Das Federgras, auch „Engelshaar“ genannt, ist ein beliebtes Ziergras mit lockerem Wuchs und seidiger Textur. Diese Staude eignet sich hervorragend, um einem Beet, einer Rabatte oder sogar einem Steingarten eine natürliche, luftige Wirkung zu verleihen. Sie ist robust, pflegeleicht und passt sich zahlreichen Kulturbedingungen an. Wenn Sie Federgras aussäen, können Sie kostengünstig viele Pflanzen heranziehen und dabei Sorten auswählen, die zu Ihrem Garten passen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie für eine erfolgreiche Aussaat dieses dekorativen Grases wissen müssen.

Warum sollte man Federgras aussäen?

Die Aussaat von Federgrassamen bietet zahlreiche Vorteile:

  • Kostengünstig: Ein Säckchen mit Samen kostet deutlich weniger als eine Pflanze im Topf. Noch mehr können Sie sparen, wenn Sie Ihre eigenen Samen ernten.
  • Vielfalt der Sorten: Sie können je nach Ihren Vorlieben bestimmte Arten auswählen.
  • Anpassung an den Standort: Wenn Sie die Pflanzen selbst aussäen, gewöhnen Sie sie an die besonderen Bedingungen in Ihrem Garten.
  • Natürliche Wirkung: Federgras bringt Bewegung und Leichtigkeit in Ihren Garten.
Federgras aussäen
Stipa 'Pony tails'

Wann sät man Federgrassamen aus?

Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat von Federgras hängt von der gewählten Methode ab:

  • Im Haus oder unter Schutz: Säen Sie die Samen zwischen Februar und April aus, damit sich die Pflanzen früh entwickeln.
  • Direkt ins Freiland: Führen Sie die Aussaat von April bis Juni durch, sobald keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

Beachten Sie: Unter Schutz lassen sich die Kulturbedingungen besser kontrollieren. Die Aussaat ins Freiland ist dagegen praktischer, wenn Sie viele Pflanzen heranziehen möchten.

Wo sät man Federgras aus?

  • Direkt ins Freiland: Wählen Sie einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem, auch nährstoffarmem Boden.
  • Im Topf oder unter Schutz: Verwenden Sie ein leichtes Substrat aus Aussaaterde (3/4), gemischt mit Sand (1/4), damit überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.

Beachten Sie: Federgras bevorzugt trockene bis mäßig feuchte Böden und verträgt keine Staunässe. Wenn Ihr Boden schwer und lehmig ist, säen Sie die Samen am besten in Töpfe aus.

Die praktischen Schritte für die Aussaat von Federgras

Das benötigte Material

  • Ein Säckchen mit Federgrassamen
  • Ein leichtes Substrat: eine Mischung aus 2/3 Aussaaterde und 1/3 Fluss- oder grobem Sand.
  • Töpfe oder Anzuchttöpfe für die Aussaat im Haus oder unter Schutz.
  • Eine Gießkanne mit feiner Brause für eine schonende Bewässerung.
  • Ein Mini-Gewächshaus oder eine Kunststofffolie, um die Feuchtigkeit zu halten.
  • Optional: Ein Setzholz oder ein Saatbrett, damit Sie die Samen mit dem richtigen Abstand ausbringen können.

Aussaat unter Schutz oder im Topf

1- Bereiten Sie die Gefäße vor: Füllen Sie die Töpfe oder Anzuchttöpfe mit der Mischung aus Erde und Sand.

2- Säen Sie die Samen aus: Legen Sie die Samen auf die Oberfläche und bedecken Sie sie leicht mit Substrat, etwa 1 bis 2 mm hoch.

3- Gießen Sie vorsichtig, vorzugsweise mit Regenwasser. Verwenden Sie eine Gießkanne mit feiner Brause, um das Substrat zu befeuchten, ohne es zu durchnässen.

4- Decken Sie die Gefäße ab: Stellen Sie die Töpfe in ein Mini-Gewächshaus oder decken Sie sie mit einer Kunststofffolie ab. Platzieren Sie sie anschließend an einem hellen Ort bei 15 bis 20 °C.

5- Kontrollieren Sie die Keimung: Die ersten Triebe erscheinen gewöhnlich nach 2 bis 3 Wochen.

Ziergräser aussäen
Junge Ziergrassämlinge

Aussaat im Freiland

1- Bereiten Sie den Boden vor: Lockern Sie die Erde mit einem Spaten oder einer Grabegabel. Zerkleinern Sie die Erdklumpen und entfernen Sie anschließend Steine und Unkraut. Wenn Ihr Boden schwer ist, verbessern Sie die Drainage, indem Sie Erde und groben Gartensand einarbeiten.

2- Säen Sie die Samen aus: Verteilen Sie sie breitwürfig oder in Reihen mit einem Abstand von 20 cm.

3- Bedecken Sie die Samen mit einigen Millimetern feiner Erde.

4- Gießen Sie leicht und halten Sie den Boden bis zum Auflaufen der Samen leicht feucht. Tipp: Spannen Sie ein Schutznetz über die Aussaat, damit sich die Vögel nicht an den Samen bedienen.

5- Vereinzeln Sie die Sämlinge: Sobald die Pflanzen groß genug sind, behalten Sie die kräftigsten Exemplare und setzen Sie sie mit einem Abstand von etwa 30 cm auseinander.

Nach der Aussaat: Pflege der Jungpflanzen

Sobald die Samen gekeimt sind, sollten Sie Ihre Jungpflanzen folgendermaßen pflegen:

  • Vereinzeln: Warten Sie, bis die Pflanzen etwa 5 bis 10 cm hoch sind. Entfernen Sie die schwächsten oder zu dicht stehenden Sämlinge, indem Sie sie mit einer Schere an der Basis abschneiden. So stören Sie die Wurzeln der verbleibenden Pflanzen nicht. Halten Sie zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von etwa 20 bis 30 cm ein.
  • Akklimatisierung an das Freiland: Unter Schutz ausgesäte Jungpflanzen müssen vor dem Auspflanzen schrittweise an die Bedingungen im Freien gewöhnt werden. Stellen Sie die Pflanzen zunächst einige Stunden täglich nach draußen und verlängern Sie die Aufenthaltsdauer allmählich. So vermeiden Sie einen Temperaturschock oder Blattverbrennungen.
  • Umpflanzen: Wenn Sie in Anzuchttöpfe gesät haben, setzen Sie die Pflanzen in größere Töpfe um. Warten Sie, bis sie 3 bis 4 gut entwickelte Blätter und ausreichend kräftige Wurzeln gebildet haben. Das ist gewöhnlich 6 bis 8 Wochen nach der Aussaat der Fall. Überwintern Sie die Töpfe idealerweise frostfrei, zum Beispiel in einem Gewächshaus. Pflanzen Sie die Jungpflanzen im folgenden Frühjahr ins Freiland.
  • Überwinterung: Stellen Sie die Töpfe in ein frostfreies Gewächshaus. Schützen Sie Jungpflanzen im Freiland bei angekündigtem Frost mit einem Schutztunnel.
  • Gießen: Gießen Sie leicht, aber regelmäßig. Vermeiden Sie Staunässe und halten Sie das Substrat beziehungsweise den Boden feucht, besonders bei warmem oder trockenem Wetter.
  • Standort: Stellen Sie Ihre Jungpflanzen an einen sonnigen Platz, damit sie sich gut entwickeln.
  • Unkraut jäten: Entfernen Sie Unkraut rund um die Pflanzen, damit es nicht mit dem Federgras um Nährstoffe und Wasser konkurriert.