Welcher Rasen?
Kriterien für die passende Mischung!
Inhaltsverzeichnis
Schöner Rasen beginnt mit der richtigen Rasensaat: Wählen Sie sie passend zu Boden, Klima und Nutzung – ob Schatten, Trockenheit, Spiel oder Nachsaat.
Rasen: Was ist das?
Rasensaat besteht immer aus einer fertigen Mischung verschiedener Gräser. Ihre Zusammensetzung richtet sich nach der Nutzung des Rasens (Sport, Erholung, Zierde usw.). Diese Mischungen sind außerdem genau auf Boden und Klima abgestimmt. Jede Rasensamenmischung eignet sich für eine bestimmte Umgebung und Nutzung, und jede Grasart hat eigene Eigenschaften. Lesen Sie daher vor dem Kauf die Zusammensetzung der Rasensamenpackung sorgfältig durch.
Diese Wildgräser werden ausgewählt, weil sie große Flächen schnell bedecken und die Rasenqualität verbessern: Sie erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Trockenheit, Nässe und Tritt, beeinflussen die Wachstumsgeschwindigkeit und die Farbe der Grashalme. Zu den häufigsten Arten gehören:
- Deutsches Weidelgras: Dieses vielseitige Gras ist Bestandteil der meisten Mischungen. Es keimt schnell, auch in schweren, klebrigen Böden. Robust und winterhart, dient es langsam anwachsenden Arten, mit denen es oft kombiniert wird, als Verstärker. Es ist trittfest sowie widerstandsfähig gegen Trockenheit und Kälte. Damit bleibt der Rasen das ganze Jahr über schön grün. Je höher der Weidelgrasanteil in einer Samenmischung, desto schöner und kräftiger wird der Rasen.
- Schwingel (ausläuferbildender oder horstbildender Rotschwingel, Wiesenschwingel und Harter Schaf-Schwingel): Sie sind in den meisten Rasenmischungen enthalten, da sie schwierigen Bedingungen, insbesondere Trockenheit, gut standhalten. Sie ergeben einen sehr feinen, dekorativen Rasen, der im Sommer grün bleibt. Einige Arten sind auch trittfest. In warmen Regionen empfiehlt sich eine Mischung mit über 50 % Schwingel. So bleibt der Rasenteppich zu jeder Jahreszeit grün und benötigt weniger Bewässerung.
- Straußgras (Kastilisches Straußgras, Rotes Straußgras und Weißes Straußgras): Sie wachsen langsam, sind nicht trittfest und sehr trockenheitsempfindlich. Dafür ergeben sie einen sehr feinen, dichten und dekorativen Rasen, der häufig für Golf-Grüns verwendet wird. Sie vertragen einen kurzen, häufigen Schnitt, bilden jedoch Rasenflächen mit hohem Pflegeaufwand.
- Finger-Hundszahn (Cynodon): Er ist wenig dekorativ, bleibt im Sommer aber auch ohne Bewässerung grün, da er Hitze und Trockenheit gut verträgt. Er ist außerdem trittfest und wächst langsam, wodurch weniger oft gemäht werden muss.
- Wiesen-Rispengras: Dieses Gras wird wegen seiner Trittfestigkeit verwendet. Es bildet einen dichten Rasen mit eher grobem Laub, der sehr tritt- und ausreißfest ist. Daher wird es für Sport- und Spielflächen eingesetzt.
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Rasen wie ein Golfgrün
Bei diesem Rasentyp steht die Optik im Vordergrund! Gleichmäßig, dicht und feinhalmig eignet er sich ideal, um Ihre Blumenbeete oder besonderen Bäume hervorzuheben. Er muss sehr feine, sattgrüne Halme wie Straußgras und Deutsches Weidelgras vereinen. Damit er seinen englischen Charme bewahrt, benötigt er regelmäßige Pflege, Bewässerung, Düngung und häufigen Schnitt. Tritt verträgt er nicht.

