8 bienenfreundliche Frühlingszwiebeln für Bestäuber
8 Sorten, die Bestäuber begeistern
Inhaltsverzeichnis
Frühblüher: Blumenzwiebeln liefern erste Blüten für Insekten. Bienenfreundliche Frühlingsblumenzwiebeln: 8 Arten für Bestäuber.
Krokus
Krokusse gehören zu den ersten blühenden Zwiebelpflanzen im zeitigen Frühjahr und sind daher bei Bestäubern sehr beliebt, insbesondere bei Wildbienen, Hummeln, Mauerbienen sowie Zweiflüglern wie Wollschwebern und Schwebfliegen. Unter den zahlreichen Sorten sind botanische Krokusse wie Crocus chrysanthus ‘Cream Beauty’ und Elfen-Krokusse (Crocus tommasinianus) empfehlenswert, die zwischen Februar und März blühen.
Mit einer Höhe von 10 cm tragen Krokusse sternförmige Blüten in Weiß sowie Blau- und Violetttönen; bei Crocus chrysanthus ‘Fuscotinctus’ sogar in Goldgelb. Orangegelbe Staubblätter leuchten aus der Blütenmitte. Die sehr winterharten Krokusse vertragen Frost (bis -20 °C) und sommerliche Trockenheit. Sie verwildern leicht auf Wiesen, im Rasen, in Beeten und Steingärten, aber auch im Topf. Ideal sind leichter, humusreicher, gut drainierter Boden sowie neutrale bis leicht kalkhaltige Erde. Besonders gern wachsen sie in voller Sonne oder im Halbschatten, wo sich ihre schönen Blütenkronen vollständig öffnen und Bestäuber anlocken.

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Mit blauen oder weißen Blüten ähneln Muscari kleinen Hyazinthen und werden etwa 15 bis 20 cm hoch. Sie blühen im Frühling von März bis Mai und locken zahlreiche Nektar und Pollen sammelnde Bestäuber an. Dann lässt sich ein reges Flugspiel beobachten: Bienen der Art Apis mellifera, Hummeln, Pelzbienen, Mauerbienen, Sandbienen, Wollschweber und Schwebfliegen.
Muscari sind vollkommen winterhart und vermehren sich erfreulich stark. So entstehen innerhalb weniger Jahre schöne, duftende Blütenteppiche mitten im Rasen, am Beetrand oder unter einer Strauchhecke. Auch in Balkonkästen und Pflanzgefäßen lassen sie sich kultivieren. Muscari-Zwiebeln gedeihen in Sonne und Schatten sowie in jedem gut drainierten Boden, neben Narzissen und Anemonen ‘White Splendour’.

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Narzissen
Wie kleine Sonnen erhellen Narzissen zu Beginn des Frühlings mit ihren weißen bis blassgelben Blüten das Unterholz, die Beete und Gärten. Sie ziehen dann nicht nur alle Blicke auf sich, sondern auch Insekten, die sich an ihrem Nektar laben. Schwarze Bienen etwa lieben Gelbe Narzissen (Narcissus pseudonarcissus) und winden sich in ihren schmalen, trompetenförmigen Blütenkronen, um den kostbaren Pollen zu erreichen. Auch frühe Bestäuber wie Hummeln, Wildbienen, Osmien und einige Zweiflügler schätzen ihn.
Die Narzisse ist leicht zu kultivieren: auf neutralem oder saurem Boden, im Schatten von Bäumen ebenso wie in voller Sonne, mitten im Beet, als Begleitpflanze von Tulpe und Anemone blanda ‘White Splendour’. Je nach Sorte werden Narzissen während der Blüte 15 bis 50 cm hoch, in Weiß, Creme, Gelb oder Lachs, und blühen von Februar bis Mai.

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Mit ihrer winzigen Zwiebel bietet die Bär-Lauchpflanze (Allium ursinum) von April bis Mai eine Blüte aus weißen, sternförmigen Dolden. Sehr bienenfreundlich, locken diese Blüten dank ihres Nektars und Pollens zahlreiche Bestäuber an, vor allem Wildbienen und Hummeln.
Diese vollständig essbare Blume erkennt man an ihrem besonderen Knoblauchgeruch, wenn man Blätter oder Blüten zerreibt. Die schöne Zwiebelpflanze ist in der Küche beliebt und bringt ab dem Spätwinter auch Licht in den Garten – am besten an einem schattigen oder halbschattigen Standort. Sehr winterhart, breitet sie sich spontan zwischen den Baumwurzeln aus, zusammen mit Atlantischen Hasenglöckchen.

