Greisenbart: häufige Krankheiten und Parasiten

Greisenbart: häufige Krankheiten und Parasiten

Natürlich behandeln und vorbeugen: unsere Tipps

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 3. Mai 2026  durch Pascale 5 min.

Der Greisenbart wächst als „Luftpflanze“ ohne Erde. Flecken oder veränderte Blätter weisen auf Krankheiten oder Schädlinge hin.

Unser Ratgeber hilft, Schädlinge und Krankheiten zu erkennen und zu behandeln.

Schwierigkeit

Schädlinge am Greisenbart

Obwohl sie ohne Substrat wachsen, werden Greisenbärte dennoch von den wichtigsten saugenden Schädlingen befallen. Das liegt vor allem an einer ungeeigneten Umgebungsluft.

Wollläuse und Schildläuse

Sie sind die größte Plage. Wollläuse erkennt man an ihren weißen, watteartigen Ansammlungen, die sich oft am Blattgrund oder in der Rosettenmitte verstecken. Schildläuse sind unauffälliger und sehen wie kleine, unbewegliche braune oder beigefarbene Krusten aus.

Welche Symptome? Allgemeine Schwäche, gelbe Blätter und Honigtau, eine klebrige Substanz, die die Bildung von Rußtau begünstigen kann.

Welche Behandlung? Isolieren Sie die Pflanze sofort. Bei leichtem Befall tupfen Sie die Schädlinge mit einem mit 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen ab. Bei starkem Befall erstickt ein Spritzmittel aus Wasser, Schwarzseife und etwas Pflanzenöl die Insekten.

Blattläuse

Blattläuse befallen vor allem zarte junge Triebe und eventuell Blütenstiele.

Welche Symptome? Verformte Blüten oder neue Blätter.

Tillandsien: Schädlinge und Krankheiten

Obwohl sie ohne Substrat wachsen, werden Greisenbärte dennoch von den wichtigsten saugenden Schädlingen befallen

Welche Behandlung? Oft genügt kräftiges Abspülen mit klarem Wasser. Andernfalls bleibt Schwarzseife das Mittel der Wahl.

Rote Spinnmilben

Rote Spinnmilben sind Milben, die vor allem in zu trockener und warmer Umgebung auftreten. Mit bloßem Auge sind sie kaum zu erkennen, doch ihre Schäden sind deutlich. Oft verraten feine, an den Blättern haftende weiße Gespinste ihren Befall.

Welche Symptome? Die Blätter wirken matt, grau oder silbrig und zeigen winzige helle Punkte.

Welche Behandlung? Feuchtigkeit ist ihr größter Feind. Erhöhen Sie die Häufigkeit des Besprühens und stellen Sie die Pflanze an einen kühleren Standort.

Krankheiten des Greisenbarts

Pilzkrankheiten sind oft verheerender als Insekten, da sie sehr heimtückisch von innen wirken. Wenn man sie bemerkt, ist es manchmal schon zu spät zum Handeln.

Herzfäule oder Phytophthora

Sie ist die häufigste Ursache für das Absterben von Pflanzen in Innenräumen. Phytophthora wird durch stehendes Wasser im Pflanzenzentrum nach dem Gießen verursacht. Zur Erinnerung: Der Greisenbart wird durch Besprühen der Blätter gegossen.

Welche Symptome? Die mittleren Blätter lassen sich widerstandslos herausziehen. Die Pflanzenbasis wird braun oder schwarz und verströmt manchmal einen Fäulnisgeruch.

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Schütteln Sie Ihren Greisenbart nach dem Gießen immer kopfüber aus

Welche Lösung? Ist das Herz erst einmal befallen, ist die Pflanze leider meist nicht mehr zu retten. Vorbeugung ist entscheidend: Schütteln Sie Ihren Greisenbart nach dem Gießen immer kopfüber aus, damit stehendes Wasser abfließen kann.

Basisfäule

Auch wenn der Greisenbart keine funktionsfähigen Wurzeln zur Nährstoffaufnahme besitzt, kann die Basis faulen, wenn sie längere Zeit mit einer feuchten Unterlage wie Moos, unbehandeltem Holz oder einer Wasserschale in Kontakt bleibt …

Was ist zu tun? Achten Sie darauf, dass die Unterlage schnell trocknet und die Luft rund um die gesamte Pflanze zirkulieren kann.

Probleme durch Kulturbedingungen

Oft ist das, was man für eine Krankheit hält, einfach ein Pflegefehler. Der Greisenbart wurde nicht richtig gepflegt. Und das zeigt er Ihnen!

Dehydrierung

Welche Symptome? Die Blätter rollen sich stark ein, die Spitzen werden trocken und brüchig. Die Pflanze scheint sich in sich selbst zurückzuziehen.

Was hilft? Ist es noch nicht zu spät, rehydriert ein mehrstündiges Bad, eventuell über Nacht, in Wasser mit Raumtemperatur das Gewebe.

Sonnenbrand

Obwohl der Greisenbart Licht mag, kann direkte Sonne hinter einer Glasscheibe im Hochsommer das Gewebe verbrennen.

Welche Symptome? Auf den am stärksten exponierten Pflanzenteilen erscheinen trockene weiße oder braune Flecken.

Was hilft? Stellen Sie die Pflanze an einen Standort mit diffusem Licht. Verbrannte Blätter werden nicht wieder grün, aber die Pflanze überlebt, solange das Zentrum intakt ist.

Vorbeugen ist besser!

Wie bei den meisten Zimmerpflanzen ist die beste Pflege für eine Tillandsia, sie gar nicht erst krank werden zu lassen. Die drei Grundpfeiler für eine gesunde Kultur:

  • Gute Luftzirkulation: Die Bezeichnung „Luftpflanze“ kommt nicht von ungefähr. Luftbewegung ist wichtiger als Gießen. Eine nasse Pflanze verfault in stehender Luft innerhalb von 48 Stunden;
  • Hochwertiges Wasser: Vermeiden Sie sehr kalkhaltiges Leitungswasser, das die Trichome verstopft. Verwenden Sie lieber Regen- oder Quellwasser.

    Krankheiten und Schädlinge bei Tillandsien

    Tillandsia unbedingt durch Sprühen gießen

  • Aufmerksame Beobachtung: Gewöhnen Sie sich an, einmal pro Woche die Blattunterseiten und das Zentrum der Rosette zu kontrollieren.

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Greisenbart pflegen