Mangave im Topf kultivieren

Mangave im Topf kultivieren

Exotik für Terrassen und Balkone

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 17. Mai 2026  durch Alexandra 5 min.

Mangaven sind außergewöhnliche Sukkulenten, die wie Agaven dichte Rosetten aus kräftigen Blättern bilden. Besonders beliebt sind ihre außergewöhnlichen Farben: Die Blätter können grün, bläulich oder rötlich sein und sind oft purpurfarben punktiert. Auch ihre Form ist besonders: Sie können breit oder schmal, teils überhängend oder am Blattrand gezähnt sein.

Da sie nicht sehr winterhart sind (sie vertragen bis zu –5 °C), ist die Kultur im Topf ideal, um sie im Winter vor Kälte zu schützen, indem man sie unter einen Unterstand stellt. Im Topf kommt zudem ihr Laub besser zur Geltung, besonders bei Sorten mit langen, überhängenden Blättern. Ein Mangave im schönen Terrakottatopf wird auf einer sonnigen Terrasse oder einem Balkon zum Blickfang. In diesem Ratgeber finden Sie alle Tipps für eine erfolgreiche Topfkultur!

Alles über Mangaven erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Mangave: Pflanzen, Kultivieren und Pflegen“

Schwierigkeit

Welchen Topf wählen?

Für die Kultur von Mangave empfehlen wir Ihnen einen Terrakottatopf statt eines Kunststofftopfs. Terrakottatöpfe sind wasser- und luftdurchlässig und ermöglichen dadurch eine bessere Drainage sowie eine bessere Belüftung der Wurzeln – ideal für eine Pflanze aus trockenen Lebensräumen wie Mangave! Glasierte oder emaillierte Terrakottatöpfe verlieren diesen Vorteil der Porosität, sind dafür sehr dekorativ und bringen die außergewöhnlichen Farben der Mangave zur Geltung. Außerdem regulieren Terrakottatöpfe die Temperatur leicht und bieten im Winter im Vergleich zu Kunststofftöpfen einen gewissen Wärmeschutz. Sie sind zudem ästhetischer und umweltfreundlicher, aber auch schwerer zu handhaben. Falls nicht anders möglich, eignet sich dennoch ein großer Kunststofftopf. Wichtig ist vor allem, dass sich am Boden Abzugslöcher befinden, damit das Wasser abfließen kann.

Wählen Sie einen ausreichend großen Topf, damit sich das Wurzelsystem der Mangave gut entwickeln kann. Idealerweise sollte er bei jüngeren Mangaven mindestens 30–40 cm Durchmesser und Tiefe haben, bei einer großen, mehrere Jahre alten Mangave entsprechend mehr. Mit zunehmendem Wachstum topfen Sie die Mangave jeweils in einen neuen Topf um, der etwas größer als der vorherige ist.

Mangave im Topf kultivieren

Die Mangaven ‘Inkblot’ und ‘Lavender Lady’ im Topf kultiviert

Welches Substrat verwenden?

Wie alle Sukkulenten verträgt der Mangave keine Staunässe: Wählen Sie drainierende Kakteenerde oder mischen Sie je ein Drittel groben Sand, Blumenerde und Gartenerde.

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Mangave im Topf pflanzen?

Wir empfehlen, die Mangave im Frühjahr, etwa im April, in einen Topf zu pflanzen.

  1. Geben Sie eine Schicht Kies oder Blähton auf den Topfboden, um den Wasserabzug zu verbessern.
  2. Füllen Sie anschließend ein drainierendes Substrat ein, zum Beispiel eine Mischung aus grobem Sand, Blumenerde und Gartenerde zu gleichen Teilen.
  3. Nehmen Sie die Mangave aus ihrem Topf und setzen Sie den Wurzelballen mittig in den neuen Topf. Die Oberseite des Wurzelballens sollte wenige Zentimeter unter dem oberen Topfrand liegen.
  4. Füllen Sie den Topf rund um die Mangave mit weiterem Substrat auf. Achten Sie darauf, den Hals und die unteren Blätter nicht zu bedecken.
  5. Drücken Sie das Substrat leicht an.
  6. Gießen Sie.
  7. Optional können Sie die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Kies oder grobem Sand bedecken. Diese mineralische Mulchschicht ist dekorativ und verringert zudem die Gefahr, dass der Hals und die unteren Blätter faulen.

