Der Kuchenbaum oder Cercidiphyllum mit botanischem Namen ist einer der schönsten Bäume mit einer prächtigen Herbstfärbung und einem besonderen Herbstduft. Er begeistert nicht nur mit den herrlichen Farben, die sein Laub bei Einsetzen der ersten Kälte annimmt, sondern auch mit seiner herzförmigen Blattform. In einer Gruppe aus zwei oder drei Exemplaren kommt er in einer Hecke oder einem Strauchbeet besonders schön zur Geltung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie ihn einfach vermehren können.
Der faszinierende Kuchenbaum
Der Kuchenbaum, der manchmal auch als Katsurabaum oder Lebkuchenbaum bezeichnet wird, trägt diese Namen aufgrund des Duftes, den sein Laub beim Herabfallen im Herbst verströmt. Wenn Sie darauf treten, steigt ein Karamellduft auf!
Dieser sommergrüne, aus Japan und China stammende Baum ist mit seinen herzförmigen Blättern und dem wechselnden Farbspiel eine echte Schönheit. Bei manchen Sorten reicht die Färbung von Grün oder Purpur über Hellgrün und Gelb bis hin zu Scharlachrot im Herbst. Er kann eine Höhe von bis zu 15 m erreichen. Cercidiphyllum japonicum 'Pendulum' entwickelt zudem eine malerisch überhängende Verzweigung.
Alles Wissenswerte über Cercidiphyllum erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.

Wann sollten Sie den Kuchenbaum vermehren?
Das hängt von der gewählten Vermehrungsmethode ab.
Wenn Sie Stecklinge nehmen, sollten Sie dies im Spätsommer tun, wenn die Pflanzen verholzen. Dann beginnen sich ihre Triebe in Holz zu verwandeln.
Wenn Sie lieber eine Aussaat versuchen möchten, säen Sie im Spätwinter, idealerweise im Februar oder März. Die Samen ernten Sie am Baum im Spätsommer.
Wie vermehren Sie den Kuchenbaum?
Stecklingsvermehrung von Cercidiphyllum
Diese Methode bietet bei diesem Baum die besten Erfolgsaussichten.
Sie benötigen:
- Stecklinge von Cercidiphyllum;
- Bewurzelungshormon (optional);
- Anzucht- oder Stecklingserde oder eine Mischung aus zwei Dritteln Blumenerde und einem Drittel Sand;
- Töpfe oder Anzuchtschalen;
- Klarsichtfolie oder ein Mini-Gewächshaus.
- Schneiden Sie etwa 15 cm lange Stecklinge von halbverholzten Trieben. Dabei handelt es sich um diesjährige Triebe, die im Spätsommer, im August oder Anfang September, teilweise verholzt sind. Schneiden Sie ein längeres Stück an der Stelle ab, an der sich die Farbe ändert. Teilen Sie daraus ein 15 bis 20 cm langes Stück direkt unterhalb eines Knotens ab.
- Entfernen Sie die Blätter im unteren Bereich des Stecklings. Lassen Sie nur ein Blattpaar an der Spitze stehen. Halbieren Sie die Blätter, um ihre Fläche weiter zu verkleinern (siehe Zeichnung).

- Tauchen Sie die Basis der Stecklinge optional in Bewurzelungshormon, um die Wurzelbildung anzuregen. Sie können auch Weidenwasser verwenden, falls Sie welches zur Hand haben.
- Stecken Sie die Stecklinge zu zwei Dritteln ihrer Länge in Töpfe mit Anzucht- oder Stecklingserde. Alternativ können Sie gesiebte Erde verwenden, die Sie mit etwas Sand mischen.
- Drücken Sie die Erde rund um die Triebe leicht an, damit ein guter Kontakt mit dem Substrat entsteht, und gießen Sie vorsichtig.
- Decken Sie die Töpfe mit Klarsichtfolie ab oder stellen Sie sie in ein Mini-Gewächshaus, damit die Feuchtigkeit konstant bleibt.
- Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Platz im Freien, idealerweise unter ein Frühbeet und geschützt vor direkter Sonne. Die Wurzelbildung kann mehrere Wochen dauern.
- Sobald die Stecklinge ein ausreichendes Wurzelsystem entwickelt haben, können Sie sie in größere Töpfe mit Erde für Jungpflanzen umtopfen. Neue Blätter zeigen Ihnen, dass die Wurzelbildung erfolgreich war.
- Gießen Sie regelmäßig, damit das Substrat leicht feucht bleibt, aber nicht zu nass wird. Im Herbst oder im folgenden Frühjahr können Sie die Jungpflanzen je nach ihrer Entwicklung ins Freiland pflanzen.
Die Aussaat
Auch eine Aussaat ist möglich. Sie ist jedoch schwieriger als die Stecklingsvermehrung. Außerdem ist eine Periode der Vernalisation, also eine Kälteperiode für die Samen, unerlässlich, damit der Kuchenbaum gut keimt.
- Bereiten Sie die Samen vor: Ernten Sie die Samen aus den Schoten, die weibliche Bäume im Spätsommer bilden. Die geflügelten, flachen Samen müssen zunächst trocken sein. Anschließend werden sie einer Kältebehandlung unterzogen, um winterliche Bedingungen zu simulieren. Diese Kälte fördert die Keimung. Geben Sie die Samen dazu in einen Plastikbeutel mit feuchtem Sand und lagern Sie ihn etwa zwei bis drei Monate lang im Kühlschrank bei +3 bis +5 °C.
- Säen Sie die Samen im März in Töpfe oder Schalen mit zuvor angefeuchteter Aussaaterde. Bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht Erde von 1 cm und gießen Sie vorsichtig mit einer Sprühflasche.
- Decken Sie die Töpfe oder Schalen mit Klarsichtfolie ab oder stellen Sie sie in ein Mini-Gewächshaus, damit die Feuchtigkeit konstant bleibt.
- Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Platz, idealerweise unter ein Frühbeet. Die Nachttemperaturen dürfen nicht unter 10 °C fallen. Alternativ können Sie die Töpfe im Haus bei 15 bis 20 °C und geschützt vor direkter Sonne aufstellen. Die Keimung kann zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten dauern.
- Gießen Sie regelmäßig, indem Sie das Wasser stets aufsprühen. So bleibt das Substrat leicht feucht, aber weder zu nass noch zu trocken.
- Sobald die Keimlinge ihre ersten echten Blätter entwickelt haben, pikieren Sie sie in einzelne Töpfe mit Erde für Jungpflanzen. Gewöhnen Sie sie schrittweise an die Sonne, zunächst für einige Stunden am Tag.
- Pflanzen Sie die Jungpflanzen im Frühjahr oder Herbst ins Freiland, sobald sie gut entwickelt sind.
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