Gärtnern im trockenen Schatten
Was unter Bäumen pflanzen?
Inhaltsverzeichnis
Trockener Schatten unter Bäumen: Boden vorbereiten, passende Pflanzen wählen und richtig pflanzen – unsere Tipps für schwierige Standorte.
Welcher Trockenschatten ist gemeint?
Unter Bäumen und immergrünen Hecken herrscht oft trockener Schatten: Wurzeln rauben Wasser und Nährstoffe. Mit etwas Pflege lässt sich die Fläche begrünen.
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Unter Bäumen pflanzenLicht und Wasser hereinlassen
Um ein Beet im trockenen Schatten anzulegen, sollten Sie zunächst etwas mehr Licht und vor allem Regenwasser hereinlassen. Bäume profitieren hier von einem leichten Auslichtungsschnitt: Die Krone wird gelichtet, die Luftzirkulation verbessert und der Schatten reduziert.
So gelangt mehr Regenwasser zum Boden, sodass Sie leichter Pflanzen am Fuß von Bäumen und Sträuchern setzen können. Ein Transparenzschnitt ist zudem eine schöne Möglichkeit, diesen neu geschaffenen Raum zur Geltung zu bringen.

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Boden düngen und lockern
Boden unter Bäumen und Hecken verbessern: Im Herbst Laub und Häckselgut mulchen, zur Pflanzung Kompost, Lauberde oder gut verrotteten Mist einarbeiten.
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Stauden für trockenen SchattenPflanzen richtig willkommen heißen
Besonders sorgfältig sollte man bei der Pflanzung unter Bäumen vorgehen. In diesem Bereich versperren vorhandene Wurzeln den Weg, sobald man auch nur den kleinsten Anzuchttopf einer Staude pflanzen möchte. Dennoch müssen sich Lücken zwischen den Wurzeln finden lassen. Direkt am Stamm zu pflanzen, ist tatsächlich am günstigsten, da dort weniger Wurzelkonkurrenz herrscht. Zögern Sie nicht, einige vorhandene Wurzeln zu durchtrennen, wenn sie noch dünn sind, um Ihre Pflanzen einzusetzen. Stößt der Spaten jedoch auf eine mittelstarke oder dicke Wurzel, weichen Sie aus und pflanzen Sie etwas weiter entfernt. Bäume nehmen durch das Entfernen einiger junger Wurzeln keinen Schaden und bilden neue, doch die Hauptwurzeln müssen erhalten bleiben.
Vor allem empfiehlt es sich, das Bodenniveau anzuheben, indem Sie Erde oder mit Kompost vermischte Blumenerde auf der Oberfläche verteilen. So vergrößern Sie das Substratvolumen, indem Sie das Beet erhöhen, und reichern zugleich den nährstoffarmen Boden an, besonders wenn er von Efeu besiedelt wurde.
Arbeiten Sie am besten im Frühherbst, zwischen September und Oktober, denn das Falllaub bildet rasch eine schützende und nährende Schicht für Ihre Pflanzung. In diesen Monaten ist der Boden außerdem noch warm und die Niederschlagsmenge (normalerweise) ideal.
Die Pflanzen sollten ausreichend entwickelt sein, um sich in dieser „feindlichen“ Umgebung mit genügend kräftigen Wurzeln behaupten zu können, zugleich aber klein genug, damit Sie kein zu großes Pflanzloch ausheben müssen. Deshalb können gelegentlich einige Pflanzen ausfallen; umso wichtiger ist es, in ausreichender Menge zu pflanzen. Auch das Pflanzloch sollte an die Wurzelkonkurrenz angepasst werden: Heben Sie es breiter als tief aus, damit die Pflanze ihre Wurzeln zunächst seitlich ausbreiten kann.
Im Frühjahr sollten Sie rund um Ihre Pflanzen eine Schicht Lauberde verteilen: Sie hält die Feuchtigkeit der saisonalen Niederschläge im Boden.
In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung ist vor allem das Gießen entscheidend. Achten Sie darauf, Ihre Pflanzen dabei gut zu versorgen, besonders im ersten Sommer. Gießen Sie reichlich, damit der Boden auch in der Tiefe gut durchfeuchtet wird. Eine Pflanzung im Herbst ermöglicht den Pflanzen zudem einen besseren Start und eine bessere Wurzelentwicklung.

