8 Kletterpflanzen mit Blüte im Frühsommer

8 Kletterpflanzen mit Blüte im Frühsommer

8 windende Pflanzen für sommerliche Blüte

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Dezember 2025  durch Ingrid 6 min.

Kletterpflanzen mit Früh­sommerblüte verzaubern Garten oder Balkon mit zarten oder farbenfrohen Blüten. Sie lösen Frühjahrsstauden und -zwiebeln ab und verlängern die Blütezeit. Zudem begrünen Kletterpflanzen elegant eine Mauer, Pergola, einen Zaun, Balkon, die Hausfassade oder sogar einen kahlen alten Baum. Mitunter bedecken sie auch den Boden eines Hangs oder den Fuß von Bäumen.

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Sternjasmin und Bougainvillee

Die weißen Blüten des Sternjasmins harmonieren wunderbar mit der roten Blüte einer Bougainvillee

Schwierigkeit

Japanisches Geißblatt 'Halliana'

Mit ihrer duftenden Blüte verströmt Lonicera japonica ‘Halliana’ ab Juni ihren Duft im Garten. Die zarten Blüten öffnen sich weiß und färben sich anschließend leuchtend cremegelb. Sie erscheinen bis September, in milden Regionen sogar bis Oktober. Das kräftige, leicht zu kultivierende Geißblatt gedeiht in Sonne und Halbschatten. In Regionen mit sehr heißen Sommern bevorzugt es einen halbschattigen Standort oder zumindest einen beschatteten Fuß. Seine windenden Triebe werden je nach Bodenbeschaffenheit 5 bis 10 m lang. Es eignet sich daher für große Flächen, etwa an einem Rankgitter vor einer Hauswand oder an einer hohen Mauer, aber auch als natürlicher Bodendecker an einem Hang.

Es lässt sich mit anderen Kletterpflanzen wie der panaschierten Jungfernrebe ‘Star Shower’ kombinieren, um einen schönen Kontrast zwischen den verschiedenen Blättern zu erzielen. Die cremeweißen Blüten dieses Geißblatts harmonieren auch mit den gelben Rosen der Englischen Rose David Austin ‘Malvern Hills’. Im Mittelmeerraum bilden die orangefarbenen Blüten einer Amerikanischen Klettertrompete (Campsis grandiflora) ebenfalls eine harmonische Kombination.

Hydrangea petiolaris

Hydrangea petiolaris ist eine kräftige Kletterhortensie aus Asien. Ihre zarte Blüte beginnt Anfang Juni und reicht bis in den Hochsommer. Dann zeigt sie große, flache, weiße Blütenstände mit bis zu 20 cm Durchmesser, die kleinen Sonnenschirmen ähneln. Ihre Blüten verströmen einen leichten, lieblichen Duft. Dieser Kletterstrauch bevorzugt einen halbschattigen oder schattigen Standort. Er gehört zu den wenigen Kletterpflanzen, die auch im Schatten blühen. Seine Triebe tragen Haftwurzeln, mit denen er selbstständig Fassaden, abgestorbene Bäume oder Mauern erklimmt. Anspruchslos bildet er auch einen hübschen Bodendecker, besonders an Böschungen oder unter dicht belaubten Bäumen.

Im Halbschatten lässt er sich mit einjährigen Kletterpflanzen wie Gartenwicken oder Prunkwinden kombinieren. Für einen Standort an der Nordseite pflanzt man schattenliebende Stauden zu seinen Füßen, etwa einen Frauenmantel, eine winterharte Fuchsie, Funkien oder einen Geranium macrorrhizum.

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Italienische Waldrebe 'Prince Charles'

Die Italienische Waldrebe ‘Prince Charles’ begeistert mit üppiger Blüte von Juni bis September. Ihre seidig blauvioletten Blüten mit gelben Staubblättern bedecken dann fast vollständig das dichte Laub. Diese kräftige, kompakte Waldrebe gedeiht im Topf wie im Freiland, an sonnigen bis leicht schattigen Standorten. Wie alle Waldreben benötigt sie jedoch einen schattigen Fuß und einen gut durchlässigen Boden.

Waldreben harmonieren wunderbar mit Kletterrosen oder Lianen, etwa mit der Englischen Rose ‘James Galway’ für ihren Duft nach alten Rosen. Für eine frischere Wirkung kombinieren Sie sie mit den weißen Blüten einer Kletterrose ‘Fée des neiges’ oder einem Jasmin.

Der Sternjasmin

Das Trachelospermum jasminoides, besser bekannt als Japanischer Sternjasmin oder Sternjasmin, ist eine aus China stammende Kletterpflanze und mit dem Immergrün verwandt. Geschätzt wird sie für ihre kleinen, duftenden weißen Blüten, die von Juni bis Juli eine ganze Gartenecke mit ihrem Duft erfüllen. Das immergrüne, glänzende Laub ist auch im Winter dekorativ. Kräftig wachsend, gedeiht diese windende Pflanze an jedem Standort, blüht in der Sonne jedoch üppiger. Der bis -12 °C winterharte Sternjasmin wird im Freiland kultiviert, auch nördlich der Loire, sofern er vor kalten Winden geschützt steht. In Regionen mit strengen Wintern pflanzt man ihn in einen Topf und überwintert ihn geschützt. Seine Triebe erklimmen jede Art von Rankhilfe, etwa eine Pergola, einen Zaun oder ein Rankgitter an einer Mauer. Auch als Bodendecker lässt er sich verwenden.

