Einen Mannstreu wählen
Je nach Wunsch und Situation!
Inhaltsverzeichnis
Mannstreu sind dekorative, pflegeleichte Stauden mit silber- oder metallblauen Blüten. Sie lieben Sonne, Trockenheit und karge Böden. Entdecken Sie unsere Tipps zur Sortenwahl.
Je nach Höhe
Je nach Art variiert die Höhe der Mannstreu-Arten stark: Sie werden zwischen 30 cm und 1,50 m hoch. Eryngium pandanifolium kann sogar eine Höhe von bis zu 4 m erreichen! Je nach Größe wirken sie im Garten daher ganz unterschiedlich und benötigen verschiedene Standorte.
Kleine Mannstreu-Arten
Die kleineren Sorten stehen am besten im Vordergrund von Beeten oder in einer sonnigen Steingartenanlage.
- Eryngium planum ‘Blue Hobbit’ : Mit seiner kompakten, verzweigten Wuchsform wird es in alle Richtungen höchstens 30 cm groß.
- Eryngium variifolium : Diese Mannstreu-Art mit ihrem schönen panaschierten Laub wird höchstens 40 cm hoch.
- Eryngium bourgatii : Eine kompakte Sorte, die maximal 40–50 cm hoch wird.
- Eryngium ‘Tiny Jackpot’ : Die Zwergsorte ‘Tiny Jackpot’ bildet kurze Stängel, die höchstens 35 cm hoch werden.
- Eryngium maritimum : Die Strand-Mannstreu bildet eine bis zu 50–60 cm große, rundliche Horst.

Die kleinsten Sorten: Eryngium bourgatii, Eryngium ‘Tiny Jackpot’ und Eryngium maritimum (Fotos: Carmona Rodriguez / Leonora Enking / Harry Rose)
Große Mannstreu-Arten
Die größten Mannstreu-Arten können problemlos im Hintergrund eines Beetes stehen, wo sie für Struktur und Volumen sorgen.
- Eryngium agavifolium : Während der Blüte wird es bis zu 1,20 m, unter idealen Bedingungen sogar bis zu 1,50 m hoch.
- Eryngium yuccifolium : Diese Mannstreu-Art trägt ihre Blütenstände bis in eine Höhe von 1,50 m.
- Eryngium ebracteatum var. poterioides : Diese Mannstreu-Art zeichnet sich durch ihre leichte, luftige Wuchsform aus. Ihre dünnen, verzweigten Stängel tragen Blütenstände in bis zu 1,20 m Höhe.

Die größten Sorten: Eryngium agavifolium (Foto: Sten Porse), Eryngium yuccifolium und Eryngium pandanifolium (Foto: Leonora Enking)
Lesen Sie auch
Eryngium, Mannstreu: Pflanzen und PflegeNach Blütenfarbe und -form
Nach Blütenform
Einige Mannstreu-Arten tragen unter ihren Blüten große, sehr dekorative Hochblätter. Gut entwickelt und spitz, manchmal fein geteilt, verleihen sie der Blüte ein imposantes, majestätisches Aussehen. Dazu gehören insbesondere:
- Eryngium giganteum : Seine Hochblätter sind breit, spitz und majestätisch.
- Eryngium maritimum: Er trägt spitze, scharfkantige Hochblätter mit dekorativer Wirkung.
- Eryngium alpinum: Seine Hochblätter sind fein geteilt wie Spitze!
- Eryngium ovinum: Die überraschenden Blütenstände tragen feine, spitze Hochblätter zwischen den Blüten und wirken dadurch struppig.

Einige Mannstreu-Arten haben sehr dekorative Hochblätter: Eryngium alpinum (Foto Wendy Cutler), Eryngium giganteum und Eryngium maritimum
Andere Mannstreu-Arten haben dagegen unscheinbare oder gar keine Hochblätter. Ihre Blüten wirken dann viel leichter und luftiger, ähnlich wie die Blüte des Wiesenknopfs. Diese Mannstreu-Arten passen besonders gut in naturnahe Gärten mit Wiesenblumen, Gräsern und mehr.
- Eryngium agavifolium: Es blüht dezent und wirkt sehr natürlich.
- Eryngium ebracteatum var. poterioides: Seine luftige Blüte erinnert an Wiesenknopf.
- Eryngium yuccifolium: Seine weiße Blüte ist dekorativ und zart.

Diese Mannstreu-Arten haben sehr unauffällige oder keine Hochblätter: Eryngium agavifolium, Eryngium ebracteatum (Foto Andrés González) und Eryngium yuccifolium
Nach Blütenfarbe
Die Blüten erscheinen in ungewöhnlichen Farbtönen: meist metallisch blau oder silbern, aber auch hellgrün oder rötlich.
- Für silberweiße Blüten : Wählen Sie Eryngium giganteum mit großen silbernen Hochblättern oder Eryngium yuccifolium mit zarter weißer Blüte ohne Hochblätter.
- Für metallisch blaue Blüten : Viele Sorten blühen in diesem Farbton. Besonders empfehlenswert sind Eryngium planum (die Art oder die Sorte ‘Blue Hobbit’), Eryngium alpinum, Eryngium zabelii ‘Big Blue’, Eryngium ‘Sapphire Blue’ und Eryngium ‘Tiny Jackpot’ …
- Für zart gefärbte Blüten in Cremeweiß bis Hellgrün : Wählen Sie Eryngium agavifolium. Die Blüte wirkt originell, dekorativ und natürlich.
- Für rötliche Blüten : Entscheiden Sie sich für Eryngium ebracteatum var. poterioides. Die hoch auf langen, aufrechten Stielen stehende Blüte ohne Hochblätter erinnert an Wiesenknopf. Auch Eryngium pandanifolium ist eine gute Wahl.