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Mangave kombinieren

Wohin damit?

Wie Kakteen und Sukkulenten braucht der Mangave Wärme und volle Sonne. Auf Terrasse oder Balkon färbt er sich intensiver; im Süden besser Halbschatten.

Mangave im Topf pflegen?

Gießen und Düngen

Topfpflanzen benötigen mehr Aufmerksamkeit als Pflanzen im Freiland: Im Topf trocknet das Substrat schneller aus und die Nährstoffvorräte sind begrenzt, sodass es allmählich ausgelaugt wird. Mangaven stammen jedoch aus trockenen Regionen und benötigen nur wenig Wasser und Nährstoffe. Daher empfehlen wir, Mangaven im Frühjahr und Sommer etwa einmal pro Woche zu gießen und die Wassergaben im Herbst und Winter zu reduzieren. Warten Sie vor jedem Gießen, bis das Substrat vollständig trocken ist. Steht der Topf auf einem Untersetzer, achten Sie darauf, dass sich darin kein Wasser sammelt. Wie alle Sukkulenten verträgt der Mangave zu viel Feuchtigkeit nicht; seine Wurzeln können faulen.

Im Frühjahr und Sommer können Sie den Mangave ein- bis zweimal monatlich mit einem speziellen Flüssigdünger für Kakteen versorgen. Der stickstoffarme Dünger wird mit dem Gießwasser verdünnt. Im Herbst und Winter stellen Sie das Düngen ein.

Umtopfen

Wir empfehlen, den Mangave alle zwei Jahre umzutopfen und dabei jeweils einen nur geringfügig größeren Topf zu wählen. So erneuern Sie das Substrat und geben der Pflanze während ihres Wachstums genügend Platz für das Wurzelsystem. Topfen Sie den Mangave vorzugsweise im Frühjahr um und verwenden Sie ein gut drainierendes Substrat.

Der Mangave bildet manchmal Wurzelschösslinge rund um die Mutterpflanze. Wenn Sie welche entdecken, können Sie sie beim Umtopfen abtrennen und in Töpfe pflanzen.

Überwinterung

Wenn Sie in einer Region mit mildem Klima und geringem Frost­risiko leben, etwa im Mittelmeerraum, können Sie den Mangave im Winter draußen lassen. Wir empfehlen dennoch, ihn vor Regen zu schützen, etwa unter einem Dachüberstand oder auf einer überdachten Terrasse.

In kühleren Regionen sollten Sie den Mangave ab Oktober zum Überwintern ins Haus holen, beispielsweise in einen frostfreien Wintergarten oder ein Kalthaus. Alternativ können Sie ihn in einem hellen, wenig beheizten Raum aufstellen. Bei zu wenig Licht kann der Mangave vergeilen und blasser werden.

Im Frühjahr sollten Sie den Mangave beim erneuten Hinausstellen langsam an die Sonne gewöhnen. Platzieren Sie ihn zunächst im Halbschatten und warten Sie einige Wochen, bevor Sie ihn in die volle Sonne stellen. So verhindern Sie, dass sein Laub verbrennt, da es sich im Winter an direktes Sonnenlicht nicht mehr gewöhnt war.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Zimmerkultur kann der Mangave von Wollläusen befallen werden, die kleine watteartige, weiße Polster bilden. Entdecken Sie welche, entfernen Sie sie mit einem in 90-prozentigem Alkohol getränkten Tuch. Sie können auch eine Lösung gegen Wollläuse herstellen: Lösen Sie je einen Teelöffel Schmierseife, Brennspiritus und Pflanzenöl in einem Liter Wasser auf. Vermischen Sie alles gut und sprühen Sie die Lösung auf das Laub.

Mangave im Topf kultivieren

Der Mangave ‘Cherry Chocolate Chip’

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Anbau und Pflege der Mangave im Topf