7 Bäume für den Küstengarten

7 Bäume für den Küstengarten

Bäume für Küstenstandorte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 8. April 2026  durch Sophie 5 min.

Viele Bäume leiden unter Wind, Salz und Sand – besonders auf nährstoffarmem Sandboden. Entdecken Sie robuste Küstenbäume für Atlantik, Mittelmeer und Normandie.

Schwierigkeit

Tamarisken: eine rosa Blütenkaskade im Sand

Wenn von der Küste die Rede ist, kommen einem Tamarisken sofort in den Sinn. Dass sie zuerst genannt werden, ist kein Zufall: Küsten liegen ihnen, denn diese Gattung mit knapp hundert Arten stammt von den Ufern und salzhaltigen Böden Europas und des Mittelmeerraums. Diese kleinen sommergrünen Bäume tragen winzige, schuppenförmige Blätter an feinen, biegsamen Zweigen. Die Blüte bildet anmutige kleine rosa oder weiße Blütenbüschel. Tamarisken können ihre Verdunstung regulieren, indem sie das Salz im Boden nutzen. Diese Pflanzen sind ideal an Küsten, sandige Böden und Trockenheit angepasst. Verwenden Sie Tamarisken als Windschutzhecke, als Hochstamm oder mehrstämmig: Sie benötigen weder besondere Pflege noch Bewässerung. Allgemein unterscheidet man Frühjahrs- und Sommertamarisken, die alle winterhart bis unter -15 °C sind:

Tamariske an der Küste

Im Uhrzeigersinn: Tamariske an der Küste, Tamarix ramosissima ‘Pink Cascade’, Tamarix tetrandra, Tamarix ramosissima ‘Hulsdonk White’ und Tamarix parviflora

Kiefern: für große Flächen an der Küste

Für viele gehören zur Atmosphäre der Atlantik- oder Mittelmeerküste vor allem Kiefern. Unter den großwüchsigen Nadelgehölzen für vollsonnige Standorte sind zwei Arten fest in die natürliche Küstenlandschaft integriert und profitieren vom milden Meeres- oder Seeklima:

  • Die See-Kiefer Pinus pinaster: Ihre aufrechte Silhouette ist an der französischen Atlantikküste und besonders in der Heide weit verbreitet. Als wichtiger Forstbaum wächst sie problemlos in steinigem, eher saurem Boden und verträgt salzhaltige Gischt sehr gut. Ihr schnelles Wachstum und ihre stattliche Größe – 30 m Höhe bei 15 m Breite – machen sie für große Gärten geeignet.
  • Die Pinie Pinus pinea: Sie ist das Wahrzeichen der Pinienwälder im Süden. Als Jungbaum bildet sie eine schöne, dichte, runde Krone, die sich mit zunehmendem Alter ausbreitet und die typische Form eines breiten Schirms annimmt. Sie ist bis -10 °C winterhart und findet ihren Platz rund ums Mittelmeer.
Kiefern am Meer

Pinus pinea und Pinus pinaster

Stein-Eiche: äußerst widerstandsfähig

Der Mittelmeerraum ist die Heimat dieser charakteristischen Eichenart. Der immergrüne, 15 bis 20 m hohe Baum bedeckte einst weite Teile des Mittelmeerraums – von der Küste bis auf 1400 m Höhe. Die sehr anpassungsfähige Quercus ilex, die Stein-Eiche, gedeiht sowohl in trockener Umgebung als auch in Meeresnähe. Die langsam wachsende Stein-Eiche – Quercus ilex – benötigt kaum Pflege. Sie ist bis -15 °C winterhart und verträgt bei einem sonnigen Standort problemlos Kälte und Trockenheit. Wer das Glück hat, einen Garten am Meer zu besitzen, kann sie auch an der Atlantikküste pflanzen, sogar bis in den Norden an der Küste, sofern zu feuchte Böden vermieden werden: Bei der Pflanzung ist daher für eine gute Drainage zu sorgen.

Stein-Eichen am Meer

Quercus ilex in einem das Meer überblickenden Garten

Eucalyptus gunnii: leuchtendes Laub

Von den wenigen Eukalyptus-Arten, die außerhalb des Mittelmeerraums gepflanzt werden, ist der Eucalyptus gunnii, auch Mostgummi-Eukalyptus genannt, wohl die bekannteste. Seine runden, immergrünen Blätter mit der schönen grauen Färbung und seine ausladende, über 15 m hohe Wuchsform sind leicht zu erkennen. Man findet ihn häufig an der Atlantikküste oder in der Bretagne. Der aus Tasmanien stammende Eukalyptus wächst schnell und verträgt Wintertemperaturen bis -10 °C. Sein grauer Stamm schält sich und gibt schöne braune und grüne Flecken frei. Eukalyptus gehört häufig zu den wenigen Baum- und Straucharten, die von Gärtnern in der ersten Reihe an der Küste gepflanzt werden, um hohe Schutzhecken zu bilden. Die Pflanzen gedeihen in leichten, steinigen Böden und vertragen Trockenheit gut.

Eukalyptus für den Küstengarten

Eucalyptus gunnii

Westlicher Erdbeerbaum: ideal für kleine Gärten

Die rund 20 Arten umfassende Gattung Arbutus trägt essbare Früchte. Immergrüne, kalkverträgliche Bäume für trockene Böden und Küsten.

Monterey-Zypressen: schnelles Wachstum

Zypressen sind eng mit Küstenlandschaften verbunden. Diese Nadelgehölze gedeihen problemlos auf armen, sandigen Böden und lassen sich erfolgreich am Meer pflanzen. Monterey-Zypresse Cupressus macrocarpa und Cupressus macrocarpa ‘Goldcrest‘ eignen sich hervorragend zur Begrünung von Küstengärten. Seewind schadet ihnen nicht. Cupressus macrocarpa ist bis -15 °C winterhart und damit auch für kältere Regionen geeignet. Der majestätische Nadelbaum bildet zunächst eine pyramidenförmige, im Alter breiter werdende Silhouette und trägt dichtes, tiefgrünes Laub. Sein Wachstum ist schnell; er erreicht etwa 8 m Höhe und 2,50 m Breite. Das frostempfindlichere Kultivar ‘Goldcrest’ pflanzt man in milderen Regionen oder an einen gut geschützten Standort. Sein goldfarbenes Laub und der kegelförmige Wuchs machen es ebenfalls zu einer ausgezeichneten Wahl für Küstengärten.

Einige Zypressen eignen sich für die Bedingungen an der Küste

Cupressus macrocarpa und Cupressus macrocarpa ‘Goldcrest’

Palmen: eine Alternative zu Bäumen

Auch wenn Palmen biologisch gesehen keine Bäume, sondern riesige Gräser sind, können sie aufgrund ihrer Größe und ihres Wuchses durchaus dieselbe Rolle bei der Gartengestaltung spielen. Trachycarpus fortunei ist besonders frosthart und kann daher auch in den nördlichsten Küstengärten sowie in der Bretagne gepflanzt werden, wo seine großen fächerförmigen Wedel für Höhe (bis zu 8 m) und einen Hauch Exotik sorgen. Ebenso kann die Dattelpalme Phoenix canariensis mit ihren langen, schmalen Wedeln weiter südlich oder an der Atlantikküste ihren Platz finden.

Einige Palmen eignen sich für Küstengärten

Trachycarpus fortunei und Phoenix canariensis

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Bäume für Gärten am Meer