Ein Rasen zum Entspannen und Wohlfühlen
Er ist attraktiv, leicht anzulegen und braucht weniger Pflege als ein englischer Rasen! Für die tägliche Nutzung gedacht, soll er angenehm sein und zum Träumen im Gras, zu Familienspielen oder einer Runde Fußball mit den Kindern einladen. Für einen dichten, weichen und tritt- sowie trockenheitsverträglichen Rasenteppich wählen Sie eine Mischung mit hohem Anteil an Deutschem Weidelgras und Schwingel. Der „Rasen Mein natürlicher Garten Label Rouge“ besteht aus winterharten Gräsern, die aufgrund ihrer natürlichen Widerstandskraft ausgewählt wurden und für selteneren Schnitt geeignet sind. Der „Winterharte Rasen“ ist eine weitere Mischung aus robusten Gräsern, mit der sich ein schöner, pflegeleichter Rasen mit geringem Pflege- und Bewässerungsaufwand anlegen lässt. Er kann in allen Regionen und auf jedem Boden ausgesät werden.
Ein Blührasen
Im Gegensatz zum aufwendig gepflegten englischen Rasen wirkt der Blührasen, auch „Schweizer Rasen“ genannt, sehr natürlich und ländlich. Ökologischer als ein klassischer Rasen ermöglicht er die Begrünung großer Flächen mit wenig Pflegeaufwand. Er verringert die zu mähenden Bereiche deutlich. Mit bienenfreundlichen Blumen fördert er die Biodiversität im Garten, indem er bestäubende Insekten anzieht. Dieser Rasentyp vereint verschiedene Gräser wie Schwingel mit einjährigen und mehrjährigen Blumen, die sich selbst aussäen und den Garten über mehrere Jahre verwandeln. In unserer Online-Gärtnerei finden Sie zahlreiche Saatgutmischungen für Wiesen und Blumenbrache. Sie sind für bestimmte Standorte geeignet (Schatten, volle Sonne, unter Bäumen, trockener Boden, Böschungen, Fugen …) und in verschiedenen Stilen erhältlich (böhmisch, bienenfreundlich, wild …).

Ein Rasen für Sport und Spiel
Ein Fußballtor oder ein Kinderspielplatz im Garten? Dann brauchen Sie unbedingt einen strapazierfähigen Rasen, der diesen Aktivitäten und der intensiven Nutzung standhält. Wählen Sie eine Mischung aus trittfesten Gräsern wie Deutschem Weidelgras (mindestens 40 %), Schwingel oder Wiesenrispengras. Unser „Rasen Sport und Spiel“ ist eine besonders robuste Gräsermischung. Sie bildet einen festen, dichten Rasenteppich mit guter Regenerationsfähigkeit. Er besteht aus 40 % Deutschem Weidelgras und 60 % Rohrschwingel und eignet sich für alle Gärten.

Ein dekorativer Rasen
Wenn Sie einen besonderen pflanzlichen Bodendecker suchen, ist das Maskarenengras (Zoysia tenuifolia) eine natürlich sehr niedrig wachsende Grasart, die wunderschöne, wellige Rasenflächen bildet, die äußerst angenehm anzusehen sind. Es ersetzt Rasen besonders in Regionen mit trockenen, nicht zu kalten Sommern hervorragend, obwohl es auf durchlässigem Boden relativ winterhart ist (bis -12/-15 °C). Sein dichtes, sehr feines, leuchtend grünes Laub bleibt das ganze Jahr über erhalten. Außerdem ist es trittfest. Darüber hinaus benötigt es deutlich weniger Wasser als die meisten herkömmlichen Rasen. Es wird ein- bis zweimal jährlich gemäht.

Zoysia tenuifolia (© Kultivar 413)
Eine Fläche begrünen
Bestimmte Mischungen wurden speziell für die Begrünung von Flächen entwickelt, die nicht unbedeckt bleiben sollen, etwa Weiden für Tiere (Pferde, Ziegen, Schafe …) oder große Erdflächen. Es handelt sich um eine Begrünung ohne besonderen ästhetischen Anspruch. Dafür können Sie den „Rasen Meine Wiese“ wählen. Diese Mischung besteht aus wuchsfreudigen, pflegeleichten und winterharten Gräsern (Deutsches Weidelgras und Rohrschwingel), die sich in den meisten Regionen an viele, auch schwierige Bedingungen anpassen.

