Stauden: Mini-Ballen, Anzuchttopf oder Topf?
Vor- und Nachteile jeder Lieferform.
Inhaltsverzeichnis
Tausende mehrjährige Pflanzen passen in jeden Garten: Beet, Gemüsebeet, Bodendecker, Hecke oder Schatten. Tipps zu Sorten und Pflanzgröße (Anzuchttopf oder Topf).
Staude als Mini-Wurzelballen
Mehrjährige Pflanzen als Mini-Jungpflanzen sind nicht mehr nur Profis im Gartenbau oder Gemüseanbau vorbehalten, sondern auch bei Hobbygärtnern zunehmend verbreitet. Diese Anzuchtform ist die ideale Zwischenstufe zwischen Keimlingen aus der Aussaat und Pflanzen im Anzuchttopf.
Der größte Vorteil von Mini-Jungpflanzen: Die oft schwierige und anspruchsvolle Keimung aus Samen entfällt. Sie hängt von vielen Faktoren ab und gelingt nicht immer problemlos: der richtige Zeitpunkt, Umfallkrankheit, vergeilte Keimlinge, Licht und Feuchtigkeit sowie Schädlingsbekämpfung.
Auch Wachstum, Pflege, Lagerung und Transport sind bei Mini-Jungpflanzen unkomplizierter als bei Stauden im Anzuchttopf. Deshalb sind sie meist deutlich günstiger.
Stauden entwickeln ihr Wurzelsystem behutsam, was das Anwachsen fördert. Zudem wird das Risiko eines Wurzelballens mit ringförmig verfilzten Wurzeln vermieden. Mehr Informationen zur Erkennung und Vorbeugung sowie zu den Maßnahmen vor der Pflanzung finden Sie in unserem Ratgeber: Was ist ein Wurzelballen mit Ringwurzeln und wie lässt er sich vermeiden?
Stauden als Mini-Jungpflanzen wirken kleiner und weniger kräftig als Pflanzen im Topf oder Anzuchttopf, doch ihre Blüte und ihr Wachstum setzen oft schneller ein.
Mini-Jungpflanzen werden in Platten angeboten, etwa beim Storchschnabel, oder einzeln in einer schützenden Kunststoffschale. Die Platten können mehrere Dutzend Pflanzen enthalten und ermöglichen eine schnelle, einfache Begrünung großer Flächen. Platten mit Mini-Jungpflanzen sind daher ideal, wenn mehrere Stauden ins Beet oder in einen Pflanzkasten gesetzt werden sollen.
Waren Mini-Jungpflanzen vor einigen Jahren noch weniger verbreitet, wird das Angebot inzwischen immer größer. Viele Sorten mehrjähriger Blütenpflanzen und andere Stauden sind mittlerweile in dieser Form erhältlich.

Pflanzzeit und wichtige Hinweise
Stauden als Mini-Jungpflanzen sind empfindlich und sollten deshalb nach dem Kauf oder Erhalt möglichst schnell versorgt werden.
Feuchten Sie die Wurzelballen vor der Pflanzung an. Für die Pflanzung in einen Balkonkasten, Pflanzkasten oder Topf können die Pflanzen direkt eingesetzt werden. Für die Pflanzung ins Freiland empfiehlt es sich, den Wurzelballen zunächst in einen Anzuchttopf umzusetzen (zwei- bis dreimal größer als der Wurzelballen). Dort kann sich die Pflanze einige Wochen weiterentwickeln und kräftigen.
Die Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühjahr nach den letzten Frösten.
Trägt eine Staude als Mini-Jungpflanze bereits eine Blume oder Blütenknospe, entfernen Sie diese am besten. So kann die junge Pflanze ihre Kraft auf die Wurzelbildung konzentrieren. Keine Sorge: Die spätere Blüte wird dadurch nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, die Pflanze wächst langfristig kräftiger und stabiler.
Gelbe oder vergeilte Triebe sind ebenfalls kein Grund zur Sorge: Der Transport in dunklen Kartons ohne Wasser kann die oberirdischen Pflanzenteile beeinträchtigt haben, ohne die spätere Gesundheit des Keimlings zu gefährden. Meist sieht die Pflanze nach einigen Tagen wieder besser aus.
Zusammenfassung
Vorteile:
- schneller und einfacher als die Aussaat
- gute Qualität des Wurzelsystems
- sicheres Anwachsen
- preiswert (günstiger als Stauden im Topf)
Nachteile:
- begrenzte Verfügbarkeit (nicht ganzjährig)
- schnelle Pflanzung nach dem Kauf (keine längere Lagerung möglich)
- teurer als die eigene Aussaat
- Umtopfen in einen Anzuchttopf vor der Pflanzung kann nötig sein (zusätzlicher Schritt)
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Die Lebensdauer von StaudenStaude im Anzuchttopf
Sie sind ihm in Gartencentern, Baumschulen, Geschäften oder im Internet sicherlich schon oft begegnet: Die Lieferung von Pflanzen im Anzuchttopf ist besonders verbreitet. Dabei handelt es sich um kleine, meist quadratische Kunststofftöpfe mit einer Seitenlänge von weniger als 10 cm.
Diese Form der Lieferung betrifft gewöhnlich noch recht junge Pflanzen mit schnellem Wachstum. In der Regel erreichen die Pflanzen ein bis anderthalb Jahre nach der Pflanzung ihre Reife. Die Pflanzung im Anzuchttopf ermöglicht eine gute Aufbewahrung der Pflanzen. Sie benötigen nach dem Einpflanzen nur wenig Zeit, um sich einzuleben und reich zu blühen.
Unter dieser Form der Lieferung können Sie beispielsweise blühende Stauden wie Storchschnabel, Iris oder Taglilie kaufen. Auch aromatische Stauden wie Thymian oder Dost sind häufig im Anzuchttopf erhältlich.
Einige Anzuchttöpfe mit durchbrochenen Wänden verhindern sogar den sogenannten Wurzelringel und ermöglichen den Wurzeln, sich in alle Richtungen auszubreiten, ohne sich zu verflechten.
Da sie mehr Pflege und eine längere Aufbewahrung als Pflanzen in Miniballen benötigen, sind sie beim Kauf teurer. Diese Form der Lieferung ermöglicht jedoch, die Pflanzen mehrere Tage oder sogar Wochen vor dem Einpflanzen aufzubewahren, wenn die Witterung nicht geeignet ist.
Unsere Stauden werden gewöhnlich im 9-cm-Anzuchttopf geliefert und sind dadurch gut bewurzelt.

