Farfugium kombinieren
Japanischer Scheingoldkolben: 6 Pflanzideen
Inhaltsverzeichnis
Oft als Gruppe für üppige Teppiche im Schatten gepflanzt, eignet sich Farfugium japonicum, der Japanische Scheingoldkolben, auch für gelungene Kombinationen. Diese immergrüne, skulpturale Staude besitzt einzigartige, runde, glänzende Blätter. Sie machen ihren guten Ruf aus, auch wenn die unscheinbare gelbe Blüte im Spätsommer genutzt werden kann. Eine geradezu magische Pflanze für feuchte Gärten, die wunderschöne, exotisch wirkende Bodendecker bildet.
Entdecken Sie unsere Tipps für gelungene Kombinationen mit Farfugium im Garten oder auf der Terrasse!

Eine einfache, schöne Kombination aus Farfugium ‘Gigantea’ und Akanthus ‘Whitewater’ (© Cultivar 413)
In einer exotischen Szene
Die großen, glänzenden Blätter der Farfugien eignen sich perfekt für ein Beet oder einen exotischen Gartenbereich, kombiniert mit anderen großblättrigen oder ebenso markanten Blattpflanzen. Das Gefühl einer tropischen Auszeit entsteht durch die Wahl ungewöhnlicher, ausgesprochen exotischer, meist immergrüner Blattschmuckpflanzen. Einige Blüten sorgen zusätzlich für tropisches Flair.
Für diese Szene im „Dschungelstil“ ist Farfugium giganteum besonders geeignet: Diese Sorte besitzt die größten Blätter der Art. Bei guten Bedingungen und ausreichend feuchtem Boden erreichen sie einen Durchmesser von etwa 50 cm. Auch mit den auffälligen Flecken von Farfugium japonicum ‘Aureomaculatum’ oder der hübschen Panaschierung der Sorte ‘Argenteum’ lässt sich spielen.
Pflanzen Sie mindestens eine palmen- oder fiederblättrige Pflanze, etwa Sabal minor, der auch bei wenig Sonne gut wächst, oder in mildem Klima den exotischen Cycas revoluta. Setzen Sie außerdem auf eine großwüchsige oder ungewöhnliche Pflanze wie einen Baumfarn, eine Colocasia, einen Gunnera manicata im großen Beet oder einen Tetrapanax. Beide brauchen etwas mehr Sonne. Ergänzen Sie eine weitere Pflanze mit großen, rundlichen Blättern, jedoch nicht direkt daneben, etwa den extravaganten Astilboides tabularis mit seinen riesigen grünen Blatttellern. Einige Farne verbinden die einzelnen Bereiche. Wählen Sie ungewöhnliche Arten wie den prächtigen Coniogramme emeiensis, auch Goldfarn genannt. In einem großen Beet können Sie weitere immergrüne Bodendecker ergänzen, zum Beispiel Rohdea oder Asarum. Bei den Blüten sind warme Farbtöne in dieser fast tropischen Umgebung willkommen: Fritillaria raddeana (mit ausreichend Sonne) oder im Frühjahr eine Euphorbia griffiti ‘Fireglow’, im Sommer leuchtende Digiplexis und als Herbstschmuck ein Mahonia confusa oder eine üppige Gruppe Tricyrtis.

In einem exotischen Beet können sich Farfugien voll entfalten: hier zusammen mit Sabal minor, Dicksonia antarctica, Tricyrtis, Cycas, der schönen Blüte von Digiplexis und Astilboides tabularis
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Farfugium japonicum: Pflanzen, Pflege & StandortIm Blattbeet
Nutzen Sie die üppigen Farfugium für ein Beet, in dem das Laub den Ton angibt! Im Schatten oder Halbschatten sorgen sie hier für eine beeindruckende Wirkung, kombiniert mit kontrastreich strukturiertem Laub wie dem der Farne oder lanzettlichem, aufrechtem Laub. Die Auswahl an Pflanzen für frische, schattige Böden ist groß. Im Mittelpunkt steht das Spiel mit Kontrasten: unterschiedliche Formen und Strukturen sowie eine unendliche Palette von Grüntönen bis Purpur. Einige Blüten dürfen für Abwechslung sorgen, solange sie dezent bleiben.
Neben den oben genannten exotischen Blattschmuckpflanzen ergänzen wir die außergewöhnlichen Blätter von Fatsia japonica, die leuchtenden Hakonechloa und die Maiäpfel mit geprägten Blättern. Aspidistra eliator und Christrosen sind ebenfalls zwei herrliche, immergrüne Stauden, die mit der runden Blattform der Farfugium kontrastieren. Begonia grandis, Großblättriges Kaukasusvergissmeinnicht und Frauenmantel passen sehr gut zur Japanischen Scheingoldkolben, ebenso wie eine Carex ciliatomarginata ‘Shima Nishiki’.
Einige Bergenien harmonieren mit ihren runden Blättern gut damit. An der weniger schattigen Stelle können ein schöner Akanthus und ein Horst Zantedeschia aethiopica ‘Himalaya’ für noch mehr Üppigkeit sorgen. Mit einigen schwarzen Schlangenbärten, Purpurglöckchen und einem purpurfarbenen Fächer-Ahorn oder einem Loropetalum setzen Sie die nötigen dunklen Akzente und strukturieren das gesamte Beet.

