In diesem ausführlichen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Leptospermum, auch als Teebaum bekannt, erfolgreich vermehren. Unsere leicht verständliche Anleitung hilft Ihnen dabei, Leptospermum durch Stecklinge und Aussaat zu vermehren. Bereiten Sie also Ihre Töpfe und Samen vor und beginnen Sie noch heute mit der Vermehrung dieses Strauchs.
Einige Informationen zu Leptospermum
Leptospermum, häufig als „Teebaum“, „Manuka“ oder auch als Myrtenheide bezeichnet, ist eine Gattung blühender Pflanzen aus der Familie der Myrtengewächse. Sie umfasst etwa 80 Arten. Die meisten stammen aus Australien, einige sind jedoch auch in Neuseeland und Malaysia heimisch.
Leptospermum sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die für ihre üppige und attraktive Blüte bekannt sind. Die Blüten sind meist weiß, manche Arten und Sorten blühen jedoch rosa oder rot. Sie können einfach oder halbgefüllt sein. Die Blüten sind klein, erscheinen aber in großer Zahl. Während der Blütezeit verleihen sie der Pflanze eine besonders attraktive Wirkung. Auch das immergrüne Laub ist reizvoll. Die kleinen, spitzen Blätter duften häufig aromatisch.
Im Allgemeinen sind Leptospermum recht robuste Pflanzen. Sie bevorzugen gut durchlässige Böden sowie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Sobald sie gut eingewachsen sind, vertragen sie auch Trockenheit. Dadurch eignen sie sich ideal für pflegeleichte Gärten.
Hinweis: Die Bezeichnung „Teebaum“ oder Tea Tree wird auch für Melaleuca alternifolia verwendet. Dabei handelt es sich um eine andere Art derselben Familie.

Wann und wie lässt sich Leptospermum vermehren?
Leptospermum lässt sich auf zwei Arten vermehren: durch Aussaat oder Stecklinge. Die Aussaat dauert lange und ist unsicher. Stecklinge bieten häufig bessere Erfolgsaussichten.
Stecklingsvermehrung
Vermehren Sie Leptospermum durch Stecklinge im Spätsommer oder Frühherbst. Zu diesem Zeitpunkt sind die Zweige des Strauchs ausreichend lang, aber noch nicht vollständig lignifiziert. Es handelt sich um halbverholzte Stecklinge.
- Wählen Sie einen gesunden, kräftigen Trieb der Pflanze aus, idealerweise einen neuen Trieb, der bereits etwas ausgehärtet ist, aber noch nicht vollständig verholzt ist. Der Steckling sollte etwa 10–15 cm lang sein.
- Verwenden Sie eine saubere und scharfe Gartenschere. Schneiden Sie den Trieb direkt unterhalb eines Knotens ab, also an der Stelle, an der die Blätter wachsen.
- Entfernen Sie alle Blätter am unteren Teil des Stecklings und lassen Sie nur einige Blätter an der Spitze stehen. Dieser Schritt ist besonders wichtig. Der Steckling kann durch die verbleibenden Blätter weiter wachsen, während sich der Wasserverlust durch Verdunstung möglichst gering hält.
- Pflanzen Sie den Steckling in einen Topf mit lockerer, feuchter Blumenerde. Sie können den Topf mit einem Plastikbeutel oder einer durchsichtigen Abdeckung versehen. Auch eine halbierte Plastikflasche eignet sich dafür. So entsteht eine feuchte Atmosphäre, die die Wurzelbildung unterstützt. Diese Methode wird als Stecklingsvermehrung unter gespannter Luft bezeichnet.
- Stellen Sie den Topf an einen warmen, halbschattigen Standort und gießen Sie regelmäßig. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, damit das Substrat feucht bleibt, ohne zu nass zu werden.
- Nach 4 bis 8 Wochen sollte der Steckling beginnen, neue Wurzeln zu bilden. Sobald er gut bewurzelt ist, können Sie ihn in einen größeren Topf oder direkt in den Garten pflanzen.

Aussaat
Der beste Zeitpunkt für die Aussaat von Leptospermum ist das Frühjahr, von April bis Mai.
- Bereiten Sie zunächst einen Topf mit hochwertiger Aussaaterde vor.
- Säen Sie die Samen auf der Bodenoberfläche aus und bedecken Sie sie leicht mit Blumenerde.
- Halten Sie den Boden feucht, aber nicht zu nass. Stellen Sie den Topf an einen warmen Standort mit indirektem Licht.
- Die Samen von Leptospermum können einige Wochen bis mehrere Monate für die Keimung benötigen. Haben Sie daher Geduld!
- Sobald die kleinen Pflanzen groß genug zum Pikieren sind, können Sie sie in einzelne Töpfe umsetzen.

Benötigtes Material
- Gartenschere, gut geschärft und sauber, für einen glatten Schnitt und möglichst geringe Schäden an der Pflanze.
- Töpfe für Stecklinge oder die Aussaat mit Abzugslöchern im Boden.
- Aussaaterde und Stecklingserde oder eine Mischung aus Universalerde und Sand.
- Plastikbeutel oder durchsichtige Abdeckung (optional): Damit können Sie den Topf abdecken und eine feuchte Atmosphäre schaffen, die die Wurzelbildung unterstützt.
- Wassersprüher
- Gartenetiketten
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