Blaue Koniferen: besondere Sorten

Blaue Koniferen: besondere Sorten

Zwerg oder Riese: Die schönsten Sorten für den Garten!

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Jean-Christophe 7 min.

Koniferen mit buntem Laub gibt es auch in Blau: große Bäume und winterharte Zwergformen für Garten, Topf und Terrasse.

Schwierigkeit

Picea pungens ‘Glauca Globosa’

Diese Blau-Fichte zählt zu den Stars unter den Zwergkoniferen für die Gartengestaltung. Sie wächst sehr langsam und erreicht erst nach etwa 15 Jahren eine Höhe von 1,50 m – ein Vorteil in kleinen Gärten. Ausgewachsen kann sie jedoch bis zu 6 m hoch werden, lässt sich durch Schnitt aber kompakter halten. Diese Zwergform der Colorado-Blau-Fichte bildet eine mehr oder weniger flache bis kegelförmige Kuppel mit dichtem, immergrünem Nadelkleid. Im Frühjahr wirkt das intensive Blau der jungen Triebe faszinierend, besonders an einem sonnigen Standort. Das Laub nimmt später einen silbrigeren Schimmer an, der ebenfalls sehr attraktiv ist. Die Sorte bevorzugt durchlässige, zeitweise trockene Böden und ist am tolerantesten gegenüber kalkhaltigem Boden.

Blaue Koniferen: bemerkenswerte Sorten

Picea pungens ‘Glauca Globosa’, Thuja occidentalis ‘Rheingold’, Sedum ‘Lemon Ball’ und Calluna Garden ‘Girls Gina’

Schuppen-Wacholder 'Blue Carpet'

Juniperus ‘Blue Carpet’ zählt zu den beliebtesten Sorten unter den Bodendecker-Wacholdern. Der dicht wachsende Wacholder hat eine ausgebreitete Wuchsform und kann 2 m oder mehr breit werden, bleibt aber unter 40 cm hoch. Sein Laub besteht aus dicht stehenden, immergrünen Schuppen mit gefiedertem Anschein und zeigt je nach Bedingungen wechselnde Farben. Von Blaugrün bis metallisch Blau, im Winter teils purpur getönt, leuchtet er den ganzen Sommer über in silbrigem Blau. Nach der Entwicklung seines Wurzelsystems wächst er recht schnell, trägt zudem kleine, glänzend schwarze Beeren und entwickelt mit der Zeit eine dekorative Rinde in rötlichen Tönen, die sich im Alter ablöst. Der sehr winterharte Wacholder liebt frische, aber durchlässige Böden an sonnigem Standort.

  • Am oberen Rand eines Hangs oder einer Mauer zur Geltung gebracht, kombinieren Sie ihn mit Begleitpflanzen von aufrechterer Wuchsform und elegantem Wuchs, etwa Gräsern wie Reitgras, Pyrenäen-Pfriemengras oder Ruten-Hirse. Sie können seine lockere Silhouette natürlich auch mit der von anderen säulenförmigen Koniferen kontrastieren, etwa mit Taxus baccata ‘Fastigiata Aurea’ oder mit einem Ginkgo biloba ‘Blagon’, einem nahen Verwandten der Koniferen, dessen charakteristisches Laub sich im Herbst goldgelb färbt, bevor es abfällt. Dieser Wacholder bildet außerdem einen Teppich, der Bäume mit schöner, farbiger Rinde zur Geltung bringt. Himalaya-Birke, Yoshino-Kirsche oder Acer triflorum eignen sich dafür und sorgen zudem den ganzen Winter über für einen unvergesslichen Anblick!
Blaue Koniferen: bemerkenswerte Sorten

Calamagrostis acutiflora Karl Foerster, Taxus baccata ‘Fastigiata Aurea’, Juniperus squamata ‘Blue Carpet’, Prunus serrula und Juniperus squamata ‘Blue Carpet’

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Erbsenfrüchtige Scheinzypresse 'Blue Moon'

Die Scheinzypresse ‘Blue Moon’ wird auch ‘Sawara-Scheinzypresse’ genannt. Dieses Zwerggehölz bildet eine kompakte, regelmäßige Kugel von etwa 80 cm Durchmesser, ohne dass wiederholte Rückschnitte nötig sind. Sein feines, immergrünes Laub ist weich im Griff und sitzt an biegsamen, leicht überhängenden Zweigen. An einem wenig hellen Standort nimmt es grünblaue Töne an. Bei sonnigerem Standort dominiert dagegen ein intensives Silberblau. Das langsam wachsende und gut winterharte Gehölz gedeiht am besten in kalkfreiem, frischem, leichtem und durchlässigem Boden.

