Die Luft in unseren Innenräumen ist verschmutzt! Ja, wirklich, das versichere ich Ihnen. Diese Verschmutzung setzt sich heimlich bei Ihnen fest – wie ein entfernter Cousin beim Weihnachtsessen. Vielleicht fragen Sie sich deshalb: 'Wie kann ich diese unsichtbare Plage vertreiben, ohne in meinem Wohnzimmer oder Büro eine Luftreinigungsanlage aufzustellen?' Suchen Sie nicht weiter! Luftreinigende Zimmerpflanzen sind zur Stelle. Diese natürlichen, eleganten und deutlich unauffälligeren Chlorophyll-Superheldinnen als eine riesige Maschine bringen die Luft ganz ohne Gehaltsforderung in Ordnung. Machen Sie sich also bereit, Ihr Zuhause grüner zu gestalten und dabei gesündere Luft zu atmen!

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Welche luftreinigenden Pflanzen sind die besten? Hier erfahren Sie mehr …

Schadstoffe im eigenen Zuhause

Falls Sie dachten, dass Ihre vier Wände Sie vor jeder Verschmutzung von draußen schützen, liegen Sie falsch! Die Luftverschmutzung in Innenräumen ist eine ganz konkrete Realität. Von Asbest über flüchtige organische Verbindungen (VOC) bis hin zu Formaldehyd und Feinstaub kann Ihr Zuhause schnell zu einem Cocktail schädlicher Stoffe werden.

Die Schadstoffquellen in unseren Innenräumen sind tatsächlich vielfältig und reichen von Reinigungsmitteln bis zu Baustoffen. Reinigungsprodukte können beispielsweise gesundheitsschädliche flüchtige organische Verbindungen freisetzen. Möbel und Bodenbeläge, insbesondere aus Spanplatten oder Sperrholz, können Formaldehyd abgeben. Kochgeräte, vor allem gasbetriebene Modelle, stoßen Kohlenmonoxid, Feinstaub und weitere Schadstoffe aus. Auch Duftkerzen und Lufterfrischer können zur Luftverschmutzung in Innenräumen beitragen.

Weniger offensichtliche Quellen sind menschliche Aktivitäten wie das Rauchen, durch das Tabak und weitere giftige Stoffe in die Luft gelangen, oder die übermäßige Verwendung von Sprays. Nicht zu vergessen sind Baustoffe wie Asbest, der in älteren Gebäuden vorkommen kann, sowie bleihaltige Farben.

Öffnen Sie also die Fenster, lassen Sie frische Luft herein und ziehen Sie ernsthaft luftreinigende Pflanzen in Betracht, damit Sie gesündere Luft atmen können! 

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Mit Materialien und Belägen wie Holz lässt sich das Problem bereits etwas begrenzen …

Wie können Grünpflanzen uns helfen?

Durch einen Prozess namens Phytosanierung können bestimmte luftreinigende Grünpflanzen verschiedene Schadstoffe wie flüchtige organische Verbindungen (VOC), Formaldehyd oder Kohlenmonoxid (CO) aufnehmen, filtern und neutralisieren. Sie wandeln diese wenig erfreulichen Verbindungen in weniger schädliche Stoffe um oder speichern sie in ihren Wurzeln – und das ganz unauffällig. So sorgen sie auf natürliche Weise für sauberere Luft. Gleichzeitig verleihen sie Ihrem Wohnbereich eine dekorative Note.

Phyto … was?: Phytosanierung bezeichnet eine ökologische Methode, bei der Pflanzen Schadstoffe aus Boden, Wasser oder Luft entfernen, zurückhalten oder umwandeln. Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „Phyto“ bedeutet Pflanze, und „Sanierung“ bezeichnet die Behebung oder Behandlung eines Problems. Die im Rahmen der Phytosanierung eingesetzten Pflanzen können Schadstoffe wie Schwermetalle, beispielsweise durch Sonnenblume oder Rübe, flüchtige organische Verbindungen und Kohlenwasserstoffe aufnehmen. Anschließend speichern sie diese Stoffe oder wandeln sie in weniger schädliche Substanzen um. Diese Methode zur Sanierung belasteter landwirtschaftlicher Flächen ist wegen ihrer geringen Umweltbelastung und ihrer vergleichsweise niedrigen Kosten besonders beliebt – im Vergleich zu anderen Verfahren zur Schadstoffbeseitigung.

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Welche Zimmerpflanzen sind besonders wirksam?

