5 Sträucher für steinigen Boden

5 Sträucher für steinigen Boden

Sträucher für steinige Böden

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. Januar 2026  durch Pascale 4 min.

Steiniger Boden ist keine Gartenfluch: Wählen Sie passende Sträucher für trockene, heiße Standorte. Neben Sommerflieder und Oleander entdecken Sie 5 robuste Arten.

Schwierigkeit

Strauchiges Hasenohr (Bupleurum fructicosum)

Auch Strauchiges Hasenohr genannt, gehört dieser Strauch zur Familie der Doldenblütler, den Apiaceae, und ist damit mit der Möhre verwandt. Dieses Strauchige Hasenohr (Bupleurum fructicosum) wächst von Natur aus in mediterranen Garriguen sowie allgemein in trockenen, felsigen Regionen der Nordhalbkugel und Afrikas. Ein kalkhaltiger, steiniger und trockener Boden schreckt es daher keineswegs! Auch Seewind verträgt es, wodurch es sich ideal für Küstenlagen eignet.

Auch ästhetisch hat das Strauchige Hasenohr einiges zu bieten. Es wächst schnell und bildet einen 2 bis 2,50 m hohen und etwa 1 bis 1,50 m breiten Strauch mit zugleich aufrechter und ausgebreiteter Wuchsform sowie abgerundeter Krone. Seine aufrechten Zweige verleihen ihm meist eine dichte, üppige Silhouette. Das halbimmergrüne bis immergrüne Laub ist ledrig und länglich, mit parallel verlaufenden Längsadern. Es wirkt wachsartig und zeigt ein ansprechendes Blaugrün. Zerreibt man die Blätter, verströmen sie einen scharfen Duft.

Sträucher für steinigen Boden

Blüten des Strauchigen Hasenohrs (Bupleurum arborescens)

Besonders attraktiv ist das Hasenohr wegen seiner langen und üppigen Blüte im Hochsommer, selbst bei großer Trockenheit. Von Juni bis Ende August bedeckt sich der Strauch mit sternförmigen endständigen Dolden aus winzigen Blüten in Chartreusegrün, die an Fenchelblüten erinnern. Die leicht duftenden Blüten sind sehr bienenfreundlich und nektarreich und locken zahlreiche Bienen, Schmetterlinge und auch Wespen an. Daraus entwickeln sich braune bis schwarze Achänen, deren Samen sich sehr leicht selbst aussäen.

Er ist bis -15 °C winterhart, sodass eine Pflanzung auch außerhalb des Mittelmeerraums möglich ist.

Das sehr pflegeleichte Strauchige Hasenohr gedeiht auf den trockensten, steinigsten, gut drainierten und leichten Böden. Es liebt volle Sonne, verträgt aber auch Halbschatten. Im ersten Sommer braucht es Bewässerung, danach kommt es allein zurecht. Besonders gut lässt es sich mit Blaurauten, Lavendel, Zistrosen und Rosmarin kombinieren.

Gewöhnlicher Blasenstrauch (Colutea arborescens)

Was für eine außergewöhnliche kleine Strauchpflanze! Schon ihr Name, der an das süße Vergnügen erinnert, beim „Baguenaudieren“ mit nach oben gerichtetem Blick durch die Natur zu streifen und Schmetterlinge zu beobachten …! Doch zurück zum Bastard-Blasenstrauch (Colutea arborescens), einem auch Blasenstrauch genannten Strauch (ein etwas bodenständigerer Name!), aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Ein zugleich wuchsfreudiger, robuster, pflegeleichter und anpassungsfähiger Strauch, der selbst mit ärmsten Böden wie auf Brachland oder Aufschüttungen zurechtkommt.

Der 2 bis 3 m hohe Bastard-Blasenstrauch wächst schnell und bildet eine stark verzweigte, buschige, aufrechte Wuchsform. In nährstoffreichem Boden kann er 4 m Höhe erreichen. Mit der Zeit bildet er auch einen Stamm. Sein sommergrünes Laub besteht aus 7 bis 12 ovalen oder elliptischen, stark nervigen Fiederblättchen und zeigt ein hübsches, leicht bläuliches Grün. Von Mai bis August bedeckt sich der Strauch mit typischen, gelb-braun gestreiften Blüten der Hülsenfrüchtler. Danach erscheinen Hülsen, die sich von Grün über Rosa bis Rotbraun verfärben. Bei Reife platzen die durchscheinenden Hülsen unter den Fingern mit einem lauten Knall auf. Der Bastard-Blasenstrauch vermehrt sich sehr leicht durch Selbstaussaat.

Sträucher für steinige Böden

Blüten und Früchte des Bastard-Blasenstrauchs (Colutea arborescens)

Die Hybridsorte Colutea (x) media ‘Copper Beauty’ blüht besonders üppig in einem prächtigen Kupferorange und ist deutlich zierender als die reine Art.

Der bis mindestens -20 °C winterharte Strauch gedeiht in jedem Boden und reichert ihn an. Wie alle Hülsenfrüchtler können seine Wurzeln Stickstoff aus der Luft aufnehmen und binden. Er fühlt sich in Gesellschaft von Zistrose oder Sonnenröschen wohl.