Anemonen
Mit ihrer Frühjahrsblüte ziehen Anemonen Insekten und Bestäuber an, besonders Anemone blanda, auch Balkan-Windröschen genannt. Diese kleine Zwiebelpflanze, genauer gesagt mit knolliger Wurzel, zeigt beim Kultivar ‘White Splendour’ hübsche weiße Blüten. Diese Blüten ähneln kleinen Gänseblümchen mit weißen Blütenblättern, deren Unterseite rosa getönt ist. Vor allem ihr hellgelbes Zentrum lockt Insekten wie eine Sonne an.
Anspruchslos bilden sie rasch einen Blütenteppich am Fuß von Sträuchern oder einer sommergrünen Hecke, in voller Sonne oder im Halbschatten, zusammen mit Träubel, Tulpen oder Narzissen. Anemone blanda gedeiht in jedem Boden, auch in kalkhaltigem, und verträgt nach dem Einwachsen sommerliche Trockenheit.

Anemone blanda ‘White Splendour’ harmoniert wunderbar mit Träubel und bietet Nahrung für Bestäuber.
Camassien
Die Camassien, auch „Quamash“ genannt, tragen zwischen Mai und Juni, am Ende des Frühlings, große sternförmige Blüten. Sie bilden einen schönen Übergang zwischen früh blühenden Zwiebelpflanzen wie Narzissen und den Blumenwiesen im Sommer. Ihre sternförmigen Blüten in Blau oder Weiß, einfach oder gefüllt, erfreuen Gärtner ebenso wie bestäubende Insekten. Als Erste blüht die schöne Camassia leichtlinii ‘Caerulea’ mit hell violettblauen Blüten.
Camassien sind an jedem Standort, auch im Schatten, leicht zu kultivieren. Sie bevorzugen einen nährstoffreichen, eher feuchten Boden. Langsam bürgern sie sich ein und bilden schließlich dichte, üppig blühende Horste.

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen oder Galanthus zeigen im Spätwinter und Frühjahr zarte weiße Glöckchen mit grüner Spitze. Unter den Sorten blüht Galanthus nivalis ‘S. Arnott’ besonders spät, im März und April, wenn die ersten Insekten erwachen. Die Blume lockt dann mit einem zarten Honigduft.
Schneeglöckchen mögen leichte, leicht feuchte und im Winter gut drainierte Böden. Zwiebeln gedeihen an jedem Standort – von voller Sonne im Norden bis Halbschatten und sogar Schatten im Süden Frankreichs. Für eine üppige Blüte brauchen sie jedoch winterliche Kälte. Sie verschönern Steingärten und Töpfe sowie die Bereiche unter Sträuchern und Bäumen im Unterholz, zusammen mit Bärlauch und Krokus.

Blaustern
Blausterne sind Zwiebelpflanzen mit blauen oder weißen Blüten. Die bekannteste ist wohl Scilla nutans, auch Atlantische Hasenglöckchen genannt. Die sternförmigen Glockenblüten erscheinen im Frühling und locken Bestäuber, besonders Wildbienen und Hummeln, an. Der Stern der Peru blüht später, etwa im Mai und Juni, und bildet eine große, dichte Dolde aus zahlreichen kleinen, intensiv blauen Blüten.
Als typische Unterholzpflanzen gedeihen Blausterne auch in halbschattigen Beeten und an Rabatten. Dort folgen sie auf Schneeglöckchen und harmonieren wunderbar mit dem Gelb von Narzissen.

Stern der Peru
Und viele weitere Zwiebeln
Die genannten Zwiebeln lassen sich für eine lückenlose Blüte sowie Pollen- und Nektarversorgung der Bestäuber kombinieren. Ergänzend eignen sich Stern von Bethlehem und „Damen um elf“ mit ihren weißen, sternförmigen Blüten.
Hyazinthen (Hyacinthus) blühen ebenfalls im zeitigen Frühjahr, regional schon im Spätwinter. Auch Chionodoxa (Schneeglanz) mit blauen, den Blaustern-Blüten passt dazu. Im späten Frühjahr folgen die Glöckchenblüten des Bulgarischen Lauchs (Nectaroscordum) und die Steppenkerzen (Eremurus), die Bienen und Hummeln erfreuen.
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