Krankheiten und Parasiten von Pelargonien

Krankheiten und Parasiten von Pelargonien

Erkennen, vorbeugen und natürliche Lösungen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Juni 2025  durch Marion 6 min.

Geranien oder Pelargonien gehören zu den Gartenklassikern. Ihre Blüten erfreuen bis zum ersten Frost. Doch auch Pelargonien können erkranken oder von Parasiten befallen werden. Erfahren Sie, wie Sie vorbeugen und natürlich behandeln.

Krankheiten und Behandlung bei Pelargonien

Pelargonien können von Krankheiten befallen werden, die ihr Laub plötzlich austrocknen lassen

Schwierigkeit

Pilzkrankheiten

Erkennung

Pilzkrankheiten werden durch Pilze verursacht. Sie gehören zu den häufigsten Krankheiten im Garten – Sie sind ihnen daher sicher schon begegnet. Begünstigt werden sie oft durch eine Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit und können deshalb in manchen Regionen bereits im Frühjahr auftreten. Sie neigen dazu, sich mithilfe von Wind, Gärtnern, schlecht desinfizierten Schnittwerkzeugen, Insekten usw. schnell auf Pflanzen in der Nähe auszubreiten. Außerdem können die Sporen lange im Boden überdauern und werden durch winterliche Kälte nicht unbedingt abgetötet.

Bei unseren Pelargonien ist zunächst Botrytis, auch Grauschimmel genannt, am weitesten verbreitet. Zu den Symptomen dieser Krankheit gehört die Bildung brauner Flecken, die von einem staubig wirkenden, grauen Belag bedeckt sind. Zunächst zeigt er sich an der Basis der Stängel, anschließend an Blättern und Blüten. Tritt die Krankheit erst im Spätsommer auf, ist das nicht unbedingt problematisch, da Balkon-Geranien häufig als einjährige Pflanzen kultiviert werden. Sie kann jedoch auch schon im Frühjahr auftreten und dann das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen. Die Blüten welken, manchmal schon im Knospenstadium, und das Laub fällt ab. Im weiteren Verlauf kann die gesamte Pelargonie nekrotisch werden.

Grauschimmel an Pelargonium, Behandlung

Ohne Gegenmaßnahmen wird das Pelargonium nach und nach vollständig nekrotisch

Rost ist eine weitere Pilzkrankheit, die Pelargonien befallen kann. Er ist an orangefarbenen, gelben oder braunen, pudrigen Pusteln auf dem Laub zu erkennen. Diese pustelartigen Gebilde platzen anschließend auf und verbreiten die Sporen auf Pflanzen in der Umgebung. Außerdem werden Sie feststellen, dass die Blätter Ihrer Geranien austrocknen und vorzeitig abfallen. Die Pflanze stellt ihr Wachstum ein und kann schließlich absterben.

Pelargonium-Blatt mit orangefarbenen Flecken, was tun

Rost ist leicht zu erkennen

Vorbeugung und Lösungen

Gegen Pilzkrankheiten empfiehlt es sich, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Heilende Behandlungen sind nämlich nicht immer wirksam, besonders wenn sich die Krankheit bereits stark ausgebreitet hat.

  1. Schaffen Sie gute Kulturbedingungen für Ihre Pelargonien. Gesunde Pflanzen sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Ob im Freiland oder im Topf: Sie bevorzugen nährstoffreiche, lockere (gut durchlässige) Böden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort in den warmen Regionen Südfrankreichs. Um Staunässe im Wurzelbereich zu vermeiden, sollten Sie im Topf unbedingt Gefäße mit Abzugslöchern wählen und am Boden eine 3 bis 5 cm dicke Drainageschicht aus Kies, Flusssand oder Blähton einbringen.
  2. Wenn Sie Ihre Pelargonien zurückschneiden, etwa um beschädigte Blätter oder verblühte Blüten zu entfernen, desinfizieren Sie Ihre Schnittwerkzeuge vorher immer mit Alkohol. Dadurch wird das Risiko einer Sporenübertragung zwischen Pflanzen verringert.
  3. Gießen Sie richtig. Vermeiden Sie es, das Laub zu benetzen, und bringen Sie am Fuß der Geranien einen organischen Mulch aus. So wird die natürliche Verdunstung begrenzt und der Boden bleibt länger frisch.
  4. Halten Sie die Pflanzabstände ein. Dadurch kann die Luft zwischen den Pflanzen gut zirkulieren und Feuchtigkeitsstau wird vermieden. Planen Sie etwa 20 cm Abstand zwischen zwei Pflanzen ein.
  5. Düngen Sie maßvoll. Ein Stickstoffüberschuss kann die Pflanze schwächen und sie anfälliger für Krankheiten und Parasiten machen. Verwenden Sie bei Blütenpflanzen bevorzugt einen speziellen Dünger mit hohem Kaliumgehalt.
  6. Pflanzen Sie keine Pelargonien in zuvor verunreinigten Boden. Wie bereits erwähnt, können die Sporen lange im Boden überleben.