Das Beet für eine bessere Anwurzelung erhöhen, im Herbst pflanzen für eine gute Wurzelentwicklung und nährendes Falllaub (© Gwenaëlle David)
Passende Pflanzen auswählen
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass sich viele, teils wenig verwendete Pflanzen mit den schwierigen Bedingungen unter Bäumen arrangieren können. Einige gehen im Sommer in Dormanz, doch die Vielfalt ist erstaunlich. Selbst einige sehr anpassungsfähige Sträucher kommen mit wenig Licht und Feuchtigkeit zurecht. Die Pflanzenauswahl ist entscheidend: Beschränken Sie sich auf robuste Pflanzen, die den Wurzelkonkurrenz standhalten.
Versuchen Sie stets, mit kontrastreichen, teils panaschierten Blättern für mehr Helligkeit zu sorgen, und gönnen Sie sich sogar den kleinen Luxus bezaubernder Blüten! Auf größeren Flächen wählen Sie außerdem unterschiedliche Pflanzenhöhen, um mehr Volumen zu schaffen.
Zu den schönsten Möglichkeiten, Ihren Platz unter Bäumen zu bepflanzen, gehören:
- Frühjahrs- oder Winterzwiebeln, die sich besonders unter sommergrünen Bäumen eignen, wo die Sonne zu dieser Zeit noch durchscheint. Pflanzen Sie bevorzugt kleinere Zwiebeln, da sie sich in diesem Boden leichter setzen lassen: Cyclamen coum, Balkan-Windröschen, Schneeglanz, Schneeglöckchen und Knotenblumen zum Beispiel. Selbst Narzissen gedeihen im trockenen Schatten in gut vorbereitetem Boden. Sie blühen etwas später, dafür lange.
- kriechende Bodendecker: Galium odoratum und Pachysandra terminalis, Ajuga reptans, Haselwurz, Großes Immergrün ‘Variegata’; mehrjährige Storchschnäbel wie Geranium x cantabrigense, der Kletternde Spindelstrauch und viele weitere Bodendecker für trockenen Schatten
- Stauden für trockenen Schatten mit schönem Laub: Es gibt wunderbare, genügsame Stauden mit sehr dekorativem Laub, die sich im trockenen Schatten ausgesprochen wohlfühlen und daher bevorzugt gepflanzt werden sollten. Dazu gehören Elfenblumen, Gewöhnliche Schusterpalmen, Trachystemon orientalis, Lilientrauben und Schlangenbärte, Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht, Bergenien, bestimmte Seggen sowie Lungenkraut und Goldnesseln. Auch auf Euphorbia amygdaloides var robbiae, den Goldfarn, Akanthus und einige weniger bekannte Pflanzen wie Falsche Alraunwurzel, Steinbrech, Arthropodium cirratum oder Omphalodes cappadocica können Sie zählen;
- Stauden für trockenen Schatten mit bezaubernder Blüte: Stinkende Nieswurz, Lilientrauben, Aster divaricatus, Übelriechende Schwertlilien, Euphorbia amygdalites var. robbiae, Geranium phaeum und Geranium macrorrhizum, Bergenien …
- Sträucher: Schleimbeere, Buschgeißblatt, Japanisches Goldröschen, Buchsbaum, Stachellose Mahonien, Ruscus aculeatus, Skimmien, Buchsbaum, Schattenglöckchen, Aukube oder Lorbeerschneeball
→ Siehe auch unseren Ratgeber: Stauden für trockenen Schatten

Lilientraube, Stinkende Nieswurz, Balkan-Windröschen, Japanisches Goldröschen, Sarcococca ‘Winter Gem’ und Schusterpalmen
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