Kältezonen im Garten erkennen?
Luftfeuchtigkeit, Temperaturen, Zugluft: wichtige Faktoren im Garten
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Mit der Plantfit-App finden Sie passende Pflanzen für Ihren Garten. Erfahren Sie, wo es am kältesten ist und welche Pflanzen dort gut wachsen.
Kältezonen im Garten kennen: Vorteile
Bei der Pflanzenauswahl zählen Standort, Boden und Winterhärte. Im Garten gibt es zudem Mikroklimata: Kälte beeinflusst Wachstum, Blüte und Überleben.
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Bevor Sie überall pflanzen, lohnt es sich, den Garten im Jahresverlauf genauer zu beobachten – besonders im Winter.
- In den kältesten Bereichen bleiben Frost und Schnee am längsten liegen. Pflanzen Sie dort daher keine frostempfindlichen Gewächse, vor allem nicht bei sehr feuchtem Boden. Denn Kälte und Bodenfeuchte schwächen das Wurzelsystem und mindern die Winterhärte der Pflanze.
- Zugluft verstärkt das Kältegefühl, kalte Winde können die Temperatur um mehrere Grad senken. Beobachten Sie im Herbst einfach, wie sich das Laub bewegt, um die windigsten Gartenbereiche zu erkennen. Wo sich Blätter sammeln, ist es meist geschützter. Dagegen wirbeln sie in windigen Bereichen umher und werden fortgeweht. Pflanzen Sie dort daher keine frostempfindlichen Gewächse.

Umherwirbelndes Laub zeigt geschützte und kalte Gartenbereiche
- Zur Bestätigung Ihrer Beobachtungen verteilen Sie mehrere Thermometer im Garten und messen einen Monat lang täglich zur selben Zeit – früh morgens und am späten Nachmittag. Die Temperaturunterschiede zwischen verschiedenen Gartenbereichen können überraschend groß sein.
Ausrichtung, Bebauung, Bäume und Hecken berücksichtigen
Die kältesten Bereiche im Garten zu erkennen, hat auch mit Logik zu tun.
Der Standort spielt dabei im Sommer wie im Winter eine wichtige Rolle. Nach Süden ausgerichtete Ecken und Winkel profitieren im Winter von höheren Temperaturen. Denn selbst schwache Sonnenstrahlen erwärmen die Luft. Deshalb wird oft empfohlen, alle im Topf kultivierten Pflanzen im Winter an einem sonnigen Südstandort zu gruppieren, um sie vor Kälte zu schützen. Nach Norden ausgerichtete Bereiche sind dagegen deutlich kälter, da die Sonne im Winter kaum dorthin gelangt. Im Sommer kann dieser Standort jedoch ideal für Pflanzen sein, die pralle Sonne nicht vertragen, etwa Alpenrosen und Azaleen oder Kamelien … Im Osten können Fröste schädlich sein, während sie im Westen weniger problematisch sind.
Auch die baulichen Elemente im Garten sind entscheidend. Dazu gehört zunächst das Haus. An nach Süden ausgerichteten Fassaden sind die Temperaturen weniger niedrig, da Pflanzen von der Reflexion der Sonnenstrahlen profitieren. Wenn Pflanzen diese winterliche „Wärme“ schätzen, müssen sie allerdings auch große sommerliche Hitze vertragen. Eine nach Norden ausgerichtete Mauer spendet dagegen im Sommer wohltuenden Schatten, sorgt im Winter jedoch für Kälte, die durch stehende Feuchtigkeit noch verstärkt werden kann. Dennoch kann eine Mauer vor kalten Winden schützen. Berücksichtigen Sie daher die vertikalen, mineralischen Flächen des Hauses, aber auch des Gartenhauses und der Mauern, die das Grundstück umgeben. Schon ein einfacher Zaun kann die Bedingungen verändern und Winde sowie Zugluft abhalten.

Meine beiden Kamelien profitieren von der Wärme und dem Schutz durch die Hausmauer und den Zaun
Auch Hecken können diese Funktion übernehmen, vor allem, wenn sie aus immergrünen Arten bestehen. Eine solche Hecke bildet im Winter eine Barriere gegen die Kälte und schützt Pflanzen vor starken Böen. Vorsicht ist dagegen bei einer Hecke aus sommergrünen Sträuchern geboten: Sie schützt im Sommer, aber nicht im Winter!
Bei Bäumen gilt dasselbe. Immergrüne Bäume wie Nadelgehölze, der Eukalyptus oder die Magnolia grandiflora bieten im Winter einen hervorragenden Schutz vor schlechtem Wetter und sogar Frost. Sommergrüne Bäume schützen Pflanzen dagegen nicht vor Kälte. Dafür lassen sie die schwachen winterlichen Sonnenstrahlen hindurch.
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