Chinesische Stachelbeeren gedeihen in der Bretagne sehr gut. Wussten Sie das? Letzte Woche habe ich eine volle Kiste davon bekommen! Da ich im Sommer überschüssige Ernte großzügig verteile, vermute ich, dass dies der Bumerang-Effekt ist …
Das ist jedenfalls ein guter Beweis dafür, dass die Kiwipflanze nicht unbedingt aus Neuseeland stammt und sich auch in unserem Klima sehr gut kultivieren lässt. Da ich jedoch einen Teil meines Sonntags damit verbracht habe, die Früchte zu schälen und zu Marmelade zu verarbeiten, sprechen wir heute lieber über eine andere Art von Kiwi: den Zwergkiwi.
Was ist ein Zwergkiwi?
Der Zwergkiwi (Actinidia arguta), auch „Kiwi de Sibérie“ genannt, ist eine kleinfruchtige Kiwi-Art mit dem unschätzbaren Vorteil, dass Sie die Früchte mitsamt der Schale genießen können. Zugegeben, die Früchte sind kleiner, aber haarlos. Ihre glatte Schale umschließt ein ebenso süßes und aromatisches Fruchtfleisch wie bei der Kiwi. Da sie außerdem genauso ertragreich sind wie ihr großer Verwandter Actinidia deliciosa – eine ausgewachsene Pflanze kann fast 100 kg Früchte tragen –, brauchen Sie nur mehrere davon zu essen, um eine ebenso hohe oder sogar höhere Dosis Vitamin C aufzunehmen.

Der weitere Vorteil des Zwergkiwis: keine Verwechslungsgefahr (Bild: Pinterest)
Wie kultiviert man den Zwergkiwi?
Der Zwergkiwi wird genau wie die Kiwi kultiviert (siehe unser Ratgeber) : Als windende Kletterpflanze müssen seine langen Lianen an einem stabilen Gerüst befestigt werden. Wie die Kiwi ist auch der Zwergkiwi diözisch: Weibliche Sorten benötigen eine männliche Sorte als Partner. Es gibt jedoch auch selbstfruchtbare Sorten. Sie sind etwas weniger ertragreich, haben aber den Vorteil, dass Sie sie einzeln pflanzen können. Noch interessanter ist, dass der Zwergkiwi ausgesprochen winterhart ist. Er stammt aus den Wäldern Chinas, Japans und Russlands und verträgt ohne Weiteres Temperaturen um -20 °C, sogar bis -25 °C (denken Sie an Sibirien …). Sie können ihn überall pflanzen, auch in Regionen mit strengen Wintern.
Die Früchte des Zwergkiwis werden im Spätsommer oder Frühherbst geerntet, also früher als die Früchte gewöhnlicher Kiwis, und lassen sich kühl sehr gut lagern.
Die verschiedenen Sorten
- 'Ambrosia': eine weibliche Sorte mit kleinen grünen, rot punktierten Früchten
- 'Ken's Red' : ein Zwergkiwi mit roter Schale und purpurfarbenem, köstlich säuerlichem Fruchtfleisch
- 'Nostino': eine männliche Sorte, die als Bestäuber dient. Sie bildet Blüten, aber keine Früchte. Ihre Anwesenheit ist unerlässlich, damit die weiblichen Pflanzen Früchte tragen. Planen Sie mindestens eine männliche Pflanze für fünf bis sechs weibliche Pflanzen ein.
- 'Issai' : selbstfruchtbar und daher ohne Partner in der Lage, Ihnen im Spätsommer seine hübschen kleinen grünen Früchte zu schenken.
Überzeugt? Vielleicht haben Sie diesen außergewöhnlichen Zwergkiwi bereits in Ihrem Garten gepflanzt. Berichten Sie uns gerne davon!

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