Wenn Sie Symptome einer Pilzkrankheit feststellen, schneiden Sie die befallenen Teile sofort ab und bringen Sie sie zu einem Wertstoffhof. Reinigen Sie anschließend Ihre Schnittwerkzeuge gründlich.

Brennnessel- und Ackerschachtelhalmbrühe sollen sowohl vorbeugend als auch heilend fungizide Eigenschaften besitzen und die Abwehrkräfte der Pflanzen stärken. Sie erhalten sie im Handel oder können Ihre Brühen mithilfe unserer Anleitungen selbst herstellen (Brennnesseljauche herstellen oder Ackerschachtelhalmjauche herstellen).

Bordeauxbrühe gilt ebenfalls als Fungizid und wirkt gegen bestimmte Pilzkrankheiten. Diese Behandlung auf Kupferbasis hilft insbesondere gegen Grauschimmel. Sie wirkt vor allem vorbeugend und bei den ersten Anzeichen der Krankheit. Sie wird auf die befallenen Pflanzenteile gesprüht. Achten Sie jedoch genau auf die Dosierung und setzen Sie sie nicht reflexartig ein. Dass dieses Mittel umstritten ist, liegt daran, dass Kupfer nicht biologisch abbaubar ist und zu einem Ungleichgewicht oder sogar zur Verunreinigung der Böden beitragen kann.

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Bestimmung

Die Triebe von Pelargonien können dem Appetit der Raupe eines kleinen braunen Schmetterlings zum Opfer fallen, der als „Pelargonien-Bläuling“ oder „Geranienbläuling“ bezeichnet wird (Cacyreus marshalli lautet sein lateinischer Name). Er kann schnell zum Absterben der Pflanze führen.

Die Raupe ist grün und rosa mit weißen Haaren. Der Schmetterling ist recht klein und weist unterschiedliche Brauntöne auf.

Die ersten Symptome zeigen sich an den Trieben, die von Fraßgängen durchzogen sind (die Raupe bohrt darin Gänge), sowie an den durchlöcherten Blättern.

Efeu-Pelargonien scheinen häufiger von diesem kleinen Schädling befallen zu werden, während duftende Arten weniger attraktiv sind.

Cacyreus marshalli Pelargonium

Cacyreus marshalli: Raupe und Schmetterling

Vorbeugung und Lösungen

Regelmäßige Kontrollen sind die beste Vorbeugung. Wenn Sie Raupen entdeckt haben, besteht die einfachste und natürlichste, jedoch zeitaufwendige Lösung darin, sie von Hand abzusammeln. Entdecken Sie kleine weiße Solitär-Eier, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Eier des Schmetterlings.

Zur Vorbeugung können Sie einen Balsamkraut-Sud ausprobieren. Die Pflanze wird wegen ihrer aromatischen Wirkstoffe zur Bekämpfung schädlicher Insekten geschätzt. Lesen Sie dazu unsere Anleitung: Wie stellt man Balsamkraut-Sud her?.

Zur Bekämpfung gibt es Insektizide auf Basis von Bacillus thuringiensis, wie bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers. Lesen Sie ergänzend unseren Artikel: Bacillus thuringiensis: ein natürliches Insektizid.

Weiße Fliegen (Aleuroden)

Weiße Fliege erkennen und bekämpfen: Symptome, Vorbeugung und natürliche Mittel gegen den Schädling an Pelargonien.

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