Stammrose oder Trauerrose pflanzen

Stammrose oder Trauerrose pflanzen

Tipps zum erfolgreichen Anwachsen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Gwenaëlle 8 min.

Stamm- und Trauerrosen brauchen tiefen, nährstoffreichen Boden und Sonne. Tipps zur Pflanzung und zum richtigen Standort für üppige Blüte.

Winter, Herbst Schwierigkeit

Wann und wo pflanzen?

Der richtige Zeitpunkt

Der ideale Pflanzzeitpunkt für Rosen jeder Wuchsform und Kulturart liegt zwischen Mitte Oktober und Dezember, damit sie gut anwachsen. Bei wurzelnackten Rosen verlängert sich dieser Zeitraum bis Ende März, Rosen mit Wurzelballen können Sie ganzjährig pflanzen – außer bei Frost oder Trockenheit.

Welcher Standort?

Bei Stammrosen und Trauerrosen sollten Sie den Pflanzplatz im Voraus sorgfältig auswählen: Anders als buschige oder kletternde Rosen verdienen diese Formen einen gut überlegten Standort, denn ihre anmutige Gestalt setzt im Garten entweder einen Blickfang oder einen architektonischen Akzent. Verwenden Sie sie sparsam: Als Solitär oder beispielsweise als Paar, das den Eingang eines Hauses oder eine Treppe elegant einrahmt, kommen sie am besten zur Geltung. Auch in Rosenbeeten oder sogar im Gemüsegarten machen sie sich gut.

Was den Standort betrifft, sind sie vor allem eines: Rosen! … Für eine üppige Blüte benötigen sie daher einen sonnigen Standort (Süd-, Südost- oder Südwestlage) und Schutz vor Wind. Letzteres ist bei Stammrosen besonders wichtig, da sie dem Wind mehr Angriffsfläche bieten. Wählen Sie einen vorherrschenden Winden geschützten Platz, denn die jungen Stämme Ihrer Stamm- und Trauerrosen sind in den ersten Jahren besonders empfindlich.

Stamm- und Trauerrosen können ins Freiland gepflanzt werden, eine Pflanzung im Topf ist für diese kompakten Formen jedoch sehr gut geeignet: Ihre Stamm- oder Trauerrose kann in einem Pflanzgefäß, einem großen Tontopf oder sogar einem dekorativen Orangeriekübel wachsen und so besonders zur Geltung kommen. Das ist auch praktisch, wenn Ihr Gartenboden zu sandig oder kalkhaltig ist!

Was den Boden betrifft, haben sie dieselben Ansprüche wie andere Rosen: einen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden, den Sie regelmäßig verbessern. Lehmige Böden sind kein Problem – im Gegenteil, sofern sie ausreichend drainiert sind, denn Rosen vertragen keine Staunässe.

Stamm- und Trauerrosen benötigen einen sehr sonnigen, windgeschützten Standort

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Wie vorgehen?

Ihre Stammrose oder Hochstammrose benötigt eine sorgfältige Vorbereitung:

Bereiten Sie wurzelnackte Rosen vorher vor, indem Sie beschädigte Wurzeln zurückschneiden und sie in Lehmbrei tauchen.

  • Bei beiden Rosentypen, Stammrosen oder Hochstammrosen, wurzelnackt oder mit Wurzelballen, auf drei Augen über der Veredelungsstelle zurückschneiden.
  • Das Pflanzloch ausheben: Der Boden muss mit einem Spaten auf 50 cm Tiefe und 40 cm Durchmesser gut vorbereitet und gelockert werden. Idealerweise bereiten Sie das Pflanzloch eine gute Woche vorher vor.
  • Die Erde vorbereiten: Mischen Sie etwas gut verrotteten Mist oder Blumenerde unter die Gartenerde, damit sie locker und gut drainiert ist.
  • Einen langsam wirkenden Grunddünger auf dem Lochgrund ausbringen, etwa Hornspäne oder einen Spezialdünger für Rosen: So fördern Sie Wachstum und Wurzelsystem Ihrer noch jungen Rosen. Füllen Sie anschließend ausreichend Erdmischung ein, damit der organische Dünger nicht direkt mit den Wurzeln in Kontakt kommt.
  • Einen Stützpfahl anbringen: Er ist für Ihre Stammrose oder Hochstammrose unverzichtbar! Für eine Hochstammrose benötigen Sie einen speziellen Pfahl mit einer kleinen Schirmform an der Spitze. Er wird bei der Pflanzung eingesetzt und bleibt stehen, um den Stamm Ihrer Rose zu stabilisieren. Setzen Sie ihn leicht am hinteren Ende des Pflanzlochs ein und achten Sie darauf, dass er in etwa 10 cm Abstand zum Stamm vollkommen gerade steht. Er muss bis zur Veredelungsstelle reichen. Befestigen Sie ihn mit einem weichen Bindeband oder Ratschensystem.
    ⇒ Lesen Sie unsere Tipps zum Stützen Ihrer Stammrose oder Hochstammrose
  • Die Wurzeln auf dem Grund des Pflanzlochs gut ausbreiten
  • Das Pflanzloch mit der Erdmischung auffüllen und die Erde am Fuß leicht andrücken. Eine Gießmulde für das Bewässern und Mulchen formen.
  • Gießen: Vernachlässigen Sie diesen Schritt nicht, selbst wenn es bei der Pflanzung regnet. Eine reichliche Wassergabe mit 10 bis 15 l sorgt dafür, dass die Erde an den Wurzeln anliegt und die Rose gut anwächst.
  • Wenn Sie Ihre Rose zwischen November und März pflanzen, schützen Sie sie an der Veredelungsstelle vor Kälte.
  • Mulchen: Auch das Mulchen ist wichtig, um Ihre Rose vor Kälte zu schützen. Die Mulchschicht bei der Pflanzung sollte 3 cm dick sein. Verwenden Sie die letzten Rasenschnittreste, gut trockene Blätter, Kakao- oder Buchweizenschalen oder gut verrottende Chinaschilf-Fasern. Vermeiden Sie jedoch Kiefernrinde, da sie den Boden für Rosen zu stark versauert.

