10 winterharte immergrüne Sträucher
Unsere Auswahl winterharter Sträucher!
Inhaltsverzeichnis
Immergrüne Sträucher: dekorativ, winterhart und ideal für Hecken. Unsere Auswahl für kalte Regionen sowie Tipps zur Kultur entdecken.
Die Zwergmispel
Die Zwergmispel ist ein Strauch mit kleinen, ledrigen, dunkelgrünen Blättern und leuchtend roten, sehr dekorativen Beeren. Sie hat eine breite, ausgebreitete Wuchsform, und einige Arten bilden auf natürliche Weise Ableger durch Absenker. Die Zwergmispel eignet sich perfekt zur Begrünung eines Hangs! Sie blüht im Frühjahr und trägt dann zahlreiche weiße oder rosafarbene Blüten. Die einfachen Blüten haben fünf Blütenblätter und duften. Außerdem sind sie bienenfreundlich und werden von bestäubenden Insekten geschätzt. Die Beeren erscheinen meist im September und Oktober. Sie sind in der Regel leuchtend rot und sehr dekorativ. Bei manchen Sorten können sie orange oder schwarz sein. Für Menschen sind sie nicht essbar, werden aber von Vögeln geschätzt. Die Zwergmispel ist ein anspruchsloser und pflegeleichter Strauch. Sie bevorzugt drainierende Böden und verträgt verschiedene Standorte, von Sonne bis Schatten. Bezüglich ihrer Winterhärte verträgt sie Temperaturen bis -25 °C. Besonders empfehlen wir Cotoneaster franchetii und Cotoneaster dammerii, die eine kriechende Wuchsform entwickeln und sich perfekt für einen Hang eignen, sowie Cotoneaster lacteus, der sich eher als Heckenpflanze eignet. Es gibt auch sommergrüne Arten.

Die kleinen Blätter und leuchtend roten Beeren von Cotoneaster franchetii (Foto A. Barra)
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Verwöhnen Sie immergrüne SträucherDer Feuerdorn
Der Feuerdorn, auch als Feuerbusch bekannt, ist ein häufig als Schutzhecke verwendeter Strauch, da seine Zweige scharfe Dornen tragen. So bildet er eine undurchdringliche Barriere. Im späten Frühjahr erscheinen zahlreiche kleine, weiße, bienenfreundliche Blüten, doch besonders geschätzt wird er für seine farbenfrohen Beeren, die im Herbst erscheinen. Je nach Sorte sind sie rot, orange oder gelb. Sie werden von Vögeln gerne gefressen. Der Feuerdorn ist ein leicht zu kultivierender, sehr anpassungsfähiger Strauch, der schnell wächst (bis zu 50 cm pro Jahr). Gewöhnliche Böden, auch arme und trockene, eignen sich sehr gut für ihn. Neben seiner guten Winterhärte ist er auch resistent gegen Trockenheit, Luftverschmutzung und Wind … Was die Winterhärte betrifft, verträgt er Temperaturen von –17 bis –20 °C.

Der Feuerdorn ‘Golden Charmer’ trägt im Herbst sehr dekorative orangefarbene Beeren
Beales Mahonie
Die Mahonie ist ein Strauch mit attraktivem, tiefgrünem, glänzendem und gefiedertem Laub. Einige Sorten zeichnen sich durch besonders fein gegliedertes Laub aus, wie etwa Mahonia ‘Soft Caress’, deren schmale Fiederblättchen an Wedel von Farnen erinnern. Die Mahonie ist in jedem Fall ein wegen ihrer dekorativen Wirkung geschätzter Strauch. Außerdem zeigt sie eine leuchtend gelbe Blüte, die je nach Sorte im Herbst, Winter oder zeitigen Frühjahr erscheint. Dann trägt sie endständige Trauben mit zahlreichen runden, bienenfreundlichen Blüten. Auch die dekorativen, dunkelblauen Beeren, die sie im Frühjahr hervorbringt, sind beliebt. Die Mahonie gedeiht im Schatten in einem drainierenden Substrat. Wir empfehlen, ihren Standort sorgfältig zu wählen, da sie nicht gerne umgepflanzt wird. Sie verträgt keine Staunässe, und schwere Böden könnten ihre Wurzeln ersticken. Sie kann jedoch auch in nährstoffarmen Boden gepflanzt werden und erweist sich als recht trockenheitsverträglich. Ausgewachsene Exemplare halten Temperaturen um –20 °C stand. Sie passt ebenso gut ins Beet wie als Solitär oder in eine Hecke, kann aber auch in einem großen Kübel kultiviert werden. Die Mahonie benötigt nur sehr wenig Pflege. Dennoch empfehlen wir, sie nach der Blüte zurückzuschneiden.

