Krankheiten und Schädlinge des Hasenfußfarns

Krankheiten und Schädlinge des Hasenfußfarns

Erkennen, Vorbeugen und natürliche Lösungen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 1. April 2026  durch Marion 6 min.

Phlebodium sind Zimmerpflanzen mit blauem, dekorativem Laub. Pflegeleicht, doch anfällig für Krankheiten und Parasiten: Symptome erkennen, vorbeugen und natürlich behandeln.

Schwierigkeit

Schädlinge am Hasenfußfarn

Phlebodium ist auch in dieser Hinsicht keine Ausnahme: Die Schädlinge, die ihn befallen können, gehören zu den häufigsten bei Zimmerpflanzen. Dazu zählen Spinnmilben und saugende Insekten, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Einige wenige Tiere gefährden die Pflanze nicht, können aber ästhetische Schäden verursachen. Vor allem vermehren sie sich leicht, und ein Befall kann das Phlebodium auf Dauer stark schwächen. Außerdem können die Stiche dieser kleinen Schädlinge Eintrittspforten für weitere pathogene Erreger schaffen, etwa Bakterien, Viren oder Pilze (Pilzkrankheiten).

Thripse

Thripse gehören zu den gefürchtetsten Schädlingen, weil sie schwer zu entdecken und zu bekämpfen sind. Es handelt sich um kleine schwarze oder durchscheinende Insekten, die sich oft auf der Blattunterseite oder an den Trieben verstecken und eher bei schwachem Licht hervorkommen. Typische Symptome sind braune oder silbrige Verfärbungen am Laub des Phlebodiums sowie ein verkümmertes Wachstum neuer Triebe. Außerdem sind kleine schwarze Punkte zu sehen, bei denen es sich um die Ausscheidungen der Schädlinge handelt.

Mehr erfahren: Thripse: Erkennen und natürlich bekämpfen.

Krankheiten bei Zimmerpflanzen

Wollläuse

Ihr Name gibt einen wichtigen Hinweis auf ihr Hauptmerkmal: Es handelt sich um weiße Insekten mit einer watteartigen oder mehligen Oberfläche. Wie Thripse sitzen sie unter den Blättern oder an den Trieben und ernähren sich vom Pflanzensaft des Phlebodiums. Die Symptome? Eine Gelbfärbung des Laubs und eine allgemeine Schwächung.

Wollläuse verursachen ein weiteres Problem: Sie produzieren Honigtau, eine klebrige Substanz, auf der sich eine Pilzkrankheit entwickeln kann. Dabei handelt es sich um Rußtau, der schwärzliche, rußartige Beläge auf Blättern und Trieben bildet. Diese Erkrankung beeinträchtigt die Photosynthese und damit die Gesundheit und Entwicklung der Pflanze.

Mehr erfahren: Wollläuse: Erkennen und bekämpfen.

Wollläuse an Zimmerpflanze: Was tun?

Rote Spinnmilben

Diesmal handelt es sich um winzige Spinnmilben, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Auch sie verursachen eine Verfärbung des Laubs, das sich gelb bis braun färbt. Ihr Vorhandensein erkennt man vor allem an den feinen Gespinsten, die an Spinnweben erinnern und die oberirdischen Pflanzenteile des Phlebodiums überziehen.

Mehr erfahren: Rote Spinnmilben: Erkennen und bekämpfen.

Schädlinge an Zimmerpflanzen bekämpfen

Schädlingen am Phlebodium vorbeugen

Als Erstes sollten Sie Ihre Zimmerpflanzen regelmäßig kontrollieren, um einen möglichen Befall frühzeitig zu erkennen. Dieser lässt sich viel leichter in den Griff bekommen, bevor sich die Schädlinge stark vermehren. Nutzen Sie das Gießen oder das Entfernen von Staub, um das Laub (Ober- und Unterseite) und die Triebe zu überprüfen.

Phlebodium-Farn: Krankheiten behandeln

Die meisten Schädlinge bevorzugen warme und trockene Bedingungen, entwickeln sich bei hoher Luftfeuchtigkeit jedoch schlechter. Das passt gut, denn das aus den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas stammende Phlebodium mag eine hohe Luftfeuchtigkeit. Für ein feuchtes Umfeld können Sie das Laub mit zimmerwarmem Wasser besprühen. Zusätzlich bringen Sie einen organischen Mulch rund um den Farn aus, etwa aus Pflanzenhülsen oder Tongranulat. Auch ein Standort in Küche, Bad oder WC ist meist eine gute Wahl.

Achten Sie auf gute Kulturbedingungen für das Phlebodium. Eine Pflanze, deren Bedürfnisse erfüllt werden, ist widerstandsfähiger gegen Schädlingsbefall. Stellen Sie die Pflanze an einen halbschattigen Standort, zum Beispiel an ein Ostfenster, unbedingt ohne direkte Sonne. Da sie in ihrer natürlichen Umgebung epiphytisch wächst, also auf Bäumen und nicht in der Erde, benötigt sie ein leichtes, sehr gut drainiertes Substrat, aus dem Wasser ablaufen kann. Bieten Sie ihr im Haus eine möglichst konstante Temperatur zwischen 18 und 25 °C: Sie kann nicht ganzjährig draußen überleben, darf aber während der warmen Jahreszeit ins Freie. Schützen Sie sie außerdem vor Zugluft und der Nähe von Heizgeräten.

