Kennen Sie Lemon Curd, diese englische Köstlichkeit mit intensivem Zitronengeschmack? Wörtlich bedeutet der Name „Zitronenquark“, bei uns spricht man jedoch eher von Zitronencreme. Diese Köstlichkeit entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Sie besteht aus einer sorgfältig abgestimmten Mischung aus Zitronen, Eiern, Zucker und Butter. Vier magische Zutaten – mehr braucht es nicht. Sie verleihen der Creme ihren einzigartigen Geschmack.

Die süß-säuerliche Creme schmeckt einfach köstlich auf einer Scheibe Brot oder Brioche. Lemon Curd eignet sich aber auch hervorragend als Füllung für Tortenböden oder Zitronentartelettes. Außerdem verfeinert er Crêpes, Waffeln und andere Scones für eine Tea-Time nach englischer Art. Manche geben Lemon Curd auch in ihren Joghurt oder Quark.

Im Internet finden Sie zahlreiche Rezepte mit unterschiedlichen Zuckermengen. Hier ist mein Lieblingsrezept, das ich vor einigen Jahren aus Yorkshire mitgebracht habe.

Hausgemachter Lemon Curd, englisches Lemon-Curd-Rezept

Die Zutaten

Mit dieser Menge können Sie 2 Gläser à 325 g zubereiten.

Abrieb und Saft von 3 unbehandelten Zitronen
100 g Butter, in kleine Stücke geschnitten
170 g Zucker
3 Eier

Das benötigte Material

Eine feine Reibe
Eine Zitruspresse
Ein Schneebesen
Ein Holzlöffel
Zwei Töpfe für ein Wasserbad oder ein spezieller Wasserbadtopf
Ausgekochte, leere Marmeladengläser

Englisches Lemon-Curd-Rezept

Das Rezept

1. Reiben Sie die Schale von 3 Zitronen ab und pressen Sie sie aus. Gießen Sie den Saft durch ein Sieb, um möglichst viel Fruchtfleisch zu entfernen.

2. Erhitzen Sie einen großen, nur zu einem Drittel mit Wasser gefüllten Topf bis zum Siedepunkt. Stellen Sie die Hitze anschließend auf die niedrigste Stufe. Geben Sie in einen zweiten, kleineren Topf den Zitronensaft, den Zitronenabrieb und den Zucker.

3. Erhitzen Sie die Mischung im Wasserbad und rühren Sie mit einem Holzlöffel, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Englisches Lemon-Curd-Rezept

4. Verquirlen Sie in einer separaten Schüssel 2 ganze Eier und das Eigelb leicht. Rühren Sie sie anschließend unter die Mischung.

5. Erhitzen Sie die Mischung weiter und rühren Sie sie ständig mit dem Schneebesen, bis sie eindickt. Das dauert etwa 10 Minuten.

Englisches Lemon-Curd-Rezept

6. Sobald die Creme den Löffel überzieht, geben Sie die Butter in kleinen Stücken dazu. Nehmen Sie den Topf vom Herd und rühren Sie alles gründlich durch. Die Creme ist nun eingedickt. Sie sollte jedoch nicht zu fest sein, da die Butter beim Abkühlen zusätzlich für eine festere Konsistenz sorgt.

Zubereitung von Lemon Curd

7. Füllen Sie die Creme in zuvor wie Marmeladengläser sterilisierte Gläser. Lassen Sie sie abkühlen und verschließen Sie die Gläser mit den Deckeln.

Hausgemachter Lemon Curd, englisches Lemon-Curd-Rezept

8. Beschriften Sie die Gläser mit dem Herstellungsdatum und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. Nach dem Öffnen sollten Sie den Lemon Curd innerhalb von 3 Wochen verbrauchen.

Hinweis: Da dieser hausgemachte Lemon Curd keine Konservierungs- oder Verdickungsmittel enthält, hält er sich ungeöffnet im Kühlschrank etwa 1 Monat. Wenn Sie die noch heißen, verschlossenen Gläser 15 Minuten sterilisieren, verlängert sich die Haltbarkeit etwas. Bereiten Sie deshalb am besten immer kleine Mengen zu. Alternativ können Sie zu den Feiertagen mehrere kleine Gläser vorbereiten. Lemon Curd ist eine besondere Köstlichkeit für Ihre Gäste am Heiligabend oder für die Familie unter dem Weihnachtsbaum.

Ein Tipp: Wenn Sie die Zutatenmenge verdoppeln, verwenden Sie die beiden zurückbehaltenen Eiweiße, um Kokosmakronen oder Financiers zu backen. Sie können ein Glas Lemon Curd außerdem maximal ein Jahr einfrieren. Tauen Sie es am Vortag im Kühlschrank auf.

Englisches Lemon-Curd-Rezept, Menge und Anzahl der Gläser

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In England spricht man auch von Fruit Curd, da sich dieses Rezept auf andere Früchte anwenden lässt, von denen Sie die Schale abreiben können: Orange oder Pampelmuse zum Beispiel. Sie können das Rezept aber auch mit der Fleischfarbenen Passionsblume zubereiten.

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Ein Zitronenbaum im Garten – welche Sorte sollten Sie wählen?

Da Zitronenbäume nur wenig winterhart sind (-3 °C bis -5 °C), ist es in den meisten Regionen Deutschlands schwierig, Zitronen im Freiland anzubauen. Eine Ausnahme bildet die berühmte Orangenbaumzone. Alternativ können Sie den Baum im Topf kultivieren und ihn frostfrei in einem geeigneten Raum, einem Gewächshaus oder einem unbeheizten Wintergarten überwintern. Zu den winterhärteren Sorten gehören Citrus x meyeri, der Meyer-Zitronenbaum, ein Zitronenbaum mit ganzjähriger Ernte und einer Winterhärte bis etwa -8 °C, sowie Citrus cara cara.

Zitronen werden im Oktober oder November geerntet. Wenn Sie keinen Zitronenbaum besitzen, verwenden Sie für dieses Rezept, bei dem auch die Schale zum Einsatz kommt, Bio-Zitronen. So können Sie Lemon Curd das ganze Jahr über zubereiten.