Einige, besonders empfindliche Pflanzen benötigen etwas Schatten, um gut zu gedeihen. Das gilt vor allem an heißen, sonnigen Sommertagen. Umso mehr in unserer Zeit, in der die Sonne keine sanfte Wärme mehr verbreitet, sondern eher einem Todesstrahl gleicht, der uns im Sommer einer unerträglichen Gluthitze aussetzt. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eine einfache und wirksame Schattenkonstruktion bauen. So schaffen Sie optimale Bedingungen für Ihre Pflanzen. Also ziehen Sie Ihre Handschuhe an, legen Sie Ihr Werkzeug bereit und legen Sie los!

Warum brauchen Sie eine Schattenkonstruktion?
Eine Schattenkonstruktion kann in Ihrem Garten oder Gemüsegarten aus mehreren Gründen eine wichtige Rolle beim Schutz und beim Wachstum der Pflanzen spielen:
- Schutz vor der Sonne: Wie der Name bereits sagt, schützt eine Schattenkonstruktion vor direkter Sonneneinstrahlung. Einige Pflanzen reagieren empfindlich auf Hitze und intensive Sonne. Bei zu starker Einstrahlung können sie verbrennen oder unter Stress geraten. Der Schatten mildert diese Auswirkungen ab.
- Wasserspeicherung: Eine Schattenkonstruktion verringert die durch die Sonnenwärme verursachte Verdunstung. Dadurch bleibt die Bodenfeuchtigkeit länger erhalten. Das kommt den meisten Pflanzen zugute und kann den Gießbedarf reduzieren.
- Schutz vor Witterungseinflüssen: Neben der Sonne kann eine Schattenkonstruktion auch einen gewissen Schutz vor anderen Einflüssen bieten, etwa vor Wind oder starkem Regen, die Pflanzen beschädigen können.
- Temperaturkontrolle: Eine Schattenkonstruktion kann helfen, die Temperatur im Garten oder Gemüsegarten zu regulieren. Das ist besonders in Regionen nützlich, in denen die Temperaturen extrem ausfallen können.
- Mehr Komfort: Eine Schattenkonstruktion macht die Gartenarbeit angenehmer. Sie schafft einen schattigen Bereich, in dem Sie arbeiten oder sich ausruhen können.
- Größere Pflanzenvielfalt: Mit einer Schattenkonstruktion können Sie Pflanzen kultivieren, die Schatten oder Halbschatten bevorzugen und in voller Sonne sonst nicht überleben würden.
Der besondere Fall einer Schattenkonstruktion für Aussaaten
Eine Schattenkonstruktion für Aussaaten spendet jungen Pflanzen und Keimlingen mäßigen Schatten. Diese sind noch nicht bereit für direkte Sonneneinstrahlung. Solche Konstruktionen sind in der Regel kleiner als Modelle für ausgewachsene Pflanzen, folgen aber demselben Grundprinzip.
Eine Schattenkonstruktion für Aussaaten lässt sich in der Regel leicht ab- und wieder aufbauen. Sie kann zu verschiedenen Zeitpunkten während der Wachstumsperiode erforderlich sein, insbesondere während der Keimung und beim ersten Umpflanzen der Keimlinge. Sie können sie auch verwenden, um im Haus kultivierte Keimlinge vor dem endgültigen Auspflanzen schrittweise an die Bedingungen im Freien zu gewöhnen.