Natürliche Lösungen bei Schädlingsbefall

Sie haben die ersten Schädlinge entdeckt? Keine Panik: Sie können eingreifen, bevor sie sich stark vermehren. Stellen Sie das Phlebodium in die Duschwanne oder Badewanne und duschen Sie das Laub ab, damit die unerwünschten Gäste abgespült werden.

Bleiben sie bestehen, verwenden Sie ein natürliches Insektizid auf Basis von Schmierseife. Mischen Sie dazu 1 bis 2 Esslöffel reine Schmierseife mit 1 Liter lauwarmem Wasser. Lassen Sie die Mischung abkühlen, füllen Sie sie in eine Sprühflasche, schütteln Sie sie und besprühen Sie damit das Laub. Behandeln Sie sowohl die Ober- als auch die Unterseite der Blätter. Die Behandlung kann bei Bedarf nach 7 Tagen wiederholt werden.

Pilzkrankheiten des Hasenfußfarns

Auch das Phlebodium kann von pilzbedingten Krankheiten befallen werden also von Krankheiten, die durch Pilze verursacht werden. Ihre Entwicklung wird häufig durch zu viel Wasser begünstigt.

Wurzelfäule

Sie tritt auf, wenn die Pflanze zu viel gegossen wird, in einem zu schweren Substrat steht oder in einem mit Wasser gefüllten Untersetzer steht.

Die Krankheit befällt zunächst die Wurzeln, die sich schwarz verfärben und weich werden. Anschließend breitet sie sich auf die gesamte Pflanze aus, was zum Abwerfen der Blätter und zu einem allgemeinen Welken führt. Auch ein unangenehmer, muffiger Geruch kann aus der Erde aufsteigen.

Blattflecken

Hierbei handelt es sich um braune oder schwarze Flecken, die auf dem Laub erscheinen. Mit der Zeit können die Blätter dadurch abfallen. Die Symptome unterscheiden sich von einer Braunfärbung der Wedelspitzen, die meist durch eine zu trockene Umgebung verursacht wird. Blattflecken werden dagegen durch übermäßige Feuchtigkeit und mangelnde Luftzirkulation begünstigt.

Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten

Vor allem ungünstige Kulturbedingungen begünstigen die Entwicklung von Krankheiten beim Phlebodium.

Zunächst ist es unbedingt erforderlich, der Pflanze beim Einpflanzen ein passendes Substrat zu bieten. Verwenden Sie eine Mischung aus je 1/3 Blumenerde für Grünpflanzen, Orchideenerde oder Pinienrinde und Perlite oder grobem Sand. Bevorzugen Sie Tontöpfe, die das Substrat besser atmen lassen, auch wenn sie häufigeres Gießen erfordern. Denken Sie daran, dass das Gefäß, ob klassischer Topf, Blumenkasten oder Ampel (die Farne mit ihren herabhängenden Wedeln eignen sich gut dafür), am Boden unbedingt Abzugslöcher haben muss. Falls ein Übertopf oder Untersetzer verwendet wird, leeren Sie ihn 15 bis 20 Minuten nach dem Gießen, wenn noch Wasser darin steht. Was die Häufigkeit des Gießens betrifft, sollte das Substrat leicht feucht bleiben, aber niemals durchnässt sein. Gießen Sie, sobald die Erde in den oberen Zentimetern trocken ist. Verwenden Sie möglichst kalkarmes Wasser, Regenwasser oder gefiltertes Wasser.

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Stellen Sie den Topf nach dem Gießen wieder in den Übertopf, sobald die Pflanze abgetropft ist

Wenn Sie das Phlebodium zurückschneiden, um vertrocknete oder beschädigte Wedel zu entfernen, reinigen Sie Ihre Schnittwerkzeuge vorher mit 70-prozentigem Alkohol. Dadurch wird das Risiko einer Krankheitsübertragung zwischen Pflanzen verringert.

Alle zwei bis drei Jahre, je nach Wachstum des Phle­bodiums, können Sie die Pflanze umtopfen. Im ausgewachsenen Zustand erreicht sie meist 1 Meter Höhe und 50 cm Breite. In Jahren ohne Umtopfen können Sie während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst geeigneten Dünger für Zimmer- oder Grünpflanzen ausbringen. Achten Sie darauf, Überdüngung zu vermeiden. Zu viel Dünger kann die Pflanze schwächen und dadurch anfälliger für Krankheiten und Parasiten machen.

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Topfen Sie Ihre Pflanze regelmäßig um, da sie mit der Zeit üppig wächst

Natürliche Lösungen bei Krankheiten

Bei Wurzelfäule nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und schneiden Sie die befallenen Teile ab. Topfen Sie sie anschließend in gesundes, gut drainiertes Substrat um. Außerdem muss die Häufigkeit des Gießens reduziert werden.

Bei Blattflecken schneiden Sie die befallenen Blätter sofort ab, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Vergrößern Sie die Abstände zwischen den Besprühungen des Laubs und stellen Sie die Pflanze an einen besser belüfteten Standort.

Gegen Pilzkrankheiten gibt es keine wirklich wirksamen Behandlungen. Allerdings gilt Brennnesseljauche als natürliches Fungizid. Sie kann bei Zimmerpflanzen sowohl vorbeugend als auch zur Behandlung eingesetzt werden. Im Gartencenter oder online finden Sie problemlos fertige Produkte zum Aufsprühen auf das Laub. Sie können die Jauche aber auch selbst herstellen. Folgen Sie dazu unserer Anleitung: Wie stellt man Brennnesseljauche her?

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Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt, um Brennnesseljauche selbst herzustellen

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