Stadtbäume: beste Sorten

Stadtbäume: beste Sorten

Am besten geeignete Baumarten für die Stadt

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 11. Januar 2026  durch Jean-Christophe 7 min.

Stadtbäume trotzen Hitze, Trockenheit und Schadstoffen. Entdecken Sie 7 robuste Arten für die Stadt – mit Vor- und Nachteilen für die Biodiversität.

Schwierigkeit

Schnurbaum – Sophora japonica

Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum): schnell wachsender, winterharter Schattenbaum mit goldener Herbstfärbung und Blüten für Bestäuber.

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Ahornblättrige Platane – Platanus acerifolia

Seine Verwendung im Stadtbereich hat zur Bekanntheit der Platane beigetragen. Platanus acerifolia kann beeindruckende Ausmaße erreichen und fast 30 Meter hoch werden, verträgt aber Schnitt gut. Deshalb wird dieser Baum häufig genutzt, um Plätze, Parkplätze und breite Alleen zu beschatten. Sein kräftiger Stamm ist dank der in Schuppen aufgeteilten Rinde leicht zu erkennen. Diese zeigt Farbtöne von Creme über Braun bis hin zu Grün und Gelb. Die großen, gelappten Blätter färben sich im Herbst gelb und später braun. Danach kommt die markante Wuchsform mit kräftigen Zweigen zum Vorschein, an denen lange winterhaltbare Früchte in kleinen, stacheligen Kugeln hängen. Als Lebensraum für zahlreiche Kleintiere ist die Platane außerdem ein wertvoller Helfer beim Filtern von Abgasen und Feinstaub. Sie gedeiht auch auf verdichteten, nährstoffarmen Böden, wie sie in Städten häufig vorkommen, selbst wenn diese schwer, lehmig und kalkhaltig sind.

Die Platane ist bis mindestens -20 °C winterhart, sehr langlebig und nach dem Anwachsen gut trockenheitsverträglich. Die Haare an den jungen Blättern können bei manchen Menschen jedoch Hautreizungen verursachen. Ein Insekt, die Platanennetzwanze, kann diesem Baum zu schaffen machen; dagegen gibt es natürliche Lösungen.

Gewöhnliche Platane

Der Fächerblattbaum – Ginkgo biloba

Die Fächertanne gehört zu den Bäumen, die fast allem trotzen und sogar einen Atombombenangriff überleben können! Sie wird außergewöhnlich alt, wächst anmutig bis zu 20 Meter und höher und verträgt Hitze ebenso wie magere, verdichtete Böden, gedeiht jedoch besser in tiefgründigem, fruchtbarem Boden. Ihre charakteristischen sommergrünen, fächerförmigen Blätter sind zunächst grün und färben sich später leuchtend gelb, sodass der Baum im Spätherbst schon von Weitem auffällt. Schadstoffe filtert er gut, Feinstaub hält er dagegen weniger wirksam zurück. Wählen Sie am besten männliche Pflanzen, denn weibliche Exemplare bilden schmutzige Früchte mit unangenehmem Geruch, die bei Spaziergängern wenig beliebt sind. Ist seine Wuchsform für den vorgesehenen Raum zu imposant, eignen sich einige Sorten als interessante Option zur Begrünung etwa von Stadtalleen, darunter Fächertanne ‘Blagon’ oder ‘Fastigiata’ mit schmalerem, niedrigerem Wuchs.

Gingko biloba

Wald-Kiefer – Föhre

Pinus sylvestris ist ein sehr anpassungsfähiges, immergrünes Nadelholz, dem weder Trockenheit noch strenge Fröste oder magere, sandige und verdichtete Böden etwas anhaben. Nur kalkhaltige Böden können ihm Probleme bereiten. Sein langer, aufrechter und mehr oder weniger krumm gewachsener Stamm trägt eine rissige Rinde, die stellenweise ockerfarbene bis rosafarbene Nuancen zeigt. Seine Nadeln sind graugrün bis bläulich, nicht stechend und bilden eine rundliche Krone mit braunen Zapfen. Bei warmem Wetter verströmt der Baum einen balsamischen Duft. Er wächst recht schnell und ist eine sehr langlebige Art, die eine kräftige Pfahlwurzel entwickelt. Das verleiht ihm eine gute Windfestigkeit, erfordert aber einen recht tiefgründigen Boden. Sein Schatten ist mäßig wirksam, Gase filtert er weniger gut als Feinstaub, doch er ist für den Klimawandel gut gerüstet. Da er höher als breit wächst (durchschnittlich 30 m hoch und 7 m breit), benötigt er wenig Platz am Boden und findet seinen Platz in vielen Bereichen wie Parks, stadtnahen Anlagen oder Radwegen. Dennoch muss ein System zur Bekämpfung des Kiefernprozessionsspinners eingerichtet werden.