Osagedorn (Maclura pomifera)

Bei voller Reife kann der Osagedorn (Macula pomifera) eine Höhe von 12 m und eine Breite von 8 m erreichen. Sein Wachstum ist schnell. Dieser Strauch ist nach einem Indianerstamm, den Osage, benannt, die sein hartes Holz zur Herstellung ihrer Bögen nutzten. Daher auch sein anderer deutscher Name „Bogenholz“. Der Osagedorn ist nicht nur an steinige Böden angepasst, sondern bildet auch mehrere Stämme mit rissiger, gedrehter Rinde sowie eine ausladende Wuchsform und eine breite Krone. Seine Zweige sind dornig.

Sein sommergrünes, ovales, zugespitztes, lanzettliches und lang zugespitztes Laub ist glänzend grün. Im Herbst nimmt es eine wunderschöne gelbe Farbe an. Besonders charakteristisch für diesen Strauch sind jedoch seine Blüte und seine Früchte. Der Osagedorn ist eine diözische Art, das heißt, es gibt männliche und weibliche Sträucher. Eine Fruchtbildung am weiblichen Strauch erfolgt daher nur in Gegenwart eines männlichen Strauchs und erst nach 10 bis 15 Jahren Kultivierung. Doch die Geduld wird belohnt. Die Blüte erscheint im Juni in den Blattachseln: gelbe, gestielte Blütenköpfchen hängen bei den männlichen Sträuchern in Trauben herab. Im September erscheinen die kugeligen Früchte. Sie sind so groß wie eine Orange bis Pampelmuse, haben eine höckerige Oberfläche und sind zunächst grün, später gelb. Sie sind nicht essbar und bleiben nach dem Laubfall am Baum hängen.

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Osagedorn (Macula pomifera)

Der bis -20 °C winterharte Osagedorn wird an einem sonnigen Standort in tiefem, gut durchlässigem Boden gepflanzt, der trocken, kalkhaltig und steinig sein darf. Er benötigt keine besondere Pflege und ist resistent gegen Trockenheit und die Luftverschmutzung in Städten …

Steinliguster (Phillyrea augustifolia)

Noch ein mediterraner Strauch, der sehr trockenheits- und salznebelverträglich ist und problemlos auf steinigem Boden wächst! Der Schmalblättrige Steinliguster (Phillyrea angustifolia) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und ist somit mit dem Ölbaum verwandt. Von Natur aus wächst er in der Garrigue. Wie der Ölbaum besitzt er einen kurzen Stamm, schmale Blätter und Früchte, die an Oliven erinnern, aber nicht essbar sind.

Dieser langsam wachsende Strauch bildet einen einzelnen Stamm und eine ausgebreitete, kompakte, buschige Wuchsform. Im ausgewachsenen Zustand wird er 2 bis 3 m hoch und ebenso breit. Seine langen, dünnen Zweige tragen kleine, linealische, lanzettliche Blätter, die auf der Oberseite glänzen und dunkelgrün gefärbt sind. Die jungen Blätter treiben bronzefarben aus. Im Frühjahr, zwischen März und Mai, öffnen sich sehr unscheinbare, cremeweiße bis grünliche Blüten. Diese Blüte ist vor allem wegen ihres zarten Dufts und ihrer Bienenfreundlichkeit interessant. Anschließend erscheinen kugelige, bei Reife blauschwarze Steinfrüchte, die im Herbst den Vögeln als Nahrung dienen.

Der etwas winterhärtere Schmalblättrige Steinliguster verträgt bis zu -15 °C, sobald er 4 bis 5 Jahre alt ist. Junge Pflanzen sind dagegen deutlich frostempfindlicher. Er gedeiht in allen Bodenarten, fühlt sich aber in steinigen Böden besonders wohl. Als Standort empfiehlt sich Sonne, auch Halbschatten wird toleriert. Er kann mit Myrte, Westlichem Erdbeerbaum (Arbutus) oder einem Pistazienstrauch (Pistacia lentiscus) gepflanzt werden …

Der Mastixbaum (Pistacia lentiscus)

Auch als Mastixbaum bekannt, ist der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) äußerst hitze- und trockenheitsverträglich. Als Mitglied der Familie der Anacardiaceae wächst er spontan in der mediterranen Garrigue und Macchia auf steinigen, trockenen Böden. Der Verwandte der Pistazie (Pistacia vera), die Pistazien hervorbringt, wird 3 m hoch und 2 m breit. Je nach Standort kann er verschiedene Wuchsformen annehmen: aufrecht oder eher in sich geschlossen, aber immer relativ buschig.

Sein immergrünes, ledriges Laub ist in ovale Fiederblättchen geteilt und dunkelgrün. Die Blattfarbe verändert sich jedoch im Laufe der Jahreszeiten. Junge Blätter sind hellgrün, das Winterlaub eher violett oder bronzefarben. Die Blüte erscheint zwischen März und Mai sehr unscheinbar. Ihr folgen Trauben mit kleinen Früchten, die sich von Rot zu Schwarz verfärben. Da der Mastixstrauch eine diözische Art ist, muss eine männliche Pflanze in der Nähe einer weiblichen wachsen, damit Bestäubung stattfindet.

Strauch für steinigen Boden

Der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus)

Dieser Strauch passt sich tatsächlich an jede Situation an: Er wächst auf trockenen, steinigen Böden, verträgt problemlos salzhaltige Gischt und kann in voller Sonne ebenso wie im Schatten kultiviert werden. Er sollte jedoch in Regionen mit mildem Klima wachsen, da er nur bis -12 °C winterhart ist.

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Phillyrea angustifolia (deutscher Name: Schmalblättrige Steinlinde)