5 exotische Sträucher mit Winterblüte
Unsere Auswahl an Sträuchern aus fernen Ländern, die mitten im Winter blühen
Inhaltsverzeichnis
Exotische Sträucher bringen mit üppigem Laub und farbenfrohen Blüten Fernweh in den Garten. Entdecken Sie winterblühende Arten für kalte und milde Regionen.
Wacholder-Silbereiche (Grevillea junipera)
Grevillea junipera ist ein im Osten von New South Wales und im Südosten von Queensland in Australien endemischer Strauch. Er zeigt seine exotische Seite also mit Stolz! Dieser Strauch aus der Familie der Proteaceae wird kaum 2 m in alle Richtungen groß, macht aber mit seinem besonders dichten, buschigen, beinahe struppigen immergrünen Laub auf sich aufmerksam, da sich seine Zweige leicht verflechten und dem Laub des Wacholders ähneln. Daher stammt sein volkstümlicher, aber auch sein lateinischer Name, denn „junipera“ erinnert an die nadelförmigen Blätter von Nadelgehölzen. Die Wacholder-Silbereiche mit ihren schmalen, lederartigen Blättern bildet das ganze Jahr über einen schönen, sattgrünen Strauch.

Grevillea junipera
Mit einer Winterhärte von etwa -10 bis -12 °C (wenn er in durchlässigem Boden und geschützt vor kalten Winden kultiviert wird), kann die Silbereiche in Regionen mit mildem Klima den ganzen Winter hindurch bis zum Frühjahr, von Dezember bis April, blühen. In gemäßigteren Regionen verschiebt sich die Blütezeit auf Februar/März bis Juni. Und diese Blüte ist wirklich sehenswert! Zunächst wegen ihrer leuchtend roten Farbe, die durch das dunkle Grün des Laubs besonders zur Geltung kommt, aber auch wegen der Form der Blütenstände. Die Blüten bestehen aus eingerollten, kronblattähnlichen Griffeln und langen, gebogenen Staubblättern. Sie erinnern an Spinnen. Die Sorte ‘New Blood’ bietet ebenso leuchtend rosarote Blüten wie ‘Canberra Gem’.
Wie wird sie kultiviert?
Sie benötigt volle Sonne und einen durchlässigen, leichten, eher trockenen und nährstoffarmen, tendenziell sauren Boden. Dieser Strauch ist recht trockenheitsverträglich und kommt problemlos mit salzhaltiger Gischt zurecht. Er eignet sich ideal für einen Küsten- oder mediterranen Garten, als blickdichte Sicht- oder Windschutzhecke. Er kann aber auch als Solitär, im Hintergrund eines Beets oder auf einer Böschung gedeihen.
Er lässt sich mit Sträuchern wie der Kamelie, der Skimmia japonica oder einem Pittosporum tobira kombinieren.
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Natürlich blühen nicht alle Eukalypten, die größtenteils aus Australien stammen, im Winter! Dennoch gehören einige zur Kategorie der winterblühenden Sträucher, da sie unscheinbare kleine, weiße bis cremeweiße Blütenbällchen hervorbringen, die dank ihrer Bienenfreundlichkeit für Insekten sehr attraktiv sind. Zudem bleiben sie kleiner und können daher als Sträucher bezeichnet werden.
So kann der Eucalyptus neglecta oder Omeo-Eukalyptus je nach Jahr und Klima von November bis Mai blühen, sicherer jedoch überall im Februar und März. Seine kleinen weißen Blüten stehen in Trauben und bilden hübsche, stark duftende Blütenbällchen. Dieser Eukalyptus ist auch wegen seines großen, graugrünen bis bläulichen Laubs interessant, das von Kupfer-, Rot- und Brauntönen nuanciert wird. Er ist bis -15 °C winterhart.

Blüten des Eucalyptus neglecta
Der Eucalyptus apiculata oder Schmalblättrige Mallee bleibt sehr klein und bildet einen stark verzweigten, buschig wachsenden Strauch, der sich als Rebe entwickelt. Er besitzt schmales, gefiedertes Laub und eine glatte, cremeweiße, leicht silbrig wirkende Rinde, die sich in terrakottafarbenen Streifen ablöst. Wie Eucalyptus neglecta kann er zwischen November und Mai blühen. Die Blüten stehen zu dritt in den Blattachseln.
Auch der Eucalyptus archeri oder Alpine Eukalyptus verdient dank seiner Winterhärte bis -18 °C, seines silbrig grünen Laubs und seiner graugrünen, rosa und weißen Rinde Erwähnung.
Wie wird er kultiviert?
Eukalypten bevorzugen gut drainierte, frische bis trockene Böden sowie einen warmen, sonnigen und gut vor kalten Winden geschützten Standort.
Phymosia umbellata
Phymosia umbellata stammt ursprünglich aus Mexiko und ist in den Wäldern rund um Mexiko-Stadt endemisch. Der zur Familie der Malvengewächse gehörende Strauch erreicht bei uns höchstens 2,50 bis 3 m Höhe und 1,50 m Breite. Allerdings ist er frostempfindlich (winterhart bis -5 bis -6 °C) und kann nur an der Mittelmeer- und Atlantikküste im Freiland kultiviert werden. Anderswo wächst er im Topf.
Der exotische Strauch blüht ab Juli, erhellt in mildem Klima jedoch bis Dezember den Winter. Und diese Blüte ist eine wahre Schönheit! Täglich bilden sich große, samtig behaarte Knospen in Büscheln, aus denen karminrote Blüten mit 5 Blütenblättern und satinierter Textur entstehen, die leicht weiß gezeichnet sind. Nach der Bestäubung entwickeln sich daraus Früchte mit Samen, die sich leicht selbst aussäen.