Kiefer

Die Dreidornen-Gleditschie – Gleditsia triacanthos

Gleditsia triacanthos wächst schnell, besonders auf frischem Boden, und entwickelt eine aufrechte Wuchsform, die bis zu 25 Meter Höhe erreichen kann. Das sommergrüne, zunächst hellgrüne und später gelbe Laub ist in Fiederblättchen geteilt. Da die Zweige mit scharfen Dornen besetzt sind, empfiehlt es sich, auf sogenannte dornenlose Sorten zu setzen, etwa ‚Sunburst‘, ‚Elegantissima‘ oder ‚Rubylace‘, deren bescheidenere Maße sich auch für bestimmte städtische Standorte besser eignen. Die Sommerblüte ist unscheinbar, aber bienenfreundlich und nektarreich. Bei weiblichen Exemplaren folgen darauf lange, bräunliche Schoten, die den ganzen Winter über haften bleiben. Die Pfahlwurzel benötigt einen tiefgründigen Boden. Der Schatten ist licht, und das Holz kann brüchig sein. Daher sollte der Baum nicht in Bereichen mit starkem Wind gepflanzt werden. Er verträgt jedoch auch feuchte bis schlecht drainierte Böden und kommt ebenso mit trockeneren, nährstoffarmen, selbst kalkhaltigen Böden zurecht. Dank seiner guten Anpassung an den Klimawandel filtert er zudem Feinstaub sehr effektiv. Er eignet sich entlang von Gewässern, in Parks oder zur Schaffung von Licht- und Schattenspielen auf Plätzen.

Gleditschie

Spitz-Ahorn – Acer platanoides

Unter den für Städte geeigneten Ahornarten erreicht der Spitz-Ahorn Acer platanoides bis zu 25 m. Er wächst schnell, wird sehr alt und bildet eine pyramidenförmige Krone. Sein gelapptes Laub ist grün und färbt sich im Herbst gelb bis kupferfarben. Es spendet dichten, kühlenden Schatten. Bis mindestens -30 °C winterhart und pflegeleicht, gedeiht er in tiefem, frischem bis feuchtem, selbst armem, kalkhaltigem und verdichtetem Boden. Ausgewachsen ist er trockenheitsverträglich. Ein heller Standort im Halbschatten oder in voller Sonne ist geeignet, sofern der Platz nicht zu heiß wird. Sein Wurzelsystem muss bei der Pflanzung berücksichtigt werden. Als Luftfilter und Temperaturregler eignet er sich für Parks, Ufer und die Beschattung von Parkplätzen.

erable platane

Der Südliche Zürgelbaum – Celtis australis

Celtis australis hat eine elegante Wuchsform und erreicht ausgewachsen etwa 20 Meter. Seine sommergrünen Blätter sind gezähnt und grün, bevor sie sich im Herbst gelb färben. Die grünliche Frühjahrsblüte ist unscheinbar, anders als seine mehr oder weniger dunkelroten Früchte, die danach erscheinen. Sie sind essbar und werden auch von Vögeln gern gefressen. Der Baum spendet angenehmen Schatten und filtert Feinstaub sehr gut, etwas weniger jedoch Gase. Zudem ist er angesichts des Klimawandels zukunftsfähig. Die Entwicklung seines Wurzelsystems benötigt etwas Platz. Daher eignet er sich zur Begrünung von Parks, Plätzen und Verkehrswegen im Siedlungsumfeld, kann aber auch als Allee- oder Reihenpflanzung verwendet werden. Der Zürgelbaum ist nur mäßig winterhart (-15 °C bei ausgewachsenen Exemplaren), verträgt aber Hitze sowie trockene, verdichtete und nährstoffarme Böden. Pflanzen Sie ihn in einen eher tiefgründigen, gut drainierten Boden.

Zürgelbaum

Weitere interessante Bäume für die Stadt

Weitere Gehölze könnten in diese Auswahl aufgenommen werden. Jedes hat Vor- und Nachteile, die Sie vor der Auswahl je nach Verwendungszweck und Standort prüfen sollten (Größe, Wurzelsystem, eventuell störende oder schmutzende Früchte, Winterhärte usw.). Dazu zählen:

  • Immergrüne Nadelgehölze: Cedrus atlantica, Abies pinsapo, Larix decidua.
  • Sommergrüne Laubgehölze: Aesculus hippocastanum, Acer campestre, Acer monspessulanum, Catalpa bignonioides, Cercis siliquastrum, Cornus mas, Corylus colurna, Fraxinus ornus, Paulownia tomentosa, Platanus hispanica, Platanus Hybrid, Sorbus aria, Sorbus terminalis, Tilia cordata, Quercus cerris, Quercus ilex.

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