  • Dank ihrer geringen Größe lässt sie sich im Topf auf der Terrasse oder im Steingarten kultivieren. Ihre makellose Silhouette passt zu verschiedenen Gartenstilen, vom modernen bis zum romantischen Garten. Um ihre rundliche Form aufzugreifen, kombinieren Sie sie mit Sträuchern mit ebenfalls mehr oder weniger kugeliger Wuchsform, etwa Buchsbaum oder als Formschnitt erzogenem Lonicera nitida. Wählen Sie verschiedene Farben, um mit den Laubkombinationen zu spielen. Japanische Spiersträucher sorgen für saisonale Abwechslung, etwa Spiraea japonica ‘Goldflame’ mit seinem leuchtend orangefarbenen Austrieb, der intensiv rosafarbenen Sommerblüte und den warmen Herbsttönen. In mildem Klima bieten auch Klebsamen äußerst dekoratives immergrünes Laub. Für eine weniger formale Wirkung setzen Sie die Zwergzypresse in den Vordergrund üppiger Rosen und blühender Sträucher (Schöner Sternchenstrauch, Holunder, Pfeifenstrauch …), begleitet von farbigen Stauden (Päonie, Taglilie, Schmucklilie, Aster …). Ergänzen Sie einige Ziergräser und spielen Sie mit unterschiedlichen Wuchsformen: aufrecht und geradlinig mit Reitgras oder Besenried, offener und geschmeidiger mit Chinaschilf und Federborstengras. In kleinen Gruppen dazwischen gesetzte Frühlingszwiebeln – und fertig ist das Beet!
Blaue Koniferen: bemerkenswerte Sorten

Spiraea japonica ‘Goldflame’, Deutzia Tourbillon Rouge, Chamaecyparis pisifera ‘Blue Moon’, Taglilie ‘Summer Wine’ und Pennisetum setaceum

Podocarpus lawrencii 'Blue Gem'

Der Podocarpus ‘Blue Gem’ ist ein ungewöhnlicher, kleiner Zier-Nadelbaum, der noch wenig bekannt ist. Dabei hat er viele Vorzüge. Zunächst seine etwas skurrile Wuchsform mit verwachsenen Zweigen, die von einem kurzen, knorrigen Stamm getragen werden. So entsteht ein leicht struppiger, zugleich aufrechter und ausgebreiteter Strauch mit ganz besonderem Charme. Dann sind da seine kleinen Blätter, die zunächst in cremefarbenen bis purpurroten Tönen erscheinen und sich später grünblau mit bläulichen Reflexen färben. Dieser weibliche Klon kann außerdem kleine rote Beeren hervorbringen, die einen schönen Kontrast zum Laub bilden. Schließlich machen ihn seine geringe Größe (1 bis 1,50 m in alle Richtungen) und sein eher langsames Wachstum ideal für kleine Gärten und die Topfkultur. Ist es vielleicht seine begrenzte Winterhärte von etwa -7 bis -12 °C, die ihn weniger verbreitet macht als andere Nadelgehölze? Ein Standort in voller Sonne, geschützt und mit neutralem bis saurem, aber gut durchlässigem Boden, sorgt für eine bessere Frostverträglichkeit. Auch die Kultur im Kübel und das Hereinholen an einen geschützten Ort ermöglichen es, ihn in weniger milden Regionen zu genießen.

Blaue Nadelgehölze: bemerkenswerte Sorten

Podocarpus lawrencei ‘Blue Gem’, Fargesia Rufa, Nandina domestica, Prunus incisa Kojo no mai und Japan-Herbst-Anemone ‘Fantasy Pocahontas’

Cedrus libani 'Atlantica Glauca'

Mit der Atlas-Zeder mit blauem Laub, auch Blaue Zeder genannt, wechselt man buchstäblich die Kategorie. Mit einer Höhe von 20 m und einer Breite von 10 m ist sie ein wahrer Riese. Wenn Sie also einen kleinen Stadtgarten haben, vergessen Sie sie und greifen Sie lieber zur Sorte ‘Horstmanns Silberspitz’, die nicht höher als 8 m und breiter als 5 m wird! Cedrus ‘Atlantica Glauca’ braucht ausreichend Platz, um seine majestätische, pyramidenförmige und etagenartige Wuchsform zu entwickeln. Aus einem kräftigen Stamm, der sich zu einem geraden Schaft entwickelt, entspringen stabile, leicht aufrechte Äste. Diese tragen wiederum Seitentriebe, die sich unter dem Gewicht des Laubes leicht neigen können. Das im Frühjahr besonders intensive Blau wirft in der Sonne, die es so liebt, leuchtende metallische Reflexe zurück. Die Rinde wird mit zunehmendem Alter rau und schuppig, und dieser große Zier-Nadelbaum schmückt sich mit zylindrischen Zapfen, die zunächst grün und bei zunehmender Reife violettbraun sind. Er ist etwa bis -15 bis -20 °C winterhart und entfaltet sich am besten in tiefem, fruchtbarem, frischem und durchlässigem Boden, wächst aber auch in ärmerem, ja sogar steinigem und trockenem Boden.

Blaue Nadelgehölze: bemerkenswerte Sorten

Cedrus libani ’Atlantica Glauca’, Metasequoia glyptostroboides ‘Gold Rush’, Cryptomeria japonica ‘Elegans Viridis’, Liquidambar styraciflua Golden Sun und Ginkgo biloba ‘Autumn Gold’

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Die bemerkenswertesten blauen Koniferen