Schattengewebe oder Schattennetz: Welches Material sollten Sie wählen?
Das Material einer Schattenkonstruktion kann variieren. In der Regel besteht sie aus einem Schattengewebe oder Schattennetz, das einen Teil des Sonnenlichts abhält und gleichzeitig Licht durchlässt. Wie viel Licht abgeschirmt wird, hängt von der Art des verwendeten Gewebes ab. Einige Varianten halten bis zu 70 % des Sonnenlichts zurück.
Die Wahl des Materials für ein Schattengewebe hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören der gewünschte Schattenanteil, das Klima in Ihrer Region, Ihr Budget und Ihre ästhetischen Vorlieben. Hier finden Sie einige häufig verwendete Möglichkeiten:
- Schattengewebe: Dies ist das am häufigsten verwendete Material für Schattenkonstruktionen. Es besteht meist aus Polyethylen, einem langlebigen und UV-beständigen Kunststoff. Schattengewebe ist in verschiedenen Dichten erhältlich, die jeweils einen unterschiedlichen Anteil des Sonnenlichts abhalten.
- Schattennetz: Ähnlich wie Schattengewebe ist ein Schattennetz meist etwas leichter und luftdurchlässiger. Das kann in warmen Klimazonen von Vorteil sein.
- Jutegewebe: Jutegewebe ist eine natürliche und biologisch abbaubare Möglichkeit, Schatten zu spenden. Es ist allerdings weniger langlebig als Kunststoff und kann mit der Zeit verrotten.
- Sonnensegelstoff: Diese meist aus Polyester hergestellten Gewebe sind langlebig sowie reiß- und schimmelbeständig. Sie werden häufig für Sonnensegel auf Terrassen oder Innenhöfen verwendet, eignen sich aber auch für Schattenkonstruktionen im Garten.
- Bambus oder Schilfrohr: Auch miteinander verflochtene Bambus- oder Schilfrohrstreifen können für eine Schattenkonstruktion verwendet werden. Diese natürlichen Materialien wirken dekorativ und halten je nach Dichte unterschiedlich viel Sonnenlicht ab.
- Alte Vorhänge: Ein kleiner persönlicher Tipp: Alte Vorhänge eignen sich als einfache, provisorische Schattenkonstruktion. Das kostet nichts und ist obendrein eine gute Möglichkeit zur Wiederverwendung.
Denken Sie daran, dass alle diese Materialien den Regen bis zu einem gewissen Grad abhalten können. Wenn Ihnen die natürliche Bewässerung Ihrer Pflanzen wichtig ist, wählen Sie am besten ein Material, das zumindest einen Teil des Regenwassers durchlässt, etwa ein Schattennetz oder Jutegewebe.

Wie bauen Sie eine Schattenkonstruktion?
- Planung: Legen Sie zunächst den Standort und die Größe Ihrer Schattenkonstruktion fest. Achten Sie darauf, dass sie die schattenbedürftigen Pflanzen abdeckt und hoch genug ist, damit Sie sich bei Bedarf darunter bewegen können.
- Aufstellen der Pfosten: Markieren Sie die Standorte der vier Pfosten. Sie bilden die Ecken Ihrer Schattenkonstruktion. Heben Sie an jeder markierten Stelle ein etwa 60 cm tiefes Loch aus. Setzen Sie die Pfosten hinein. Prüfen Sie mit einer Wasserwaage, ob jeder Pfosten senkrecht steht. Füllen Sie die Löcher anschließend mit Erde oder Beton, um die Pfosten zu befestigen.
- Befestigen des Schattengewebes: Befestigen Sie eine Ecke des Schattengewebes mit einer Schraube oder einem Nagel an einem Pfosten. Spannen Sie das Gewebe diagonal bis zum gegenüberliegenden Pfosten und befestigen Sie es auch dort. Wiederholen Sie den Vorgang mit den beiden anderen Ecken. Achten Sie darauf, dass das Gewebe straff und glatt gespannt ist.
- Sichern des Gewebes: Für zusätzliche Sicherheit können Sie die Ecken des Gewebes mit einem Seil an den Pfosten befestigen. So bleibt es auch bei Wind an seinem Platz.
- Kontrolle: Prüfen Sie nach dem Aufbau, ob die Pflanzen darunter zu verschiedenen Tageszeiten ausreichend Schatten erhalten. Bei Bedarf können Sie den Neigungswinkel des Gewebes anpassen oder eine zweite Schicht anbringen, um den Schatten zu verstärken.
Und schon ist es geschafft! Sie haben eine Schattenkonstruktion gebaut, die Ihre Pflanzen vor der Sonne schützt. Prüfen Sie regelmäßig, ob sie noch intakt ist und Ihren Pflanzen den nötigen Schatten spendet.

Benötigtes Material
- Vier Pfosten aus behandeltem Holz oder Metall
- Schattengewebe, Schattennetz oder eine andere Art von Sonnensegelstoff
- Rostbeständige Schrauben oder Nägel
- Robustes Seil
- Wasserwaage
- Bohrmaschine
- Maßband
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