Sauerklee auswählen
Kaufratgeber: die richtige Sorte finden
Inhaltsverzeichnis
Sauerklee ist eine kleine, geschätzte Bodendecker-Staude mit hübschem, kleeähnlichem Laub. Die dekorativen Blätter sind grün oder purpurfarben und setzen im Garten oder auf der Terrasse schöne Akzente. Auch die kleinen, sternförmigen Blüten in Weiß, Gelb, Rosa oder Rot begeistern. Leicht zu kultivieren, aber eher frostempfindlich, eignet sich Oxalis in milden Regionen als Bodendecker, sonst im Topf für die Terrasse. Unser Ratgeber hilft Ihnen, die passende Oxalis-Sorte nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen auszuwählen!
je nach Höhe
Oxalis, auch Sauerklee genannt, sind meist kriechende Stauden. Sie werden vor allem als Bodendecker, im Steingarten oder im Topf verwendet. Je nach Sorte werden sie meist 10 bis 30 cm hoch, können bei Oxalis hirta ‘Gothenburg’ jedoch 40, sogar 50 cm erreichen. Dieser noch wenig bekannte südafrikanische Kultivar besitzt ein ungewöhnliches, fein geteilt belaubtes, dichtes und behaartes Blattwerk, wie es bei Oxalis selten ist. Zudem bezaubert er mit kleinen lilafarbenen Blüten und blassgelber Mitte.
Unter den kleinsten Oxalis-Sorten gefällt Oxalis obtusa mit seinem hübschen hellgrünen Blattwerk, während Oxalis purpurea ‘Garnet’ durch seine purpurrote Färbung besticht. Nicht zu vergessen ist Oxalis purpurea ‘Alba’ mit kleinen, kleeähnlichen Blättern und weißen, gelb geäderten, trichterförmigen Blüten.
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Oxalis begeistern mit ihrer sehr langen Blütezeit, die von Reinweiß über leuchtendes Rosa und Gelb bis hin zu zartem Mauve reicht.
Zu den zurückhaltendsten Sorten gehört Oxalis triangularis ‘Marmer’ mit seinen zarten, kleinen weißen, trichterförmigen Blüten. Ebenso dezent zeigt sich Oxalis triangularis subsp. papilionacea mit zartrosa Blüten, die bei Reife weiß werden. Etwas extravaganter präsentiert sich Oxalis purpurea ‘Alba’ mit einem strahlend goldgelben Blütenzentrum. Der Oxalis ‘Double Pink Wonder’ kann mit seinen gefüllten weißen, rot gesäumten Blüten mithalten.
Für sonnige Akzente im Garten wählen Sie Oxalis mit gelber Blüte, etwa den Kultivar ‘Ken Aslet’ und die Sorte ‘Double Trouble’ mit ihren gefüllten Blüten.
Wenn Sie Farben lieben, zeigt Oxalis obtusa inmitten seiner lachsrosa, geäderten Blütenblätter ein goldgelbes Zentrum. Ton in Ton wirkt Oxalis purpurea ‘Garnet’: Leuchtend rosafarbene Blüten mit gelber Mitte bilden einen hübschen Kontrast zum Polster aus schokoladenbraunen Blättern.
Nicht zu vergessen sind die üppigen Oxalis versicolor und O. versicolor ‘Golden Cape’ mit ihren gestreiften Blüten in Kirschrosa, die an erstaunliche kleine Zuckerstangen erinnern.
Je nach Blattfarbe und -form
Die Blätter der Oxalis bestehen meist aus 3 bis 4 herzförmigen Fiederblättchen, wie bei Oxalis ‘Double Trouble’, oder aus dreieckigen Fiederblättchen wie bei Oxalis triangularis ‘Marmer’. Besteht das Blatt aus 4 Fiederblättchen, ähnelt es stark dem vierblättrigen Klee. Dies ist etwa bei Oxalis deppei der Fall, der auch „Riesenklee“, „Falscher Klee“ oder „Lucky Plant“ genannt wird. Oxalis gehört jedoch nicht zur selben Familie wie der Klee. Oxalis adenophylla zeichnet sich dagegen durch zahlreiche silbrig blaugrüne Fiederblättchen aus.
Die Blätter der Oxalis sind meist breit, können aber auch schmal und sehr fein sein, wie bei Oxalis versicolor.
Das Laub kann hellgrün, aber auch silbrig wie bei Oxalis obtusa oder purpurfarben wie bei Oxalis triangularis sein. Oxalis deppei wird außerdem für sein breites grünes Laub mit brauner Mitte geschätzt, das einen schönen Kontrast bildet.
Wussten Sie, dass manche Oxalis lichtempfindlich sind? Die meisten besitzen ein Laub, das sich entsprechend dem Sonnenstand bewegt. Eine weitere Besonderheit: Abends oder bei bedecktem Himmel tagsüber falten sich die Blätter zusammen. Dieses Verhalten zeigt zum Beispiel Oxalis triangularis subsp. papilionacea.