Bestimmte Zimmerpflanzen zeichnen sich bei der Luftreinigung besonders aus. Zu den Stars unter den luftreinigenden Pflanzen gehört der berühmte Ficus elastica, der auch als 'Gummibaum' bekannt ist und flüchtige organische Verbindungen besonders gut beseitigt. Die Gattung Spathiphyllum, auch 'Einblatt' genannt, ist eine weitere Spitzenreiterin. Sie entfernt Formaldehyd und Ammoniak besonders wirksam.

Und was ist mit der Sansevieria trifasciata, die auch als 'Schwiegermutterzunge' bezeichnet wird? Sie kann die Luft dank eines besonderen Photosyntheseprozesses sogar nachts reinigen. Diese Pflanze wirkt gegen Benzol, Formaldehyd, Toluol, Xylol und Trichlorethylen. Nicht zu vergessen ist Chlorophytum comosum, auch 'Grünlilie' genannt. Sie eignet sich ideal, um Giftstoffe wie Kohlenmonoxid und Xylol zu entfernen.

Auch die Echte Aloe ist erwähnenswert. Sie ist als Heilpflanze beliebt und wirkt zugleich gegen Formaldehyd und Benzol. Außerdem gibt es den Drachenbaum in verschiedenen Sorten. Er entfernt flüchtige organische Verbindungen besonders wirksam.

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Bogenhanf, Einblatt, Gummibaum und Echte Aloe

Auch der Philodendron und das Fensterblatt sind interessante Optionen, vor allem zur Entfernung von Xylol und Formaldehyd. Die Betelpalme, auch Areca-Palme genannt, eignet sich besonders gut, um die Luft zu befeuchten und Toluol sowie Xylol zu entfernen. Schließlich ist die Gerbera sehr wirksam gegen Trichlorethylen, ein Lösungsmittel, das häufig in der chemischen Reinigung verwendet wird.

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Philodendron, Gerbera, Betelpalme und Fensterblatt

Olis kleiner Tipp: Auch wenn Zimmerpflanzen häufig als Verbündete für eine bessere Luftqualität präsentiert werden, sollten Sie sich unbedingt daran erinnern, dass sie kein Allheilmittel sind. Bestimmte Arten können den Gehalt einzelner Schadstoffe zwar senken. Von ihnen Wunder zu erwarten, wäre jedoch so, als hofften Sie, dass Ihr Staubsauger auch Kaffee kocht. Diese Pflanzen ersetzen weder regelmäßiges Lüften noch ein wirksames Belüftungssystem. Außerdem ist ihre Fähigkeit, Schadstoffe zu entfernen, im Vergleich zu den Schadstoffquellen in unseren Innenräumen oft begrenzt. Dazu gehören beispielsweise Reinigungsmittel, Spanplattenmöbel und Kochgeräte. Denken Sie deshalb daran: Luftreinigende Pflanzen sind eine hervorragende Ergänzung für ein gesünderes Zuhause. Sie sollten jedoch nicht Ihre einzige Maßnahme gegen die Luftverschmutzung in Innenräumen sein.

Und draußen?

Diese Frage ist durchaus berechtigt. Können Pflanzen auch die Außenluft reinigen? Die Antwort lautet: ja.

Obwohl die Schadstoffkonzentration im Freien normalerweise niedriger ist als in Innenräumen, sind Pflanzen wie Efeu, Bambus oder bestimmte Ziergräser dafür bekannt, Luftschadstoffe wie Benzol, Formaldehyd und Trichlorethylen zu filtern. Besonders in städtischen Gebieten, in denen die Luftverschmutzung eine große Herausforderung darstellt, kann der Einsatz dieser Pflanzen in öffentlichen und privaten Gärten oder an begrünten Fassaden zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.

Luftreinigende Pflanzen können auch im Rahmen von Projekten der urbanen Landwirtschaft oder in Gemeinschaftsgärten eingesetzt werden. Dadurch lässt sich nicht nur die Luft reinigen. Sie verschönern außerdem den öffentlichen Raum und schaffen Bereiche mit mehr Biodiversität.

Dennoch sollten Sie bedenken, dass diese Pflanzen keine Wunderlösung darstellen. Sie müssen in eine umfassendere Strategie zur Verbesserung der Luftqualität eingebunden werden. Dazu können Maßnahmen wie die Verringerung von Fahrzeugemissionen oder der Einsatz umweltfreundlicher Baustoffe gehören.