Eine Stammrose oder Hochstammrose im Topf pflanzen: Wählen Sie einen Topf oder Kübel mit etwa 50 cm Durchmesser. Der Topf muss ein Abzugsloch haben oder entsprechend gebohrt werden. Füllen Sie eine 5 cm dicke Schicht aus Kies oder Blähton als Drainage ein. Gehen Sie ansonsten wie bei einer Pflanzung im Freiland vor. Der Unterschied betrifft die Bodenverbesserung: Mischen Sie einen langsam wirkenden Dünger in Granulatform unter die Erde.

Pflege

Stammrosen und Trauerrosen sind kompakte Sträucher mit ähnlichen Ansprüchen wie Zwergrosen.

  • Gießen: Rosen brauchen, was man manchmal vergisst, nicht viel Wasser. Sie kommen gut mit Trockenheit zurecht und haben ein tiefreichendes Wurzelsystem, das ihnen eine gewisse Selbstständigkeit ermöglicht. Eine frisch gepflanzte Rose braucht jedoch im ersten Jahr einmal wöchentlich Wasser (10-Liter-Gießkanne), damit sie gut anwächst.
    Ob im Freiland oder im Topf: Die Ansprüche unterscheiden sich natürlich. Bei anhaltender Trockenheit gießen Sie Rosen im Freiland regelmäßig, bis zu dreimal pro Woche. Bei Topfrosen prüfen Sie, dass das Substrat auch unter 3–4 cm Tiefe nicht austrocknet.
  • Mulchen: Erneuern Sie die Mulchschicht im Frühjahr. So schützen Sie Ihre Rosen vor der kommenden Hitze und halten den Boden am Fuß kühl.
  • Rückschnitt
    Stammrosen und Trauerrosen eignen sich nicht für Blumensträuße. Sie sind rein dekorativ. Schneiden Sie sie regelmäßig, um ihre typische Kugel- oder Trauerform zu erhalten und die Blüte zu fördern. Entfernen Sie den ganzen Sommer über verblühte Blumen, damit sie fortlaufend blühen. Schneiden Sie über einem Blattbüschel mit fünf Fiederblättchen. Den Hauptschnitt führen Sie am Ende des Winters statt im November durch. Entfernen Sie nach innen wachsende Zweige und schneiden Sie im ersten Jahr auf etwa 20 cm von der Basis der Krone zurück.
    Belassen Sie 4 bis 6 kräftige Zweige, um die Kugel- oder Trauerform auszugleichen.

⇒ Weitere Tipps finden Sie in unserem Ratgeber: Stammrose oder Trauerrose schneiden: wann und wie?

  • Düngen
    Rosen sind stark zehrende Pflanzen. Das gilt besonders für Stammrosen und Trauerrosen, die für ihre lange und üppige Blüte ausreichend Dünger brauchen. Gut ernährte Rosen sind zudem widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
    Bevorzugen Sie kaliumreiche Dünger (das „K“ im NPK auf der Verpackung), die die Blüte fördern. Ein langsam wirkender Granulatdünger eignet sich bestens für eine Pflanzung im Frühjahr. Zu Beginn des Sommers (Anfang Juli), wenn die Blüte eingesetzt hat und Ihre remontierenden Rosen zusätzliche Unterstützung brauchen, geben Sie einen zweiten Dünger mit organischem Dünger (etwa getrocknetem Kuhmist). Bringen Sie den Dünger am Fuß der Rose aus und arbeiten Sie ihn leicht mit einer Kralle ein.
    Im Freiland düngen Sie Stammrosen und Trauerrosen etwa zwei- bis dreimal von April bis Oktober. Bevorzugen Sie natürliche Dünger, etwa auf Kuhmistbasis. Bei der Pflanzung geben Sie idealerweise reifen Kompost oder Mist hinzu. Stammrosen und Trauerrosen im Kübel benötigen mehr Dünger, da das Substrat im Topf seine Nährstoffe relativ schnell verliert. Erneuern Sie das Substrat etwa alle drei Jahre vollständig.
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  • Natürliche Pflege
    Bei Stammrosen und Trauerrosen können Sie vorbeugend auf einfache natürliche Pflegemittel zurückgreifen.
    Ein natürlicher Dünger wie Brennnesseljauche eignet sich vorbeugend, um Blattlausbefall und Sternrußtau (Marssonina) einzudämmen: Lassen Sie Brennnesselblätter drei Wochen ziehen und sprühen Sie die Jauche auf die Blätter oder gießen Sie die Rose damit. Wenden Sie diese Behandlung nicht übermäßig an. Sie stärkt die Rosen, doch zu viel Stickstoff kann Blattläuse anziehen.
    Bei feuchtwarmer Witterung können Sie außerdem Natron in Wasser auflösen und Ihre Rosen damit besprühen. Das wirkt vorbeugend sehr gut gegen Sternrußtau.
    Noch ein Tipp: Eine kleine Handvoll Asche auf dem Mulch bringt im zeitigen Frühjahr Kalium in den Boden und fördert die Blüte. Auch hier gilt: sparsam dosieren.

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Die Pflanzung von Stammrosen oder Trauerrosen