Rasenpflege bei Hitze

Rasenpflege bei Hitze

Rasenpflege bei großer Hitze: unsere Tipps

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. September 2026  durch Virginie T. 5 min.

So grün der Rasen im Frühjahr ist: Hitze und Wassermangel lassen ihn im Sommer vergilben und ausdünnen. Tipps für gesunden Rasen bei Hitzewellen.

→ Hören Sie auch unseren Podcast zur Rasenpflege im Sommer:

Schwierigkeit

Hitzefesten Rasen wählen

Um schön grün zu bleiben, braucht Rasen regelmäßig Wasser und ist daher bei Trockenheit und Wasserbeschränkungen gefährdet. Wählen Sie eine hitzetolerante Rasenmischung für karge, trockene Böden. Bei Südlage ist die Wahl des Rasentyps entscheidend. Das bedeutet nicht, dass er bei großer Hitze grün bleibt, aber er erholt sich danach eher wieder. Wählen Sie eine gute Rasensamenmischung mit Gräsern, die Trockenheit, Tritt und Ausreißen widerstehen, etwa Deutsches Weidelgras (mindestens 40 %), Rohrschwingel (über 50 %) oder Rispengras. So bleibt der Rasen zu jeder Jahreszeit schön und braucht weniger Wasser. Zu den wassersparenden Rasenmischungen für sonnige Standorte, Hitze, Trockenheit und Regionen mit regelmäßigen Wasserbeschränkungen gehören:

Rasenpflege bei Hitze und Trockenheit

Oben Cynodon dactylon. Unten rechts eine spezielle Gräsermischung für trockene Böden, links Kikuyu

Hitzewelle vorbeugen!

Ja, Sie können Ihren Rasen stärken und auf große Hitze vorbereiten! Zu kurzes Mähen während des ganzen Jahres verstärkt im Sommer das Austrocknen des Rasens. Der Grund: Das Wurzelsystem der Gräser hat keine Zeit, tief in den Boden zu wachsen, sodass Ihr Rasen anfälliger für Trockenheit wird. Ein trockenheitsverträglicher Rasen hat tiefe Wurzeln. Mähen Sie hoch (auf 8 bis 9 cm), nicht kurz! Regelmäßiges, maßvolles Mähen im Frühjahr und Herbst fördert das Wachstum des Rasens. Je dichter der Rasen, desto länger hält er die Feuchtigkeit und desto besser übersteht er eine Hitzewelle. Mähen Sie daher vor dem Sommer nicht regelmäßig auf kurze Höhe, damit Ihr Rasen Zeit hat, kräftiger zu werden!

Denken Sie auch an das Mulchen: Diese alternative Mähtechnik lässt das Schnittgut liegen. Die fein zerkleinerten Grashalme bilden eine schützende, natürliche Mulchschicht gegen intensive Sonne. Sie begrenzt den Wasserverlust durch Verdunstung und damit den Bewässerungsbedarf. Ein vor dem Sommer mit einer Schnittgutschicht gemulchter Boden hält die Feuchtigkeit länger als ein unbedeckter Boden. Zudem liefern die organischen Bestandteile beim Zersetzen Nährstoffe für den Boden, der dadurch widerstandsfähiger gegen Austrocknung wird.

Rasenpflege bei Hitzewelle und Trockenheit

Die Schnitthöhe ist in den Wochen vor dem Sommer entscheidend

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Rasen bei Hitze richtig bewässern?

Im Sommer, wenn das Quecksilber steigt, geht Ihr Rasen in die Dormanz und sein Wachstum verlangsamt sich. Wenn Sie unsere Ratschläge befolgt und den Rasen bereits im Hinblick auf eine angepasste Schnitthöhe gemäht haben, benötigt Ihr Rasen weniger Wasser. Steigen die Temperaturen jedoch auf extreme Werte, müssen Sie ihn in der richtigen Häufigkeit und zum richtigen Zeitpunkt bewässern. Bei großer Hitze empfiehlt sich idealerweise einmal pro Woche eine gründliche Bewässerung. Sie sollte reichlich ausfallen, damit auch die tieferen Bodenschichten erreicht werden. Bewässern Sie vorzugsweise früh morgens oder nach Sonnenuntergang, niemals in der prallen Sonne. So begrenzen Sie durch die Hitze des Bodens bedingte Wasserverluste durch Verdunstung und vermeiden, dass Ihr Rasen verbrennt. Wenn in Ihrer Region jedoch Wasserbeschränkungen gelten, wie es heute in vielen Departements der Fall ist, wird die Sache komplizierter! Damit Ihnen im Sommer nicht das Wasser ausgeht, sollten Sie den Wassermangel vorausschauend verhindern und Regentonnen aufstellen! Vorausgesetzt, es hat ausreichend geregnet und Sie verwenden dieses kostbare Regenwasser nicht lieber zum Gießen Ihres Gemüses im Nutzgarten … Bei der Bewässerung hat der Rasen in der Regel die niedrigste Priorität.

Rasenpflege bei Hitze und Trockenheit

Bewässern ja, aber nur, wenn keine Wasserbeschränkungen gelten.

Ohne Bewässerung ist alles verloren?

Selbst nach einem extrem heißen Sommer kann Ihr völlig ausgetrockneter Rasen wieder auferstehen! Wenn Sie Ihren Rasen mangels Regen und Wasser aus der Regentonne nicht bewässern können, geraten Sie nicht in Panik! Bei trockenem, heißem Wetter geht der Rasen in Dormanz, um sich vor dem durch Wassermangel verursachten Stress zu schützen. Ihr einst so grüner Rasen, der durch fehlende Bewässerung zu einer Strohfläche geworden ist, erlangt schnell seine Vitalität und seine schöne grüne Farbe zurück, sobald der Regen wieder einsetzt, der seine natürliche Ergrünung bewirkt.

Angesichts immer häufigerer sommerlicher Dürren und Hitzewellen warum nicht einen Steppenrasen in Betracht ziehen? Er ist den Steppen nachempfunden und vereint Gräser, Sukkulenten, Zwiebelpflanzen und an ein trockenes Klima mit heißen, trockenen Sommern angepasste Stauden.

Rasenpflege bei Hitze und Trockenheit

Die Herbstregen tragen wesentlich dazu bei, den Rasen wieder ergrünen zu lassen.

Befolgen Sie Ingrids Ratschläge: „Wasserbeschränkungen und Bewässerung: Wie lässt sich die Krise im Garten bewältigen?“

Rasen mähen bei Hitzewelle?

Bei einer Hitzewelle sind Rasenmähen und Düngen völlig unnötig. Düngen Sie erst im Herbst. Mähen Sie vorher höher, damit der Rasen besser vor der Sonne geschützt ist. Im Herbst erholt er sich besser!

Mehr Tipps in unserem Artikel „Wann und wie Sie Ihren Rasen im Sommer mähen“.

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Den Rasen in Hitzeperioden pflegen