Die Gerbera ist eine Zierpflanze mit großen, margeritenähnlichen Blüten, die wegen ihrer leuchtenden Farben und ihrer langen Blütezeit geschätzt wird. Diese erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Herbst. Die ursprünglich aus Südafrika stammende Pflanze bringt zwar einen Hauch Exotik in unsere Gärten und Blumensträuße, doch ihre geringe Winterhärte erschwert den Anbau in vielen Regionen. Daher wird sie häufig als einjährige Pflanze kultiviert.
Wie schützen Sie Ihre Gerbera im Winter und wenden dabei die richtigen Maßnahmen an, damit sie die kalte Jahreszeit übersteht? In welchen Regionen lässt sich diese Pflanze leichter kultivieren und welche Sorten sind besonders widerstandsfähig? Wir verraten Ihnen alles!

Gerbera vor Kälte schützen, Gerbera-Winterschutz

Warum sollten Sie die Gerbera im Winter schützen?

Die Gerbera reagiert empfindlich auf niedrige Temperaturen und ist nur wenig winterhart. Temperaturen unter -4 °C verträgt sie nicht. Dadurch ist sie durch Frost und winterliche Kälte gefährdet. Deshalb sollten Sie einen Winterschutz anbringen, damit Ihre Gerbera im Winter keinen Schaden nimmt oder abstirbt.

In welcher Region lässt sich die Gerbera am leichtesten kultivieren?

Am einfachsten lässt sich die Gerbera im Freiland in Regionen mit mildem Klima kultivieren, in denen die Temperaturen im Winter nur selten unter 5 °C sinken. Küstenregionen, insbesondere der Süden Frankreichs und die Atlantikküste, eignen sich besonders gut für den Anbau der Gerbera. Dennoch sollten Sie auch dort einige Vorkehrungen treffen, um die Gerbera vor Kälte zu schützen und ihr langfristiges Gedeihen zu sichern. Die Standortbedingungen sind entscheidend: Wählen Sie einen gut durchlässigen Boden an einem geschützten, sonnigen Standort, zum Beispiel am Fuß einer Mauer.

Kälteverträgliche Gerbera-Sorten

Obwohl die meisten Gerbera-Arten kälteempfindlich sind, gibt es einige Sorten, die niedrige Temperaturen besser vertragen. Dazu gehören Gerbera jamesonii 'Drakensberg', die Temperaturen bis -2 °C übersteht, und Gerbera jamesonii 'Everlast', die ebenfalls leicht negative Temperaturen verträgt. Dennoch sollten Sie bedenken, dass selbst die winterhärtesten Sorten, die halbmehrjährigen Gerbera-Hybriden (Gerbera x garvinea), während Frostperioden einen ausreichenden Schutz benötigen.

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Gerbera Garvinea 'Sweet Glow' (© Surely Shirly)

Wann sollten Sie die Gerbera vor Kälte schützen?

Schützen Sie Ihre Gerbera, sobald die Temperaturen zu sinken beginnen. In der Regel ist das im Spätherbst der Fall, wenn die ersten Fröste auftreten. Beobachten Sie die Wettervorhersage und schützen Sie Ihre Gerbera, sobald Frostgefahr besteht.

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Wie schützen Sie die Gerbera im Winter?

Mit den folgenden Maßnahmen schützen Sie Ihre Gerbera vor Kälte und geben ihr einen wirksamen Winterschutz:

1. Holen Sie Ihre Gerbera ins Haus: Wenn Sie Ihre Gerbera im Topf kultivieren, holen Sie sie im Winter ins Haus. Wählen Sie einen hellen Standort, der vor direkter Sonne und Zugluft geschützt ist. Ideal sind Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. Am besten stellen Sie die Pflanze in einen ungeheizten Wintergarten, in die Nähe eines nach Süden oder Westen ausgerichteten Fensters, damit sie möglichst viel natürliches Licht erhält.

Wenn Sie über ein kaltes Gewächshaus oder einen Frühbeetkasten verfügen, können Sie Ihre Gerbera dort überwintern. So ist sie zusätzlich vor Witterung und niedrigen Temperaturen geschützt. Lüften Sie das Gewächshaus oder den Frühbeetkasten regelmäßig, damit sich kein Kondenswasser bildet und keine Feuchtigkeitsprobleme entstehen. Die Mindesttemperatur sollte bei 5 bis 7 °C liegen.

2. Mulchen Sie: Eine Mulchschicht schützt die Gerbera wirksam vor Kälte. Bedecken Sie den Boden rund um die Pflanze mit einer dicken Schicht organischen Materials, zum Beispiel mit 10 cm Laub, Stroh, Rinde oder Häckselgut. So bleibt die Bodentemperatur stabil und starke Temperaturschwankungen werden vermieden.

3. Verwenden Sie ein Wintervlies, um Ihre Gerbera einzuhüllen und vor Kälte zu schützen. Das leichte, atmungsaktive Gewebe schützt die Pflanze vor Frost und lässt gleichzeitig Licht und Luft hindurch. Befestigen Sie das Vlies gut am Boden, damit es bei Wind nicht wegweht. Sie können zusätzlich eine Stützkonstruktion aus Metall- oder Kunststoffbögen anbringen. So liegt das Vlies nicht direkt auf der Pflanze auf.

Eine Gerbera überwintern: Wie bereiten Sie sie auf den Winter vor?

Bevor Sie den Winterschutz für Ihre Gerbera anbringen, sollten Sie die Pflanze auf diese schwierige Zeit vorbereiten. Mit den folgenden Maßnahmen übersteht Ihre Gerbera den Winter schonend:

1. Rückschnitt: Schneiden Sie Ihre Gerbera im Spätherbst leicht zurück. Kürzen Sie die verblühten Stängel bis auf Bodenniveau und entfernen Sie beschädigte Blätter. So kommt die Pflanze besser durch die kalte Jahreszeit und bildet im Frühjahr leichter neue Triebe.

2. Gießen: Reduzieren Sie die Wassergaben Ihrer Gerbera vor dem Winter schrittweise. Zu viel Wasser kann Wurzelfäule verursachen und die Pflanze schwächen. Lassen Sie den Boden zwischen zwei Wassergaben leicht abtrocknen, ohne die Pflanze vollständig austrocknen zu lassen.

3. Düngung: Düngen Sie während der Wintermonate nicht, da dies das Wachstum anregen und die Pflanze anfälliger für Kälte machen würde. Beginnen Sie im Frühjahr wieder mit der Düngung, sobald die Temperaturen steigen und das Wachstum erneut einsetzt.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, schützen Sie Ihre Gerbera wirksam im Winter und halten die hübsche Pflanze das ganze Jahr über gesund. Wählen Sie eine Sorte, die zu Ihrem Klima passt, und bereiten Sie Ihre Gerbera sorgfältig auf den Winter vor. So erhöhen Sie ihre Chancen, die kalte Jahreszeit erfolgreich zu überstehen.