Die Blüten des Mannstreus können verschiedene Farbtöne annehmen: Eryngium alpinum ‘Blue Star’ (Foto Jason Eppink), Eryngium giganteum ‘Miss Willmott Ghost’ und Eryngium pandanifolium (Foto J.D. Almeida)
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Je nach Blattform und -farbe
Nach Blattform
- Eryngium pandanifolium, Eryngium yuccifolium und Eryngium agavifolium bilden Büschel aus langen, schmalen Blättern und wirken dadurch sehr exotisch!
- Eryngium maritimum besitzt dagegen sehr kurze, spitze Blätter mit scharf gezähnten Rändern.
- Entdecken Sie auch Eryngium venustum mit seinen besonders schön geschnittenen Blättern.

Das Laub der Eryngium-Arten unterscheidet sich je nach Sorte deutlich! Eryngium agavifolium (Foto Kenpei), Eryngium bourgatii und Eryngium venustum
Nach Laubfarbe
- Für silbriges Laub: Empfehlenswert ist Eryngium maritimum.
- Für panaschiertes Laub: Eryngium planum ‘Jade Frost’ fällt durch sein dunkelgrünes, cremeweiß und rosa panaschiertes Laub auf. Eryngium variifolium besitzt in spitze Segmente geteilte, hübsch weiß panaschierte Blätter.
- Für gelbes Laub: Eryngium ‘Neptune’s Gold’ begeistert mit seinem leuchtend goldgelben Laub!

Auch die Blätter können unterschiedliche Farbtöne annehmen! Eryngium maritimum (Foto Adobe Stock), Eryngium ‘Jade Frost’ (Foto P. Stephen) und Eryngium ‘Neptune’s Gold’
Lesen Sie auch
Zierdisteln: Würze fürs Beet!Je nach Winterhärte
- Am wenigsten winterhart sind die aus Südamerika stammenden Arten: Dazu zählen Eryngium pandanifolium, Eryngium agavifolium, Eryngium proteiflorum, Eryngium ebracteatum, Eryngium eburneum … Ihre Winterhärte liegt meist zwischen – 7 und – 10 °C, variiert jedoch je nach Art. Einige sind etwas widerstandsfähiger.
- Für eine gute Winterhärte wählen Sie europäische Arten, besonders solche aus Bergregionen. Wir empfehlen zum Beispiel Eryngium alpinum, Eryngium bourgatii oder Eryngium zabelii. Sie vertragen – 15 °C und mehr. Generell sind die meisten Mannstreu-Arten (außer den aus Südamerika stammenden) vollkommen winterhart.

Eryngium agavifolium links ist deutlich weniger winterhart als Eryngium bourgatii
Je nach Nutzung und Gartenstil
In einem Küstengarten:
Der natürlich auf den Dünen der Küste wachsende Eryngium maritimum eignet sich besonders für Küstengärten. Er gedeiht ideal in voller Sonne auf trockenem, magerem, sandigem Boden, zusammen mit Armeria maritima, Delosperma cooperi, Agaven und Gräsern.
In einem Alpengarten:
Einige Mannstreu-Arten sind Gebirgspflanzen und lassen sich bestens in einen alpinen Steingarten integrieren. Wählen Sie zum Beispiel den Alpen-Mannstreu (Eryngium alpinum), den Pyrenäen-Mannstreu (Eryngium bourgatii) oder den Eryngium zabelii, eine aus diesen beiden Arten hervorgegangene Hybride. Kombinieren Sie sie mit Alpen-Edelweiß, Enzian, Steinbrech und Eberwurz …
In einem exotischen Garten:
Das aus Südamerika stammende Eryngium pandanifolium und Eryngium agavifolium bildet üppiges Laub mit ausgesprochen exotischer Wirkung! Kombinieren Sie sie mit Fackellilien, Liebesblumen, Palmlilien und Neuseelandflachs.
In einem dekorativen Garten:
Das Eryngium yuccifolium begeistert mit einer ungewöhnlichen Blüte aus aufrechten, verzweigten Stängeln mit runden, weißen Blütenständen von beeindruckender dekorativer Wirkung! Es findet leicht seinen Platz in einem modernen, dekorativen Garten, zusammen mit Liebesblumen, Gräsern und Bambus …
In einem naturnahen Garten:
Das Eryngium tripartitum mit seinen ungeordneten, in alle Richtungen wachsenden Stängeln und Blütenständen passt hervorragend in einen naturnahen Garten. Für diesen Gartenstil eignet sich auch Eryngium ebracteatum var. poterioides, dessen Blüte an die des Wiesenknopfs erinnert! Kombinieren Sie diese Mannstreu-Arten mit Gräsern, Knautie, Grindkraut, Salbei, Prachtkerze und Argentinischem Eisenkraut.
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