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Verschiedene Rasentypen
Ob schattiger Standort oder volle Südsonne, Garten im Süden oder nördlich der Loire, im Sommer austrocknender oder im Winter sehr feuchter Boden, lehmig, sandig oder einfach kahl: Für unterschiedliche Boden- und Klimabedingungen gibt es den passenden Rasentyp.
Rasen für den Schatten
Es gibt Gräsermischungen, die speziell für wenig besonnte Gartenbereiche ausgewählt wurden. Unser „Schattenrasen“ gedeiht an lichtarmen Standorten, die oft nur schwer zu begrünen sind. Die Mischung besteht hauptsächlich aus feinen, ausläuferbildenden Schwingeln und Wiesenrispe. Sie bildet einen schönen, feinen und dichten Rasen in bewaldeten Gärten oder Gärten mit hohen Mauern. Er lässt sich unter Bäumen, an einer nach Norden oder Osten ausgerichteten Mauer oder Hecke sowie im Unterholz aussäen.
Rasen für den Süden oder die Küste
- Dieser Rasen bleibt auch bei heißem Klima und trockenem Boden schön grün! Die Mischungen „Trockenrasen“ und „Intelligenter Rasen Süd und Küste“ bestehen größtenteils aus Rohrschwingel, einem hitze- und trockenheitsverträglichen Gras. Sie ermöglichen einen wassersparenden, hitze- und trockenheitsresistenten Rasen. Besonders geeignet sind sie für sehr sonnige, trockene Standorte, Küstengärten und Regionen mit regelmäßigen Wasserbeschränkungen.
- In unseren etwas bewässerten Gärten im Süden Frankreichs hält Kikuyu, ein immergrünes Gras subtropischer Herkunft, große Hitze gut aus, Frost dagegen weniger. Dieses wenig winterharte Saatgut bildet einen üppigen, grünen Rasen von 30 bis 60 cm Höhe, der bei weniger Wassergaben etwas niedriger bleibt. Kikuyu-Rasen ist eine hervorragende Alternative für mediterranes Klima oder die Atlantikküste unseres Landes, da er salzhaltige Gischt verträgt.
- Rasen aus Cynodon dactylon, auch „Tropenrasen“ genannt, ist eine weitere Lösung, um Flächen in warmem, trockenem Klima zu begrünen. Dieses Gras ist sehr hitze- und trockenheitsverträglich. In stark besonnten Gärten bildet es im Sommer einen schön grünen Rasen. Es ist äußerst trittfest und eignet sich daher ebenfalls für Sport- und Spielflächen in solchen Klimaten.

Winterharter Rasen
Nördlich der Loire sollten Sie einen winterharten, robusten Rasen wählen, der Kälte und Feuchtigkeit standhält. Mit der Mischung „Intelligenter Rasen Kontinental“ entsteht auch in kalten oder feuchten Regionen ein gleichmäßiger, sattgrüner Rasen. Er gedeiht auf allen Bodenarten, auch auf schweren Böden.
Rasen für alle Standorte
Dieser Rasentyp sollte mindestens 40 % Deutsches Weidelgras enthalten, damit er das ganze Jahr über ohne großen Pflegeaufwand grün und dicht bleibt. Eine Mischung wie „Rasen 4 Jahreszeiten“ enthält mindestens 60 % davon und kombiniert Gräser, die das Auftreten von Moos stark begrenzen.

Rasen zur Nachsaat
Um kahle Stellen zu reparieren und von Moos oder Unkraut befallene Bereiche zu schließen, brauchen Sie einen schnell keimenden Rasen mit 70 bis 100 % Deutschem Weidelgras. Diese Mischung wurde entwickelt, um einen geschädigten Rasen gleichmäßig und dauerhaft zu erneuern, ohne ihn komplett neu anzulegen.
Ökologischer Rasen
Es gibt revolutionäre Mischungen, die Gräser der neuesten Generation mit einem speziell ausgewählten Rasen-Mikroklee kombinieren. Dieser benötigt wenig Wasser und kann den Boden auf natürliche Weise düngen. Das Ergebnis: ein ganzjährig grüner Rasen, der weniger Dünger, weniger Bewässerung und weniger Unkrautbekämpfung benötigt!
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