Die gelben Blüten der Gewöhnlichen Mahonie, Mahonia aquifolium
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8 immergrüne Sträucher für schnellen Sichtschutz!Buchsbaum, Buxus sempervirens
Der Buchsbaum ist ein immergrüner Strauch mit kleinen, schönen, dunkelgrünen, ledrigen, ovalen und aromatischen Blättern, die auf der Unterseite heller sind. Im Frühling, von April bis Mai, erscheinen kleine cremeweiße Blüten, die von Bienen gern besucht werden. Buchsbaum wird häufig für Hecken oder Formschnittgehölze verwendet, insbesondere in französischen Gärten. Der Strauch strukturiert den Garten und eignet sich beispielsweise für Beeteinfassungen zur Abgrenzung von Stauden- oder Gemüsebeeten. Obwohl er sehr langsam wächst, ist er äußerst langlebig. Buchsbaum bevorzugt Halbschatten und drainierende, humusreiche, leicht kalkhaltige Böden, ist aber sehr anpassungsfähig. An einem feuchten, schattigen Standort wird er größer und bildet dunklere Blätter, während er an einem warmen, trockenen Standort kompakter wächst und hellere Blätter entwickelt. Nach dem Anwachsen verträgt er Hitze und Trockenheit problemlos. Wir empfehlen, ihn einmal jährlich im Juni zurückzuschneiden.

Die kleinen grünen Blätter des Buchsbaums, Buxus sempervirens
die Japanische Aukube
Aucuba japonica ist ein Strauch mit großen, panaschierten, dicken und glänzenden Blättern. Sie sind dunkelgrün und wirken wie mit zahlreichen gelben Flecken bespritzt! Ausgewachsen wird er nicht höher als 3 Meter und erreicht eine Breite von 2 Metern. Sein Laub ist besonders dicht und bietet einen sehr guten Sichtschutz. Die Frühjahrsblüte ist eher unscheinbar: Kleine rosafarbene Blüten mit vier Blütenblättern stehen in Trauben zusammen. An weiblichen Pflanzen folgen darauf eiförmige, leuchtend rote Beeren, die den ganzen Winter über haften bleiben. Aucuba japonica gedeiht im Schatten. Der sehr anspruchslose Strauch verträgt Verschmutzung und Trockenheit und ist wenig krankheitsanfällig … Er ist ein pflegeleichter Strauch, ideal für karge Böden und schwer zu begrünende Standorte! Auch für einen Stadtgarten ist er bestens geeignet. Was seine Winterhärte betrifft, verträgt er Temperaturen bis –15 °C. Es gibt auch eine Sorte mit einfarbig grünen, nicht panaschierten Blättern: Aucuba japonica ‘Rozannie’.

Aucuba japonica trägt sehr originelles, gelb panaschiertes Laub
Die Skimmie
Die Skimmia japonica ist ein Strauch, der in den Wäldern Japans und Chinas natürlich wächst und dichtes Laub aus großen, dunkelgrünen, dicken Blättern trägt. Sie gehört zur selben Familie wie die Zitrusfrüchte, Zitronen- und Orangenbäume! Im Frühjahr zeigt sie eine schöne Blüte in Form endständiger Rispen, die recht dicht mit kleinen weißen, rosafarbenen oder purpurfarbenen Blüten besetzt sind. Einige Sorten duften sehr intensiv! Dazu gehört beispielsweise ‚Fragrant Cloud‘. Die Skimmie ist ein diözischer Strauch: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Letztere bilden in der Nähe einer männlichen Pflanze rote Beeren, die den ganzen Winter über dekorativ bleiben. Unter unseren klimatischen Bedingungen wird die Skimmie nicht höher als 1,50 m und wächst recht langsam. Dafür ist sie ein Strauch, der fast immer gelingt! Sie verträgt Luftverschmutzung, Wind und karge Böden … Dennoch bevorzugt sie nährstoffreiche, frische, eher saure Böden. Sie eignet sich perfekt für ein Moorbeet, zusammen mit Azalee und Kamelie.

