11 winterharte Obstgehölze

11 winterharte Obstgehölze

Besonders winterharte Obstbäume und -sträucher

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. Dezember 2025  durch Pascale 6 min.

11 winterharte Obstbäume und -sträucher für kalte Regionen: reiche Ernten süßer Früchte und Beeren trotz Frost

Schwierigkeit

Heckenkirsche, essbarer Strauch mit köstlichen Beeren

Die Rote Heckenkirsche, auch Blaue Heckenkirsche genannt, (Lonicera cærulea var. kamtschatka oder Lonicera cærulea var. edulis) ist ein sommergrüner, aus Sibirien stammender Obststrauch. Sie verträgt daher extreme Kälte bis -40 °C! Hitze und Trockenheit machen ihr dagegen mehr zu schaffen. Deshalb wird von einer Pflanzung in Regionen mit heißen Sommern abgeraten.

Dieser 1,20 bis 1,50 m hohe Strauch bildet im Mai kleine, längliche, hübsch blau bereifte Früchte. Die sehr Vitamin-C- und B-reiche sowie antioxidative Frucht schmeckt honigsüß und leicht säuerlich. Die Beeren lassen sich frisch, gekocht oder getrocknet genießen und problemlos einfrieren. Die Blüte von Ende März bis Anfang April verträgt Temperaturen von etwa -5 bis -7 °C.

winterharte Obststräucher

Die Früchte der Roten Heckenkirsche

Wie wird sie gepflanzt? Sie braucht einen gut drainierten, humusreichen und frischen Boden mit viel Lauberde sowie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Strauch fruchtet durch Fremdbestäubung. Daher sollten mindestens zwei Pflanzen verschiedener Sorten in unmittelbarer Nähe gepflanzt werden.

Mehr erfahren: Blaue Heckenkirsche, Maibeere: Pflanzung, Anbau, Pflege

Heidelbeere und Cranberry: zwei Beerensträucher

Die Amerikanische Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) und die Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon), die von der in mittleren Berglagen wachsenden Wildheidelbeere (Vaccinium myrtillus) abstammen, sind kleine, bis etwa -20 °C bis -25 °C winterharte Sträucher. Die Heidelbeere wird 1 bis 1,50 m hoch, die Moosbeere 30 bis 50 cm. Die Heidelbeere ist mit ihrer Blüte und im Herbst leuchtend gefärbtem Laub sehr dekorativ, vor allem aber wegen ihrer Beeren attraktiv. Heidelbeeren reifen von Ende Juni bis September an mindestens zweijährigen Sträuchern, Moosbeeren (Cranberrys) von Oktober bis November nach vier Jahren. Die Früchte sind reich an Vitamin A, B und C, Eisen und Kalzium sowie an Antioxidantien. Heidelbeeren und Moosbeeren können frisch, als gekochte Marmelade, getrocknet oder in Desserts verwendet werden.

Pflanzung Heidelbeere und Moosbeere benötigen einen sauren, leichten, humusreichen und gut durchlässigen Boden. Sie vertragen keine zu schweren oder kalkhaltigen Böden. Beide bevorzugen Halbschatten, können aber auch an einem sonnigen Standort wachsen, sofern die Sonne nicht zu heiß ist. Für einen guten Fruchtansatz benötigen Sie mehrere Heidelbeersträucher, Moosbeeren sind dagegen selbstfruchtbar.

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Kiwaï, ein Verwandter des Kiwi

Die Zwergkiwi (Actinidia arguta) stammt nicht wie ihr naher Verwandter, der Chinesische Strahlengriffel (Actinidia deliciosa), aus China, sondern aus Sibirien. Diese Herkunft verleiht ihr eine herausragende Winterhärte bis -25 °C. Die Zwergkiwi lässt sich daher überall in Frankreich kultivieren. In Regionen mit früh einsetzendem Frost pflanzt man jedoch besser Sorten mit früher Reife zwischen Ende August und Mitte September, etwa die selbstfruchtbare Sorte ‘Issaï’.

sehr winterharte Obstgehölze

Die Früchte der Zwergkiwi

Zwergkiwis tragen kleinere Früchte als herkömmliche Kiwis, die sich mit Schale essen lassen. Außerdem sind sie süßer und vitaminreicher. Je nach Sorte reifen sie zwischen Ende August bei sehr frühen Sorten und Oktober.