Das feine Laub von Oxalis versicolor, zweifarbiges, kleeähnliches Laub bei Oxalis deppei oder purpurfarbenes Laub bei Oxalis triangularis
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Die Winterhärte ist entscheidend bei der Wahl von Oxalis für den jeweiligen Standort. Denn manche Sorten, etwa Oxalis triangularis, sind nicht winterhart und vertragen keine Temperaturen unter 0 °C. Frostempfindliche Sorten müssen daher im Winter geschützt werden. Sie lassen sich außerdem ganzjährig als Zimmerpflanzen kultivieren und verschönern so Haus oder Wohnung.
Für die Pflanzung im Garten sollten Sie frosthärtere Sorten bevorzugen. Oxalis purpurea ‘Alba’, ‘Ken Aslet’ und ‘Garnet’ eignen sich hervorragend für mediterrane Gärten und Regionen mit milden Wintern bis – 10 °C. In anderen Regionen kommen Oxalis deppei oder Oxalis adenophylla infrage. Letztere stammt aus den Anden und ist bis – 18 °C winterhart.

Oxalis adenophylla gehört zu den frosthärtesten Sorten
je nach Standort
Die meisten Sauerklee-Arten bevorzugen einen sonnigen Standort für eine üppige Blüte. Einige Sorten gedeihen jedoch auch sehr gut im Halbschatten, etwa Oxalis triangularis subsp. papilionacea sowie die Sorten ‘Atropurpurea’ und ‘Fanny’. Oxalis triangularis bevorzugt einen hellen Standort im Halbschatten ohne direkte Sonne, damit sich intensive Farbtöne entwickeln.
Beachten Sie, dass die Blüten des Sauerklees lichtempfindlich sind. Bei Sonnenschein öffnen sie sich vollständig und schließen sich nachts oder bei stark bewölktem Himmel wieder.

Oxalis deppei, auch „Falscher Klee“ genannt
je nach Blütezeit
Wir schätzen Sauerklee wegen seiner langen Blütezeit. Die meisten Sorten blühen ab dem Frühjahr, etwa ab Mai, bis in den Herbst. Zu den frühesten zählt der leuchtende Oxalis ‘Double Trouble’, der mit seinen goldgelben Blüten bereits im April die Gartensaison eröffnet.
Der Oxalis versicolor und die Sorten des Herbst-Sauerklees (‘Garnet’, ‘Alba’ oder ‘Ken Aslet’) haben einen umgekehrten Wachstumszyklus und blühen mitten im Winter, von Oktober bis März. So bringen sie Farbe in mediterrane Gärten oder Kübel. Ihr sommergrünes Laub verschwindet anschließend während der warmen Jahreszeit.
Der Oxalis hirta ‘Gothenburg’ zieht sich ab Mai bis zum Ende des Sommers unter die Erde zurück. Im September und bis November erscheint sein sommergrünes Laub wieder, anschließend öffnen sich die schönen lilarosa Blüten mit gelber Mitte.

Der Oxalis versicolor und der Herbst-Sauerklee ‘Garnet’ blühen lange im Winter
je nach Verwendung
Oft frostempfindlich, lassen sich Oxalis ganzjährig problemlos im Haus kultivieren und bringen eine dekorative Note in unsere Wohnräume. Im Garten sieht es jedoch anders aus: Hier ist die Winterhärte zu beachten.
In einem Garten am Mittelmeer können die meisten für warmes Klima geeigneten Sorten direkt ins Freiland gepflanzt werden, etwa Oxalis purpurea ‘Alba’ oder ‘Garnet’ mit ihrem schönen purpurfarbenen Laub. Sie eignen sich perfekt zur Verschönerung eines Beets, einer Beetkante oder eines Steingartens.
Kleine Sorten wie Oxalis purpurea ‘Ken Aslet’ fühlen sich auch auf einer Mauer wohl und können sogar die Zwischenräume zwischen den Steinen besiedeln.
In anderen Regionen bevorzugt man an einem stets gut drainierten Boden frostharte Sorten, zum Beispiel Oxalis deppei oder Oxalis adenophylla, die Temperaturen bis -18 °C tolerieren.
Mit seiner hübschen dekorativen Silhouette und seinem kleeähnlichen Aussehen eignet sich Oxalis perfekt zur Dekoration von Topf, Kübel oder Balkonkasten. Zu beachten ist, dass Topfpflanzen den Winter geschützt vor Kälte verbringen müssen. Bis zum Frühling fühlen sie sich jedoch in einem hellen Raum im Haus oder im Wintergarten wohl.

Oxalis triangularis im Topf auf einer Terrasse
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