Die purpurrosafarbenen Blütenknospen der Skimmia japonica ‘Rubella’ heben sich schön vom dunkelgrünen Laub ab (Foto: Dominicus Johannes Bergsma)
Japanische Lavendelheide
Die Japanische Lavendelheide ist ein für sein dekoratives Laub geschätzter Moorbeetstrauch, besonders wegen seiner Jungtriebe in leuchtendem Rot! Außerdem trägt sie im Frühjahr, zwischen März und Mai, zahlreiche kleine weiße oder rosafarbene Glockenblüten, die in Rispen angeordnet sind. Besonders beeindruckend blüht die Sorte Pieris japonica ‘Debutante’, die sich im Frühjahr mit unzähligen weißen Blüten bedeckt! Pieris kann bis zu 4 m hoch werden, es gibt aber auch kompakte Sorten, die sich sehr gut für die Kultur im Topf eignen (‘Little Heath’ wird beispielsweise nicht höher als 60 cm!). Der Strauch ist leicht zu kultivieren und bevorzugt Halbschatten sowie leicht sauren Boden. Wir empfehlen, ihn mit anderen Moorbeetpflanzen wie Alpenrosen, Skimmien, Berglorbeer und Kamelien zu kombinieren.

Die leuchtend roten jungen Blätter von Pieris formosa ‘Wakehurst’
Die Gewöhnliche Stechpalme, Ilex aquifolium
Die Stechpalme ist ein Strauch mit sehr schönen, dunkelgrünen, glänzenden Blättern, deren Blattrand dornig gezähnt ist. Die Blätter bleiben meist drei Jahre am Strauch und werden nach und nach erneuert. Es gibt panaschierte Sorten, zum Beispiel Ilex aquifolium ‘Silver Queen’ oder ‘Argenteomarginata’ … Im Frühjahr bildet die Stechpalme kleine, eher unscheinbare weiße Blüten. Die Gewöhnliche Stechpalme, Ilex aquifolium, ist meist diözisch: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Daher müssen mehrere Pflanzen gesetzt werden, damit sie Früchte tragen können. Es gibt jedoch auch selbstfruchtbare Sorten wie Ilex aquifolium ‘Pyramidalis’. Die weiblichen Pflanzen tragen anschließend leuchtend rote, kugelige Drupen, die den ganzen Winter über dekorativ bleiben. Sie werden von Vögeln wie Amseln und Drosseln gefressen. Die Stechpalme wächst langsam, wird aber sehr alt und kann über 300 Jahre leben! Sie ist robust und gedeiht im Schatten oder Halbschatten in einem tiefgründigen, frischen, humusreichen, eher sauren, kalkfreien Boden. Panaschierte Sorten können jedoch problemlos in voller Sonne stehen. Der Strauch eignet sich ideal für Unterholz oder Hecken, ob frei wachsend oder geschnitten. Auch Formschnitte zu Figuren sind möglich. Die Stechpalme ist vollkommen winterhart und verträgt Temperaturen von –15 bis –20 °C.

Die roten Früchte und dornigen Blätter der Stechpalme, Ilex aquifolium
Der Kletternde Spindelstrauch
Das Pfaffenhütchen Euonymus fortunei ist ein schöner immergrüner Strauch, der je nach Sorte eine strauchförmige, kriechende oder sogar kletternde Wuchsform entwickelt. Es trägt ganzrandige, ovale Blätter und ist in zahlreichen weiß oder gelb panaschierten Sorten erhältlich. Besonders empfehlen wir die Sorte ‘Emerald’n Gold’ mit ihrem schönen goldfarbenen Laub. Euonymus fortunei zeigt im Frühjahr eine unscheinbare Blüte aus kleinen weißen Blüten mit vier Blütenblättern. Im Herbst trägt er bei Vögeln beliebte Kapseln. Die strauchförmigen Sorten eignen sich hervorragend für eine Hecke. Euonymus fortunei verträgt Temperaturen zwischen –15 und –20 °C.

Das panaschierte Laub des Pfaffenhütchens Euonymus fortunei
Der Berglorbeer Kalmia latifolia
Kalmia latifolia, auch Berglorbeer genannt, ist ein aus Nordamerika stammender Strauch mit wunderschöner zartrosa Blüte. Er blüht im Frühjahr, im Mai und Juni. Schon vor dem Aufblühen sind die Blütenknospen sehr dekorativ! Die zahlreichen, zarten Blüten erinnern an kleine, weit geöffnete Schalen. Kalmia latifolia wächst langsam und erreicht eine Höhe von 2 bis 3 Metern. Er ist sehr winterhart und verträgt Temperaturen bis -30 °C. Wählen Sie dennoch einen vor kalten Winden geschützten Standort. Als Moorbeetpflanze bevorzugt er sauren, frischen Boden und Halbschatten. Sie können ihn mit Alpenrosen, Hortensien, Pieris japonica und Kamelien kombinieren.

Kalmia latifolia ‘Peppermint’ trägt wunderschöne weiß-rosa Blüten mit dunkelroten Sprenkeln
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