Wie pflanzt man sie? Zwergkiwis bevorzugen fruchtbare, humusreiche, frische und gut durchlässige Böden sowie sonnige Standorte. Sie brauchen außerdem eine stabile Rankhilfe, da es sich um eine kräftige, 6 bis 8 m lange Liane handelt. In der Regel pflanzt man eine männliche und eine weibliche Pflanze in die Nähe zueinander. Einige Sorten wie ‘Witikiwi’ sind jedoch selbstfruchtbar.

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Flaum-Kirsche (Nanking-Kirsche): kleine essbare Kirschen

Die Flaum-Kirsche (Prunus tomentosa), auch Nanking-Kirsche genannt, ist ein selbstfruchtbarer Obststrauch mit buschiger Wuchsform. Mit ihrer Frühjahrsblüte und dem rauen Laub, das sich im Herbst goldgelb färbt, ist sie sehr dekorativ. Wie ihr Name andeutet, trägt sie dunkle, behaarte Zweige, die gefräßige Vögel wirksam fernhalten. Im Sommer bildet sie kleine rote, manchmal weiße, essbare Früchte mit leicht süßlichem, etwas herbem Geschmack. Die kleinen, stängellosen, fleischigen Kirschen werden frisch oder besser noch als Konfitüre oder Gelee verzehrt. Die Flaum-Kirsche ist bis -25 °C winterhart.

sehr frostharte Obstgehölze

Blüten und Früchte der Flaum-Kirsche

Wie wird sie gepflanzt? Die Flaum-Kirsche braucht einen normalen, sandigen, lehmigen, neutralen bis leicht sauren, aber gut durchlässigen Boden. In Regionen mit heißen Sommern gedeiht sie in voller Sonne oder im Halbschatten.

Felsenbirne, dekoratives Obstgehölz schlechthin

Der aus Nordamerika, insbesondere Kanada, stammende Felsenbirnen-Strauch (Amelanchier) ist außergewöhnlich winterhart bis unter -25 °C. Dieser große Strauch (je nach Sorte 3 bis 8 m hoch) ist zu jeder Jahreszeit dekorativ: Seine üppige weiße Blüte gehört zu den ersten im Frühjahr, und sein grünes Laub nimmt prächtige Herbstfarben an. Neben diesen dekorativen Vorzügen bildet die Felsenbirne kleine blauviolette Beeren, die bei den Kanadiern sehr beliebt sind. Roh oder gekocht lassen sich Felsenbirnen auch zu Marmelade verarbeiten oder als Beilage zu Fleisch genießen. Die Felsenbirne gedeiht fast überall, außer in den südlichen Regionen Frankreichs, da sie Trockenheit schlecht verträgt.

Wie wird sie gepflanzt? Sie wächst in jeder guten Gartenerde, sofern diese frisch und gut durchlässig ist. Außerdem benötigt sie einen sonnigen bis halbschattigen, vor austrocknenden Winden geschützten Standort.

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Der Bocksdorn für eine Goji-Beeren-Ernte

Der Bocksdorn (Lycium barbarium) ist ein Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse, der vor allem für seine berühmten Bocksdornbeeren bekannt ist. Er ist sowohl winterhart (bis -20 °C) als auch trockenheitsverträglich und bildet einen stark verzweigten, kleinen Strauch, der bis zu 3 m hoch werden kann. Seine Blüte und sein Fruchtbehang machen ihn gleichermaßen attraktiv. Von Juni bis September (manchmal bereits ab April) öffnen sich kleine, hellviolette Röhrenblüten, aus denen sich nach und nach längliche, orangerote Beeren entwickeln, die von Juli bis zum ersten Frost reifen. Diese sehr antioxidantien-, vitamin-, protein-, aminosäure- und spurenelementreichen Beeren können roh, in Desserts verarbeitet oder getrocknet verzehrt werden.

winterharte Obstgehölze

Die Bocksdornbeeren von Lycium barbarium

Wie pflanzt man ihn? Der Bocksdorn bevorzugt trockene, normale, mäßig nährstoffreiche und gut drainierte Böden. Schwere, lehmige Böden verträgt er nicht. Er wird an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gepflanzt, fruchtet jedoch besser, wenn er etwas Wärme erhält.

