Gärtnern auf trockenem Boden: alle Tipps

Gärtnern auf trockenem Boden: alle Tipps

Garten an diesen Boden anpassen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Alexandra 4 min.

Trockene oder durchlässige Böden halten Wasser nicht zurück. Es versickert sehr schnell und steht den Pflanzen bald nicht mehr zur Verfügung. Diese können dadurch unter Trockenheit leiden. Außerdem sind solche Böden meist arm an Mineralstoffen. Den Pflanzen fällt es daher schwer, genügend Nährstoffe für ihren Bedarf aufzunehmen.

Glücklicherweise haben sich einige Pflanzen angepasst und schätzen es sogar, wenn der Boden kein Wasser speichert (entdecken Sie zum Beispiel unsere Auswahl an Pflanzen für trockene Gärten). Trockene Böden haben auch Vorteile: Der Wasserabzug verhindert, dass die Wurzeln der Pflanzen faulen. Sie beugen Staunässe und Wurzelkrankheiten durch Pilze (Pilzkrankheiten) vor. In einem sandigen Boden kommen Pflanzen außerdem besser mit Kälte und Frost zurecht. Sie sind etwas winterhärter.

Es gibt Lösungen, um den Wassermangel auszugleichen und auch auf sehr trockenem, nährstoffarmem Boden eine große Vielfalt an Pflanzen zu kultivieren. Sie können den Boden zum Beispiel durch organisches Material anreichern oder eine Mulchschicht ausbringen, um die Feuchtigkeit besser zu halten … Entdecken Sie auch die Techniken zum Überstehen einer Dürre.

Auf trockenem oder durchlässigem Boden gibt es daher zwei Möglichkeiten: Entweder Sie nutzen den Standort, um trockenheitsverträgliche Pflanzen zu kultivieren (Gebirgspflanzen, Küstenpflanzen, Sukkulenten …), oder Sie verbessern den Boden, damit er weniger trocken und fruchtbarer wird und sich für die meisten Pflanzen eignet. Natürlich schließen sich beide Methoden nicht aus: Sie können in einem Garten problemlos einen trockenen, steinigen Bereich und einen fruchtbareren Bereich anlegen. Entdecken Sie in diesem Ratgeber Techniken für das Gärtnern auf trockenem oder durchlässigem Boden.

Schwierigkeit

Pflanzen für trockene Böden cultivieren

Sie können die Beschaffenheit Ihres Bodens nutzen, um trockentolerante und anspruchslose Pflanzen zu kultivieren, die nur wenige Nährstoffe benötigen. Geeignet sind zum Beispiel Fetthenne, Lavendel, Wolfsmilch, Mannstreu, Garbe … Auch Gräser sind generell recht robust, ebenso Sukkulenten und Pflanzen mit silbrigem Laub (Stachys byzantina, Helichrysum, Heiligenkraut …). Nutzen Sie dies, um Ihrem Garten einen exotischen, ungewöhnlichen Stil zu verleihen, etwa mit Wolfsmilch, Opuntien, Agaven, Aloen und Neuseelandflachs.

Da Ihr Boden trocken ist, können Sie auch eine Steingartenanlage gestalten und dort Pflanzen kultivieren, die für drainierende Substrate bestens geeignet sind. Legen Sie einen erhöhten, steinigen Bereich an, platzieren Sie dort große Steine und setzen Sie anschließend kleine Steingartenpflanzen dazwischen: Fetthenne, Mannstreu, Blaukissen, Hauswurz …

Für weitere Auswahl und Ideen entdecken Sie eine Auswahl von 10 trockenheitsverträglichen Stauden und 12 Sträuchern für trockene oder durchlässige Böden, 11 Obstgehölzen für trockene Böden sowie 10 immergrünen Sträuchern für trockene Böden.

Einige Pflanzen für trockene Böden: Sedum ‘Herbstfreude’, Delosperma cooperi (Foto: Tanaka Juuyoh) und Achillea ‘Walter Funcke’

Ein Beispiel für eine Gestaltung auf trockenem Boden: Verbascum ‘Polarsommer’, Eryngium oliverianum, Centranthus ruber, Salvia ‘Caradonna’ und Stipa tenuifolia (Foto: Nathalie Pasquel – MAP – Landschaftsarchitekt Robert Myers)

Boden verbessern: fruchtbarer und weniger trocken

Wie lässt sich ein solcher Garten anlegen?

