 bis 2 Mal pro Woche, ohne jemals Wasser im Untersetzer stehen zu lassen, und geben Sie zweimal im Monat Flüssigdünger. Halten Sie das Substrat im Winter fast trocken und stellen Sie die Düngergaben ein.
Wenn Sie diese empfindliche Staude wie eine Orangeriepflanze überwintern möchten, befolgen Sie unsere Ratschläge: Wandelröschen: Wie überwintert man es?
Wann und wie schneidet man ein Wandelröschen?
- Entfernen Sie im Sommer nach und nach die verblühten Blüten, um die Bildung neuer Blüten anzuregen.
- Entspitzen Sie die Triebe im Frühjahr, indem Sie die Enden mit den Fingern abknipsen, um die Verzweigung zu fördern.
- Entfernen Sie Triebe, die die Symmetrie beeinträchtigen.
Im Gewächshaus kultivierte Pflanzen benötigen im Februar und März einen starken Rückschnitt, um das Wachstum anzuregen und vertrocknete Zweige zu entfernen: Kürzen Sie bei jedem Trieb der Topf-Wandelröschen die Triebe auf ein Viertel ihrer Länge und schneiden Sie jeweils auf 1 oder 2 Augen zurück.
Wie schneidet man ein Wandelröschen zur Kugelform?
Ein Wandelröschen kann seine natürliche Form behalten oder aus einer etwa 30 cm hohen Jungpflanze als Hochstämmchen gezogen werden. Es erreicht innerhalb von etwa 5 Jahren eine maximale Höhe von 2 m – so lange dauert es, bis sich sein Stamm entwickelt hat.
- Setzen Sie die Pflanze in einen ausreichend großen Topf, in dem Platz für einen Stützstab ist.
- Wählen Sie den geradesten und kräftigsten Trieb aus und stecken Sie den Stützstab in dessen Nähe in die Erde.
- Entfernen Sie die Seitentriebe an der Basis, sodass nur ein Haupttrieb übrig bleibt.
- Entfernen Sie alle unteren Blätter vollständig.
- Binden Sie den Trieb während des Wachstums nach und nach am Stützstab fest.
- Schneiden Sie die seitlichen Verzweigungen regelmäßig zurück.
- Schneiden Sie regelmäßig, um an der Spitze eine schöne Kugelform zu bilden.
- Schneiden Sie die Endknospe ab, um das weitere Wachstum auf der gewünschten Höhe zu stoppen.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge
Das Wandelröschen wird selten von Parasiten befallen oder krank. Im Gewächshaus ist es vor allem anfällig für Weiße Fliegen (Mottenschildläuse), die sich auf den Blattunterseiten sammeln. Besprühen Sie die Pflanze mit Seifenwasser oder Brennnesseljauche.
Braune Flecken auf den Blättern können durch Spinnmilben verursacht werden: Schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile ab und verbrennen Sie sie, besprühen Sie die Unterseiten der Blätter und die Stängel mit Wasser und besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit Brennnesseljauche.
Erfahren Sie mehr in unserem Artikel: Krankheiten und Parasiten des Wandelröschens: Wie erkennt und behandelt man sie?
Wann und wie macht man Stecklinge vom Wandelröschen?
Wenn eine Aussaat möglich ist, lässt sich das Wandelröschen leichter durch Stecklingsvermehrung im Sommer vermehren.
Wann sollte man das Wandelröschen durch Stecklinge vermehren?
Am Ende des Sommers, im August und September, schneiden Sie halbverholzte Triebe, also zu dem Zeitpunkt, an dem sie verholzen und sich von weichem zu hartem Holz entwickeln.
Wie vermehrt man das Wandelröschen durch Stecklinge?
- Schneiden Sie blütenlose Stecklinge direkt unterhalb eines Blattes
- Entfernen Sie die unteren Blätter des Triebs
- Setzen Sie sie in Töpfe mit einer feuchten Mischung aus Torf und Sand
- Stellen Sie die Stecklinge unter gespannte Luft und geschützt vor Frost auf, indem Sie sie mit einer durchsichtigen Plastikfolie abdecken
- Nach 2 oder 3 Wochen decken Sie die Stecklinge auf und halten das Substrat feucht
- Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr aus
- Entfernen Sie die Endknospen, damit die Jungpflanzen buschiger werden
- Gießen Sie im ersten Standjahr reichlich
Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber: Wie vermehrt man ein Wandelröschen durch Stecklinge?
Wandelröschen im Garten kombinieren
Mit seinen Blütenkugeln in leuchtenden und außergewöhnlichen Farben gedeiht das Wandelröschen in Gärten jeden Stils und verleiht ihnen eine exotische und stets fröhliche Note. Es eignet sich perfekt, um eine Wiese oder eine etwas wildere Ecke im Garten zu begrünen oder eine üppige Mischrabatte zum Blühen zu bringen.
In einem gut drainierten Beet lässt es sich mit exotischen Stauden wie Hesperaloe parviflora und Epilobium canum kombinieren, mit rotem oder violett getöntem Laub wie dem einer Keulenlilie oder eines Canna, der sehr schnell orangefarbene Blüten hervorbringt, die perfekt mit denen des Wandelröschens harmonieren, oder mit anderen kleinen Blütensträuchern wie Helianthemum, Goldlack, Lavendel, Zistrosen oder Salvia greigii. Es kann in Gruppen am Fuß eines Rizinus mit rötlichem Laub gepflanzt werden.

Eine Idee für eine exotische Kombination: Cordyline australis ‘Charly Boy’ (eine Sorte, die ‘Sunrise’ ähnelt), Hesperaloe parviflora ‘Rubra’, Lantana camara ‘Lucky Rose Sunrise’, Salvia greiggii
Man findet es häufig in kontrastierenden gelb-blauen Kombinationen oder in harmonischen Rosatönen für romantische oder fröhliche Kompositionen.
In einer Rabatte kombiniert man die Blütenstände gelber Wandelröschen mit den blauen Blüten von Schmucklilien, Vanilleblumen, Leberbalsam, Stauden-Lein, Blaukissen, Glockenblumen oder einer Plumbago capensis.
Rosa Wandelröschen kommen am Rand besonders schön zur Geltung, vor einem Beet mit Zylinderputzern, Verbene oder Prachtkerzen.
Für ein sonnengelbes Bild fühlt es sich in einem Steingarten oder an einem Hang mit Goldlack, Mädchenauge, Sonnenbraut, großen goldpanaschierten Gräsern, bronzefarbenen Seggen oder Federborstengras besonders wohl.
→ Entdecken Sie in unserem Ratgeber 7 weitere schöne Ideen für die Kombination von Wandelröschen!
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