Gartenpflege im Sommer: die besten Tipps?

Gartenpflege im Sommer: die besten Tipps?

Gießen, Mulchen, Beetpflege, Rasenmähen: Gartenarbeiten im Sommer

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 18. Januar 2026  durch Pascale 7 min.

Gartenpflege im Sommer: Hitze, Trockenheit und fehlender Regen setzen Pflanzen und Rasen zu. Mit unseren Tipps bleibt Ihr Garten schön – auch im Urlaub.

Schwierigkeit

Bei Trockenheit gießen

Zu sagen, dass man im Sommer gießen muss, ist selbstverständlich! Denn Wassermangel schadet der Gesundheit und dem Wachstum der Pflanzen erheblich. Wasser ist für die Photosynthese unverzichtbar. Nur so erhält die Pflanze die Nährstoffe, die sie für ihre Entwicklung, Blüte und Fruchtbildung braucht. Ohne Wasser leidet eine Pflanze, gerät unter Stress, welkt, verkümmert … und stirbt schließlich ab. Im Sommer fällt jedoch wenig Regen, besonders während wiederkehrender Hitze- und Dürreperioden. Also gilt: Gießen ist nötig – aber nicht irgendwie und zu jeder Zeit!

Zunächst empfehlen wir dringend, bereits im Winter überall Regentonnen aufzustellen. So sind die Behälter im Sommer gefüllt.

Außerdem ist es wichtig, Wasser durch richtiges Gießen effizient zu nutzen. Es ist besser, nicht täglich kleine Mengen zu gießen, sondern ein- bis zweimal pro Woche ausgiebig – bei großer Hitze auch dreimal. Diese Methode ist sehr vorteilhaft, denn sie fördert eine tiefe Wurzelbildung, sodass die Pflanzen möglichst tief nach Wasser suchen können. Täglich bewässerte Pflanzen reagieren empfindlicher auf Trockenheit, da ihr Wurzelsystem oberflächlich bleibt. Generell sollten Sie lieber warten, bis eine Pflanze erste Anzeichen von Durst zeigt, statt sie täglich zu gießen. Für alle, die unbegrenzt Regenwasser zur Verfügung haben, sind jedoch auch ein Tropfbewässerungssystem oder ein Perlschlauch sehr effektiv.

Gießen im Sommer

Einmal pro Woche ausgiebig zu gießen, ist wirksamer als täglich kurz zu bewässern

Natürlich müssen neu gepflanzte Jungpflanzen und Sträucher im Frühjahr häufiger und großzügiger gegossen werden, damit sie gut anwachsen. Ohne Wasser können sie sehr schnell eingehen.

Im Sommer ist es außerdem entscheidend, den richtigen Zeitpunkt zum Gießen zu wählen. Hier scheiden sich die Geister: Die einen gießen früh am Morgen, die anderen spät am Abend. Beide Methoden begrenzen die Verdunstung, sodass das Wasser direkt zu den Wurzeln gelangt. Wenn Sie Frühaufsteher sind, nutzen Sie den Morgen zum Gießen. Wenn Sie gerne ausschlafen, warten Sie bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Denken Sie auch daran, ohne das Laub zu benetzen und direkt am Fuß der Pflanzen zu gießen. So lässt sich die Ausbreitung bestimmter Pilzkrankheiten am besten verhindern.

Mehr erfahren: Garten gießen: So geht’s

Reichlich mulchen: Feuchtigkeit bewahren

Der zweite Gartentipp ist das Mulchen, damit der Boden in Beeten und Rabatten nicht unbedeckt bleibt. Mulchen ist nicht nur im Gemüsegarten sinnvoll. Zur Erinnerung: Eine Mulchschicht verringert die Verdunstung des Gießwassers, indem sie eine physische Barriere bildet. Außerdem begrenzt sie die Bodenerosion und verhindert die Bildung einer Verschlämmungsschicht. Dadurch wirkt das Gießwasser deutlich besser, und die Mulchschicht bewahrt eine gewisse Feuchtigkeit. Sie kann außerdem die Bodentemperatur senken. Darüber hinaus hemmt Mulch das Wachstum bestimmter Unkräuter und liefert bei der Zersetzung Nährstoffe. Alle Zierpflanzen können gemulcht werden – von Stauden im Beet bis zu Heckensträuchern.

Es gibt verschiedene Mulcharten. Im Ziergarten sollten Sie jedoch organische, biologisch abbaubare und dekorative Mulchmaterialien bevorzugen. Selbstgemachte Mulchmaterialien wie Rasenschnitt, Laub oder Kompost können Sie natürlich weiterhin verwenden. Letztere sind im Gemüsegarten jedoch möglicherweise nützlicher.