Pflanzzeit und Vorsichtsmaßnahmen
Die Pflanzung kann das ganze Jahr über erfolgen, außer während winterlicher Frostperioden und sommerlicher Trockenheit. Idealerweise wachsen Stauden jedoch besser an, wenn sie im zeitigen Frühjahr oder im Herbst während ihrer Ruhephase gepflanzt werden. Der Boden ist dann frisch, die Temperaturen mild und die Luftfeuchtigkeit günstig.
Die Staude im Anzuchttopf kann ohne vorherigen Zwischenschritt in einen Pflanzkübel, ein Beet oder eine Hecke gepflanzt werden.
Achten Sie darauf, dass die Jungpflanze über einen kräftigen Wurzelstock, zahlreiche Wurzeln und möglichst pralle Knospen verfügt. Während der Ruhephase ist es völlig normal, wenn keine oder nur wenig attraktive Vegetation vorhanden ist, etwa fleckige oder vergilbte Blätter.
Zusammenfassung
Vorteile:
- ganzjährig erhältlich
- fast ganzjährig pflanzbar
- vor dem Pflanzen lagerfähig
- einfach und schnell zu pflanzen
- große Sortenauswahl
Nachteile:
- höherer Preis
- Risiko von Wurzelringeln
- wenig umweltfreundlicher Kunststoffbehälter
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Staude im Topf
Stauden im Topf oder Container sind meist ältere, großvolumige oder langsam wachsende Pflanzen. Dazu zählen etwa Kaktus und Sukkulente, Ziergras, Zehrwurz und Christrosen.
Die Töpfe fassen im Durchschnitt 2 bis 10 Liter. Unsere Päonien sind beispielsweise in 7,5- bis 10-Liter-Töpfen erhältlich.
Eine Topfpflanze ist im Garten sofort dekorativ. Sie ist ideal, wenn Sie wenig Zeit haben, eine Fläche schnell bepflanzen oder einen Bereich ohne Wartezeit begrünen möchten.
Die längere Pflegezeit, die Lagerung und der Transport der Töpfe wirken sich natürlich auf den Verkaufspreis aus: Für den Kauf von Stauden ist dies die teuerste Lösung.

Funkie im Topf
Pflanzzeit und Vorsichtsmaßnahmen
Wie Stauden im Anzuchttopf sind auch Topf- und Containerstauden meist ganzjährig erhältlich. Sie können zu jeder Jahreszeit gepflanzt werden, sofern extreme Temperaturen vermieden werden. Am günstigsten sind jedoch Frühjahr und Herbst.
Prüfen Sie vor dem Kauf, wenn möglich, den Zustand des Wurzelsystems und ob sich ein Wurzelfilz gebildet hat, den Sie gegebenenfalls entwirren sollten.
Wässern Sie den Wurzelballen vor dem Pflanzen, indem Sie ihn einige Minuten in eine Schüssel oder einen Eimer mit Wasser tauchen. So können sich die Wurzeln rehydrieren und Sie den Topf leichter entfernen.
Entfernen Sie ruhig verblühte Blüten und abgeknickte Triebe, um die Pflanze zu entlasten.
Anders als man denken könnte, sind ältere Pflanzen oft empfindlicher zu handhaben als junge Pflanzen, besonders im Frühjahr mit ihren zarten oberirdischen Trieben. Gehen Sie beim Pflanzen daher vorsichtig vor.
Für ein gutes Anwachsen sollten Sie im ersten Sommer regelmäßig gießen, auch Stauden mit geringem Wasserbedarf im ausgewachsenen Zustand.
Zusammenfassung
Vorteile:
- sofortige dekorative Wirkung im Garten
- ganzjährig erhältlich
- ganzjährige Pflanzung
- vor dem Pflanzen lagerfähig
- große Sortenauswahl
Nachteile:
- teurer
- langsameres Anwachsen möglich
- Risiko eines Wurzelfilzes
- wenig umweltfreundlicher Kunststofftopf
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