Der Japanische Sternjasmin passt gut zu anderen Kletterpflanzen, etwa zur Waldrebe mit ihren großen Blüten oder zum Geißblatt mit seinem betörenden Duft. In mildem Klima lässt er sich mit Aubergine, einer Bougainvillee oder einer Amerikanischen Klettertrompete kombinieren.

die Blüte des Sternjasmins, Trachelospermum jasminoides

Der Sternjasmin kann auch halbschattige Bereiche begrünen

Die Amerikanische Klettertrompete 'Atropurpurea'

Campsis radicans ‘Atropurpurea’ ist eine hübsche Sorte der Amerikanischen Klettertrompete mit purpurroten, trompetenförmigen Blüten. Ihre bezaubernde Blüte erstreckt sich von Juni bis zum Spätsommer. Sie trägt zudem ein prächtiges, sommergrünes, dunkelgrünes Laub, das gezähnt und tief eingeschnitten ist. Diese leicht zu kultivierende Amerikanische Trompetenwinde ist nach dem Anwachsen widerstandsfähig gegenüber Krankheiten, Hitze und Trockenheit. In Regionen mit mildem oder ozeanischem Klima wächst sie gern in voller Sonne, bevorzugt im Mittelmeerraum jedoch Halbschatten. Anderswo sollte sie im Topf oder Kübel kultiviert und im Winter geschützt werden. Bieten Sie ihr eine Kletterhilfe an einer Mauer, einem alten toten Baum, einer Pergola, einem Rankgitter oder Zaun, den sie selbstständig erklimmen kann.

Die farbenfrohen Blüten der Amerikanischen Klettertrompete ‘Atropurpurea’ harmonieren mit den originellen, exotischen Blüten einer Holboellia coriacea, einer Akebia quinata ‘Silver Bells’, einer Actinidia kolomikta oder einer Waldrebe ‘Blue Angel’.

Campsis radicans 'Atropurpurea'

die Amerikanische Klettertrompete – Campsis radicans ‘Atropurpurea’

Schwarzäugige Susanne

Die Thunbergia alata, besser bekannt unter dem charmanten Namen „Schwarzäugige Susanne“, ist eine attraktive, im Sommer blühende Kletterpflanze. Ursprünglich aus Afrika stammend, wird diese schöne Staude bei uns einjährig kultiviert. Ihre gelben oder orangefarbenen Blüten besitzen eine intensiv schwarze Mitte, die einen schönen Kontrast und Tiefenwirkung schafft! Ihr windendes Wachstum lässt sie schnell an einer Rankhilfe bis zu 2 m hoch klettern. Sie schmückt den Garten ebenso wunderbar wie Terrassen und Balkone, wenn sie im Topf kultiviert wird. Die Schwarzäugige Susanne bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Im Garten windet sie sich gern um die Stängel von Gladiolen, Sonnenbraut oder Igelkopf. Lässt man die Schwarzäugige Susanne frei am Boden wachsen, bildet sie einen hübschen Blütenteppich, der sich mit Großer Kapuzinerkresse kombinieren lässt.

Die Spalthortensie 'Rose Sensation'

Schizophragma hydrangeoides ‘Rose Sensation‘ ist ein Kletterstrauch, der im Frühsommer eine zauberhafte, 3 Wochen andauernde Blüte hervorbringt. Seine Blüten, die in flachen Dolden zusammenstehen, blühen zunächst cremeweiß und nehmen zum Ende der Blütezeit einen zarten Rosaton an. Ihre Form erinnert dann an die Blütenstände von Kletterhortensien, was der Pflanze den Beinamen Japanische Hortensie eingebracht hat. Wie diese kann sie mithilfe ihrer Haftwurzeln selbstständig eine Mauer erklimmen oder über einen Hang und am Fuß von Bäumen entlangwachsen. Diese Schizophragma ‘Roseum’ bevorzugt Halbschatten und Schatten sowie einen nährstoffreichen, lehmigen, leicht feuchten, aber gut durchlässigen Boden.

Für eine schöne Harmonie pflanzt man Hortensien am Fuß der Spalthortensie, deren vertraute Blütenstände einen reizvollen Akzent setzen. Auch das attraktive Laub von Efeu bildet einen hübschen Kontrast.

Blaue Passionsblume

Passiflora caerulea ist wegen ihrer wunderschönen, eher blassen blauvioletten Blüten auch als „Blaue Passionsblume“ bekannt. Ihre leicht duftende Blüte erscheint im Frühsommer, je nach Region etwa im Juni oder Juli. Einmal gut eingewachsen, ist diese Passionsblume bis -12 °C winterhart und damit die robusteste Sorte unter den Passionsblumen. Außerdem verträgt sie als ausgewachsene Pflanze sommerliche Trockenheit sehr gut. Im Süden gut angepasst, gedeiht sie auch nördlich der Loire, wenn sie windgeschützt gepflanzt und ihr Wurzelstock im Winter geschützt wird. Ihre biegsamen, windenden Triebe erreichen schnell eine Höhe von 7 m und erobern jeden Kletterhilfen. Im Süden kann sie sich sogar etwas stark ausbreiten.

Im Garten lässt sie sich mit anderen blühenden Kletterpflanzen kombinieren, etwa mit Blauregen wegen seiner schönen Blütentrauben oder mit einer Waldrebe terniflora, um die Blütezeit zu verlängern.

Passiflora caerulea: die winterhärteste Passionsblume

Die Blüte von Passiflora caerulea

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Kletterpflanzen mit Frühsommerblüte