Am besten beginnen Sie damit, den Boden zu verbessern. Sie können seine Wasserspeicherfähigkeit durch organisches Material erhöhen: Kompost, Mist, Holzhäcksel (BRF) … Bei der Zersetzung fördern diese Stoffe die Humusbildung, wodurch Wasser gespeichert wird.

Um den Boden zu verbessern, können Sie auch Gründüngung anbauen, etwa Luzerne, Rainfarn-Büschelschön, Braunen Senf, Wicke oder Klee … Der Anbau ist besonders im Gemüsegarten sinnvoll, um die Bodenstruktur zu verbessern und ihn mit Stickstoff anzureichern.

Im Gemüsegarten können Sie zum Beispiel auch einen Gemüsegarten im Quadrat anlegen: Indem Sie ein Beet erhöhen, können Sie gute, mit Kompost angereicherte Gartenerde einfüllen. Sie können auch die in der Permakultur verwendete Technik der Hügelbeete oder eine Lasagne-Kultur anlegen. Diese Techniken schaffen einen kleinen, sehr nährstoffreichen und fruchtbaren Bereich, der einen produktiven und vielfältigen Anbau ermöglicht!

Auf trockenem Boden lohnt es sich außerdem, eine Hecke zu pflanzen oder Sträucher zu setzen, um von einem Windschutz zu profitieren und so die austrocknende Wirkung des Windes auf den Boden zu verringern. Ebenso können Sie einen halbschattigen Bereich anlegen, um das Austrocknen des Bodens durch die Sonne zu begrenzen.

Einige Techniken für das Gärtnern auf trockenem Boden: Kompost zur Bodenanreicherung ausbringen / Mulch verwenden, um die Feuchtigkeit zu bewahren / eine Lasagne-Kultur für den Gemüseanbau auf einem fruchtbaren Substrat anlegen

Wie pflanzt man?

Wenn möglich, pflanzen Sie am besten im Herbst. So hat die Pflanze Zeit, sich einzuleben und ihr Wurzelsystem zu entwickeln, bevor sie den Sommer und die Trockenheit überstehen muss – bei kühlerem und feuchterem Wetter. Wird sie dagegen im Frühjahr gepflanzt, kommt der Sommer sehr schnell und sie ist weniger gut auf Hitze und Trockenheit vorbereitet.

Wenn Sie Pflanzen auf trockenem Boden kultivieren, gehen Sie beim Pflanzen besonders sorgfältig vor, damit sie optimale Bedingungen vorfinden:

  1. Stellen Sie den Wurzelballen in eine mit Wasser gefüllte Schale. So kann sich die Pflanze wieder mit Wasser versorgen und hat bessere Anwuchschancen.
  2. Heben Sie in dieser Zeit das Pflanzloch aus. Geben Sie gut verrotteten Kompost hinzu, um den Boden anzureichern.
  3. Setzen Sie die Pflanze ein, füllen Sie das Loch mit Erde und drücken Sie diese leicht an.
  4. Gießen Sie reichlich.
  5. Bringen Sie anschließend eine dicke Mulchschicht aus: Holzhäcksel (BRF), Laub, Holzspäne, Stroh … Sie hält den Boden länger kühl und feucht.
  6. Sie können um die Pflanze auch eine Gießmulde anlegen, damit das Wasser länger stehen bleibt und direkt an den Wurzeln versickert.

Wie pflegt man einen solchen Garten?

Sobald Ihre Pflanzen eingewachsen sind, sollten Sie aufmerksam bleiben und darauf achten, dass sie weder Wassermangel leiden noch mit Mineralstoffen unterversorgt sind. Sie können regelmäßig und reichlich gießen oder ein Tropfbewässerungssystem installieren. Außerdem empfehlen wir, die Mulchschicht von Zeit zu Zeit zu erneuern, zum Beispiel mit neuem Holzhäcksel (BRF) oder Laub. Denken Sie schließlich daran, regelmäßig, mindestens einmal jährlich, organisches Material oder Kompost auszubringen, um den Boden anzureichern.

Wenn Sie weitere Informationen und Tipps zum Umgang mit Wassermangel suchen, lesen Sie den Artikel von Olivier in unserem Blog: „Eine Dürre überstehen“

Im Winter sind Pflanzen auf trockenem Boden weniger frostempfindlich und widerstandsfähiger als auf anderen Böden, die mehr Feuchtigkeit speichern. Sie kommen leichter ohne Winterschutz aus.

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