Farfugium japonicum ‘Auremaculatum’, Begonia grandis und Farne, Acanthus mollis, Fatsia japonica, Hakonechloa macra, Loropetalum ‘Hot spice’
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Im Topf auf der Terrasse
Großzügig im Garten passt Farfugium auch in einen großen Topf auf eine schattige Terrasse oder einen Stadtbalkon. In einem hohen, schönen Topf wirkt es besonders prachtvoll und bringt einen exotischen Akzent. Am besten ergänzt es eine kleine Sammlung attraktiver Blattschmuckpflanzen. Im Topf wird das verspielte ‘Wavy Gravy’ auf dem Balkon zum Star.
Stellen Sie zum Beispiel eine kleine Topfgruppe zusammen: mit einer violett nervigen Zehrwurz wie ‘Blue Hawai’ und ihren großen, matten, nach unten geneigten Blättern, einer schönen Funkiengruppe in panaschierten, bläulichen oder hellgrünen Tönen sowie einem Zwergbambus wie Sasa masamuneana ‘Albostriata’ mit cremefarbener Panaschierung. Alle drei sind herrliche Topfpartner. Eine Aspidistra eliator mit ihren eleganten Blättern bildet einen schönen Kontrast zu den runden Blättern des Farfugiums. Für eine auffälligere Blüte als die eher dezente der Funkien eignet sich eine winterharte Fuchsie, die den ganzen Sommer über üppig blüht und für einen farbenfrohen Akzent sorgt.

Aspidistra eliator, Farfugium japonicum, Zehrwurz und Fuchsie
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5 großblättrige StaudenOpulenter Beet-Rand
Mit einer Wuchshöhe von höchstens etwa 50 cm (bei der reinen Art) setzt Farfugium japonicum schattige bis halbschattige Beeteinfassungen auf originelle Weise in Szene. Seine großen, glänzenden Blätter bilden eine wirkungsvolle, immergrüne und außergewöhnliche Basis für die Einfassung von Wegen und Pfaden. In einem exotischen Garten ist die Pflanze zudem eine schöne Alternative zu klassischeren Beeteinfassungen.
Für diesen Einsatz lässt sich Farfugium ideal mit einer Staude, einem niedrigen Ziergras, einem Zwergbambus oder einem klein bleibenden, geschnittenen Strauch kombinieren, die ebenfalls immergrün sein sollten: In mildem Klima eignet sich beispielsweise Geranium maderense als reizvoller Blattkontrast mit schöner Frühlingsblüte, eine hellgrüne oder purpurfarbene Purpurglöckchen für einen starken Farbwechsel oder Carex siderosticha ‘Variegata’ für eine noch exotischere Wirkung. Durch das abwechselnde Pflanzen dieser Gewächse entsteht ein klarer Rhythmus. Weitere ungewöhnliche Duos sind Farfugium und Cycas in Süddeutschland oder an der Atlantikküste (auf kurzen Strecken ist dies möglich), Farfugium mit einem kompakten Heideröschen oder Farfugium mit Carex oshimensins ‘Everlime’, dessen elegante, feine Segge einen schönen Kontrast bildet.

Farfugium japonicum, Carex siderosticha ‘Variegata’, Geranium maderense
Im Unterholz
Dekorativ wirkt das Farfugium auch in Kombination mit Stauden für das Unterholz, einem für die Pflanze idealen Bereich, der all ihre Ansprüche erfüllt: Schatten, humusreicher, frischer Boden, der im Sommer durch eine Laubmulchschicht feucht bleibt. Unter Bäumen bildet es einen immergrünen Teppich in einem Bereich, der oft von sommergrünen Pflanzen geprägt ist.
Für eine natürliche Atmosphäre wählen Sie wie das Farfugium Pflanzen aus Japan oder Südostasien, die feuchte Böden lieben: Bodendeckende Stauden wie Kirengeshoma palmata setzen einen schönen Kontrast zu seinen gelben Blüten im Spätsommer. Einige Glockenwinden und Schlangenbart bringen einen typisch japanischen Charme ein, während mehrere Calanthe, diese schönen Erdorchideen, für einen exotischen Akzent sorgen. Für viel Frische im Frühjahr sind die elegant überhängenden Salomonssiegel (Polygonatum) ideal. In solchen Bereichen füllen zahlreiche Farne für frische Böden die Lücken: Matteuccia orientalis, Thelypteris palustris, Woodwardia usw.

In der Mitte Farfugium ‘Wavy Gravy’, umgeben von Kirengeshoma palmata, Salomonssiegeln, Ophiopogon nigrescens und Matteuccia struthiopteris
Rund um den Teich
Pflanzen Sie Farfugium gern an Teich oder Wasserstelle: Dort finden sie mit feuchtem Boden ideale Bedingungen. Ihre großen Blätter wirken neben Ufer- und Feuchtpflanzen besonders schön. Spielen Sie mit Blattstrukturen und -formen: etwa mit den linearen, cremefarben panaschierten Blättern von Phalaris arundinacea ‘Picta’ und der üppigen Blüte weißer oder rosafarbener Mädesüß. Eine stattliche Strukturpflanze wie Gunnera manicata – bei ausreichend Platz – oder ein Tetrapanax für kleinere Bereiche wirkt eindrucksvoll. Zur gelben Spätsommerblüte der Farfugien bildet eine große Gruppe Ligularia dentata einen sonnigen Blickfang mit dichtem Laub und purpurfarbenen Akzenten.

Farfugium an einer Wasserstelle mit Phalaris arundinacea ‘Picta’, Mädesüß ‘Kahome’, Gunnera manicata und einer großen Gruppe Ligularia ‘Przewalskii’
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