Blüten von Phymosia umbellata
Der Strauch besitzt immergrünes, samtig behaartes Laub, das handförmig geteilt und in unregelmäßige, große Lappen gegliedert ist.
Wie wird er kultiviert?
Phymosia umbellata wird in der Sonne und geschützt vor kalten Winden in gewöhnlichen, tiefgründigen, lockeren, fruchtbaren und frischen Böden gepflanzt, vor allem aber in perfekt durchlässigem Boden. Er eignet sich als Solitär oder im Hintergrund eines Beets, in Gesellschaft von Herbstastern.
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Exotisch und pflegeleicht: Sukkulenten mit RosettenCootamundra-Akazie (Acacia baileyana)
Die Cootamundra-Akazie (Acacia baileyana) verdient ihren Platz in dieser Auswahl exotischer, winterblühender Sträucher. Zum einen stammt sie aus Tasmanien und Australien. Zum anderen bleibt sie mit einer Wuchsgröße von etwa 4 m in alle Richtungen recht kompakt. Sie bildet einen Strauch mit langen, biegsamen, leicht überhängenden Zweigen und sehr feinem, blaugräuem, farnähnlichem, in kleine Fiederblättchen gegliedertem Laub. Schließlich zeigt die Cootamundra-Akazie von Januar bis März eine schöne gelbe Blüte in zylindrischen Ähren. Die Blüten bestehen aus sehr luftigen Knäueln, die wiederum aus struppigen Staubblättern gebildet werden. Die Blüten der Cootamundra-Akazie sind weniger duftend als die anderer Mimose-Arten, aber sehr bienenfreundlich und locken bestäubende Insekten an.

Die Cootamundra-Akazie
Natürlich ist die Mimose ein frostempfindlicher Strauch, der nur in mildem Klima gedeiht. Pflanzen Sie sie an einen vor kalten Winden gut geschützten Standort.
Die Sorte ‘Songlines’ zeichnet sich durch violett gefärbte junge Triebe aus, die mit zunehmender Reife zunächst blau- und später graugrün werden. Die Sorte Acacia baileyana ‘Purpurea’ besitzt junges, silbrig blau-graues, purpur- und lilafarben getöntes Laub.
Wie kultiviert man sie?
Neben voller Sonne und einem gut geschützten Standort benötigt diese Mimose einen perfekt durchlässigen Boden. Die Bodenart ist ihr dagegen gleichgültig. Sie kann im Topf kultiviert werden. Sie gedeiht als Solitär oder im Beet.
Gelber Flachs (Reinwardtia indica)
Lassen Sie sich nicht von der geringen Winterhärte (- 4 °C) des Gelben Flachses (Reinwardtia indica) abschrecken! Er eignet sich bestens für die Topfkultur und kann im Winter im Gewächshaus, im ungeheizten Wintergarten oder im Kalthaus stehen. Denn dieser kleine Strauch benötigt zum Blühen im Winter Temperaturen um 10 °C. Die warme Jahreszeit verbringt er im Freien. Im Mittelmeerraum kann er natürlich auch ins Freiland gepflanzt werden.

Gelber Flachs
Der aus Nordindien und Südchina stammende kleine Strauch wird höchstens 1 m hoch und 60 cm breit. Er wächst buschig und verzweigt, zugleich aufrecht und überhängend. Sein halbimmergrünes bis immergrünes Laub ist länglich, nervig und kräftig grün. Besonders die leuchtend gelbe Blüte zieht mitten im Winter, von Dezember bis April, alle Blicke auf sich. Die Blüten bestehen aus 5 sich überlappenden Blütenblättern. Sie verströmen einen zart vanilleartigen Duft.
Wie wird er kultiviert?
Im Topf gedeiht der Gelbe Flachs in einem fruchtbaren, durchlässigen und frischen Substrat aus Gartenerde, Blumenerde und grobem Sand. Für eine üppige Blüte braucht er im Winter einen hellen Standort mit einigen Stunden Sonne täglich, im Sommer dagegen einen halbschattigen Standort. Ein Rückschnitt nach der Blüte ist wichtig, damit die Pflanze kompakt bleibt.
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