Krankheiten und Schädlinge am Fußblatt

Krankheiten und Schädlinge am Fußblatt

Erkennung, Vorbeugung und natürliche Lösungen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 12. April 2026  durch Marion 6 min.

Das Fußblatt, auch „Veränderliche Purpurtüte“ genannt, ist eine Zimmerpflanze, die wir für ihr dekoratives, dreieckiges Laub schätzen. Je nach Sorte ist es einfarbig, panaschiert oder bunt. Das Fußblatt passt in verschiedene Räume, am besten an einen etwas feuchten Standort.

Das Fußblatt ist pflegeleicht, kann aber von Parasiten oder Krankheiten befallen werden. Erfahren Sie, wie Sie Symptome erkennen, Risiken vorbeugen und diese Pflanze natürlich behandeln, damit sie lange gesund bleibt.

Auch übermäßiges Gießen kann bei Zimmerpflanzen wie dem Fußblatt die einzige Ursache sein

Schwierigkeit

Parasiten am Fußblatt

Syngonium kann von den häufigsten Schädlingen an Zimmerpflanzen befallen werden. Es handelt sich um Insekten oder Milben, die Pflanzensaft saugen. Ein Befall kann langfristig zum Verkümmern der Pflanzen führen. Alle vermehren sich meist sehr schnell und können auch auf andere Pflanzen in der Nähe übergehen. Zudem können ihre Stiche die Entwicklung von Bakterien, Viren oder Pilzen begünstigen und Krankheiten verursachen.

Thripse

Diese winzigen Insekten haben einen schlanken Körper und sind schwarz, braun oder durchscheinend. Da sie schwer zu entdecken sind, verstecken sie sich oft auf der Blattunterseite oder an den Stängeln. Erste Symptome? Gelbe, braune oder silbrige Verfärbungen auf den Blättern. Auch junge Triebe können bereits vor dem Öffnen angestochen werden. Kleine schwarze Punkte, ihr Kot, können ebenfalls sichtbar sein. Thripse gehören zu den gefürchtetsten Schädlingen, da sie anfangs schwer zu erkennen und ebenso schwer zu bekämpfen sind.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag: Thripse erkennen und natürlich bekämpfen.

Krankheiten bei Syngonium

Wollläuse

Diese kleinen Insekten sind mit einem weißen, watteartigen Belag bedeckt, der ihnen ihren Namen gibt. Dadurch lassen sie sich auf den Blättern oder an den Stängeln des Syngoniums erkennen. Als Symptome verursachen Wollläuse eine Gelbfärbung der Blätter und ein allgemein verlangsamtes Wachstum. Wollläuse bringen jedoch noch ein weiteres Problem mit sich: Durch die Absonderung von Honigtau fördern sie die Entwicklung einer Pilzkrankheit. Dabei handelt es sich um Rußtau, erkennbar an schwarzen, rußähnlichen Belägen. Diese Krankheit beeinträchtigt die Photosynthese und schwächt die Pflanze dadurch, bis hin zum Wachstumsstillstand.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag: Wollläuse erkennen und bekämpfen.

Wollläuse am Syngonium bekämpfen

Spinnmilben

Spinnmilben werden auch rote Pflanzenläuse oder Tetranychus-Milben genannt. Dabei handelt es sich nicht um Insekten, sondern um Milben. Da sie so winzig und mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind, verraten die feinen Gespinste zwischen den oberirdischen Pflanzenteilen des Syngoniums ihren Befall. Außerdem beobachten Sie Verfärbungen (gelbe Flecken) und einen vorzeitigen Blattfall.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag: Spinnmilben erkennen und bekämpfen.

Schädlinge an Zimmerpflanzen: Spinnmilben

Vorbeugung gegen Schädlinge am Syngonium

Vorbeugen beginnt mit einer regelmäßigen Kontrolle. Wer seine Pflanzen aufmerksam beobachtet, kann einen beginnenden Befall leichter eindämmen. Schauen Sie deshalb beim Gießen oder beim Entstauben der Blätter des Syngoniums auch die oberirdischen Pflanzenteile genau an.

Die häufigsten Schädlinge an Zimmerpflanzen mögen warme, trockene Bedingungen. Eine feuchte Umgebung bremst ihre Entwicklung. Das kommt gelegen, denn Syngonium bevorzugt genau solche Bedingungen. Die aus den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas stammende Pflanze gedeiht in warm-feuchter Umgebung besonders gut. Besprühen Sie das Laub daher regelmäßig, idealerweise mit Regen- oder gefiltertem Wasser. Sie können die Pflanze auch auf ein Bett aus Blähton stellen, der die Feuchtigkeit besser speichert.

Syngonium natürlich behandeln

Regelmäßiges Besprühen beugt einem Befall vor

Achten Sie auf alle Bedürfnisse des Syngoniums: Wird es unter guten Bedingungen kultiviert, ist die Pflanze von Natur aus widerstandsfähiger. Wählen Sie einen hellen Standort ohne direkte Sonne, die das Laub beschädigen könnte. Ein Ost- oder Westfenster ist ideal. Steht die Pflanze hinter einem Fenster, können Sie einen dünnen Vorhang anbringen. Schützen Sie sie vor Zugluft und starken Temperaturschwankungen. Durchschnittlich verträgt sie Temperaturen von 18 bis 25 °C.

