Manchmal fragt man sich, wie man die Tage der Kinder gestalten kann. Eines steht fest: An Fantasie mangelt es ihnen nicht! Wie wäre es, dieses kreative Potenzial zu nutzen, Kunst und Gartenarbeit miteinander zu verbinden und die Kinder bei der Gestaltung eines Pflanzenbildes mit einem Fadengeflecht anzuleiten? So sorgen Sie für Abwechslung zu Grassuppen (wenn Sie Kinder haben, wissen Sie, wovon ich spreche!) und anderen improvisierten Hütten. Diese Aktivität macht nicht nur viel Spaß, sondern ermöglicht es den Kindern auch, die verschiedenen Namen und Düfte von Pflanzen kennenzulernen. Außerdem entwickeln die Jüngsten dabei ein Bewusstsein für ihre Umwelt. Also holen Sie Ihre Gartengeräte heraus und gestalten Sie gemeinsam mit Ihrer Familie ein hübsches Pflanzenbild!
1 – Das benötigte Material
Für dieses Projekt benötigen Sie einige grundlegende Utensilien:
- Eine Schere;
- Schnur;
- 4 feste Zweige von etwa 15 Zentimetern Länge für den Rahmen. Passen Sie die Größe an Ihr Projekt und das Alter des Kindes an;
- Blühende Stängel oder biegsame Zweige aus dem Garten, mit denen Sie den Rahmen verzieren.

2 – Vorbereitung
Bereiten Sie das benötigte Material auf einem Tisch vor, bevor Sie beginnen. So verhindern Sie, dass sich die Kinder zu sehr verstreuen. Für kleinere Kinder können Sie den Rahmen im Voraus anfertigen oder einen alten Holzrahmen verwenden. Achten Sie auf die Sicherheit: Auch wenn Sie eine Schere mit abgerundeten Spitzen verwenden, muss stets ein Erwachsener die Kinder beaufsichtigen.
Verwenden Sie außerdem eine kindgerechte Sprache. Sagen Sie zum Beispiel nicht: „Wir machen Kreuzungen mit der Schnur“, sondern lieber: „Wir bauen mit der Schnur einen Berg.“ So regen Sie die Fantasie an, und kleine Künstler lieben das!
3 – Die einzelnen Gestaltungsschritte
1 – Wählen Sie zunächst vier robuste Zweige aus (Hasel, Esskastanie, Birnbaum – kurz gesagt: Was auch immer Sie zur Hand haben!), um den Grundrahmen anzufertigen.
2 – Legen Sie die Zweige je nach gewünschter Größe des Pflanzenbildes zu einem Quadrat oder Rechteck aus.
3 – Binden Sie jede Ecke mit Schnur zusammen. Achten Sie darauf, dass der Rahmen stabil und sicher ist.

4 – Sobald der Rahmen fertig ist, spannen Sie die Schnur im Inneren des Rahmens zu einem Geflecht. Verwenden Sie vorzugsweise eine farbige Schnur, damit das Kind sie gut sehen kann. Beginnen Sie an einer Ecke und führen Sie die Schnur von einer Seite zur anderen. Bilden Sie dabei Zickzacklinien oder Berge – oder „M“, wenn Ihr Kind bereits die erste Klasse besucht! Achten Sie darauf, dass die Schnur straff gespannt ist. Dieses Geflecht dient später als Halt für die Pflanzen.

5 – Nun geht es in den Garten! Lassen Sie Ihr Kind auf Entdeckungstour gehen. Zeigen Sie ihm, was es schneiden darf und was nicht. Helfen Sie ihm, Zweige oder Stängel abzuschneiden, die möglichst der Länge des Rahmens entsprechen. Sie können verschiedene Pflanzen verwenden, zum Beispiel Schachtelhalm mit seiner hübschen, pinselartigen Form – meine Tochter nennt ihn „Wolfsrute“ –, Mädesüß oder Minze. Lassen Sie Ihrer Fantasie bei der Pflanzenauswahl freien Lauf!
6 – Wenn Sie alle Pflanzen gesammelt haben, beginnen Sie vorsichtig damit, sie wie bei einem Webmuster in das Schnurgeflecht einzufädeln. Nehmen Sie einen Zweig oder Stängel der ersten Pflanze. Führen Sie ihn über die erste Schnur und anschließend unter der zweiten hindurch. Wechseln Sie dieses Muster bis zum Ende der Reihe ab.
Beim nächsten Zweig gehen Sie umgekehrt vor: Führen Sie ihn zunächst unter der ersten Schnur hindurch und anschließend über die zweite. Wechseln Sie auch hier das Muster ab. So bleiben die Pflanzen an ihrem Platz, und es entsteht ein interessantes Muster.

Fügen Sie weitere Pflanzen nach demselben Webmuster hinzu. Wechseln Sie das Muster bei jedem neuen Stängel ab. So entsteht ein Überlappungseffekt, der die Pflanzen an ihrem Platz hält.

7 – Wenn alle Pflanzen an ihrem Platz sind, treten Sie gemeinsam mit Ihrem kleinen Künstler etwas zurück und betrachten Sie Ihr Werk. Bei Bedarf können Sie noch Änderungen vornehmen. Fügen Sie abschließend Blüten von Kuhblume, Gänseblümchen oder Margerite hinzu. Auch andere dekorative Elemente wie Kiefernzapfen oder Perlen eignen sich, um den Rahmen noch persönlicher zu gestalten.

4 – Pflege des Pflanzenbildes
Die Schönheit dieses vergänglichen Pflanzenbildes liegt darin, dass es sich im Laufe der Zeit verändert. Um seine Lebensdauer zu verlängern, besprühen Sie die Pflanzen täglich mit etwas Wasser, damit sie bis zum Verwelken ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt bleiben. Stellen Sie den Rahmen an einen hellen Ort ohne direkte Sonne. Vermeiden Sie Sonne sowie zu warme oder zu kalte Standorte, da die Blätter und Blüten dort schnell welken können. Anschließend können Sie den Rahmen so oft neu gestalten, wie Sie möchten!
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