In Beeten und Rabatten sowie am Fuß von Hecken bietet gehäckseltes Schnittgut aus dem Rückschnitt von Sträuchern zahlreiche Vorteile. Dafür müssen Sie zwar einen Häcksler kaufen, doch diese Anschaffung kann sich als sehr nützlich und rentabel erweisen. Handelsübliche Mulchmaterialien wie Leinflocken, Chinaschilf oder Hanf, Buchweizenschalen und sogar Pinienrinde für Beete mit Moorbeetpflanzen sind ebenfalls sehr wirksam, aber teurer. Kakaoschalen wie Kakaoschalen und Kokosfasern sind dagegen weniger umweltfreundlich.

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Von den verschiedenen Mulchmaterialien eignet sich gehäckseltes Schnittgut ideal für Beete und Rabatten

Idealerweise wird im Frühjahr gemulcht, aber auch im Sommer ist dies noch möglich. Um die Vorteile optimal zu nutzen, sind vor dem Mulchen einige Maßnahmen erforderlich:

  • Lockern Sie den Boden mit der Hacke bis zu einer Tiefe von 5 cm und beseitigen Sie Verdichtungen.
  • Entfernen Sie sorgfältig alle Unkräuter.
  • Gießen Sie.
  • Verteilen Sie eine ausreichend dicke Mulchschicht gleichmäßig und sparen Sie dabei den Hals der Pflanzen aus. Je nach Mulchmaterial reichen 5 bis 10 cm.

Sukkulenten, Kakteen und Steingartenpflanzen, die allesamt trockenheitsverträglich sind, bevorzugen dagegen mineralische Mulchmaterialien. Organischer Mulch kann ihr Wurzelsystem zum Faulen bringen.

Mehr erfahren: Alle unsere Artikel zum Mulchen

Schatten spenden gegen Hitzestress

Im Hochsommer, bei großer Hitze, gibt es kaum etwas Angenehmeres als ein wenig Schatten, um die Temperatur zu senken. Was für uns gilt, trifft auch auf Pflanzen zu, die intensiver Sonneneinstrahlung und Temperaturen von bis zu 40 °C ausgesetzt sind. Für manche ist der Hitzestress vorprogrammiert! Die Folgen lassen nicht lange auf sich warten: Das Laub welkt, verdorrt, verbrennt manchmal sogar – und die Pflanze stirbt ab. Für Pflanzen im Topf ist dieses Phänomen sicherlich noch ausgeprägter.

Regelmäßiges Gießen und Mulchen helfen natürlich, den Hitzestress zu begrenzen. Doch manchmal reicht das nicht aus. Deshalb sollten wir unseren Pflanzen Schattenmöglichkeiten bieten.

Sobald die Temperaturen steigen und sich die Hitze festsetzt, sollten Sie alle einjährigen, zweijährigen oder mehrjährigen Topfpflanzen an einen halbschattigen bis schattigen Standort bringen. Dennoch dürfen sie nicht auf Licht verzichten. Ideal ist daher ein Platz mit Morgensonne.

Schatten im Garten im Sommer

Schattenlösungen können die Temperatur im Sommer deutlich senken

Bei Pflanzen in Beeten oder Rabatten lassen sich Schattenlösungen schwieriger umsetzen. Umgedrehte Kisten eignen sich für niedrige Pflanzen. Schattiernetze aus dem Handel oder selbst gefertigt aus einem alten Bettlaken, Jutegewebe, einem Stoffrest oder Ähnlichem sind ideal, um die Temperatur zu senken.

Weitere clevere Lösungen, die sich auch im Ziergarten einsetzen lassen: Gemüsegarten und Gemüse im Sommer beschatten.

Beet- und Rabattenpflege: minimaler Aufwand

Im Sommer verblühte Blüten entfernen: Das spart Pflanzen Energie, fördert neue Blüten und hilft, Schädlinge sowie Krankheiten früh zu erkennen.

Sträucher und Rasen in Ruhe lassen

Sommerliche Gartenpflege: Rasen kaum mähen, bei Hitze pausieren. Heckenschnitt bis Mitte Juli meiden – für Biodiversität und Bestäubung.

Und schließlich den Urlaub vorbereiten!

Urlaub steht bevor? Garten vorbereiten: kräftig gießen, Boden mulchen, Verblühtes entfernen und Oyas oder Ollas als Bewässerung nutzen.

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Was im Sommer im Garten zu tun ist