Thripse erkennen und natürlich bekämpfen
Erkennen, Vorbeugen und natürliche Behandlung
Inhaltsverzeichnis
Thripse sind winzige, Pflanzensaft saugende Parasiten. Sie verbreiten sich schnell in Gewächshaus und Wohnung. So erkennen und bekämpfen Sie sie natürlich.
Woher kommen Thripse?
Wie viele Parasiten vermehren sich Thripse bei warmem, trockenem Wetter. Im Sommer drohen daher die stärksten Schäden. Bei Kälte und Nässe ziehen sich ihre Larven in den Boden zurück und überwintern.
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Thrips ist eine Bezeichnung, die aus dem Griechischen stammt und „Kellerassel“ oder „Holzlaus“ bedeutet. Heute ist dieses stechende Insekt auch unter den Namen „Gewittertierchen“, „Wärmetierchen“ oder „Augusttierchen“ bekannt. Letztere Bezeichnung ist jedoch irreführend, da sie dazu führen kann, Thripse mit Herbstmilben zu verwechseln. Dabei haben die beiden Arten nichts miteinander zu tun. Weltweit gibt es außerdem fast 3.000 verschiedene Arten aus der Ordnung der Thysanoptera. Sie gehören zu verschiedenen Gattungen (Frankliniella, Thrips, Echinothrips …) und sind nicht alle schädlich für Pflanzen.
Beschreibung der Thripse
Thripse sind winzig und werden zwischen 1 und 2 mm lang, weshalb sie mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen sind.
Während einige Thripsarten flügellos sind, besitzt die Mehrheit im Erwachsenenalter Flügel. Dann erkennt man sie an ihren gefiederten Flügeln und ihrem stechend-saugenden Mundkegel.
Beachten Sie, dass Thripslarven dagegen immer flügellos sind. Man erkennt sie an ihrem länglichen Körper, der rot, braun, gelb oder schwarz sein kann. Thripslarven bewegen sich besonders langsam.
Symptome an der Pflanze
Thripse stechen in Pflanzenteile, um sich vom Zellinhalt zu ernähren. Winzige silbergraue Flecken oder manchmal marmorierte Stellen erscheinen auf dem Laub der Pflanze. Mit der Zeit trocknen die Blätter ein und fallen ab. Ein weiteres Symptom ist die Verformung junger Triebe, Blüten und Früchte, die schließlich nekrotisch werden.

Durch Thripse verursachte Schäden an den Blättern ©Scot Nelson
Um sicherzugehen, dass diese Symptome tatsächlich von Thripsen verursacht werden, müssen Sie jedoch genauer hinsehen. Mikroskopisch kleine, schwarze Ausscheidungen auf den Blättern sind ein weiteres deutliches Anzeichen für ihren Befall.
Beachten Sie schließlich, dass ein Thripsbefall die Pflanze nur selten abtötet, außer bei einem sehr starken Befall. Allerdings können Thripse sie erheblich schwächen und sogar Viruskrankheiten übertragen. Die häufigste davon ist die Tomatenbronzefleckenkrankheit, die entgegen ihrem Namen an zahlreichen Pflanzen auftreten kann.
Welche Pflanzen sind anfällig für Thripse?
Thripse sind nicht wählerisch und befallen viele Pflanzen, drinnen wie draußen. Besonders gefürchtet: Kalifornischer Blütenthrips mit großem Wirtsspektrum.
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Zunächst sei betont, dass es eine vorbeugende Methode gibt, um das Risiko eines Thripsbefalls zu verringern. Da diese Parasiten Wärme und Trockenheit lieben, können Sie sie leicht fernhalten, indem Sie für ein feuchtes Umfeld rund um Ihre Pflanzen sorgen.
- Im Freien bei warmem, trockenem Wetter die Blätter Ihrer Pflanzen regelmäßig besprühen.
- In Innenräumen und im Gewächshaus können Sie die Blätter Ihrer Pflanzen ganzjährig besprühen.
Leider hat diese Methode Grenzen, denn viele Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Feuchtigkeit und neigen zu Pilzkrankheiten, deren Entwicklung durch dauerhaftes Wasser begünstigt wird.
Natürliche Behandlung gegen Thripse
Bei einem bestätigten Befall helfen bestimmte natürliche Mittel, Thripse zu beseitigen, ohne chemische Insektizide einzusetzen.
- Bei Gewächshauspflanzen biologische Bekämpfung einsetzen. Blumenwanzen der Gattung Orius, Raubmilben Amblyseius cucumeris und der Fadenwurm Steinernema feltiae sind natürliche Fressfeinde der Thripse. Sie können außerdem blaue Leimtafeln einsetzen, die mit einem speziellen Thrips-Lockstoff kombiniert werden. Sie fangen die Männchen und Weibchen der wichtigsten Thrips-Arten wirksam ab.
- Bei starkem Befall können Sie Neemöl, einen Knoblauchsud mit einer Schmierseifenlösung oder Pyrethrum einsetzen, um die Thripse loszuwerden.
Hinweis: Unabhängig von der verwendeten Bekämpfungsmethode sollten Sie befallene Pflanzen stets umtopfen und ihnen frische, larvenfreie Blumenerde geben.
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