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Apfelbeere: Verwandte der Vogelbeere, schwarze Früchte

Die Apfelbeere (Aronia) ist ein aus Nordamerika stammender, bis -30 °C winterharter Strauch. Sie wird etwa 2 m hoch und 2,50 m breit und ist das ganze Jahr über attraktiv. Im Frühjahr schmückt sie sich mit einer üppigen, leicht rosafarbenen, duftenden und bienenfreundlichen weißen Blüte. Später färbt sich ihr grünes Laub im Herbst prächtig von Orange und Kupfer über Rot bis Violett. Gleichzeitig erscheinen violette, fast schwarze Früchte in Trauben an roten Fruchtstielen. Die leicht säuerlichen, sehr antioxidantienreichen Früchte werden meist zu Saft verarbeitet oder getrocknet, schmecken aber auch frisch oder in Desserts.

Wie pflanzt man sie? Die Apfelbeere liebt jeden tiefgründigen, frischen, leichten und leicht sauren Gartenboden. Sie gedeiht sowohl in nicht zu praller Sonne als auch im Halbschatten.

Mehr erfahren: Apfelbeere, Aronia: pflanzen, schneiden und pflegen

Echte Mispel: vergessener Obstbaum

Da hier von winterharten Obstgehölzen die Rede ist, handelt es sich um die Echte Mispel (Mespilus germanica), die nicht mit der Japanischen Wollmispel (Eriobotrya japonica) verwechselt werden darf, da diese deutlich weniger frosthart ist. Die Echte Mispel ist ein 3 bis 6 m hoher Obstbaum mit einer Breite von 6 m. Sie trägt Mispeln, die nach den ersten Frösten teigig werden und dann verzehrt werden. Die säuerlich-süßen, eiförmigen Früchte ähneln kleinen, gestutzten Birnen und können roh oder gekocht, etwa als Marmelade, gegessen werden. Ihr Fruchtfleisch ist süß-säuerlich und hat die Konsistenz eines Mus. Werden sie nicht geerntet, bleiben die Mispeln im November und Dezember am Baum. Im Frühling trägt er cremeweiße bis zartrosafarbene Blüten.

fruits qui résistent au froid hivernal

Die Früchte der Echten Mispel unterscheiden sich von denen der Japanischen Wollmispel

Wie pflanzt man sie? Die Echte Mispel wächst in jeder guten Gartenerde, sofern sie gut durchlässig ist, an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Wegen ihrer empfindlichen Blüte sollte sie vor allem vor starkem Wind geschützt stehen.

Mehr erfahren: Echte Mispel: Pflanzen, Pflege und Ernte

Stachelbeere mit kleinen, durchscheinenden Beeren

Winterhart bis -20 °C, ist die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) ein mittelgroßer Strauch mit dichtem, buschigem Wuchs. Seine Früchte, die Stachelbeeren, sind rund, je nach Sorte grünlich-weiß bis rosa oder rot und durchscheinend. Sie schmecken zugleich mild, süß und säuerlich und werden im Juli und August geerntet. Die Früchte lassen sich zu Marmelade oder Gelee verarbeiten, in Desserts verwenden, zu Sirup oder Sorbet verarbeiten oder als Beilage zu Fisch und Wild servieren. Die Blüte ist unscheinbar, aber bienenfreundlich.

groseilliers à maquereau choisir

Die Stachelbeeren

Wie pflanzt man sie? Die Stachelbeere wird in normalen, gut durchlässigen, frischen Boden gepflanzt. Da sie Hitze scheut, sollte sie am besten im Halbschatten stehen. Ideal ist sie in einer Obsthecke zusammen mit Himbeeren, Schwarzen Johannisbeeren …

Mehr erfahren: Stachelbeere richtig auswählen

Pflaumenbaum für jeden Geschmack

Unter den Obstbäumen aus der Familie der Rosengewächse ist die Pflaume (Prunus domestica) sicher die winterhärteste (bis -20 bis -25 °C). Es gibt zahlreiche Familien und Sorten von Pflaumen (Reine-Claude, Zwetschgen, Mirabellen …), die für Abwechslung im Obstgarten und auf dem Teller sorgen. Die Pflaume bildet einen schönen Baum mit schlanker Wuchsform und üppiger weißer Blüte. Außerdem ist sie anspruchslos und kann überall in Frankreich gepflanzt werden.

Wie wird sie gepflanzt? Die Pflaume wird an einem sonnigen, vor starken Winden geschützten Standort in einen nährstoffreichen, frischen, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden gepflanzt.

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Heidelbeere (Vaccinium corymbosum)