Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Früchten aus dem eigenen Garten! Neben ihrem köstlichen Geschmack lassen sich Erdbeerpflanzen problemlos im Garten kultivieren. Sie lassen sich außerdem leicht durch die Teilung ihrer Ausläufer vermehren und liefern oft eine reiche Ernte. Haben Sie jedoch schon bemerkt, dass man sich gerade im Frühjahr, wenn es im Nutzgarten tausend Dinge zu erledigen gibt, um das Pflanzen der Erdbeerpflanzen kümmert? Der Spätsommer und der Herbst (von Ende August bis Oktober) sind für das Pflanzen jedoch günstigere Zeiträume. Wir erklären Ihnen, warum!
Eine bessere Wurzelbildung fördern
Im Spätsommer und Herbst ist der Boden noch ausreichend warm, sodass sich die Wurzeln gut entwickeln können. Eine gute Wurzelbildung ist entscheidend, damit Erdbeerpflanzen Wasser und Nährstoffe aus dem Boden effizient aufnehmen können. Je kräftiger und tiefer ihre Wurzeln wachsen, desto besser können sie Trockenperioden und schwierigen Wetterbedingungen wie sommerlichen Hitzewellen standhalten.
Eine Pflanzung im Herbst entspricht dem natürlichen Entwicklungszyklus der Erdbeerpflanze. Zu dieser Jahreszeit breitet sie sich im Garten von selbst aus, wenn Sie die Ausläufer nicht entfernt haben. So haben die Erdbeerpflanzen ausreichend Zeit, vor dem Einsetzen der Kälte ein kräftiges Wurzelsystem zu entwickeln. Nach dem Winter sind sie bereits gut eingewachsen und können im Frühjahr schneller und kräftiger weiterwachsen.
Damit die Erdbeerpflanzen im Herbst möglichst viele Wurzeln bilden, bereiten Sie den Boden vor dem Pflanzen sorgfältig vor. Achten Sie darauf, dass er gut durchlässig und mit organischer Substanz angereichert ist. Arbeiten Sie bei Bedarf Kompost oder gut verrotteten Mist ein. Wir empfehlen außerdem, zwischen den einzelnen Erdbeerpflanzen einen Abstand von 30 bis 40 cm einzuhalten, damit sie genügend Platz für eine gesunde Entwicklung haben.

Wasserstress begrenzen
Die Erdbeerpflanze kann im Herbst und Winter von den regelmäßigen Niederschlägen profitieren und in dieser Zeit gut anwurzeln. Daher benötigt sie deutlich weniger zusätzliches Wasser als bei einer Pflanzung im Frühjahr. Eine im Frühjahr gepflanzte Erdbeerpflanze muss nämlich bald mit steigenden Temperaturen zurechtkommen, wodurch ihr Wasserbedarf zunimmt. Dadurch ist sie anfälliger für Wasserstress, der ihr Wachstum verlangsamen und die Erdbeerernte beeinträchtigen kann.
Wir empfehlen Ihnen, den Boden nach dem Pflanzen Ihrer Erdbeerpflanzen zu mulchen. Das hält Unkraut zurück und bewahrt gleichzeitig die Feuchtigkeit im Boden.
Eine frühere und reichere Ernte genießen
Wenn Sie Erdbeerpflanzen im Herbst setzen, tragen sie bereits im ersten Jahr Früchte, da sie genügend Zeit zum Anwurzeln hatten und im Frühjahr schneller weiterwachsen. Sobald die Temperaturen ausreichend gestiegen sind, beginnen sie zu blühen und anschließend Früchte zu bilden. Auch die Ernte fällt meist reichlicher aus. Pflanzen Sie die Erdbeeren dagegen erst im Frühjahr, müssen Sie sich zunächst mit einer eher kleinen Ernte begnügen. Schließlich können Erdbeerpflanzen nicht alles gleichzeitig leisten: Wurzeln bilden und reichlich Früchte tragen!
Da im Herbst gepflanzte Erdbeerpflanzen früher blühen, können Sie die Ernte oft über einen längeren Zeitraum verteilen. So genießen Sie je nach gewählten Sorten mehrere Wochen oder sogar mehrere Monate lang Erdbeeren aus dem eigenen Garten.
Alles Wissenswerte über den Anbau von Erdbeerpflanzen erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: „Erdbeerpflanze: pflanzen, kultivieren und pflegen“
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