Natürliche Lösungen bei Schädlingsbefall

Sind erste Symptome aufgetreten? Dann können Sie noch handeln. Stellen Sie Ihr Syngonium zunächst in die Dusche, Badewanne oder ein Waschbecken. Brausen Sie alle oberirdischen Pflanzenteile mit zimmerwarmem Wasser ab. Lassen Sie die Pflanze abtropfen und stellen Sie sie anschließend wieder an ihren Standort. So lassen sich Schädlinge im frühen Befallsstadium leicht entfernen.

Bestehen die Schädlinge fort, verwenden Sie eine natürliche Behandlung mit reiner Schmierseife. Mischen Sie 1 bis 2 Esslöffel auf 1 Liter lauwarmes Wasser. Rühren Sie die Mischung um und füllen Sie sie in eine Sprühflasche. Besprühen Sie die befallenen Pflanzenteile gründlich, heben Sie dabei die Blätter an und sprühen Sie auch die Stängel ein. Diese natürliche Insektizidbehandlung kann nach 7 Tagen wiederholt werden.

Gegen Wollläuse können Sie bei einem begrenzten Befall auch ein mit 70-prozentigem Alkohol getränktes Wattestäbchen verwenden, um sie zu entfernen.

Pilzkrankheiten beim Fußblatt

Das Fußblatt kann für bestimmte Pilzkrankheiten anfällig sein, also Krankheiten, die durch Pilze verursacht werden. Sie gehören zu den häufigsten Pflanzenkrankheiten. Meist ist eine zu feuchte und schlecht belüftete Umgebung die Ursache.

Wurzelfäule

Diese gefürchtete Krankheit kann zum Absterben des Fußblatts führen. Zudem werden die Symptome meist erst sichtbar, wenn sie bereits weit fortgeschritten ist, da zunächst die Wurzeln betroffen sind. Sie werden weich und sterben anschließend ab. Die Pflanze lässt allmählich die Blätter hängen und stellt ihr Wachstum ein. Auf dem Substrat können sich Schimmel oder Algen bilden und einen unangenehmen Geruch verbreiten.

Blattflecken

Das schöne Blattwerk des Fußblatts kann von braunen, schwarzen oder gelblichen Flecken befallen werden, die manchmal von einem helleren Hof umgeben sind. Die Blätter fallen schließlich ab.

Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten beim Fußblatt

Die Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten ist entscheidend, da nicht immer wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Wie bei Parasiten gilt: Kontrollieren Sie Ihre Pflanze zunächst regelmäßig. Achten Sie außerdem besonders auf das Gießen. Es sollte regelmäßig, aber maßvoll erfolgen. Prüfen Sie dazu mit den Fingern die Erdoberfläche. Ist sie in den ersten Zentimetern trocken, ist es Zeit zu gießen. Steht die Pflanze auf einem Untersetzer oder in einem Übertopf, gießen Sie überschüssiges Wasser nach etwa 20 Minuten ab.

Vorbeugung gegen Krankheiten beim Fußblatt

Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig: Eine Veränderung der Blattfarbe ist oft eines der ersten sichtbaren Anzeichen

Wählen Sie beim Pflanzen ein gut durchlässiges Substrat, in dem das Wasser abfließen kann, ohne sich zu stauen. Verwenden Sie außerdem unbedingt ein Gefäß mit Abzugslöchern und legen Sie unten eine Drainageschicht an (etwa aus Blähton, Kies oder Tonscherben). So verhindern Sie, dass die Wurzeln im Wasser stehen. Wenn Sie zum Überwässern neigen, bevorzugen Sie Tontöpfe, die das Substrat besser atmen lassen.

Wenn Sie beschädigte Blätter oder Triebe zurückschneiden müssen, um eine harmonische Wuchsform zu erhalten, desinfizieren Sie Ihre Schnittwerkzeuge zuvor gründlich mit 70-prozentigem Alkohol. So verringern Sie das Risiko, Krankheiten zwischen Pflanzen zu übertragen.

Natürliche Lösungen bei Krankheiten

Bei Wurzelfäule müssen Sie das Fußblatt unbedingt austopfen. Kontrollieren Sie die Wurzeln und schneiden Sie alle befallenen Teile bis ins gesunde Gewebe zurück. Ersetzen Sie das gesamte Substrat und legen Sie erneut eine Drainageschicht auf den Gefäßboden. Wenn Sie denselben Topf weiterverwenden, reinigen Sie ihn, bevor Sie die Pflanze wieder einsetzen.

Wurzelfäule

Bei Blattflecken entfernen Sie alle befallenen Blätter. Vergrößern Sie die Abstände zwischen den Blattbesprühungen und stellen Sie das Fußblatt bei Bedarf an einen luftigeren Standort.

Zusätzlich können Sie eventuell einige Spritzungen mit Brennnesseljauche durchführen, die für ihre fungiziden Eigenschaften geschätzt wird.

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